DE616705C - Bohrvorrichtung - Google Patents
BohrvorrichtungInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E21D1/00—Sinking shafts
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Description
- Bohrvorrichtung= Die Erfindung betrifft eine Bohrvorrichtung zur Herstellung von Erdbohrungen für Pfähle, Maste u. dgl. mit einem in das Bohrloch nachgeschobenen Scbutzrohr und den Abraum an die Oberfläche fördernden Becherwerken. Die neue Bohrvorrichtung kennzeichnet sich dadurch, daß die Becherwerke außer ihrer lotrechten Förderbewegung noch eine um die Bohrachse kreisende Bewegung ausführen, so daß sie die Grundfläche des Bolnloches ringsum bestreichen und am oberen Ende die Abraumstoffe unter Einwirkung der Fliehkraft seitlich auswerfen. Durch das '1litdrehen der Becherwerke um die Bohrachse wird auf diese Weise das Aufnehmen und Auswerfen des Bohrfites -wesentlich erleichtert und verbessert.
- Die Betätigung der Becherwerke erfolgt dabei vorteilhaft in der Weise, daß die Kettenräder der Becherwerk e auf an der Drehtrog der Bohrwelle teilnehmenden -waagerechten Achsen gelagert sind und ihren Antrieb über hettengetriehe o. dgl. von Kegelzahnrädern erhalten, welche gleichfalls !um die Bohrachse kreisen und sich auf einem feststehenden Zahnkranz abwälzen.
- In den eine beispielsweise Ausführungsform. darstellenden Zeichnungen zeigen: Fig. i und 2 einen Aufriß und eine Seitenansicht des Erfindungsgegenstandes, Fig. 3 einen Schnitt und eine Außenansicht der Antriebswelle, Fig. q. einen senkrechten und darunter einen waagerechten Schnitt, einen Teil des Becherwerkes, Fig. 5 im senkrechten und waagerechten Schnitt die Antriebseinrichtung des Becherwerkes, Fig. 6 die Entladungsvorrichtung der Becher, Fig. 7 eine Ausführungsform des eigentlichen Bohrkörpers; Fig.8 einen Aufriß des oberen Teils der Vorrichtung in vergrößertem Maßstab mit teilweisem Längsschnitt, Fig.9 die gebräuchlichste Form des Erdbohrers in senkrechtem und waagerechtem Schnitt.
- Die Bewegteig, welche von einer Kurbel oder einem :Motor kommt, wird auf Riemer_-scheiben übertragen, die die mit einer Kette verbundenen Ritzel B und Bl beeinflussen; desgleichen die Schnecl>e B. -Lund das Schnekkenrad B3. Das Ganze bildet sein Zwischengetriebe zum Verringern der Drehzahl.
- Das SchneckenradB3 überträgt die Drehbewegung auf die Welle C, an deren Ende der Bohrer befestigt ist. Die hohle Welle C ist in der Längsrichtung mit Rippen oder Leisten Cl versehen.
- Die Welle C erteilt ferner den Baggern durch eine Sondervorrichtung eine Drehbewegung.
- Die waagerechte Achse D, welche auf der Welle C befestigt ist, führt lediglich eine Drehbewegung in einer waagerechten Ebene aus.
- Auf der Welle C ist ein Zahnkranz E angebracht. Er wird mit Hilfe einer Stützvorrichtung F gehalten und an der Drehung gehindert. An den zwei Enden der Achse D drehen sich die kegeligen Ritzel _G und H. Die Achsel) treibt bei der Drehung in der waagerechten Ebene die beiden Ritzel G und H, die sich auf dem feststehenden Zahnkranz E abrollen.
- Zwei Räder I und I stehen in enger Verbindung mit den Ritzeln G und H. Sie treiben mit Hilfe der Ketten K, L die Ritzel M -und N, die auf der waagerechten Achse O sitzen. Diese RitzelM,N sind mit Hilfe von Zapfen mit den Zahnrädern P, Q gekuppelt. Letztere wirken ihrerseits auf die Ketten, >welche die mit Verlängerungsblechen versehenen Baggerbecher R, S tragen, derart ein, daß diese Behälter R, S zwischen den beiden Achsen D und O hindurchwandern können.
- Unten ist auf der Welle C eine waagerechte Achse T befestigt, welche mit Hilfe der Ritzel V und W die Ketten R1, S1 mit den Baggern hält. Diese Ketten sind aus Kettengliedern gebildet, die abwechselnd flach und mit Winkelabbiegungen versehen sind; auf diesen Abbiegungen sind unmittelbar die Baggerbecher R, S angebracht.
- Die durch den Bohrer und die seitlichen HobehnesserX, welche der Vergrößerung der Ausbohrung dienen, abgehobelten Abfälle werden durch die Baggerbecher R, S erfaßt und in den Behälter Xi entleert, welcher aus zwei 'halbzylindrischen Stücken besteht.
- Der Behälter X1 ist auf einem Träger Y aufgehängt, der seinerseits an der Welle C befestigt ist.
- Der Träger Y stützt sich bei seiner Ab-Senkung auf einem Ring Z, welcher auf dem Schutzrohr Z1 ruht.
- Bei Beginn der Bohrung gräbt man zunächst eine kleine Vertiefung, stellt dann die Vorrichtung senkrecht auf und setzt sie mit Hilfe eines Vorgeleges oder einer Kupplung in Bewegung.
- Bei Beginn der Bohrung ist es zweckmäßig, die Welle C von oben zu belasten. In der Folge wird diese Belastung überflüssig, denn sie wird in weitestem Maße ersetzt durch das Gewicht der ganzen Antriebsvorrichtung, die an der Welle C aufgehängt ist. 'Im Bedarfsfalle kann man das Gewicht erleichtern, z. B. durch Gegengewichtea, deren Seile an dem Träger F angreifen.
- Gemäß der Darstellung in den Zeichnungen ist die Vorrichtung mit einem Bohrer versehen, bestehend aus einem Gefäß b, dessen Boden eine spaltförmige Öffnung besitzt. Durch diese Öffnung dringen die abgehobelten Abfälle in das Innere des Bohrers. Letzterer muß sich frei vom Innern der Röhre des Schutzrohres Z,_ drehen, wobei er ein Loch graben kann, das größer ist als der Außendurchmesser des Schutzrohres. Um dieses zu ermöglichen, ist der genannte Zapfenbohrer mit mehreren seitlichen Hobelmessern X besonderer Form und im Schnitt von U-Form versehen. Sie drehen sich um ihre im Innern des Bohrers b angeordneten Achsen.
- Die Öffnungen im Bohrer b, die den Hobelmessern den Durchtritt gestatten, begrenzen gleichzeitig ihre äußerste Stellung. Die Erde selbst öffnet durch Reibung die Hobelmesser X, und die Abfälle dringen gleichmäßig in den Bohrer ein und werden sogleich mit Hilfe der Baggerbecher R, S emporgeführt.
- Infolge der getroffene. Anordnung drehen sich die Ketten R1, S1 mit den Bechern l?, S schneller als der Bohrer b, und- die Becher R, S entfernen das Bohrgut (ebensogut Erde wie Wasser), um es in die Abladebehälter X1 abzuladen. Während des Eindringens des Bohrers b kann man die Welle c verlängern. Die Verbindung der Teilstücke ist durch eine Vollachse C" gesichert, die in der Hohlwelle befestigt ist (Fig.3).
- Die einzelnen Teile der Welle greifen durch Verzahnungen C3 ineinander. Man verlängert gegebenenfalls auch die Ketten mit den Baggern.
- Um die Spannung der Baggerketten konstant halten 4zu können, ist zwischen der fest auf der Welle C sitzenden Stütze Y und der oberen Achse O der Becherwerke eine Spannvorrichtung C4 (Fig. 8) angeordnet.
- Um gewöhnliche Erde zu bohren, wie z. B. Mutterboden, weichen Schlammboden, Sand, Ton, leicht verklebten Sand, Kies, Kieselsteine usw., benutzt man den schon erwähnten Gefäßbohrer (Fig. 9). Seine Durchdringungsfähigkeit wird naturgemäß um etwas geringer sein für steinige Böden, wie z. B. verwitterte Felsgesteine oder sedimentäres Felsgestein.
- Der Bohrer besitzt mehrere Fräser X, die sich um ihre Achse drehen und sich durch Reibung öffnen. Um sie durch das Schutzrölu Z1 hindurchziehen zu können, genügt es, den Bohrer im umgekehrten Sinne zu drehen. Bei Berührung mit dem unteren Rande des Rohres Zy treten sie also in ihre Öffnungen von selbst zurück. Der Bohrer kann auch Zähne verschiedener Abmessungen konischer Gestaltung haben (vgl. Fig. 7). Der Bohrer ist aus Hartstahl oder aus Gußstahl angefertigt.
- Ein solcher Bohrer, dessen Bohrkranz unregelmäßige Schärften hat, verursacht während der Drehung Erschütterungen. - Dank dem Gewicht der Antriebsvorrichtung, die auf der Welle C ruht, verursacht diese kurze und wiederholte Stöße. Diese Stöße können nötigenfalls durch ein NockengetriebeY2 (Fig. 8) verstärkt werden, welches auf der Stütze Y angeordnet ist und mit entsprechenden Nokken Z. des feststehenden .Deckels Z derart zusammenwirkt, daß während der Umdrehung die ganze Bohrvorrichtung in gewissen Abständen angehoben und plötzlich fallen gelassen wird.
- Der Bohrer verarbeitet alles, was ihm begegnet. Die losgelöste Erde wird emporgedrückt, um dann mit Hilfe der Baggerbohrer emporgeführt und ausgeworfen zu -werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Bohrvorrichtung mit einem in das Bohrloch nachgeschobenen Schutzrohr und den Abraum an die Oberfläche fördernden Bechenverken, dadurch gekennzeichnet, daß die Becherwerke außer ihrer lotrechten Förderbewegung noch eine um die Bohrachse kreisende Bewegung ausführen, so daß sie die Grundfläche des Bohrloches ringsum bestreichen und am oberen Ende die Abraumstoffe unter Einwirkung der Fliehkraft seitlich auswerfen. z. Bohrvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenräder (P, V, Q, W) der Becherwerke auf an der Drehung der Bohrwelle (C) teilnehmenden horizontalen Achsen (O0, T) gelagert sind und ihren Antrieb über Kettengetriebe (I(, L) o. dgl. von Kegelzahnrädern (G, H) erhalten, welche gleichfalls -um die Bohrachse kreisen und ,auf einem feststehenden Zahnkranz (E) rollen. 3. Bohrvorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Becher (R, S) der Becherwerke im Querschnitt viertelkreisförmig sind. q.. Bohrvorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Becher (R, S) an ihrem unteren Teil Verlänerungsbleche (L) aufweisen, welchedas aus' dem nächstfolgenden Becher entleerte Material ableiten. Bohrvorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Glieder der Förderketten (R1, S1) abwechselnd aus Flacheisen und aus rechtwinklig abgebogenem Eisen bestehen, an welch letzteren die Becher unmittelbar ,angenietet sind. 6. Bohrvorrichtung nach Anspruch i ,und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Regelung der Spannung der Baggerketten (R1, S1) eine Spannvorrichtung (C4) zwischen einem auf der Bohrachse (C) festsitzenden Teil (Y) und der die oberen Kettenräder (P, Q) der Becherwerke tragenden, auf der Bohrwelle verschiebbaren Achse (O) angeordnet ist. 7. Bohrvorrichtung nach Anspruch 1, z und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrwelle (C) mit allen an ihr gelagerten Teilen sich über einen auf ihr festsitzenden Teil (Y), gegebenenfalls unter Vermittlung an sich bekannter Stoßerzeugungsnocken, auf das obere Ende des Schutzrohres (Z1) stützt, um dieses vorzutreiben. B. Bohrvorrichtung nach Anspruch i ,und a, gekennzeichnet durch eine verlängerbare, mit Längsleisten (Cl) versehene Bohrachse (C), welche mit ihrem oberen Teil, in einer Antriebsvorrichtung (B3) vertikal gleitet und mit ihrem unteren Teil die Drehung der Becherwerke und des Bohrkopfes bewirkt. 9. Bohrvorrichtung nach Anspruch i und a mit einem gefäßförmigen Bohrkopf von kreisförmigem Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb von in der Umfangsfläche des Gefäßes angebrachten Öffnungen in an sich bekannter Weise um lotrechte Achsen schwingbare und sich unter dem Arbeitsdrucke öffnende Grabwerkzeuge (X) derart angeordnet sind, daß sie in geöffneter Stellung unter Abstützung an. dem rückwärtigen Rande der Öffnungen schräg durch dieselben nach außen ragen, während sie in geschlossenem Zustande bündig mit der Gefäß- wand liegen.
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