AT163403B - Vorrichtung zum Abmessen bestimmter Mengen einer Flüssigkeit und der zu ihrer chemischen Untersuchung benötigten Reagenzflüssigkeit - Google Patents

Vorrichtung zum Abmessen bestimmter Mengen einer Flüssigkeit und der zu ihrer chemischen Untersuchung benötigten Reagenzflüssigkeit

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AT163403B
AT163403B AT163403DA AT163403B AT 163403 B AT163403 B AT 163403B AT 163403D A AT163403D A AT 163403DA AT 163403 B AT163403 B AT 163403B
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Austria
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piston
housing
liquid
recess
pipette
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English (en)
Inventor
Ludwig Wilhelm Dipl In Sattler
Original Assignee
Ludwig Wilhelm Dipl In Sattler
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zum Abmessen bestimmter Mengen einer Flüssigkeit und der zu ihrer chemi- schen Untersuchung benötigten Reagenzflüssigkeit 
 EMI1.1 
 sichern den luftdichten Sitz des Auslaufstutzens 3 im Hals des Überlaufgefässes 2 gegen Lockerung. 



  An einem Ende ist das Gehäuse 4 zu einem   Zylinderkopf 8 erweitert, der nach aussen hin durch eine mit einer Öffnung 9 versehene Deck-   platte 10 abgeschlossen ist. Das Gehäuse 4 ist von einem Kolben 11 durchsetzt, der in den Zylinderkopf 8 hineinreicht und dort am Ende eine Scheibe 12 trägt, deren Umfangsfläche an der Innenwandung des Zylinderkopfes dicht anliegt. Aus letzterem führt ein Rohrkrümmer 13 
 EMI1.2 
 der Pipette 1 in Verbindung steht., Der Zylinderkopf 8 und sein Scheibenkolben 12 bilden die Luftpumpe zum Füllen und Entleeren der Pipette 1.

   Auf dem der Scheibe 12 gegenüberliegenden, aus dem Gehäuse 4 herausragenden Ende des Kolbens 11 ist ein an der Umfangfläche geriffelter Griffknopf 16 befestigt, mit dem der Kolben 11 in seinem Gehäuse 4 verschoben 
 EMI1.3 
 Winkel gegen die Achse geneigte Aussparung 17 mit zueinander parallelen seitlichen Begrenzungflächen auf, die, wie die Fig.   2-4   zeigen, die Form eines Viertelkreis-Sektors 17a mit daran anschliessendem verengtem Kanal   17 b   hat und als Mass für die Reagenzflüssigkeit dient. In den Kolben 11 ist ein radial abstehender Stift 18 eingesetzt, der in eine etwa über den halben Umfang des Gehäuses 4 sich erstreckende schraubengangförmige Nut 19 des zylindrischen Gehäuses 4 ragt.

   Dadurch erhält der Kolben 11 bei einer Längsverschiebung gleichzeitig eine Drehung um   180 ,   was für den Auslauf der Reagenzflüssigkeit aus ihrem   Messraum 17 nötig   ist, wie später erläutert ist. Das Gehause 4 weist nahe dem dem Griffknopf 16 zugekehrten Ende an der Oberseite eine Öffnung 20 und in der Mitte zwischen ihr und der Zuflussöffnung 6 um 90'versetzt noch eine Durchbrechung 21 auf, welche Öffnungen 20 und 21 den Luftzutritt in die Aus- 

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 sparung 17 beim Ausfliessen der Reagenzflüssigkeit daraus vermitteln. 



   Die Handhabung und Arbeitsweise der Mess- vorrichtung ist folgende :
Zur Gebrauchsnahme der Vorrichtung wird der Kolben 11 an dem Griffknopf 16 aus dem Ge- häuse 4 unter gleichzeitiger Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn soweit herausgezogen bis die
Scheibe 12 an der inneren Stirnwand des Zylinder- kopfes 8 anstösst ; sodann wird die Reagenzflüssig- keit in den Behälter 5 eingebracht, dessen Aus- flussöffnung 6 dabei von dem Kolben 11 abgedeckt ist.

   Die Vorrichtung wird nun mit dem unteren
Ende der Pipette 1 in die zu untersuchende Flüssig- keit getaucht und der Kolben 11 sodann in das
Gehäuse 4 hineinbewegt, wobei die vor dem
Scheibenkolben 12 im Zylinderkopf 8 befindliche
Luft durch die Öffnung 9 des Deckels 10 austritt und gleichzeitig die Pipette infolge des auf der anderen Seite des Scheibenkolbens 12 auftretenden
Luftunterdruckes sich mit der zu untersuchenden
Flüssigkeit füllt ; ein Überschuss an aufsteigender
Flüssigkeit wird in dem Überlaufgefäss 2 auf- gefangen. Die Fig. 1 zeigt die Vorrichtung in dieser einen Endstellung des Kolbens 11, 12. Die
Aussparung   17 liegt   jetzt unterhalb des Auslaufes 6 des Behälters 5 (Fig. 2) und hat sich mit Reagenz- flüssigkeit gefüllt.

   Die Pipette wird nun mit der
Vorrichtung aus der zu untersuchenden Flüssigkeit herausgehoben und über das bereitgestellte
Untersuchungsgefäss gebracht ; der Kolben 11, 12 wird mit dem Griffknopf 16 unter gleichzeitiger
Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn wieder aus dem Gehäuse 4 gezogen, wobei durch den im
Zylinderkopf 8 vor dem Scheibenkolben 12 entstehenden Druckanstieg die Flüssigkeit aus der Pipette auszulaufen beginnt.

   Die Aussparung 17 im Kolben 11 gelangt nach einer Drehung desselben um etwa   90   in   die Stellung Fig. 3, bei der die   Mündung des Kanals 17 b vor der Luft-   zutrittsöffnung 21 im Gehäuse 4 und der
Sektor   17 a   vor dem Auslaufstutzen 3 liegen, so dass die Reagenzflüssigkeit aus ihrem   Messraum   17 auszulaufen beginnt und durch den Stutzen. 3 in die Pipette und mit der darin noch befindlichen zu untersuchenden Flüssigkeit in das Untersuchungsgefäss gelangt. Der Scheibenkolben 12 hat dabei ungefähr seinen halben Hub zurückgelegt.

   Eine weitere Drehung des Kolbens um wieder   900 und seine   damit verbundene Achsialverschiebung hat die Pipette 1 durch Druck entleert, während die Mündung des Kanals   17b   der Aussparung 17 mit der Öffnung 20 im Gehäuse 4 in Übereinstimmung gekommen ist, Fig. 4. Die Reagenzflüssigkeit kann aus dem noch über dem Ablauf 3 stehenden Sektor   17 a   der Aussparung 17 völlig ausfliessen. In dieser Stellung befindet sich die Kolbenscheibe 12 in ihrer inneren Grenzlage, der Führungsstift 18 steht in der Nut 19 nach unten. Der Kolben 11 ist mit dem Griffknopf 16 in dem Gehäuse 4 nach rechts herausgezogen. Nun wird die Pipettenspitze wieder in die zu untersuchende Flüssigkeit getaucht und diese durch Einwärtsbewegung des 
Kolbens 11 in das Gehäuse 4 in die Pipette angesaugt.

   Das Ansaugen wird nur ganz kurz unter- brochen, solange die Mündung des Kanals 17b über die Öffnung 21 im Gehäuse 4 hinweggleitet. 



   Dieser Unterbrechung des Ansaugens und einer im Gebrauch der Vorrichtung etwa auftretenden Undichtheit wird dadurch Rechnung getragen, dass der Hohlraum des Zylinderkopfes 8 etwas grösser gewählt wird als der der Pipette 1. Diese wird sich somit bereits vor Beendigung des Ansaugens völlig gefüllt haben. 



   Das Steuerungsorgan (Kolben   11, 12)   könnte statt durch Drehzug auch durch Geradzug betätigt werden, doch müsste dann die Anordnung des Auslaufes 3 und der Luftzutrittsöffnungen 20, 21 im Gehäuse 4 entsprechend geändert werden. 



  Es steht auch nichts im Wege, Kolben und Gehäuse statt zylindrisch prismatisch auszubilden, wobei das Steuerungsorgan natürlich nur durch Geradzug betätigt werden kann. 



   Die Vorrichtung wird zweckmässig aus Glas hergestellt. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Vorrichtung zum Abmessen bestimmter Mengen einer Flüssigkeit und der zu ihrer chemischen Untersuchung benötigten Reagenzflüssigkeit unter Verwendung einer Überlaufpipette zum Abmessen der zu untersuchenden Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass das an sich bekannte, mit einer Aussparung als Messraum für die Reagenzflüssigkeit versehene Steuerungsorgan als achsial verschiebbarer Kolben (11, 12) ausgebildet ist und zugleich den Pumpenkolben für die das Füllen und Entleeren der Pipette besorgende Luftpumpe bildet. 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. Gehäuses (4) aufgesetzt ist, in dem der mit der Aussparung (17) für die Reagenzflüssigkeit versehenen Kolben (11) beweglich ist, welcher zur Schaffung der auf die Pipette wirkenden Luftpumpe eine in einer mit der Pipette in Verbindung stehenden Erweiterung (8) des Gehäuses (4) dicht eingepasste Scheibe (12) trägt, derart, dass in der einen Endlage des Kolbens (11, 12) einerseits die zu untersuchende Flüssigkeit in die Pipette angesaugt worden, anderseits die Reagenzflüssigkeit in die Aussparung (17) des Kolbens (11) eingetreten ist, welche Aussparung bei der Verschiebung des Kolbens in seine andere Endlage teils vor im Gehäuse (4) vorgesehene Lüftungsöffnungen (21, 20), teils über den Auslaufstutzen (3) gelangt,
    so dass die abgemessene Reagenzflüssigkeit in die sich bei dieser Kolbenverschiebung in das bereitgehaltene Untersuchunggefäss entleerende Pipette auslaufen kann.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (11) einen radial abstehenden Stift (18) trägt, der in eine schraubengangförmige Nut (19) des Gehäuses (4) eingreift, so dass der Kolben (11) bei seiner Verschiebung <Desc/Clms Page number 3> gleichzeitig eine Drehung erfährt, und dass die Aussparung (17) des Kolbens (11) diesen unter einer gewissen Neigung gegen die Achse durchsetzt und die Form eines Viertelkreis-Sektors (17a) mit daran anschliessendem verengten Kanal (17b) zeigt, dessen Ausmündung bei der Drehzugbewegung des Kolbens (11) nach aussen nacheinander mit den im Gehäuse (4) vorgesehenen Öffnungen (21, 20) in Übereinstimmung gelangt, wogegen der sektorförmige Teil (17a) der Aussparung (17)
    über den Ab- lauf stutzen (3) weggleitet, so dass die Reagenzflüssigkeit aus dem Messraum (17) ausrinnen kann.
AT163403D 1945-09-01 1945-09-01 Vorrichtung zum Abmessen bestimmter Mengen einer Flüssigkeit und der zu ihrer chemischen Untersuchung benötigten Reagenzflüssigkeit AT163403B (de)

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