<Desc/Clms Page number 1>
Drehstahlstütze
Bei spanabhebender Bearbeitung, insbesondere beim Plandrehen von Stirnflächen dünnwandiger Körper, kommt es häufig vor, dass der Drehstahl durch den Spandruck in Vibration gerät und Rattermarken am Drehstück zu kleinerem Span zwingen. Durch diese Vibration kommt es häufig zum Ausbrechen der Drehstahlschneiden bzw. Hartmetallplättchen oder Brechen der Drehmesser. Erfahrungsgemäss können Rattermarken durch Verkürzung der freien Länge des Drehstahles abgeschwächt werden. Dies wird gewöhnlich dadurch erreicht, dass zwischen dem Drehstahl und einem benachbarten Stahl Holzstücke festgeklemmt werden. Ein Nachteil dieser Holzstützen ist ihr Quellen durch Flüssigkeitsaufnahme und die jeweilige notwendige Anpassung der Holzstücke, sowie die primitive Befestigungs- möglichkeit.
Durch die Zusammendrückbarkeit des Holzes werden zwar die Vibrationskräfte ge- mildert, die ständig weiter wirkenden Kräfte führen jedoch meistens zum Loslösen der Holzstücke.
Gemäss der Erfindung weist die zwischen den
Drehstahl und ein benachbartes Drehmesser geschaltete Stütze zwei in ihrem Abstand ver- stellbare gabelförmige Backen mit derart geformten Ausnehmungen auf, dass die Schäfte des
Drehstahles und des benachbarten Drehmessers an den Backen entlang zweier Erzeugenden ihrer Mantelfläche anliegen, die miteinander einen stumpfen Zentriwinkel einschliessen.
Dadurch werden die auftretenden Kräfte in zwei Komponenten zerlegt, welche miteinander einen stumpfen Winkel einschliessen. Diese Kräfte bewirken eine Federung der Backengabel, jedoch nicht in Richtung der axialen Verbindungsgeraden, sondern in zwei Richtungen, welche mit der Verbindungsgeraden einen Winkel von fast 90 0 einschliessen, wodurch die axiale Verkürzung bei Stössen auf ein Minimum herabgesetzt wird. Durch eine solche Stütze werden die genannten Mängel beseitigt und das Drehen einwandfreier Flächen ermöglicht.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt die Gesamtanordnung, Fig. 2 ist die Ansicht einer Dreh- stahlstütze, Fig. 3 zeigt eine Stütze in abgeänderter Form und die Fig. 4 und 5 zeigen eine Backe in Seiten-und Stirnansicht.
Gemäss Fig. 2 besitzt die Drehstahlstütze aus nichtquellbarem Werkstoff zwei durch eine Stützschraube c auseinandergehaltene Backen a und b.
Die Schraube c hat Rechts-und Linksgewinde oder aber Gewinde mit verschiedener Steigung bei beiderseitiger Rechtsgängigkeit. Durch Verdrehen der Schraube c werden die Backen a und b je nach Drehrichtung auseinandergespreizt oder einander genähert.
Fig. 1 zeigt die Anordnung der Drehstahlstütze beim Planschlichten eines Deckels. Es bedeutet e das Werkstück, 1 den Drehstahl, d die Drehstahl-
EMI1.1
ist hier so getroffen, dass zwischen dem Drehstahl f und dem benachbarten Drehstahl g die Stütze d zwischengeklemmt ist. Die Ausnehmung der gabelförmigen Backen a und b für die Auflage der Drehmesserschäfte ist derart geformt, dass die Stütze am Drehstahl nicht starr anliegt, sondern ihn an zwei miteinander einen stumpfen Zentriwinkel einschliessenden Erzeugenden k berührt (Fig. 2 und 3).
Die in der Achse der Stütze wirkende Kraft, hervorgerufen durch die Vorspannung der Stützschraube c, vermehrt um den Spandruck, wird dadurch in zwei Komponenten zerlegt, so dass jeder in der Achse der Stütze wirkende Stoss durch Ausfedern der gabel- förmigen Backen in Richtung 1 weich aufgenommen wird und Vibrationsimpulse gedämpft werden.
In Fig. 2 ist die einfachste Ausbildung der Backen a und b dadurch erreicht, dass sie für die Auflage des Drehstahles zylindrisch derart ausgefräst sind, dass der Durchmesser der Ausnehmung um ein geringes Mass kleiner ist als der Durchmesser des Messerschaftes. Fig. 3 zeigt die Ausbildung der Ausnehmung der Backen nach ebenen Flächen.
In Fig. 4 ist eine Backe a dargestellt, bei der die ausfedernde Wirkung der Gabelform durch Fütterung der Drehstahl-Anlageflächen mit elastischen Werkstoffen m erhöht wird.