CH654772A5 - Werkzeug zum bohren von bohrungen in werkstuecken. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Werkzeug zum Bohren von Bohrungen in Werkstücken, insbesondere aus nichtmetallischen Materialien, das einen Bohrer mit Schneiden und mit einer zwischen den Schneiden liegenden Führungsspitze aufweist, welcher Bohrer an einem den Bohrer aufnehmenden Halter lösbar befestigt ist.
Bekannte Bohrwerkzeuge bestehen aus einem Bohrer, der in geeigneter Weise, z. B. mittels einer Gewindeverbindung, an einem Werkzeughalter befestigt ist. Der Werkzeughalter kann hierbei in beliebiger Weise ausgebildet sein, so dass er zur Aufnahme in einer Werkzeugmaschine, z.B. in einem Bohrkopf, geeignet ist. Der Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass für verschiedene Bohrer immer derselbe Werkzeughalter verwendet werden kann.
Bei bekannten Bohrern, z. B. solchen, die zwei Hauptschneiden und Vorschneiden aufweisen, ist zwischen den Schneiden in der Drehachse des Bohrers eine Führungsspitze angeordnet. Diese Führungsspitze kann als einfache Spitze oder aber auch als kleiner Gewindebohrer ausgebildet sein. Damit die Hauptschneiden bis zur Drehachse des Bohrers sauber nachgeschliffen werden können, ist es bei einem aus einem Bohrkopf und einem Schaft einteilig hergestellten Bohrer bekannt (CH-Patentschrift 428 180), die Führungsspitze als getrennten Teil des Bohrers herzustellen und denselben in einer zentralen Längsbohrung des Bohrers zu lagern. Mit dieser Lösung kann zwar ein sauberes Schleifen der Hauptschneiden über ihre ganze Länge gewährleistet werden, doch weist die im Bohrer gelagerte Führungsspitze den Nachteil auf, dass bei der Änderung der Höhe der Führungsspitze die eingesetzte Führungsspitze aus der zentralen Bohrung des Bohrkopfes entfernt und durch eine andere Führungsspitze ersetzt werden muss.
Hier setzt die Erfindung ein, bei einem Bohrer mit daran lösbar befestigtem Werkzeughalter die Führungsspitze in beliebiger Höhe bezüglich der Hauptschneiden des Bohrers anzuordnen, ohne die Führungsspitze durch eine andere Führungsspitze ersetzen zu müssen, so dass auch beim Nachschleifen der Führungsspitze die Einhaltung der ursprünglichen Höhe der Führungsspitze gegenüber den Hauptschneiden möglich ist.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung durch ein Werkzeug der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst.
dass die Führungsspitze Teil eines den Bohrer koaxial durchdringenden Stiftes ist, von dem das eine Ende die Führungsspitze bildet und das andere Ende im Halter ausserhalb des Bohrers befestigt ist. Durch diese Anordnung der Führungsspitze wird erreicht, dass der Bohrer ungehindert vom Halter gelöst und wieder aufgesetzt werden kann.
Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt und nachfolgend beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt eines Bohrers, der auf einem Halter aufgeschraubt ist und eine über die Hauptschneiden ragende Führungsspitze aufweist, und
Fig. 2 eine stirnseitige Ansicht aus Pfeilrichtung II in Fig. 1.
Der in Fig. 1 und 2 dargestellte Bohrer ist mit 1 bezeichnet und weist zwei annähernd radial verlaufende Hauptschneiden 2 und zwei am Umfang angeordnete Vorschneiden 3 auf. In der Drehachse 4 des Bohrers 1 ist eine Führungsspitze 5 angeordnet, die, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, über die Hauptschneiden 2 vorsteht. Das Mass, um welches die Führungsspitze 5 über die Hauptschneiden 2 ragt, ist von dem jeweils zu bearbeitenden Material und auch von der Art der herzustellenden Bohrung abhängig. Die Führungsspitze 5 bildet das eine Ende eines Stiftes 6, der in der Achse 4 des Bohrers 1 liegt, jedoch nicht im Bohrer 1 fest gelagert ist. Vielmehr erstreckt sich der Stift 6 durch eine im Bohrer 1 angeordnete Axialbohrung 7, wobei sein anderes Ende in einem Werkzeughalter 9 befestigt ist.
Der Bohrer 1 weist auf der der Schneidseite abgewandten Seite eine Befestigungsnabe 10 auf, die zweckmässig mit zwei parallelen Halteflächen zum Ansetzen eines Schlüssels versehen ist. Die Befestigungsnabe 10 bildet an ihrer Stirnseite eine Stützfläche 11, die in eine verhältnismässig kurze zylindrische Bohrung 12 übergeht. An die Bohrung 12 schliesst ein Innengewinde 13 an, an dessen Bohrungsgrund die sich durch den Bohrer 1 erstreckende Bohrung 7 beginnt.
Die Stützfläche 11, die zylindrische Bohrung 12 und das Innengewinde 13 dienen dazu, den Bohrer 1 mit dem Werkzeughalter 9 fest, jedoch lösbar, zu verbinden. Zu diesem Zweck weist der Werkzeughalter 9, z.B. als Schaft ausgebildet, eine Gegenfläche 14, die mit der Stützfläche 11 des Bohrers 1 zusammenwirkt, einen zylindrischen Bund 15, der mit der zylindrischen Bohrung einen Pass-Sitz bildet, und einen Gewindebolzen 16 auf, der in das Innengewinde 13 des Bohrers 1 eingeschraubt werden kann. Die Gegenfläche 14 kann, wie Fig. 1 zeigt, an einem Kragen 18 angeordnet sein, jedoch kann auch der Werkzeughalter 9 entsprechend gross ausgebildet werden.
Im Werkzeughalter 9 ist eine Bohrung 19 vorgesehen, in die das andere Ende 8 des Stiftes 6 ragt. Das andere Ende 8 und die Bohrung 19 des Werkzeughalters 9 bilden eine satte Passung, während der Stift 6 in der Bohrung 7 des Bohrers 1 einen Schiebesitz bildet.
Im Werkzeughalter 9 erfolgt die Befestigung des Stiftes 6, z. B. mittels einer Senkschraube 20 mit Innensechskant. Durch Anziehen der Senkschraube 20 wird der Stift 6 im Werkzeughalter 9 festgehalten. Er kann jedoch in eine andere Lage gebracht werden, wenn dies gewünscht wird. Damit ist es möglich, das Mass der die Hauptschneiden 2 überragenden Führungsspitze 5 beliebig einzustellen. Wesentlich ist auch, dass der Bohrer 1 unbehindert durch den Stift 6 vom Werkzeughalter 9 entfernt werden kann. Dadurch, dass der Stift 6 mit dem Werkzeughalter 9 verbunden ist, kann die Führungsspitze 5 leicht nachgeschliffen werden, wenn sich dies als erforderlich erweist. Andererseits sind bei abgeschraubtem Bohrer 1 die Hauptschneiden 2 praktisch bis zum Zentrum zugänglich und können auch entsprechend geschliffen werden.
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Anstelle der Schraube 20 zum Klemmen des anderen Ende 8 des Stiftes 6 mit der Bohrung 19 des Werkzeughalters 9 könnte auch eine andere Verbindung gewählt werden, z. B. ein Gewinde mit Gegenmutter. Auch die Verbindung zwischen dem Werkzeughalter 9 und dem Bohrer 1 könnte dadurch variiert werden, dass die Bohrung 12 und der Bund 15 konisch ausgebildet werden.
Das beschriebene Werkzeug hat sich im praktischen Betrieb bewährt. Von besonderem Vorteil ist die vom Bohrer 1
unabhängige Lagerung der Führungsspitze 5, die durch Lagerung des Stiftes 6 im Werkzeughalter 9 erreicht wird. Nicht nur kann dadurch der Bohrer 1 problemlos durch einen anderen ersetzt werden, sondern auch die Einstellung der Höhe der Führungsspitze 5 über den Hauptschneiden 2 kann beliebig erfolgen. Auch kann die im Werkzeughalter 9 gelagerte Führungsspitze 5 leicht nachgearbeitet werden.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Werkzeug zum Bohren von Bohrungen in Werkstük-ken, insbesondere aus nichtmetallischen Materialien, das einen Bohrer (1) mit Schneiden (2) und mit einer zwischen den Schneiden (2) liegenden Führungsspitze (5) aufweist, welcher Bohrer (1) an einem den Bohrer aufnehmenden Halter (9) lösbar befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsspitze (5) Teil eines den Bohrer (1) koaxial durchdringenden Stiftes (6) ist, von dem das eine Ende die Führungsspitze (5) bildet und das andere Ende (8) im Halter (9) ausserhalb des Bohrers (1) befestigt ist.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (6) zylinderförmig ist.
3. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Ende (8) des Stiftes (6) in einer Bohrung (19) des Halters (9) verschiebbar geführt und befestigbar ist, z. B. mittels einer Klemmschraube (20).
4. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (7) des Bohrers (1) und der Stift (6) einen Schiebesitz bilden.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Applications Claiming Priority (1)
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| CH180482A CH654772A5 (de) | 1982-03-24 | 1982-03-24 | Werkzeug zum bohren von bohrungen in werkstuecken. |
Publications (1)
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|---|---|
| CH654772A5 true CH654772A5 (de) | 1986-03-14 |
Family
ID=4218985
Family Applications (1)
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Families Citing this family (4)
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1982
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Also Published As
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