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Giesspfanne mit einem von aussen durch eine Betätigungsstange und einen Querbalken bewegbaren Stopfen mit Stopfenstange
Die Erfindung bezieht sich auf eine Giesspfanne mit einem als Bodenverschluss dienenden Stopfen, der an einer, in der Pfanne vorgesehenen Stange, die mit feuerfestem Material umkleidet ist, befestigt ist. Bekanntlich ist diese Stange durch ein Querstück über der Pfanne mit einem an dieser letzteren geführten Betätigungsvorrichtung verbunden.
Um die Längenänderung der Stopfenstange, verursacht durch die Hitze des flüssigen Metalles, auszugleichen, ihr Verbiegen und damit einen unrichtigen Sitz des Stopfens im Giessloch zu vermeiden und dadurch Metallverluste und Unfälle auszuschliessen, hat man die ausserhalb der Pfanne angeordnete Schieberstange zweiteilig ausgeführt und in die Teilung eine Federung dazwischen eingebaut, welche aus einer mit Schraubenfeder versehenen Büchse besteht.
Diese Ausbildung ist nun noch nicht vollkommen, weil zwischen der Ausgleichsvorrichtung in der Schieberstange und der Stopfenstange über dem oberen Pfannenrand noch ein Querstück angeordnet ist, dessen Verbindungen mit Schieberund Stopfenstange, der Hitze ausgesetzt, die Wirkung der Ausgleichsvorrichtung beeinträchtigen.
Nach der vorliegenden Erfindung wird jedoch die Ausgleichsvorrichtung direkt in die Bewegungsachse der Stopfenstange verlegt und damit jede Nachgiebigkeit ausgeschaltet.
Das wesentliche Kennzeichen der Erfindung besteht nun darin, dass das elastische Zwischenglied an der Befestigungsstelle der Stopfenstange am Querbalken des Betätigungshebels vorgesehen ist und aus einer unter Federspannung stehenden Muffe besteht, deren feststehender, oberer Teil sich gegen den Kopf des Querbalkens abstützt, während der bewegliche untere Teil mit der Stopfenstange in Verbindung steht.
Gemäss einer anderen erfindungsgemässen Ausführungsform des elastischen Zwischengliedes wird dieses aus einer Blattfederaufhängung mit einer Abstützung der Stopfenstange gegenüber dem Querbalken der Betätigung gebildet.
Die Zeichnung zeigt zwei beispielsweise Ausführungsformen des Gegenstandes der Erfindung.
Fig. 1 stellt eine Gesamtanordnung in einem teilweisen Längsschnitt und Fig. 2 eine Einzelheit, ebenfalls im Schnitt, dar. Fig. 3 zeigt eine Federmuffe im Bereich des Querhauptes und Fig. 4 die Ausbildung des elastischen Zwischengliedes als Blattfeder.
In den Fig. 1 und 2 ist die Pfanne mit 1 bezeichnet, die bei 2 die Giessöffnung aufweist. An der Wand der Giesspfanne ist in bekannter Weise je ein Halter 3 und 4 vorgesehen, der durch Schraubenbolzen 5 mit der Wand verbunden ist.
Zur Versteifung sind Rippen 6 angeordnet, die auch das untere Lager 7 in den steifen Verband miteinschliessen. In den beiden Flachführungen der Halter 3 und 4 sind die Schienen 8 und 9 der vertikal beweglichen Stange 10 geführt, wodurch vor allem ein Ecken vermieden wird. Nach oben zu ist vor allem durch einen Konus 11, eine Brücke 12 und einen Keil 13 die steife Verbindung mit dem Querbalken 14 hergestellt, der mit der Stange 10 nach Art einer umgekehrten L-Form über den oberen Rand der Pfanne 1 ragt.
Nach unten zu ist die Stange 10 über das im folgenden beschriebene Zwischenglied 28 mit einem Stangenteil 16 verbunden, der bei 17 geführt ist und welcher einen Bund 18, 19 aufweist, der für den Angriff des Betätigungshebels 20, der im Lager 21 ruht, dient. Ein Hebel 22 dient in bekannter Weise zum Festhalten der Stange 10.
An dem Querbalken 14 ist nun die Stopfenstange 25 durch eine Schraubenverbindung 24 befestigt. Die Stange 25 ist in bekannter Weise mit einem feuerfesten Material in Form von Röhren 26 umgeben. Um nun die durch das flüssige Metall in der Pfanne hervorgerufene, sich auf die bewegten Teile im obigen Sinne ungünstig auswirkende Längenänderung zu kompensieren, ist ein elastisches Zwischenglied 28 vorgesehen, welches gemäss Fig. 2 aus einem äusseren, mit einem Bund 29 verbundenen Zylinder 30 und aus einer Schraubenfeder 31 besteht, die sich einerseits gegen den Bund 32 der Stange 10 und anderseits gegen einen Verschlussring 33 anlegt und als Druckfeder wirkt.
Dehnt sich nun die Stopfenstange 25, so kann durch Zusammendrücken der Feder 31 die Stange 10 nach oben wandern und ein Verbiegen der Stange 10 und des Querbalkens 14 bzw. ein
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Ausbiegen der Stopfenstange 25 ist nicht mehr möglich.
Eine andere Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt.
Im Querbalken 14 ist eine Büchse 35 vorgesehen, welche das eine Widerlager für die Ausgleichsfeder 36 bildet, die sich anderen Endes gegen eine Büchse 37 abstützt, die mittels Schrauben 38 im Kopf des Querbalkens 14 befestigt ist. Die Büchse 37 ist im Kopf des Querbalkens 14 nachstellbar. In die Büchse 35 ist durch die Schrauben 39 und 40 die Stopfenstange 25 eingeschraubt.
Die einander berührenden Zylinderflächen der Büchsen 35 und 37 sind zugleich die Gleitflächen für die Bewegung des oberen Stopfenendes bei der Längenänderung desselben.
Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform, ebenfalls in einem teilweisen Längsschnitt. Die Stopfenstange 25 ist dabei vermittels der Schraubenmuttern 41 und 42 mit einer Büchse 43 verbunden, welche oben einen Ring 44 trägt, der mit der Büchse, z. B. ebenfalls durch Verschraubung, verbunden ist. Nach oben ist die Stange mit einem Verlängerungsstück 45 versehen, das einen Bund 46 in Form einer geschlossenen Gabel trägt. Durch diese Gabel ist nun ein Blattfederpaket 47 geschoben und bei 48 verkeilt oder sonstwie festgezogen. Das Blattfederpaket ist mittels der Augen 49 mit Lenkern 50 gelenkig verbunden, die bei 51 schwenkbeweglich mit dem Querbalken 14 in Verbindung stehen. Die Längenänderung der Stopfenstange 25 kann sich also in einer Verschiebung der Büchse 43 entgegen dem Druck der Feder 47 äussern.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Giesspfanne mit einem von aussen durch eine Betätigungsstange und einem Querbalken bewegbaren Stopfen mit Stopfenstange, wobei zum Ausgleich der durch die Hitze des Metalles verursachten und sich schädlich auswirkenden Längen- änderung der Stopfenstange gegenüber der Betätigungsstange ein federndes Zwischenglied vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Zwischenglied (28) an der Befestigungsstelle der Stopfenstange (25) am Querbalken (14) des Betätigungshebels (10) vorgesehen ist und aus einer unter Federspannung stehenden Muffe (24) besteht, deren feststehender oberer Teil sich gegen den Kopf des Querbalkens (14) abstützt, während der bewegliche untere Teil mit der Stopfenstange (25) in Verbindung steht.