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Fahrdrahthängerklemme für Kettenfahrleitungen elektrischer Bahnen
Die derzeit gebräuchliche Ausführungsform von Fahrdrahthängerklemmen für Kettenfahrleitungen elektrischer Bahnen ist in Fig. 1 dargestellt. Die mit 1 bezeichneten strichpunktierten
Linien stellen die Schleifflächen eines Stromabnehmers üblicher Bauart dar. Der Fahrdraht 2 ist am Tragseil 4 mittels den nicht dargestellten
Tragseilhängerklemmen, den Hängern 3 und den Fahrdrahthängerklemmen 5 aufgehängt. Das Tragseil 4 verläuft genau oberhalb der Gleismitte, während der Fahrdraht 2 eine waagrechte Zickzacklinie beschreibt, deren Ecken durch die an den Stützpunkten befindlichen Seitenhalter gegeben sind.
An einer Stelle in der Nähe eines solchen Stützpunktes werden sich Hänger und Klemmen so einstellen, wie in Fig. 1 B gezeigt ist. Diese Schräglage des Fahrdrahtes zur Schleiffläche des Stromabnehmers bewirkt eine einseitige Abnützung des Fahrdrahtes, die auch dann, wenn sie nur in einem kleinen Bereich des Nachspannabschnittes eintritt, zur Folge hat, dass der gesamte Fahrdraht des Abschnittes vorzeitig erneuert werden muss. Bei den neuerdings in der Regel verwendeten Bimetallfahrdrähten kommt ein weiterer Nachteil hinzu. Diese Bimetallfahr- drähte bestehen, wie in den Figuren angedeutet, aus zwei Teilen, u. zw. ist der obere Teil aus Aluminium oder Kupfer und der untere, der Abnützung unterworfene, aus Stahl.
Die Lauffläche ist dabei zwecks Erzielung eines guten Stromüberganges möglichst breit gehalten, jedoch könnte dieser Vorteil nur dann ausgenützt werden, wenn der Fahrdraht stets die in Fig. 1 A gezeichnete Lage zum Stromabnehmerbügel hätte. Es ist also aus zwei Gründen erwünscht, den Fahrdraht in dieser Lage zu halten, bei der die Vertikalachse des Fahrdrahtes senkrecht zur Schleiffläche des Stromabnehmers steht.
Es sind schon Fahrdrahthängerklemmen bekannt geworden, die, um stets eine senkrechte Lage des Fahrdrahtes sicherzustellen, seitliche Ansätze tragen, die mit mehreren Löchern oder mit einem Langloch mit mehreren Einkerbungen versehen sind, in welche der Hänger entsprechend seiner Schräglage eingehängt wird. Auch diese Anordnung weist aber noch Nachteile auf : Sie passt vor allem nur für ganz bestimmte Schrägstellungen der Hänger, sie ist ferner für die Stellen, wo das Tragseil genau lotrecht über den Fahrdraht verläuft, ganz ungeeignet und schliesslich erfordert sie immerhin eine gewisse Mehrarbeit bei der Montage.
Die vorliegende Erfindung zeigt nun eine solche Ausbildung der Fahrdrahthängerklemme, die nicht nur die obigen Nachteile vermeidet, sondern auch die durch die breite Schleiffläche der Bimetallfahrdrähte gegebene Möglichkeit eines besonders guten Stromüberganges voll auszunützen gestattet. Dies wird dadurch erreicht, dass der Aufhängebügel der Klemme, in den der Hänger eingehängt ist, die Form eines Kreisbogens hat, dessen Mittelpunkt im Inneren des Fahrdrahtquerschnittes, vorzugsweise in dessen Schwerpunkt liegt. Dadurch stellt sich der Fahrdraht stets, u. zw. ganz unabhängig von der besonderen Form des Stromabnehmers, unter dem nach oben wirkenden Druck desselben völlig automatisch so ein, dass seine breite Lauffläche richtig auf der Schleiffläche des Stromabnehmers aufliegt.
Die Fig. 2 zeigt zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung, u. zw. entsprechen die Fig. 2 A und 2 C Stellen der grössten Abweichungen des zickzack verlaufenden Fahrdrahtes von der Gleismittelebene, während Fig. 2 B die Verhältnisse in der Mitte des Spannfeldes zeigt, wo sich der Fahrdraht 2 lotrecht unter dem Tragseil 4 befindet. Infolge der kreisbogenförmigen Gestalt der Aufhängebügel können sich die Klemmen und damit der Fahrdraht stets senkrecht zur Schleiffläche des Stromabnehmers frei einstellen, gleichgültig, ob nun die Schleiffläche des Stromabnehmers stärker oder schwächer gekrümmt ist.
Die Aufhängebügel selbst können dabei entweder die symmetrische Form 6 der Fig. 2 A und 2 B oder die unsymmetrische Form 7 der Fig. 2 C haben. Während der symmetrische Bügel beliebig verwendet werden kann, ist der unsymmetrische selbstverständlich immer so zu montieren, dass der bogenförmige Teil nach innen weist, also gemäss Fig. 2 C bzw., wenn der Fahrdraht wie in Fig. 2 A liegt, spiegelbildlich zu Fig. 2 C. In beiden Fällen werden also alle vor-
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kommenden Neigungen der Hänger durch eine einzige Klemmenform gleichmässig erfasst. Man wird natürlich jeweils ausschliesslich nur eine einzige Ausführungsform 6 oder 7 der Aufhängebügel verwenden.
Es sei schliesslich noch erwähnt, dass schon aus der deutschen Patentschrift Nr. 550510 Hängerklemmen mit grossem kreisbogenförmigem, eine selbsttätige Einstellung der Hängeröse gestattendem Bügel bekannt sind. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Fahrdraht-, sondern um eine Tragseil-Hängerklemme und nicht um einen, wie es bei der Erfindung erforderlich ist, quer zur Drahtrichtung verlaufenden kreisbogenförmigen Bügel, sondern um einen in einer Längsebene liegenden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fahrdrahthängerklemme für Kettenfahrleitungen elektrischer Bahnen, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufhängebügel, in welchem der Hänger eingehängt ist, die Form eines quer zur Fahrdrahtrichtung verlaufenden Kreisbogens hat, dessen Mittelpunkt in der Nähe oder im Inneren des Fahrdrahtquerschnittes, vorzugsweise in dessen Schwerpunkt, liegt.