AT162292B - Verfahren zur Herstellung von Vorlegierungen aus Schlacken - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vorlegierungen aus Schlacken

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AT162292B
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Wilhelm Dr Ing Titze
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Wilhelm Dr Ing Titze
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  Verfahren zur Herstellung von Vorlegierungen aus Schlacken 
Es ist bereits ein Aufbereitungsverfahren zur
Herstellung einer Eisen-Mangan-Vorlegierung aus
Schlacken bekannt. Nach diesem werden basische
Siemensmartinschlacken, die z. B. einen Gehalt von etwa 10 bis 20% Manganund 10 bis 15% Eisen enthalten, grob zerkleinert und dann im basischen
Lichtbogenofen mit Kohle reduzierend nieder- geschmolzen. Die erhaltene Legierung weist je nach dem Mangangehalt des Einsatzes 30-40%
Mangan, 60-50% Eisen und   1-5-2% Phos-   phor auf. 



   Es ist in der Fachliteratur auch schon vor- geschlagen worden, die Schlacke vor ihrer redu- zierenden Erschmelzung im Elektroofen in oxy- dierender Atmosphäre in einem Verbrennungs- ofen vorzuerhitzen oder zu schmelzen. Das Be- schicken des Elektroofens mit der Schlacke im feingepulverten Zustand und mit Kohle vermischt wurde dort ebenfalls angegeben. 



   Diese bisherigen Verfahren führen zu sehr unreinen Produkten, da ein Grossteil der Verunreinigungen der Schlacke in der erschmolzenen Legierung enthalten ist. Ausserdem betragen die erreichten Ausbeuten nur 60-70% und ist der schädliche Phosphorgehalt derselben sehr hoch. Dazu kommt noch, dass die bisherigen Verfahren zufolge eines hohen Strom-und Elektrodenverbrauches (etwa 8000 KWh und etwa 65 kg Elektroden je Tonne Legierung) sehr teuer und unwirtschaftlich sind. 



   Die Erfindung befasst sich nun mit einem Verfahren zur Herstellung von Vorlegierungen, vorzugsweise des Eisens mit Mangan, Chrom, Titan, Wolfram, Vanadin, einzeln oder zu mehreren, aus entsprechenden Schlacken, die nach einer Grobzerkleinerung geröstet und hierauf in feingepulvertem Zustande mit Kohle gemischt im Elektroofen geschmolzen wurden. Sie besteht darin, dass man von den gerösteten Schlacken nach deren Zerkleinerung, zweckmässig bis zu einer Korngrösse von etwa   0-3 mm,   in an sich bekannter Weise, z. B. durch Schlemmen oder auf dem Stossherd, die spezifisch leichteren Begleitstoffe absondert. 



   Durch das oxydierende Rösten der grobzerkleinerten Schlacke werden die vorhandenen Metalloxyde, die zum Teil im freien Zustande, zum Teil als Manganite, Chromite, Ferrite od. dgl. vorliegen oder an Kieselsäure oder Kalziumsilikat gebunden sind, aufgelockert. Die durch das 
Rösten auftretende Versprödung der Schlacken- bestandteile erleichtert in hohem Masse die nach- folgende Zerkleinerung. Durch ein Rösten bei höherer Temperatur ballen sich die Metalloxyde zusammen, wodurch ihre Abscheidung bei der
Aufbereitung ganz wesentlich begünstigt wird. 



   Durch das auf die Röstung und Zerkleinerung gemäss der Erfindung folgende Schlemmen oder
Behandeln auf dem Stossherd wird die Masse von den spezifisch leichteren Begleitstoffen, ins- besondere Verunreinigungen, befreit. Abgesehen von der hohen Reinheit des Konzentrates an sich, wirkt sich dies auch beim Erschmelzen besonders günstig aus, da der elektrische Widerstand des gereinigten Konzentrates wesentlich herabgesetzt ist, wodurch ein ruhiger Ofengang bei Beginn des
Einschmelzens erzielt wird. 



   Die durch das vorliegende Verfahren bewirkte Anreicherung an freien Metalloxyden beträgt im Mittel mindestens   25%.   Gleichzeitig wird durch die Abscheidung der spezifisch leichteren Bestandteile der Schlacke, wie Kalziumphosphat, der Phosphorgehalt des Konzentrates auf 40% des ursprünglichen Gehaltes herabgesetzt. So zeigt das Konzentrat aus der bereits beispielsweise erwähnten Eisen-Mangan-Schlacke nach der erfindungsgemässen Behandlung einen Prozentgehalt von 50 bis 55% Mangan, 45 bis   40%   Eisen und 0-7 bis 1% Phosphor ; es entspricht dies einem Manganausbringen von   90%.   



   Diese Ausbeuten lassen ausser den beachtlichen technischen auch einen hohen wirtschaftlichen Vorteil der Erfindung erkennen, da in einer Reihe von Versuchen eine Verbilligung um mindestens 20% festgestellt werden konnte. Dazu kommt noch, dass beim Erschmelzen der erfindungsgemäss vorbehandelten Konzentrate der Stromverbrauch wesentlich herabgemindert wird und für die beispielsweise angeführte Aufbereitung von EisenMangan-Schlacke höchstens nur etwa 6400 KWh je Tonne Legierung beträgt. Gleichzeitig konnte festgestellt werden, dass der Elektrodenverbrauch auf 50 kg pro Tonne herabsinkt. 



   Gemäss einer weiteren Ausbildung des erfindungsgemässen Verfahrens hat es sich als vorteilhaft gezeigt, das Konzentrat vor der Erschmelzung im Elektroofen einem reduzierenden Rösten mit Kohle oder einem anderen Reduktionsmittel bei einer Temperatur von etwa 500 bis 600   C zu unterwerfen. Dadurch wird der 

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 Leitungswiderstand der Masse auf ein Zehntel des Wertes der unbehandelten Schlacke herabgedrückt und somit beim nachfolgenden Schmelzen im Elektroofen bei gleicher Spannung eine höhere Leistungsaufnahme und damit eine Zeitersparnis und eine Verringerung der elektrischen Verluste oder beim Arbeiten mit gleicher Leistung eine Spannungsverminderung und dadurch eine Schonung des Ofens erzielt. 



    PATENTANSPRÜCHE :   
1. Verfahren zur Herstellung von Vorlegierungen aus Schlacken, wobei die Schlacken nach einer Grobzerkleinerung geröstet und hierauf in feingepulvertem Zustand mit Kohle gemischt im Elektroofen geschmolzen werden, dadurch gekennzeichnet, dass man von den gerösteten Schlacken nach deren Zerkleinerung, zweckmässig bis zu einer Korngrösse von etwa   0-3 mm,   in an sich bekannter Weise, z. B. durch Schlemmen oder auf dem Stossherd, die spezifisch leichteren Begleitstoffe abtrennt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Konzentrat vor der Er- schme1zung im Elektroofen einer reduzierenden Röstung bei einer Temperatur von etwa 500 bis 600 C unterworfen wird.
AT162292D 1946-08-02 1946-08-02 Verfahren zur Herstellung von Vorlegierungen aus Schlacken AT162292B (de)

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