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Abzweigklemme für elektrische Leitungen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Abzweig- klemme für elektrische Leitungen mit einem oberen und einem unteren durch Schraubenbolzen zusammenspannbaren, die Leitungen klemmenden Klemmdeckel, von welchen ein Klemmdeckel gegenüber dem Bolzen schwenkbar gelagert und mit einer zylindrischen Auflagefläche für die Schraubenmutter versehen ist.
Es sind Abzweigklemmen dieser Art bekannt, bei welchen der Schraubenbolzen im unteren Klemmdeckel geführt ist, während der obere Klemmdeckel einen Schlitz aufweist, so dass er gegen den Bolzen verschwenkt werden kann.
Diese Klemmen besitzen den Nachteil, dass der obere Klemmdeckel beim Abklemmen von Leitungen ungleicher Stärke stets schräg steht, da der Monteur bei seiner schwierigen Arbeit am Mast nur die vertikale Lage des Schraubenbolzens kontrollieren kann. Vor allem aber wirkt der im oberen Klemmdeckel angeordnete Schlitz geradezu als Trichter für die Einführung von Regenwasser und Schmutz in die Klemmverbindung. Es sind auch Klemmen bekannt, bei welchen der untere Klemmdeckel schwenkbar ist. Bei dieser bekannten Ausführungsform ist jedoch auf einen Schutz gegen Eindringen von Regenwasser nicht Bedacht genommen, da der obere Klemmdeckel kleiner bemessen ist als der schwenkbare untere Klemmdeckel.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, diese Nachteile zu vermeiden und besteht im wesentlichen darin, dass der obere, den Schraubenbolzen unverdrehbar und unverschwenkbar festhaltende Klemmdeckel mit seinen Längsrändern über den schwenkbaren unteren Klemmdeckel vorspringt und diesen in allen Klemmstellungen dachartig übergreift. Die unverdrehbare und unverschwenkbare Lagerung der Schraubenbolzen im oberen Klemmdeckel kann hiebei durch vierkantige Ausbildung des oberen Teiles des Bolzenschaftes und des Loches im Klemmdeckel, durch Einschrauben, Einschweissen oder Einnieten des Bolzens in den Klemmdeckel, wie bei Abzweig-
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Klemme wird erreicht, dass bei vertikaler Einstellung des Schraubenbolzens, welche stets bei ier Montage erfolgt, der obere Klemmdeckel
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Eindringen von Regenwasser und Schmutz in das Innere der Klemme verhindert wird.
Dadurch, dass der Schraubenbolzen mit dem oberen, derartig ausgebildeten Klemmdeckel winkelsteif verbunden ist, wird der bei einer schwenkbaren
Verbindung erforderliche Schlitz im oberen
Klemmdeckel, welcher das Regenwasser in das
Innere der Klemme leiten würde, vermieden.
Zweckmässig ist der untere Klemmdeckel im ungefähren Ausmasse eines Halbzylinders ausgebildet, wobei eine Abweichung von der Zylindersegmentform lediglich durch die Rillen für die Lagerung der zu klemmenden Leitungen gegeben ist. Im übrigen weist dieser Klemmdeckel keine Abweichung von der Zylindersegmentform auf, die den Schwenkbereich begrenzen würden, so dass die Anpressfläche des Schraubenkopfes über einen grossen Verschwenkbereich stets tangential auf der Zylinderfläche aufruht ; Einecken bzw. das damit verbundene Einfressen des Schraubenkopfes in die Zylinderfläche wird dadurch mit Sicherheit vermieden.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Fig. 1 ist ein Axialschnitt durch die Abzweigklemme, Fig. 2 eine Draufsicht auf den unteren Klemmdeckel.
Mit 1 ist der obere, flach-zylindrisch gestaltete Klemmdeckel bezeichnet, in dem der Schraubenbolzen 3 unverdrehbar und unverschwenkbar gelagert ist. Bei der dargestellten Ausführungform ist z. B. eine Vierkantbohrung 2 vorgesehen, welche den Vierkant 6 des Schraubenbolzens 3 aufnimmt, der am oberen Ende mit dem halbrunden Kopf 4 gegen eine bei 5 kreisförmig ausgenommene Fläche der Oberseite des Klemmdeckels anliegt und am unteren Ende mit dem zur Aufnahme der Klemmutter bestimmten Gewinde 7 versehen ist. Mit 9, 10 sind die an der Unterseite des Klemmdeckels befindlichen, dem grössten im Klemmbereich der Klemme liegenden Leiterdurchmesser angepassten Teile von Zylinderflächen bezeichnet, welche die zu klemmenden Leitungen aufnehmen.
Der untere Klemmdeckel 11 ist nahezu als Halbzylinder ausgebildet und weist gegenüber den Nuten 9 und 10 in der Richtung der Zylinderachse laufende Längs- riffelungen 12 bzw. 13 auf. Durch diese Längsriffelung wird die Abklemmung verbessert und überdies erreicht, dass bei dem kleinsten zu klemmenden Querschnitt der Stromübergang
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mindestens nach zwei Erzeugenden erfolgt. Mit 14 ist ein im unteren Klemmdeckel querzur Zylinderachse laufender Längsschlitz bzeichnet, der dem unteren Klemmdeckel 11 die Möglichkeit gibt, relativ zum Bolzen 3 nach beiden Seiten so weit auszuschwingen, als dies beim Abklemmen von Leitungen ungleichen Durchmessers jeweils erforderlich ist.
In Fig. 1 ist die eine Extremlage des unteren Klemmdeckels gestrichelt dargestellt, die sich beim Abklemmen einer Leitung 15 von grösstem Durchmesser im linken Klemmfeld zusammen mit einer Leitung 16 von kleinstem Durchmesser im rechten Klemmfeld ergibt. Manersieht daraus, dass der Druck, den dieMutterS beim Anziehen auf den unteren Klemmdeckel 11 ausübt, in jeder Lage desselben (also unabhängig von der Differenz D-d der abgeklemmten Leitungen) auf eine Erzeugende ausgeübt wird, die durch die Achse des Schraubenbolzens geht. Die Druckübertragung verbleibt daher in der einerseits durch die Bolzenachse und anderseits durch die sie schneidende Erzeugende bestimmten Vertikalebene, welche Lage immer der untere Klemmdeckel beim Klemmen einnimmt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Abzweigklemm. e für elektrische Leitungen mit einem oberen und einem unteren dnreh
Schraubenbolzen zusammenspannbaren, die Leitungen klemmenden Klemmdeckel, von welchen ein Klemmdeckel gegenüber dem Bolzen schwenkbar gelagert und mit einer zylindrischen Auflagefläche für die Schraubenmutter versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der obere, den Schraubenbolzen in an sich bekannter Weise unverdrehbar und unverschwenkbar festhaltende Klemmdeckel mit seinen Längsrändern über den unteren, gegen den Schraubenbolzen verschwenkbaren Klemmdeckel vorspringt und diesen in allen Klemmstellungen dachartig übergreift.