AT160573B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Röntgeanufnahmen von Körperorganen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Röntgeanufnahmen von Körperorganen.

Info

Publication number
AT160573B
AT160573B AT160573DA AT160573B AT 160573 B AT160573 B AT 160573B AT 160573D A AT160573D A AT 160573DA AT 160573 B AT160573 B AT 160573B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
relay
capacitor
exposure
extrasystole
voltage
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Baltfried Ing Pichler
Original Assignee
Baltfried Ing Pichler
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of AT160573B publication Critical patent/AT160573B/de

Links

Landscapes

  • Apparatus For Radiation Diagnosis (AREA)
  • X-Ray Techniques (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Röntgenaufnahmen von   Körperorganen.   



   Im Patent Nr. 159605 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung beschrieben, um von periodisch bewegten Körperorganen, insbesondere dem menschlichen Herzen und dem benachbarten Gewebe, scharfe   Rontgenmomentaufnahmen   auch mit Röntgenapparaten mittlerer oder kleiner Leistung herzustellen. Die Vorrichtung nach dem Stàmmpatent arbeitet in der Weise, dass mehrere Male periodisch, u. zw. stets in derselben bestimmten Bewegungsphase des Herzens (tunlichst in der Herzdiastole, in der die Bewegung während eines kurzen Zeitraumes sehr langsam bzw. mit kurzzeitigem Stillstand erfolgt), die Röntgenröhre kurzzeitig zur Exposition eingeschaltet wird.

   Dieses Einschalten geschieht nach dem Stammpatent in der Weise, dass die Herzschläge auf irgendeine Weise, zweckmässig mittels eines auf die Blutdruckschwankungen des Pulses ansprechendes piezo-elektrischen   Kristalles,   in elektrische Impulse umgewandelt werden, die über einen Verstärker ein Relais steuern, dessen Ankerbewegungen über eine regelbare elektrische Verzögerungseinrichtung ein Einsehaltrelais für den Röntgenapparat in Tätigkeit setzen. Die Verzögerungseinrichtung wird so eingestellt, dass die Impulse, die während der systolischen Bewegungsphase (Systole) vom Herzen abgegeben werden, die Exposition gerade während der darauffolgenden Diastole bewirken. 



   Diese Einrichtung nach dem Stammpatent arbeitet bei Personen mit annähernd normaler Herztätigkeit einwandfrei, bei gewissen Anomalien des   Herz-und Pulssehlages,   u. zw. bei den sogenannten Extrasystolen, ergeben sich jedoch in der Funktion bzw. bei der Bedienung des Apparates Schwierigkeiten, die durch die erfindungsgemässen Verbesserungen bzw. weiteren Ausgestaltungen der Enrichtung nach dem Stammpatent überwunden werden. 



   Hat die zu untersuchende Person einen Herzfehler, der sich in Extrasystolen äussert, d. h. in unregelmässig auftretenden, aus zwei ganz kurzzeitig aufeinanderfolgenden Schlägen bestehenden doppelten   Herzschlägen   nebst den normalen Herzschlägen, so wird durch die automatische Phasenverschiebung die auf die Extrasystole folgende Exposition in einer falschen Phase der Herstellung ausgelöst. Die Folge dieser Exposition in der falschen Zeitphase wäre ein unscharfes Bild. Gemäss der Erfindung wird dieser Fehler dadurch vermieden, dass die auf die Extrasystole folgende Exposition durch eine besondere Einrichtung, die   als"Extrasystolenfalle"bezeichnet   sei,   unterdrückt   wird. Diese Einrichtung wird nun an Hand der schematischen Zeichnung beschrieben. 



   Die Vorrichtung nach dem Stammpatent besteht aus den folgenden vier Teilen :
I. einer Einrichtung zur Umwandlung der Herzbewegungen oder   Pulsschläge   in elektrische Pulse,   II.   einem Verstärker zur Verstärkung dieser Impulse und Umwandlung derselben in Relaisspiele,
III. einer Einrichtung, um diese Relaisspiele mit einer beliebig und genau einstellbaren Verzögerung zur Änderung der Phasenlage auf einen   Zeitschalter   für den Röntgenapparat zu übertragen (nachfolgend   kurz "Phasenschieber" genannt)   und
IV. der   Mess- und Abschalteeinrichtung   zur Aufnahme der Expositionszeit (Exposimeter). 



   Die Zeichnung stellt den Teil III dar, der mit der Extrasystolenfalle versehen ist. Die Relaisspule 6 liegt im Ausgangskreis des eingangsseitig von den   Puls-oder Herzsehlägen   beeinflussten Verstärkers und bewirkt bei jedem Herzschlag, also auch bei der Extrasystole ein Relaisspiel, das den von einer Gleichstromquelle aus aufgeladenen Stosskondensator 12 über die Spule des Stossrelais 10 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 zur Entladung bringt. Das letztgenannte Relais spricht also bei jedem normalen Herzschlag einmal, beim abnormalen Herzschlag mit Extrasystole zweimal stossartig an und   schliesst   dabei kurzzeitig seine Kontakte a,   b und k. Durch   den Kontakt a wird, wie im Stammpatent beschrieben, der Kondensator 13 auf eine bestimmte Spannung aufgeladen. 



   Zur Erzielung der einstellbaren Zeitverzögerung liegt parallel zum Kondensator 13 der zweckmässig kleinere Kondensator   15,   wobei der   veränderliche   Widerstand 14 zwischengeschaltet ist. Parallel zum Kondensator 15 liegt eine Glimmlampe   16,   ein Thyratron oder eine andere Einrichtung, die erst nach Überschreiten einer ganz bestimmten Spannung stromdurchlässig wird. 



   Nachdem der Kondensator 13 durch das Relais 10 kurzzeitig an Spannung gelegt worden ist, bleibt er sich selbst überlassen und wirkt als Stromquelle. Seine Ladung fliesst über den Widerstand 14 zum Teil in den Kondensator   15,   an dessen Klemmen die Spannung so lange ansteigt, bis die Glimmlampe 16 zündet und die der Ladung entsprechende   Elekirizitäl smenge durch   dieselbe und den Widerstand 17   abfliesst.   Die Zeitdauer, die vom Ansprechen des Relais bis zur Zündung der Glimmlampe 16 verstreicht, ist, da die Ladespannung, die Zündspannung und die Kapazitäten konstant sind, nur von der Grösse des Widerstandes 14 abhängig ; diese Verzögerungszeit kann daher leicht innerhalb der gewünschten Grenzen eingestellt werden. 



   Der beim Zünden der Glimmlampe auftretende Spannungsstoss verursacht einen Spannungabfall an dem Widerstand   17,   der auf das Gitter der Röhre 18 übertragen wird. Dieses Gitter ist zweckmässig durch einen Kondensator blockiert und durch einen Ableitungswiderstand mit einem gegen die Kathode (Heizwicklung) negativ vorgespannten Punkt verbunden. Die Röhre 18 wird daher bei jedem Spiel des Relais 10 für eine ganz kurze Zeit, die um ein einstellbares Mass später liegt als das Ansprechen dieses Relais 10 und damit der   Pulsschlag,   stromdurchlässig. 



   Im Anodenkreis der Röhre 18 liegt das Relais   11,   das mit seinem Kontaktpaar r den Röntgenapparat R einschaltet. Zur Einstellung der Expositionsdauer ist dieses Relais durch den Kondensator 22 und den veränderlichen Widerstand 21   überbrückt.   Je kleiner der Widerstand 21 eingestellt wird, desto grösser ist die   Abfallverzögerung   des Relais 11 durch den Kondensator 22 und desto länger die Expositionszeit. 



   Am Federpaket des Relais 11 sind vier   Schliesskontaktpaare h, t, s   und r vorgesehen. Das eine dieser Kontaktpaare bedient das Exposimeter   IV,   das andere   Kontaktpaar h schliesst   bei jedem Anziehen des Relais   11,   also bei jedem Zünden der Glimmlampe   16,   den Kondensator 13 über den Widerstand 20 und den Kondensator 19 zur Entladung kurz. 



   Die Extrasystolenfalle besteht aus einer Röhre V, zwischen deren Gitter und Kathode ein Kondensator e angeordnet ist, der von einer Gleichspannungsquelle über den Kontakt b des Relais 10 und über den Widerstand c aufgeladen wird, so dass seine am Gitter liegende Belegung negativ wird. Im Anodenkreis der Röhre liegt ein Relais g mit zwei Trennkoniakten h'und i', die parallel zu den Kontakten h und i des Relais 11 liegen. Die Kontakte i und   i'schliessen   den Kondensator e kurz, wenn das Relais g nicht erregt ist.

   Da das Relais   10 durch   die Entladung des Kondensators 12 betätigt wird und daher eine ganz genau definierte Schaltzeit hat, so wird bei jedem Impuls das Potential von e bis auf einen bestimmten Wert an der Expotentialladekurve steigen, d. h. mit andern Worten : ein Impuls des Relais 10 ergibt eine definierte Spannung am Kondensator e, ein zweiter Impuls eine höhere, ebenfalls definierte Spannung. Die Verstärkerröhre führt dauernd Anodenstrom. Die Konstante der Röhre und gegebenenfalls eine voreingestellte Gittervorspannung sind nun so gewählt, dass die negative Ladung im Kondensator nach einem Impulse den Anodens'rom noch nicht sperrt, wohl aber nach zwei Impulsen, so dass das Relais g dann abfällt.

   Erfolgen nun zwei Impulse innerhalb einer normalen Pulsfolge, also eine Extrasystole, dann wird der Anodenstrom der Röhre V gesperrt, das Relais fällt ab und die Kontakte   h'und     t'schliessen   sich. Durch das   Schliessen   des Kontaktes   h'wird   aber die Ladung des Kondensators   13,   der den Phasenverschiebungsvorgang einleitet, kurzgeschlossen, so dass die Glimmlampe 16 nicht zünden kann ; es unterbleibt daher die Exposition. Gleichzeitig wird aber durch Betätigung des Kontaktes i der Kondensator e kurzgeschlossen und somit wieder in den Anfangszustand gebracht. 



   Ist hingegen keine Extrasystole vorhanden, so bleibt das Relais g erregt, die Kontakte h'und i' bleiben offen und die Exposition erfolgt in normaler Weise. In diesem Falle bewirkt ein eigener Schliesskontakt i des Expositionsrelais 11 den Kurzschluss des Kondensators e. Die einfache Ladung, die der Kondensator e beim regelmässigen Funktionieren des Herzes (ohne Extrasystole) bekommt, reicht also zum Sperren der Röhre V nicht aus und wird periodisch, bei jeder Exposition, durch Kurzschliessen vernichtet. 



   Es ist ersichtlich, dass die erfindungsgemässe   ExtrasystolenfaHe   keine wesentliche Komplikation der Vorrichtung nach dem Stammpatent bedingt und wie diese aus normalen Einzelteilen der Schwach-   strom-und Verstärkertechnik   aufgebaut werden kann. Im Betrieb ist keinerlei besondere Einstellung erforderlich, der Arzt kann vielmehr die Durchleuchtung oder Aufnahme ohne Rücksicht auf einen etwaigen Herzfehler des Patienten, der Extrasystolen verursacht, durchführen. In jedem Falle wird ein vollkommen ruhig stehendes Schirmbild, das bei Wahl eines nachleuchtenden Schirmes auch nicht flimmert bzw. eine scharfe Aufnahme erzielt. Tritt eine Extrasystole auf, so unterbleibt die unmittelbar 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 


AT160573D Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Röntgeanufnahmen von Körperorganen. AT160573B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT160573T

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT160573B true AT160573B (de) 1941-08-11

Family

ID=29408550

Family Applications (3)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT160614D AT160614B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Röntgenaufnahmen von Körperorganen.
AT160573D AT160573B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Röntgeanufnahmen von Körperorganen.
AT159605D AT159605B (de) 1936-07-08 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Röntgenaufnahmen von Körperorganen.

Family Applications Before (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT160614D AT160614B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Röntgenaufnahmen von Körperorganen.

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT159605D AT159605B (de) 1936-07-08 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Röntgenaufnahmen von Körperorganen.

Country Status (1)

Country Link
AT (3) AT159605B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1921592A1 (de) * 1968-05-09 1969-11-13 Transform Roentgen Matern Veb Arbeitsplatz fuer die Roentgen-Funktionsdiagnostik
DE2125787A1 (de) * 1970-08-27 1972-03-02 Transform Roentgen Matern Veb Anordnung zur Überwachung einer bio funktionsgesteuerten Ausloseeinrichtung fur einen Arbeitsplatz zur Rontgenfunk tionsdiagnostik
DE102011076882A1 (de) * 2011-06-01 2012-12-06 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren zur Steuerung eines medizinischen Gerätes, Einrichtung mit einem medizinischen Gerät und Datenträger

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1921592A1 (de) * 1968-05-09 1969-11-13 Transform Roentgen Matern Veb Arbeitsplatz fuer die Roentgen-Funktionsdiagnostik
DE2125787A1 (de) * 1970-08-27 1972-03-02 Transform Roentgen Matern Veb Anordnung zur Überwachung einer bio funktionsgesteuerten Ausloseeinrichtung fur einen Arbeitsplatz zur Rontgenfunk tionsdiagnostik
DE102011076882A1 (de) * 2011-06-01 2012-12-06 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren zur Steuerung eines medizinischen Gerätes, Einrichtung mit einem medizinischen Gerät und Datenträger
DE102011076882B4 (de) * 2011-06-01 2018-12-20 Siemens Healthcare Gmbh Verfahren zur Steuerung eines medizinischen Gerätes, Einrichtung mit einem medizinischen Gerät und Datenträger

Also Published As

Publication number Publication date
AT159605B (de) 1940-10-10
AT160614B (de) 1941-08-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1907059B2 (de) Elektronenblitzgeraet
DE1937136A1 (de) Verfahren zur UEberwachung und Anregung der Herztaetigkeit
AT160573B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Röntgeanufnahmen von Körperorganen.
DE2849369C2 (de) Kehlkopf-Stroboskop
DE884276C (de) Anordnung zum Betreiben von Blitzroehren
DE950865C (de) Elektronische Zeitschaltvorrichtung
DE638951C (de) Stromrichteranlage mit parallel geschalteten Haupt- und Nebenentladungswegen
DE898196C (de) Anordnung zur selbsttaetigen Einschaltung eines Roentgenaufnahmeapparates
AT134942B (de) Einrichtungen zur Erzeugung von zwei oder mehr als zwei Verzögerungen eines Impulses mittels Entladungsröhren.
DE908957C (de) Einrichtung zum Beeinflussen einer kapaztiven Kopplung zwischen der Schaltstufe undder Schaltkippstufe einer zum Messen kurzer Zeitintervalle dienenden Einrichtung
DE847937C (de) Blinklampen-Ausloesekreis
DE725559C (de) Anordnung zur Erzeugung saegezahnfoermiger Kippschwingungen sehr hoher Frequenz
DE1440662C (de) Vorrichtung zur Vermeidung von irregu Iaren Änderungen des Entladungszustandes fur mit stromstarken Glimmentladungen be triebene Entladungsgefaße
DE707416C (de) Anordnung zur Erzeugung eines Kippvorganges mittels Elektronenroehren
DE717217C (de) Einrichtung zum Ein- und Ausschalten elektrischer Stromkreise, insbesondere fuer Anlagen zur Widerstandsschweissung, bei der die Zeit der Stromabgabe durch die Ladezeit einer Kapazitaet bestimmt wird
DE865776C (de) Synchronisiertes Elektrokadioskop
DE383696C (de) Einrichtung zum Betriebe von Roentgenroehren mit Gluehkathode
DE943634C (de) Schaltung zur Erzeugung von kurzzeitigen Lichtimpulsen in der Roentgenblitz- und Elektronenblitz-Kinematografie mittels rotierender Kontakte
DE953703C (de) Schaltungsanordnung zur Zaehlung elektrischer Impulse
AT154638B (de) Vorrichtung mit einer gasgefüllten elektrischen Entladungsröhre.
DE737217C (de) Schaltungsanordnung zur Darstellung von Messgroessen durch Impulse
DE958304C (de) Elektrische Impulse zaehlende Stromkreise
DE719563C (de) Anordnung zum Nachweis, zur Anzeige oder Zaehlung von Vorgaengen mittels gittergesteuerter Entladungsgefaesse
DE536052C (de) Einrichtung zum Betrieb von Roentgenroehren mit mindestens zwei Gluehkathoden
DE2125787C3 (de) Schaltungsanordnung zur Überwachung einer biofunktionsgesteuerten Auslöseeinrichtung für einen Arbeitsplatz zur Röntgenfunktionsdiagnostik