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Einrichtung zur selbsttätigen Entzerrungs- und Verstärkungsregelung.
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Parallel am Ausgang des Verstärkers liegt eine Steuereinrichtung 4, die scharf auf eine bestimmte Steuerfrequenz. die über die Leitung übertragen werden kann, abgestimmt ist und dieselbe in Gleichstrom umsetzt, dessen Stärke sich in Abhängigkeit von der Amplitude der Steuerfrequenz ändert. Derartige Einrichtungen sind bekannt und stehen in verschiedener Ausführung zur Verfügung. Als Steuerfrequenz kann eine passende Frequenz gewählt werden, die keine Interferenzen auf den Zeichenkanälen herbeiführt. Der im Ausgangskreis der Anordnung 4 abgenomméne Gleichstrom wird zur Steuerung eines besonderen Relais 5 (z. B. Weston-Relais Modell 30) benutzt.
Normalerweise hat die Steuerfrequenz einen solchen Wert, dass sich die Kontaktzunge des Relais zwischen die beiden Kontakte einstellt. Steigt oder fällt die Leitungsdämpfung, so fällt oder steigt damit der Wert der Steuerfrequenz, und die Kontaktzunge des'Relais nähert sich dem einen oder andern der beiden Kontakte, um schliesslich einen Kontaktschluss herbeizuführen, wenn die Abweichungen vom normalen Wert gross genug sind. Diese Einrichtung kann zur Steuerung der Heizung eines Heizgerätes 14 mit Hilfe einer Relaissehaltung einer Wähleranordnung u. dgl. benutzt werden.
In der Fig. 2 ist ein Zweiwegdrehwähler 10 gezeigt, dessen Arbeitsmagnete 8 und 9 über die Kontakte des Relais 5 unter Zwischenschaltung von Verzögerungseinrichtungen 6 und 7, deren Zweck noch näher. erläutert wird, gesteuert werden.
Schliesst das Relais 5. den oberen Kontakt, so wird über den Magneten 8 der Schalter 10 in der
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und den Wähler in umgekehrter. Richtung weiterschaltet. Die Drehung des Wählers 10 kann zur Steuerung der Heizung der Heizeinrichtung 14 entweder durch Änderung des Widerstandes 11 oder durch Zuschaltung äusserer Widerstände oder in anderer passender Weise geändert werden.
Die Induktivitäten und 13, von denen die letztere den aus besonderem magnetischem Material hergestellten Kern besitzt, sind als Potentiometer an die Diagonale der Ausgangsbrücke geschaltet.
Die Induktivität 13 ist innerhalb der Heizeinrichtung angeordnet und ihre Impedanz ändert sich daher entsprechend der Temperatur, die durch die Steuerfrequenz geregelt wird. Bei Änderung der Impedanz 13 ändert sich die Rückkopplungsspannung vom Ausgangs-zum Eingangskreis des Ver- stärkers, und'damit ergibt sich auch eine Änderung des Verstärkers entsprechend den bekannten Vorgängen bei Verstärkern mit negativer Rückkopplung. Durch die Verwendung des aus den Spulen 12 und 13 zusammengesetzten Potentiometers kann die Verstärkungsänderung über den Arbeitsbereich des Verstärkers hinweg annähernd konstant gemacht werden, wenn die Gesamtimpedanz der Spulen 12 und 13 im Verhältnis zu den durch die Brücken festgelegten Rückkopplungsimpedanzen genügend gross ist.
Die Änderung der Impedanz der Spule 13 bewirkt dann keine wesentliche Beeinflussung des Phasenwinkels im Rückkopplungsweg.
Infolge der Wärmeträgheit wird die Änderung der Impedanz der Spule 13 und damit der Verstärkung etwas hinter den Änderungen der Steuerfrequenz zurückbleiben. Dieser Vorgang tritt auch bei der Verwendung von Silbersulfid und ähnlichem Material auf und ist oft von Vorteil. Um zu verhindern, dass das magnetische Material auf eine Temperatur erhitzt oder abgekühlt wird, die höher bzw. niedriger ist, als zur Durchführung der erforderlichen Korrektur notwendig ist, sind die bereits oben erwähnten Verzögerungseinrichtungen 6 und 7 zwischen die Kontakte des Relais 5 und die Fort-
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Steuerfrequenz gegenüber dem Normalwert auftritt, so wird zunächst ein Verzögerungszeitraum eingeschaltet, bevor eine Korrektur vorgenommen wird.
Hiedurch wird eine fehlerhafte Betätigung, insbesondere durch vorübergehende Ausgleichsvorgänge usw., vermieden. Nach dieser einleitenden Verzögerungsperiode wird der Drehwähler um einen Schritt fortgesehaltet und bewirkt eine Änderung der Heiztemperatur. Damit sich diese Änderung zunächst von 1 auswirken kann, wird mit dem Fortschaltmagnet ein Hilfskontakt verbunden, der sofort die Auslösung des Steuerrelais 5 und die Rückstellung der Verzögerungseinrichtung bewirkt. Befindet sich die Steuerfrequenz auch dann noch auf einem vom Normalwert abweichenden Wert, so schliesst das Relais wiederum seinen Kontakt, und nach einer entsprechenden Verzögerungszeit wird der Schaltmagnet des Wählers um einen weiteren Schritt fortgeschaltet.
Dieser Vorgang wiederholt sich, bis ein vollständiger Ausgleich erreicht ist.
Für die Verzögerungseinrichtungen 6 und 7 können bekannte Anordnungen verwendet werden, so dass es nicht erforderlich ist, im vorliegenden näher auf die Ausgestaltung derartiger Anordnungen einzugehen.
Bei dem oben beschriebenen Stromkreis wurde die Verstärkungsänderung im wesentlichen gleichmässig für den ganzen Frequenzbereich, in dem der Verstärker arbeitet, durchgeführt. Häufig ist es jedoch erforderlich, auch eine Entzerrung bei gleichzeitiger Änderung der Verstärkung herbei-
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zuführen. Die temperaturgesteuerten vorbeschriebenen Anordnungen können auch dazu benutzt werden, eine automatische Beeinflussung der Frequenzcharakteristik durchzuführen.
In der Fig. 3 ist die bekannte Form eines Entzerrerzusatzes, wie er beispielsweise in Verstärkeranlagen verwendet wird, dargestellt. Wenn bei dieser Anordnung die Induktivitäten L1 oder L2 mit magnetischen Kernen der oben beschriebenen Art ausgerüstet werden und eine Temperatursteuerung
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entweder, wie im allgemeinen üblich, in den Eingangskreis des Verstärkers eingeschaltet werden, er kann jedoch auch im Rückkopplungsweg an Stelle des Potentiometers 12, 13 Verwendung finden. Auch bei andern Entzerrerformen kann die erfindungsgemässe Steuerung unter Verwendung besonderer Magne1 kerne durchgefÜhrt werden.
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eines Rückkopplungsverstärkers eine oder mehrere Induktionsspulen der beschriebenen Art vorgesehen werden, die von einer Steuerfrequenz aus Temperaturänderungen unterworfen werden.
Eine entsprechend Anordnung ist in der Fig. 4 gezeigt. Die vier Brückenarme bestehen aus dem inneren Röhrenwiderstand RO, der Induktivität L1, dem Widerstand R2 und der in einem Arm angeordneten Induktivität Lu, dite in Reihe mit der Induktivität Lg liegt, zu der ein Widerstand R'3 und ein Kondensator Ci parallelgeschaltet sind. Der Kondensator C2 stellt den üblichen Blockierungskondensator dar und hat für die im Verstärker zur Verwendung kommenden Frequenzen eine sehr niedrige Impedanz.
Die einzelnen Induktivitäten bzw. einige derselben werden mit Kernen ausgerüstet, deren Permeabilität sich sehr stark in Abhängigkeit von der Temperatur ändert, und durch eine Steuereinriehtung gemäss der Fig. 2 ist es dann möglich, Änderungen des Frequenzverlaufes auf der Leitung zu kompensieren.
Es ist auch möglich, die vorerwähnten Spulenanordnungen zur automatischen Entzerrung gleichzeitig mit Silbersulfidwiderständen oder ähnlichen Substanzen zur automatischen Verstärkungsregelung zu verwenden. Beide Steueranordnungen können miteinander kombiniert werden, wodurch sich eine grössere Genauigkeit in der Kompensation ergibt. In der Fig. 4 z. B., in der bereits eine automatische Entzerrung angegeben ist, ist es möglich, an die Rückkopplungsdiagonale der Brücke einen Widerstand aus Silbersulfid oder einem ähnlichen Material zu legen. Dieser Widerstand ergibt dann in bekannter Weise eine Verstärkungsregelung. Sowohl der Widerstand als auch die zu steuernde Induktivität können in der gleichen Heizeinrichtung untergebracht werden, so dass eine gleichzeitige Steuerung beider Anordnungen vorgenommen werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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Material besitzen, dessen Permeabilität stark temperaturabhängig ist, und dass die Temperatur dieser Kerne durch eine von den Änderungen der Charakteristik der Übertragungsleitung oder eines andern Gliedes des Übertragungssystemes abhängige Heizeinrichtung beeinflusst ist.