<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zur Konstanthaltung der Frequenz von Schwingungen eines Röhrenoszillators.
Bei Röhrenoszillatoren, wie sie z. B. in Überlagerungsempfängern Verwendung finden, schwankt die Frequenz der erzeugten Schwingung auch bei konstanter Einstellung der angeschlossenen Schwingungskreise mit den Betriebsbedingungen der Röhre. Dies ist insbesondere auf Änderungen der inneren
Röhrenkapazitäten sowie der Anodenrückwirkung zurückzuführen, die bei Spannung-und Temperatur- schwankungen eintreten.
Gemäss der Erfindung werden die durch Änderungen der Betriebsbedingungen der Röhre sowie auch durch Veränderungen in andern Teilen des Kreises hervorgerufenen Frequenz- änderungen durch die Verwendung einer eisenhaltigen Induktivität im Oszillatorschwingungskreis ausgeglichen, deren magnetischer Kreis einen innerhalb der Spule angeordneten Massekern aufweist, und ein Element, welches den magnetischen Widerstand des Kreises in Abhängigkeit von Temperaturund Spannungsschwankungen oder von einem von beiden ändert. Wenn Temperaturkompensation benötigt wird, so besteht der Kern wenigstens teilweise aus einem Massekernmaterial, dessen magnetische Permeabilität sich mit Änderungen der Temperatur verändert.
Eine noch wirksamere Temperaturkompensation kann jedoch auch dadurch erreicht werden, dass das Kerngebilde durch einen Spalt unterbrochen ist, welcher durch eine Lamelle überbrückt wird, die sich bei Temperaturänderungen ausdehnt oder zusammenzieht, den Spalt verändert und auf diese Weise den magnetischen Widerstand reguliert.
Wenn Spannungskompensation benötigt wird, so besitzt das Kerngebilde einen Teil aus einem magnetisierbaren Stoff, welcher mittels einer Hilfswicklung, die mit Gleichstrom von der Kraftquelle oder vom Anodenkreis der Oszillatorröhre oder von beiden gespeist wird, bis in den Sättigungsbereich magnetisiert werden kann. Die Einrichtung ist dabei derart, dass sich der Sättigungsgrad des magnetisierbaren Teiles und damit die wirksame Permeabilität des ganzen Kerngebildes entsprechend den Spannungsschwankungen verändert. Die Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
Es zeigen : Fig. 1 einen Kern und ein Joch in Verbindung mit einer Spule, die durch äussere Mittel abstimmbar ist ; Fig. 2 eine Abänderung der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung, bei welcher das Jochglied mit einem thermisch regulierten Luftspalt versehen ist ; Fig. 3 zeigt einen Kern mit einem Joch, welches mit einer zusätzlichen von der äusseren Stromquelle gespeisten Wicklung ausgestattet ist.
Gemäss Fig. 1 trägt ein aus gepresstem, fein zerteilten magnetisierbarem Material bestehender Kern 6 die Spulen 7, welche, wie dargestellt, Scheibenform haben können und in Reihe geschaltet sind, um verlustarme Eigenschaften zu erhalten. Das magnetisierbare Joch 8, das ebenfalls aus gepresstem, fein zerteiltem magnetisierbarem Stoff bestehen kann, schliesst den Weg des magnetischen Flusses.
Die Erfindung ist von besonderem Wert in Verbindung mit der Oszillatorspule eines Superheterodynempfängers. Es ist wohl bekannt, dass solche Schwingungskreise Frequenzeigenschwankungen unterworfen sind, welche auf Temperaturänderungen und Schwankungen der an die Oszillatorröhre gelieferten Spannung zurückzuführen sind. Um nun für die Wirkung von Temperaturschwankungen Ausgleich zu schaffen, kann aus dem Umstand Nutzen gezogen werden, dass die Permeabilität von gewissen Kernstoffen sich bei Temperaturschwankungen verändert.
Ein Kerngebilde aus Werkstoff solcher Art wird nun in der Oszillatorspule von Überlagerungsempfängern oder einem Teil dieser Spule angeordnet und der Kernstoff so gewählt und seine Menge in bezug auf die Induktanz der Spule 7 derart bemessen, dass die durch Temperaturänderung verursachte Änderung im magnetischen Wider-
<Desc/Clms Page number 2>
stand des Kernes für jene Wirkungen dieser Temperaturänderung auf andere Teile des Kreises Ausgleich schafft, welche bestrebt sind, die Frequenz der erzeugten Schwingungen zu verändern.
Auf Temperaturänderungen zurückzuführende Frequenzeigenschwankungen können noch wirksamer dadurch unterdrückt werden, dass man eine Lamelle aus einem Stoff mit verhältnismässig hohem Ausdehnungskoeffizienten zwischen Abschnitten des Kerngebildes anordnet, so dass sieh die Weite des zwischen den Kernabschnitten gebildeten Luftspaltes im magnetischen Weg und damit also die wirksame Permeabilität des ganzen Kerngebildes mit der Temperatur noch merklicher ändert.
Gemäss Fig. 2 trägt ein zylindrischer magnetisierbarer Kern scheibenförmige Induktanzspulen 7, wobei ein Joch 8 aus fein zerteiltem magnetisierbarem Material den Weg des magnetischen Flusses bis auf den Luftspalt 9 schliesst. Die Weite des Luftspaltes 9 wird durch die Lamelle 10 aus einen hohen Ausdehnungskoeffizienten besitzenden Stoff verändert, welche mit dem Joch 8 in irgendeiner geeigneten Weise, beispielsweise durch Stifte 11 verbunden ist. Infolge des hohen Ausdehnungskoeffizienten der Lamelle 10 wird der Luftspalt 9 mit ansteigender Temperatur erheblich grösser und damit die wirksame Permeabilität des Kernes vermindert, wodurch die wirksame Induktanz der Spule herabgesetzt wird. Das Ergebnis ist gerade entgegengesetzt, wenn die Temperatur fällt.
Um für die Wirkung von Schwankungen in der Lieferspannung auf die Frequenz Ausgleich zu schaffen, ist es zweckmässig, Kerngebilde mit einem Teil zu verwenden, welcher aus einem magnetischen Material besteht, dessen Permabilität befähigt ist, sich unter dem Einfluss von magnetisierenden Feldern zu ändern ; dieser Teil wird mit einer besonderen Magnetisierungswicklung versehen, mittels welcher seine Permeabilität und damit die Gesamtpermeabilität des ganzen Kernes geändert werden kann. Fig. 3 zeigt eine solche Anordnung für einen Schwingungserzeuger. Da hier die Verluste nicht weiter von Belang sind, kann der Rückweg des Kraftflusses der Spule aus einem Joch aus dünnem Eisenblech, beispielsweise Streifen aus Siliziumeisen bestehen, während das von der Wicklung 7 umgebene Kernstück 6 aus dem üblichen fein zerteilten Stoff gemacht ist.
Die Permeabilität des Joches 8 kann durch einen zusätzlichen Kraftfluss reguliert werden, welcher durch eine Spule 12 hervorgebracht wird, die entweder von der Stromquelle oder der Anodenspannung der Oszillatorröhre oder von beiden mit Gleichstrom gespeist wird.
In dieser Weise kann die wirksame Permeabilität des ganzen Kerngebildes und damit die Gesamtinduktanz der Spule in Abhängigkeit von den Schwankungen der Stromquelle oder der Anodenspannung gebracht werden, so dass diese Anordnung wirksam Frequenzeigenschwankungen unterdrückt und ungeachtet eventueller Änderungen in der Spannung der Stromquelle die Frequenz der erzeugten Schwingungen im wesentlichen konstant hält.
Der Kern 6 dieser Ausführungsform kann gleichzeitig auch derart ausgeführt werden, dass sich seine Permeabilität unter dem Einfluss von Temperaturschwankungen in geeigneter Weise verändert, wie oben ausführlich erläutert wurde, so dass sowohl die Wirkungen von Spannungsschwankungen der Energiequelle, als auch von Temperaturschwankungen in einer einzigen Vorrichtung ausgeglichen werden können.
EMI2.1
1.
Einrichtung zur Konstanthaltung der Frequenz von Schwingungen eines Röhrenoszillators, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Änderungen der Betriebsbedingungen sowie auch durch Ver- änderungen in andern Teilen des Kreises der Röhre hervorgerufenen Frequenzänderungen durch die Verwendung einer eisenhaltigen Induktivität im Oszillatorschwingungskreis ausgeglichen werden, deren magnetischer Kreis einen innerhalb der Spule angeordneten Massekern aufweist, und ein Element,
EMI2.2