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Es sind Zählwerke mit kontinuierlich angetriebenem,. Einerzählglied" bekannt, bei denen dies s Einerzählglied eine Zahlenreihe oder eine bezifferte Teilung aufweist. In allen Fällen, wo schnell aufeinanderfolgende Vorgänge, z. B. Aufnahmen eines Kinotheodoliten, gezählt werden sollen und deshalb eine beispielsweise photographisehe Registrierung der Zählung vorgesehen ist, sind derartige Zählwerke unbrauchbar, da es nicht möglieh ist, die Zahlen eines sich schnell drehenden Einerziihlgliedes photographisch oder durch Abdruck festzuhalten.
Erfindungsgemäss werden diese Schwierigkeiten dadurch behoben, dass das kontinuierlich umlaufende Einerzählglied statt mit Zahlen mit Markierungen oder Ausschnitten auf gegeneinander versetzten Umlaufbahnen versehen wird derart, dass die einzelnen Markierungen oder Ausschnitte sich über einen Winkelweg erstrecken, der einer Zählereinheit entspricht. Auf diese Weise ist es möglich, eine unverwisehte Registrierung auch eines sehnellallfenden Einerzählgliedes zu erhalten. Zweckmässigerweise ist hiebei das Einerzählglied im Falle einer photographischen Registrierung als eine mit stufenförmig erweiterten zusammenhängenden Ausschnitten versehene Scheibe ausgebildet, die hinter
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und zusammen mit den Angaben der Zehner-, Hunderterglieder usw. des Zählwerkes photographisch registriert werden.
Für den Fall einer Druckregistrierung bestehen die Markierungen des beispielsweise als Rolle ausgebildeten, kontinuierlich angetriebenen Einerzählgliedes zweckmässig aus abdruckfähigen Rippen unterschiedlicher Länge.
Diese beiden Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden unter Bezugnahme auf die schematischen Fig. 1--9 der Zeichnung näher beschrieben. In diesen Figuren ist alles für den Erfindungsgedanken Unwichtige fortgelassen worden.
In den Fig. 1-4 ist ein Zählwerk mit photographischer Registrierung der Zählwerksangaben dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Aufsieht, Fig. 2 und 3 zwei Seitenansichten und Fig. 4 ein Registrierbeispiel. Das als Scheibe 1 ausgebildete, kontinuierlich umlaufende Einerzählglied des Zählwerkes ist mit stufenförmig ; erweiterten Ausschnitten 4--12 auf gegeneinander versetzten Umlaufbahnen derart versehen, dass die einzelnen Ausschnitte sich über einen Winkelweg erstrecken, der einer Zähleinheit entspricht.
Hiebei sind die einzelnen Ausschnitte in zwei in radialer Richtung zueinander versetzte Gruppen 2,)'aufgeteilt und wirken mit einer vor der Scheibe radial angeordneten, mit neun Löchern versehenen durchleuchteten Loehblende M in der Weise zusammen, dass bei einer Umdrehung der Scheibe 1 die Aussehnittsgruppe 2 die oberen fünf beleuchteten Löcher 14, die Ausschnittsgruppe 3 die unteren vier beleuchteten Löcher 1. nacheinander freigibt. Senkrecht zu der Umlaufachse 16 der Scheibe 1 liegen die untereinander parallelen Umlaufachsen 17, 17', 17" von drei Ziffernscheiben 18, 18', 18" mit durchscheinenden Ziffern.
Da sich die Ziffernscheiben teilweise überdecken, kommen die zu registrierenden Tausender-, Hunderter-und Zehnerziffern des Zählwerkes dicht beieinander zu liegen, so dass man für die noch zu beschreibende photographische Registrierung nur wenig Raum auf dem Schichtträger gebraucht. Abgesehen davon ergibt sich hiedurch auch eine gedrungene Bauart des ganzen Zählwerkes. Die Wellen 17. 17', 17"sind in bekannter, nicht näher zu beschreibender
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Weise durch Schaltgetriebe 79 miteinander und mit der Welle 16 gekuppelt, derart, dass bei jedem Umlauf einer Welle die folgende um ein Zehntel Umdrehung weitergeschaltet wird.
Die Ziffernscheibe 18 gibt dementsprechend die Zehner, die Scheibe 18'die Hunderter und die Scheibe 18"die Tausender an. Während die ablesbare Ziffer bei der mittleren Ziffernscheibe 18' in der Mitte stcht, sind die Ziffern der beiden äusseren Scheiben 18, 18"gegen die Zählwerksmitte zu versetzt. Damit die Ziffern trotzdem in einer Höhe mit der mittleren Ziffer liegen, sind die äusseren Scheiben 18, 18"
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und Zehnerziffern so nahe wie möglich zusammengerückt, was sich wiederum im Hinblick auf das benötigte Aufnahmematerial und die gedrungene Bauart in der bereits oben geschilderten Weise vorteilhaft auswirkt.
Alle übrigen ausser den abzubildenden Ziffern der Ziffernscheiben (vgl. die in Fig. : ! dargestellten) sind durch nicht weiter dargestellte Blenden abgedeckt. Die Lochblende 7. 3 und die drei Ziffernscheiben 18, 18', 18" werden durch eine Lichtquelle 20 durchleuchtet. Ein paralleles Licht
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linsenprisma 22 auf die Lochblende zu fällt, während ein weiterer Teil durch eine Sammeloptik 23, welche die parallelen Lichtstrahlen auf die ablesbaren Ziffern der Ziffernscheiben 18, 18', 18"wirft, durch diese Scheiben gelenkt werden kann. Durch eine Optik 26 wird'über Prismen M, 2. 5 von der
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Aufnahmematerial befindet, ein Bild entworfen, das gesondert in Fig. 4 dargestellt ist.
Bei einem Umlauf der Einerseheibe 1 im entgegengesetzten Sinn des Uhrzeigers (Fig. 2) erscheint bei dem ersten Zehntel der Umdrehung, beginnend mit dem Ausschnitt 8, ein Punkt ganz rechts (Fig. 4), beim zweiten Zehntel kommt der zweite, beim dritten der dritte Punkt usw. hinzu. Nach fünf Zehntel einer Umdrehung ist die Ausschnittsgruppe 2 an der Blende 1. 3 vorbei, die fünf Punkte 14 der Blende bleiben in der Folge dunkel. Beim sechsten Zehntel wird durch den Ausschnitt 4 der erste Punkt der Reihe 16, d. h. der sechste Punkt von oben, dann der siebente usw. bis zum neunten freigegeben. Bei der zehnten Zehnteldrehung sind alle Einerpunkte der Blende dunkel, dafür erfolgt über das Schaltgetriebe die Weiterschaltung der Zehnerseheibe 18 um eine Ziffer.
Bei der gezeichneten Stellung des Zählwerkes ist die Einerseheibe in solcher Lage, dass durch den Ausschnitt 6 die ersten drei Punkte der Lorhgmppe 16 freigegeben sind. Es erscheinen daher in der Bildebene BB jenseits einer Mittenmarkierung 27 drei helle Punkte als Abbildung 28 der Lochgruppe 16. während die fünf Punkte der Lochgruppe 14 und der letzte Punkt der Gruppe 73 nicht abgebildet sind.
Die drei Punkte links der Mittenmarkierung entsprechen acht Einerstellen, die am dargestellten Zählwerk ablesbare Zahl heisst demnach 1238. Durch die Aufteilung der einzelnen Ausschnitte 4-12 der Scheibe in zwei Gruppen 2,. 3 wird also erreicht, dass immer nur entweder die Punkte bis fünf oder die Punkte über fünf Zähleinheiten angezeigt werden, wodurch das Ablesen der Werte vereinfacht wird, indem man bei höheren Werten (über fünf) nicht mehr die entsprechende Anzahl Punkte sämtlich abzuzählen braucht.
In den Fig. 5-9 ist ein gemäss der Erfindung ausgebildetes Zählwerk für Druekregistrierung
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des Zählwerkes und die Fig. 8 und 9 zwei Registrierbeispiele zeigen. Das Zählwerk üblicher Bauart besitzt als Einerzählglied eine kontinuierlich undaufende Rolle 31, die auf ihrem Mantel abdruckfähige Rippen 29, 30 unterschiedlicher Länge trägt. Diese Rippen sind analog der Aussehnittsanordnung beim ersten Ausführungsbeispiel wieder in zwei in Achsrichtung der Rolle zueinander versetzte Gruppen 29, 3 auf der Rolle vorgesehen, von denen die die Zähleinheiten ,,1-5" umfassende Gruppe 29 rechts, die die Zähleinheiten ,,6-9" umfassende Gruppe links einer abdruckenden Mittenmarkierung. 32 an der Abdruckstelle zur Wirkung kommt.
In der in Fig. ó gezeichneten Stellung der ,,Einerrolle" 31 befindet sich letztere in der "Nullstellung". Bei einer Registrierung in dieser Stellung, die in Fig. 7 noch einmal in vergrössertem Massstab wiedergegeben ist, erscheint auf dem längs des Fensters : ; : S erfolgenden Abdruck ausser den ,,Ziffernrollen 34, 34', 34"" auf der ,,Einerseite" nur die Mittenmarkierung 32. Bei einer Zehnteldrehung der Einerrolle 31 in Richtung des Pfeiles. 33 (Fig. 7) ergibt sich bei einer Registrierung der in Fig. 8 dargestellte Abdruck. Rechts der Mittenmarkienung. 32 erscheint die Rippe. 36 der Gruppe 29.
Bei einer Drehung der Rolle 31 um im ganzen neun Zehntel einer Umdrehung ergibt sich bei einer Registrierung der in Fig. 9 dargestellte Abdruck, bei dem links der Mittenmarkierung vier Striche der Rippengruppe 30 erscheinen.
Für gewöhnlich wird der Umlauf der Einerscheibe in Abhängigkeit von zu zählenden Vorgängen,
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körpers zeitabhängig gemacht wird, derart, dass ein Umlauf der Einerscheibe dem dekadischen Vielfachen eines bestimmten Zeitabschnittes entspricht. Wird die Anordnung z. B. so getroffen, dass die Einerscheibe je Sekunde zehn Umdrehungen macht, so dass auf eine Umdrehung 10 y Sekunde kommen, so zählt das Zählwerk, wieviel hundertstel Sekunden seit Laufbeginn des Zählwerkes vergangen sind. Man kann also ein solches Zählwerk z. B. zur Zeitaufnahme a Start und Ziel benutzen bzw. die Geschwindigkeit irgendwelcher Vorgänge oder den Zeitabstand zwischen einzelnen Vorgängen messen.