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Es hat sich zu Kontrollzwecken in den Spielbanken als nötig erwiesen, den Spielablauf laufend zu registrieren. Bisher erfolgte diese Registrierung in der Weise, dass ein Beamter der Spielbank die bei jedem Spiel des Roulettspieles herauskommenden Grwinnrrziffel'l1 laufend notierte und dass nachträglich diese notierten Ziffern je nach den verschiedenen, ihnen im Spiel zukommenden Bedeutungen zu Statistiken verarbeitet wurden, die dann erst die Grundlage für die Spielkontrolle abgaben. Dies erfordert langwierige Kanzleiarbeit, die nicht mit solcher Schnelligkeit bewerkstelligt werden kann. als es für die vom Spielbankunternehmen benötigten Kontrollzwecke wünselhenswert wäre.
Das Roulettspiel besitzt 37 Ziffern, u. zw. die Ziffern 0 bis 3 (), von denen einzelne als rote und die übrigen als schwarze Ziffern bezeichnet sind. Die Spieler können entweder auf das Herauskommen einer der Ziffern 0 bis 36 wetten, oder darauf, dass eine rote, eine schwarze Ziffer, eine gerade, eine ungerade Ziffer herauskommt, ferner darauf, dass eine der Ziffern des ersten Dutzends, also eine der Ziffern von 1 bis 12, des zweiten oder des dritten Dutzends herauskommt, weiters darauf, dass eine niedrige Ziffer, also eine der Ziffern von Ibis 18, oder eine hohe Ziffer, also eine der Ziffern von19 bis3H herauskommt u. dgl. mehr.
Da die Spiele sehr rasch aufeinanderfolgen, bleibt dem registrierenden Beamten nicht die nötige Zeit, die erforderlich wäre, um während des Spieles nicht nur die herausgekommenen Ziffern notieren sondern auch deren Bedeutung für die einzelnen Spielmöglichkeiten, also ob die Ziffer zu den roten oder schwarzen, zu den graden oder ungraden, zu den hohen oder niedrigen, zu den Ziffern des ersten, zweiten oder dritten Dutzends usw. gehört, sofort in Tabellen verzeichnen zu können, was aber für einwandfreie Kontrolle der Geldgebarung der Geldgebarungsbeamten notwendig ist.
Dieser Mangel wird durch die Erfindung behoben. Die Erfindung ermöglicht aber auch dadurch, dass mit ihr die Registrierung in derselben Geschwindigkeit vorgenommen werden kann, in welcher die einzelnen Spiele aufeinander folgen, einen Überblick über den Ablauf der Spiele. Dies ist sowohl im Interesse der Spielbank als auch im Interesse der Spieler gelegen. Die in den Spielbanken geführten Statistiken, die über den Verlauf vieler Millionen stattgefundener Spiele Aufschluss geben, zeigen bestimmte periodische Regelmässigkeiten, z. B., dass im Verlaufe der vielen registrierten Spiele die Anzahl der unmittelbar aufeinander herausgekommenen roten Ziffern nie eine bestimmte Maximalzahl überschritten hat, oder Ziffern aus dem ersten Dutzend mit jenen aus dem zweiten und dritten Dutzend nach bestimmten Regeln abzuwechseln pflegen usw.
Dies natürlich immer nur dann, wenn die mechanischen Teile des Roulettisehes vollkommen in Ordnung und die Roulettscheibe vollkommen waagrecht ist. Abweichungen von diesen beobachteten Regeln lassen z. B. erkennen, dass die mechanischen Einrichtungen des Roulettisches schadhaft geworden sind und einer Reparatur bedürfen.
Schliesslich kann die erfindungsgemässe Einrichtung auch zur Durchführung von Glücksspielen nach den Spielregeln des Roulettspieles benutzt werden, und bietet dies den Vorteil, dass durch eine derartige Verwendung der erfindungsgemässen Vorrichtung die komplizierte und vielen Reparaturen unterworfene Roulettischmechanik überflüssig wird.
Die Erfindung besteht darin, dass auf einer Stempelvorriehtung, z. B. einer Typenwalze, einem Typenband od. dgl., Druck-oder Stechtypen in Reihen untereinander, welche senkrecht zur Bewegungrichtung eines mit in seiner Bewegungsrichtung verlaufenden Kolonnen versehenen Papier-od. dgl.
Streifens verlaufen, so angeordnet sind, dass in jeder dieser Reihen je eine der im Spielverlaufe auf-
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scheinenden Ziffern (0 bis 36) und bestimmte Zeichen vorgesehen sind, welche Zeichen die verschiedenen Bedeutungen der betreffenden Ziffer für die einzelnen Spielmöglichkeiten zum Ausdrucke bringen. z. B. Ringe, welche bedeuten. dass die Ziffer eine rote ist. Kreuze, welche bedeuten, dass die Ziffer dem ersten Vierteldutzend angehört, usw.. wobei die Zeichen, die dieselbe Bedeutung ausdrucken, z. B. alle Ringe untereinander, in zur Bewegungsrichtung des Papier-od. dgl. Streifens parallelen Reihen vorgesehen sind.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt und zeigt Fig. 1 die Vorrichtung im Schnitt, Fig. 2 eine Draufsicht auf dieselbe, Fig. 3 den mit den Typen versehenen Mantel der Walze. 1 abgerollt und Fig. 4 das Beispiel eines Roulettspieltisches ohne den mechanischen Rouletteinrichtungen.
Die Vorrichtung besteht aus einer Grundplatte. 11, welche in der Mitte vertieft ist und deren Vertiefung durch die Flächen J begrenzt ist, so dass ein Papier-od. dgl. Streifen F, welcher genau die Breite dieser Vertiefung hat, in dieser Vertiefung eingelegt und in seiner Längsrichtung, also
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verlaufen. Etwa in der Mitte der Grundplatte 11 ist ein Bügel C vorgesehen, der mit seinen beiden Endteilen in Bohrungen der Grundplatte ragt und durch Federn D hochgehalten wird. Dieser Bügel bildet die Lagerung für die Welle B, die eine Walze J. trägt, welche vermittels des Drehknopfes K, der auf der Welle B aufsitzt, gedreht werden kann.
Die Walze. 1 trägt nun Druck-oder Stechtypen und wird bei Niederdrücken der Walze. 1 samt Bügel C durch Druck auf den Knopf L die jeweils dem
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verwendet sind, so ist noch eine Farbwalze am Bügel vorgesehen, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist und welche die Typen mit Druckfarbe versieht.
Die Typen sind auf der Walze in zur Walzenachse parallelen Reihen a-a vorgesehen, u. zw.
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in Spiegelschrift enthält, so zwar. dass die erste Axialkolonne die Ziffer 0, die zweite die Ziffer 1. die dritte die Ziffer 2 usw. innerhalb der Radialkolonne j aufweist. In diesen Axialreihen a-a sind neben der Zifferntype noch Zeiehentypen, z. B.
Kreuze (+), welche je nachdem, ob sie in der Radialkolonne f 1 oder t 2 liegen zum Ausdrucke bringen. ob die Ziffer, die mit dem Kreuze in der gleichen Axialkolonne a-a liegt. eine rote oder schwarze Ziffer ist, oder horizontale Striche (-), welche, je nachdem sie in der Radialkolonne f 3 oder f 4 liegen, zum Ausdrucke bringen, ob die Ziffer, die in der gleichen Axialkolonne wie der Strich sich befindet, eine gerade oder ungerade Ziffer ist. Weitere Zeichen. z. B.
Ringe (o) in der Radialkolonne/J die einmal im rechten, das andere Mal im linken Teile dieser Kolonne j angebracht sind, bedeuten je nach ihrer Stellung ob die Ziffer eine niedrige oder eine hohe ist. und andere Zeichen in den Radialkolonnen f 6 bis f 8 bedeuten, ob die Ziffer, die sich in der gleichen Axialkolonne mit dem Zeichen befindet, dem ersten, zweiten oder dritten Dutzend angehört.
Die den einzelnen Zifferntypen 0 bis 36 zugehörigen Zeichen gleicher Bedeutung liegen in den gleiehen Radialkolonnen. z. B. alle Kreuze, welche rote Ziffern bedeuten, in der Radialkolonne/- und alle Kreuze, welche schwarze Ziffern bedeuten, in der Kolonne t 2 usw.
Benutzt man die Vorrichtung zum Zwecke der Registrierung des Spielverlaufes beim Roulettspiel, so stellt man nach jedesmaliger Spielbeendigung die Walze A vermittels des Drehknopfes 7L
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gegenüberliegt und drückt mittels des Knopfes L Bügel C samt Walze A gegen den Papierstreifen F. wodurch sowohl die herausgekommene Ziffer als auch die Zeichen, die die Bedeutung dieser Ziffer als schwarze. oder rote. gerade oder ungerade Ziffer usw. versinnbildlichen, in die Kolonnen g bis k des Papierstreifens F eingedruckt werden.
Um die Walze immer so einstellen zu können, dass die gewünschte Ziffer bei Niederdruckes des Knopfes L auf das Papier F gedruckt wird. kann am Knopfe K durch Anbringung von Ziffern und eines fixen Zeigers eine bequeme Einstellmöglichkeit geschaffen sein. Nach erfolgtem Niederdrücken schiebt man den Papierstreifen ein Stück weiter. um bei Beendigung des nächsten Spieles in der gleichen Weise zu verfahren. Man erhält am Papierstreifen F, wie Fig. 2 erkennen lässt, ein zergliedertes Bild des Spielablaufes, aus dem man sofort erkennen kann. in welcher Folge rote und schwarze, gerade und ungerade, hohe und niedrige Ziffern usw. abwechselten.
Man kann dann alle nötigen Kontrollen immer sofort vornehmen und auf Grund der aus den Statistiken gewonnenen Erfahrungsregeln auch sofort erkennen, ob der mechanische Teil des Roulettisches einwandfrei funktioniert.
Um es der die Registriervorrichtung handhabenden Person zu ermöglichen, die Walze. 1 mittels des Drehknopfes so einzustellen, dass jeweils die gewünschte Reihe zum Abdruck gelangt, sind vorteilhaft am zylindrischen Teile des Drehknopfes K Ziffern so angeschrieben, dass. wenn eine dieser Ziffern am Drehknopfe, z. B. einem am Lagerteile E befestigten. in der Zeichnung nicht dargestellten Zeiger genau gegenübersteht, die diese Ziffer enthaltende Reihe beim Niederdrücken der Walze auf den Papierstreifen aufgedrückt wird.
Das Verdrehen der Walze kann so rasch vorgenommen werden, als die einzelnen Spiele vor sieh gehen.
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Soll die Vorrichtung zur DurchfÜhrung des G1ückspieles benutzt werden, so legen die Spieler ihre Jetons auf jene Felder des Spieltische, die den Spielregeln des Roulettspieles entsprechend bezeichnet sind, also wer auf das Herauskommen einer hohen Ziffer wettet, legt seine Jetons auf das Feld H des Spieltische nach Fig. 4, wer auf eine niedrige Ziffer wettet auf das Feld N, auf eine gerade Ziffer wettet man durch Auflegen seiner Jetons auf das Feld G usw., genau so wie es beim Roulettspiel üblich ist. Der Croupier dreht sodann den Knopf K und hält an beliebiger Stelle mit dem Drehen inne und stempelt die gerade zufallsweise eingestellte Ziffer samt deren einzelnen Spielbedeutungen auf den Papierstreifen, aus welchem auf den ersten Blick zu ersehen ist, wer von den Spielteilnehmern gewonnen hat.
Es lassen sich hiebei über das Roulettspiel hinausgehende Spiele spielen, z. B. kann ein Spieler darauf wetten, dass innerhalb einer grösseren Anzahl von Spielen. z. B. innerhalb 20 Spielen, wenigstens, z. B. acht Ziffern des ersten Vierteldutzends herauskommen werden. Solche Spielkombinationen waren bisher bei der Roulette nicht möglich, da die rasche zergliederte Aufschreibung des Spielverlaufes unmöglich war.
Soll die Vorrichtung zur Durchführung eines Glückspieles benutzt werden, so wird ein Drehknopf K verwendet, welcher keine Ziffern trägt, so dass die den Drehknopf betätigende Person nicht wissen kann, welche Reihe sie so eingestellt hat. dass sie beim Niederdrücken der Walze zum Abdrucke gelangen wird. Damit ist die jeweilige Einstellung der abzudruckenden Reihe der Willkür dieser Person entzogen.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Vorrichtung zur Registrierung des Spielverlaufes bei Roulette-u. dgl. Spielen und zur Durchführung von Glücksspielen, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Stempelvorriehtung. z. B. einer Typenwalze, die die Herstellung von Abdrucken auf einem zwangsläufig geführten Papierstreifen zulässt, Druck-od. dgl., Typen auf ihrem Umfange in axialen Reihen (a-a) trägt, von denen jede Reihe (a-a) eine der im Roulettspiel vorkommenden Ziffern (0 bis 36) sowie Zeichen, wie Kreuze, Striche, Ringe od. dgl.. enthält, die die der betreffenden in der Axialreihe vorfindlichen Ziffer zukommenden Bedeutungen für die einzelnen Spielmöglichkeiten zum Ausdruck bringen, wobei die, gleiche Bedeutung ausdrückenden Zeichen der verschiedenen Axialreihen (a-a) innerhalb von dieser Be-
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