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Radioempfangseinriehtung mit sichtbarer Abstimmungsanzeige.
Die Erfindung betrifft eine Radioempfangseinriehtung mit sichtbarer Abstimmungsanzeige.
Gewöhnlich wird für sichtbare Abstimmungsanzeige ein Kathodenstrahlanzeiger verwendet, der einen Anzeigeteil mit einem Fluoreszenzschirm und einer Steuerelektrode sowie einen Gleichstrom- verstärkerteil enthält. Dem Steuergitter des Gleichstromverstärkerteiles wird eine vom Signal herrührende Regelspannung zugeführt. Die Steuerelektrode, die mit der Anode des Verstärkerteiles verbunden ist, wirft auf den Fluoreszenzschirm des Kathodenstrahlanzeigers einen Schatten, dessen
Breite von der Grösse der dem Steuergitter zugeführten Regelspannung abhängig ist. Bei richtiger
Abstimmung erreicht diese Regelspannung einen Maximalwert, wodurch die Breite des auf dem Fluoreszenzschirm auftretenden Schattens einen Minimalwert erhält. Die dem Steuergitter des Ver- stärkerteiles zugeführte Regelspannung ist von der am Eingang des Empfängers auftretenden Signalstärke abhängig.
Hiedureh tritt der Nachteil auf, dass bei starken Signalen der Schatten ganz verschwindet, während bei schwachen Signalen die Breitenschwankungen schlecht wahrnehmbar sind.
Ähnliche Nachteile treten auch bei Verwendung sonstiger Abstimmungsanzeiger auf.
Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteilen zu begegnen. Dieser Zweck wird gemäss der Erfindung dadurch erzielt, dass die Empfindlichkeit des verwendeten Abstimmungsanzeigers entsprechend der
Signalstärke geregelt wird.
Wenn als Abstimmungsanzeiger ein Kathodenstrahlanzeiger verwendet wird, so erfolgt dies vorzugsweise dadurch, dass die Spannung zwischen dem Fluoreszenzschirm und der Kathode des Kathodenstrahlanzeigers in Abhängigkeit von der Signalstärke geändert wird. Dies kann z. B. dadurch erfolgen, dass der Fluoreszenzschirm zusammen mit der Anode einer Verstärkerröhre mit regelbarer Steilheit über einen Widerstand an eine gegen Erde positive Spannung gelegt und dem Steuergitter der Verstärkerröhre eine Regelspannung zugeführt wird, die von der Signalstärke abhängig ist. Weiters kann gemäss der Erfindung diese Verstärkerröhre gleichzeitig als Hochfrequenz- oder Zwischenfrequenzverstärker- röhre benutzt werden.
In der Zeichnung ist die Erfindung durch ein Ausführungsbeispiel schematisch veranschaulicht.
Die Figur stellt das Schaltbild desjenigen Teiles eines Radioempfangsgerätes dar, der zwischen der Antenne und dem Niederfrequenzverstärker liegt. Eine Empfangsantenne 23 ist induktiv mit einem mittels eines Kondensators 11'abgestimmten Schwingungskreis 11 gekoppelt, der im Gitterkreis einer Hochfrequenzverstärkerröhre 9 liegt. Der Anodenkreis der Verstärkerröhre 9 ist induktiv mit einem mittels eines Kondensators 12'abgestimmten Schwingungskreis 12 gekoppelt, der mit den Eingangsklemmen eines Verstärkers 10 verbunden ist. Der Ausgangskreis dieses Verstärkers ist mit einem Schwingungskreis 2 gekoppelt, der mittels eines Kondensators 5 abgestimmt wird und mit einer Diode 1 in Reihe mit der Parallelschaltung eines Belastungswiderstandes J und eines Kondensators 4 verbunden ist.
Die Kathode der Diode 1 und ein Ende des Widerstandes 3 sind mit Erde verbunden. Über einen Kondensator 6 kann einem Teil des Widerstandes. 3 eine Spannung für den Niederfrequenzverstärker entnommen werden.
Das bisher beschriebene Schaltbild entspricht einem Empfänger ohne Frequenztransformation.
Die Erfindung kann aber auch bei einem Überlagerungsempfänger od. dgl. Anwendung finden.
Von dem nicht geerdeten Ende des Widerstandes 3 aus wird über Widerstände 8 und eine Leitung 7 den Steuergitter der Hochfrequenzverstärkerröhren und des Kathodenstrahlanzeigers T
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eine Regelspannung zugeführt, wobei die Widerstände 8 und ein Kondensator 24 ein Filter für die über den Widerstand 3 auftretende Niederfrequenzspannung bilden.
Der Kathodenstrahlanzeiger T enthält einen Anzeigeteil mit einer Kathode 18, einem Fluoreszenz- schirm 16 und einer Steuerelektrode 19 sowie einen Gleichstromverstärkerteil mit einer Kathode 13, einem Steuergitter 14 und einer mit der Steuerelektrode 19 verbundenen Anode 15. Das Steuergitter 14 ist unmittelbar mit der Leitung 7 und über die Parallelschaltung eines Widerstandes 20 und eines Kon- densators 21 mit Erde verbunden. Die beiden Kathoden 13 und 18 sind geerdet.
Zwischen der Anode 15 und dem Fluoreszenzschirm 16 liegt ein Widerstand Ri, und der Fluoreszenzschirm 16 ist über eine
Leitung 17, die über einen Kondensator 22 mit Erde verbunden ist, an die Anodenseite eines in den
Anodenkreis der Hochfrequenzverstärkerröhre 9 aufgenommenen Widerstandes R angeschlossen.
Die Wirkungsweise der Schaltung ist folgende :
Die über den Widerstand : ; auftretende Regelspannung ist von der Abstimmung abhängig. Bei richtiger Abstimmung erreicht sie einen Höchstwert. Der Schatten auf dem Fluoreszenzschirm hat dann eine Minimalbreite. Die Breite des Schattens ist auch von der Spannung zwischen dem Fluoreszenzschirm und Erde abhängig. Wenn diese Spannung zunimmt, wird die Geschwindigkeit der Elektronen ebenfalls zunehmen. Infolgedessen ist zur Erzielung der gleichen Ablenkung des Elektronenbündels eine grössere Spannung erforderlich. Bei Erhöhung der Sehirmspannung wird der Kathodenstrahlanzeiger also unempfindlicher. Bei starken Signalen ist die über den Widerstand 3 auftretende Regelspannung hoch, so dass der Anodenstrom der Verstärkerröhre 9 und infolgedessen der Spannungsabfall e am Widerstand R niedrig sind.
Die Spannung E zwischen dem Fluoreszenzschirm 16 und Erde ist dann hoch, so dass der Kathodenstralflanze. iger bei starken Signalen unempfindlich ist. Hiedurch wird also erzielt, dass die Breite des Schattens bei richtiger Abstimmung nahezu unabhängig von der Signal- stärke ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Radioempfangseinrichtung mit sichtbarer Abstimmungsanzeige, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfindlichkeit des verwendeten Abstimmungsanzeigers von der Signalstärke in solchem Sinne geregelt wird, dass die Empfindlichkeit mit zunehmender Signalstärke abnimmt.