AT159702B - Rückstellvorrichtung für Lauf- oder Treibachsen elektrischer Lokomotiven. - Google Patents

Rückstellvorrichtung für Lauf- oder Treibachsen elektrischer Lokomotiven.

Info

Publication number
AT159702B
AT159702B AT159702DA AT159702B AT 159702 B AT159702 B AT 159702B AT 159702D A AT159702D A AT 159702DA AT 159702 B AT159702 B AT 159702B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
running
speed
reset device
electric locomotives
driving axles
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT159702B publication Critical patent/AT159702B/de

Links

Landscapes

  • Control Of Vehicle Engines Or Engines For Specific Uses (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Rückstellvorrichtung für Lauf-oder Treibachsen elektrischer Lokomotiven. 



   Die von elektrischen Lokomotiven und Triebfahrzeugen verlangte Kurvenläufigkeit lässt sich in vielen Fällen nur dadurch erreichen, dass man einzelne Achsen, sei es   Lauf-oder Treibachsen, beweglieh   gegenüber dem Oberrahmen anordnet. Die Laufachse werden meist in der Gleisebene verschwenkbar angeordnet, während man die   Treibachsen   axial verschiebbar in der Lokomotive lagert. Auf diese Weise können sich die Räder der Lauf-und Treibaehsen den Gleiskrümmungen anpassen. Durch diese Anordnung der Achsen wird jedoch die gute Fahreigenschaft der Lokomotiven auf gerader Strecke in Frage gestellt.

   Man hat zwar bereits bei axial verschiebbaren   Treibachsen     Rückstelleinrichtungen,   wie Federn od. dgl. vorgesehen, um damit ein Pendeln der Treibachsen bei der Fahrt auf gerader Strecke in den zulässigen Grenzen zu halten. Es sind ferner Vorrichtungen zur Begrenzung der axialen Bewegung einer Achse bekannt geworden, die   willkürlich,   z. B. durch den Fahrzeugführer, betätigt werden. Bei den neuerdings geforderten starken Gesehwindigkeitserhöhungen kommt es trotz dieser Einrichtungen zu einem starken Schleudern der Lokomotiven auf gerader Strecke, wenn nicht zu einer Entgleisungsgefahr bei unachtsamer Bedienung der   Rückstellvorrichtung   durch den Fahrer. 



   Bei Lokomotiven, welche mindestens eine Achse parallel zur Gleisebene gegenüber dem Oberrahmen der Lokomotive axial beweglich gelagert haben und bei denen eine Vorrichtung zur Begrenzung der Axialbewegung der Achse vorgesehen ist, werden diese Nachteile gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass die Beweglichkeit der Achse parallel zur Gleisebene bei höheren Geschwindigkeiten des Fahrzeuges zwangsläufig begrenzt, bei geringeren Geschwindigkeiten dagegen frei gegeben ist. 



  Die erfindungsgemäss zwangläufige Begrenzung oder Freigabe der axialen Beweglichkeit der Achse, abhängig von der Geschwindigkeit des Fahrzeuges, sichert das jeweils rechtzeitig und im richtigen Sinne einsetzende Wirken der   Rückstellvorrichtungen,   unabhängig von der Aufmerksamkeit des Fahrers. Die Grenzgeschwindigkeit, bei der die   Seitenbeweglichkeit   der Achse ausgeschaltet wird oder gerade noch vorhanden ist, richtet sich einerseits nach den Laufeigenschaften der Lokomotivgattung und anderseits nach der Linienführung der Strecke und der Besehaffenheit des Oberbaues. 



  Die Grenzgeschwindigkeit kann beispielsweise bei einer Geschwindigkeit von etwa 60 km je Stunde liegen ; es sind jedoch auch Fälle denkbar, in denen die Begrenzungseinrichtung bereits bei einer geringeren oder aber auch bei einer höheren Geschwindigkeit zur Wirkung gebracht oder ausgeschaltet wird. Die Begrenzung der   Seitenbeweglichkeit   erfolgt bei zunehmender Fahrgeschwindigkeit beim Überschreiten des eingestellten Grenzwertes. Wird dagegen die Geschwindigkeit des Fahrzeuges ver-   ringe, rt   und dabei der Grenzwert unterschritten, so wird die Begrenzung der Seitenbeweglichkeit der Achse wieder   rückgängig   gemacht. 



   Die Vorrichtung kann so ausgebildet sein, dass die Begrenzung und Freigabe der Beweglichkeit der Achse von einem Fliehkraftregler gesteuert ist, der in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit arbeitet. 



   Ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. 



   Die Fig. 1 zeigt im Schnitt eine Begrenzungseinrichtung für die axial verschiebbare Achse 3 mit den Rädern 1 und 2, an der eine Führung   4   angeordnet ist. In der Führung ist der Hebel 8 mit einem Kugelgelenk gelagert. Am andern Hebelende ist der Stössel 11 angelenkt, der über die Befestigungsstellen der Federteller 12,   13,   14 und 15 hinaus verlängert ist. Zwischen den Federtellern sind die Federn 16 und 17 angeordnet. Die beiden Stösselenden sind mit 23 und 24 bezeichnet. Gleich- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Zylinder werden von einem nicht dargestellten Kompressor über die Leitung 31, den   Luftbehälter   und ein Steuerschieberventil 3. 3 gespeist.

   In die Leitungen   34   und 35 vom   Steuersehieberventil   zu den Zylindern 25 und 26 sind   Rückschlagventile.   36 und 37 eingeschaltet. Die Auslassleitungen der 
 EMI2.2 
 Stange 45 mit der Muffe 46 eines Fliehkraftreglers 47 mechanisch verbunden, der über die Kegelräder 48 und 49 von einer Achse   50   angetrieben wird. 



   Bei geringer Geschwindigkeit befindet sieh die Einrichtung in der dargestellten Lage. Alsdann kann sich die Achse 3 in den zugelassenen Grenzen in axialer Richtung frei bewegen und etwaigen Gleiskrümmungen ohne weiteres folgen. Befindet sieh dagegen das Fahrzeug auf gerader Strecke und fährt es mit hoher Geschwindigkeit, so wird vom Fliehkraftregler 47 der Schieber 44 nach unten bewegt. Hiebei wird die Zuleitung vom Kompressor und vom Steuerschieberventil zu den Leitungen 34 und 35 frei gegeben, während die Auspuffleitungen der Zylinderräume abgesperrt werden. Diese Stellung des Schiebers 44 ist in der Zeichnung dargestellt. Die Druckluft strömt aus der   Leitung 31,   
 EMI2.3 
 ventile 36 und 37 in die Zylinder 25 und 26. Die Kolben 27 und 28 werden durch die Druckluft oder den Dampf gegen die   Stösselenden 23 und   24 zu bewegt.

   Trifft bei dieser Bewegung die der Feder 29 bzw..'30 zugewendete Kolbenseite auf den Anschlag 51 bzw. 52, so ist damit die Seitenbewegliehkeit der Achse 3 völlig aufgehoben. Auf gerader Strecke oder in Kurven mit sehr grossem Krümmungshalbmesser wird auf diese Weise die   Laufeigensehaft   des Triebfahrzeuges beträchtlich verbessert. 



   Wird die Geschwindigkeit des Fahrzeuges herabgesetzt, so führt der Fliehkraftregler 47 eine erneute Verstellung des Schiebers 44 herbei. Hiebei werden die Auspuffleitungen   38   und 39 der Zylinder 25 und 26 über die   Umsteuerkanäle   40 und   41 mit   den Auspüffen 42 und 43 verbunden. Die Zylinder werden entlüftet und die Kolben durch die Federn 29 und 30 in die dargestellte Lage   zurück-   geführt. Auf diese Weise wird die Seitenbeweglichkeit der Achse wieder hergestellt. 



   Die Erfindung ist nicht auf elektrische Lokomotiven oder Triebfahrzeuge beschränkt, sie kann vielmehr auch bei andern Lokomotiven Verwendung finden. 



   Die Fig. 2 zeigt im Schnitt die Anordnung der symmetrisch zur Achse 3 liegenden Hebel 8. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   RÜckstellvorrichtung   für   Lauf- oder Treibachsen elektrischer   Lokomotiven, bei denen mindestens eine Achse parallel zur Gleisebene gegenüber dem Oberrahmen der Lokomotive axial beweglich gelagert und eine Vorrichtung zur Begrenzung der Axialbewegung der Achse vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Beweglichkeit der Achse parallel zur Gleisebene bei höherer Geschwindigkeit des Fahrzeuges zwangläufig begrenzt, bei geringerer Geschwindigkeit dagegen freigegeben ist.

Claims (1)

  1. 2. Rüekstellvorriehtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Begrenzung der Axialbewegung der Achse durch einen in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Fahrzeuges arbeitenden Fliehkraftregler gesteuert wird, vorzugsweise dadurch, dass der Fliehkraftregler ein Druckmittel für die Vorrichtung zur Begrenzung der Axialbeweglichkeit der Achse steuert.
AT159702D 1936-08-13 1937-08-10 Rückstellvorrichtung für Lauf- oder Treibachsen elektrischer Lokomotiven. AT159702B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE159702T 1936-08-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT159702B true AT159702B (de) 1940-10-25

Family

ID=29413122

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT159702D AT159702B (de) 1936-08-13 1937-08-10 Rückstellvorrichtung für Lauf- oder Treibachsen elektrischer Lokomotiven.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT159702B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE745155C (de) Einrichtung an Fahrzeugen zur Gegenwirkung gegen die Neigung des Wagenkastens beim Kurvenfahren
DD155312A5 (de) Vorrichtung zur beeinflussung des knickwinkels fuer gelenkzuege
AT159702B (de) Rückstellvorrichtung für Lauf- oder Treibachsen elektrischer Lokomotiven.
DE685038C (de) Schleudersicherung fuer Lokomotiven mit Einzelachsantrieb
DE691015C (de) Glieder- oder Drehgestell-Lokomotive
DE943687C (de) Abfederung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE662455C (de) Rueckstellvorrichtung fuer Lauf- oder Treibachsen elektrischer Lokomotiven
DE2026547A1 (de) Vorrichtung zum Anheben der Nach laufachse eines Hinterachsaggregates
AT156193B (de) Elektrische Lokomotive mit Einzelachsantrieb und einer oder mehreren Treibachsen.
DE923971C (de) Rueckstellvorrichtung fuer Laufgestelle (Dreh- oder Lenkgestelle) von Schienenfahrzeugen
DE819350C (de) Luftfederung fuer Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge
DE694054C (de) Elektrische Lokomotive mit Einzelachsantrieb und mit Einrichtungen zur Verbesserung der Kurvenlaeufigkeit und zum Erzeugen der Rueckstellkraft
DE695944C (de) Aus einer Hand- und Fussbremse bestehende pneumatische oder hydraulische, insbesondere mit Druckluft betriebene Bremsvorrichtung mit zwei getrennten Speicherbehaeltern fuer das Druckmittel der Hand- und Fussbremse eines Kraftfahrzeuges
DE940209C (de) Bauelement fuer Bremsventile und seine Anwendung zum Aufbau von Bremsventilen fuer indirekte und direkte Bremsung
AT156849B (de) Kraftfahrzeug mit einer Ausgleichsvorrichtung zum Verhindern des Schleuderns beim Kurvenfahren.
AT151982B (de) Mehrteiliges Fahrzeug, insbesondere Glieder- oder Drehgestellokomotive.
DE649287C (de) Sandstreuvorrichtung fuer Triebfahrzeuge
DE661141C (de) Schienentriebfahrzeug, dessen Laufeigenschaft durch Begrenzen der Seitenbeweglichkeit des jeweils nachlaufenden Drehgestelles verbessert wird
DE662940C (de) Schienentriebfahrzeug, dessen Laufeigenschaften durch Begrenzen der Seitenbeweglichkeit des jeweils nachlaufenden Drehgestelles verbessert werden
DE467451C (de) Vorrichtung zum Ausruecken der Kupplung und Anziehen der Bremse an Kraftfahrzeugen durch Druckoelsteuerung mittels eines Fusshebels
DE842454C (de) Hilfsbremseinrichtung fuer Fahrzeuge, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE920292C (de) Abfederung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge mit schwingenden Halbachsen
DE860223C (de) Bremseinrichtung, insbesondere fuer Strassenbahnzuege
DE869738C (de) Mit einem Druckmittel betaetigte Auflaufbremse fuer Anhaenger von Kraftfahrzeugen
DE450585C (de) Hydraulische Bremseinrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge