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Scherenstromabnehmer.
Bei Scherenstromabnehmern ist es bekannt, das Schleifstück zwangsweise, also unabhängig von den darauf einwirkenden Kräften, parallel zu führen, wodurch in jeder Höhenlage des Stromabnehmers ein Anliegen des Sehleifstüekes mit der ganzen Breite am Fahrdraht gesichert und ein Kippen des Schleifstückes vermieden wird. Die bisherigen Ausführungen solcher Stromabnehmer befriedigen jedoch nicht sehr. Diese Ausführungen benötigen durchwegs Gleitführungen, z. B. ein oder mehrere Langlöcher für die Parallelführung des Schleifstücks und haben daher die wesentlichen Nachteile, dass sie mit grosser Reibung arbeiten, schlecht zu schmieren sind und vor allem bei Verstopfung der Gleitführungen, z. B. durch Schnee oder Eis, unwirksam werden.
Nach der Erfindung werden diese Nachteile dadurch beseitigt, dass zur Parallelführung des Schleifstücks oder Schleifstückträgers ausschliesslich starre, nur durch Gelenke verbundene Glieder dienen. Durch geeignete Anordnung der Teile lässt sich mit einfachen brauchbaren Mitteln bei rein gelenkiger Verbindung der Teile eine wohl nicht geometrisch exakte, den praktischen Bedürfnissen aber vollkommen entsprechende Parallelführung des Sehleifstiiekes erreichen. Eine besonders günstige Anordnung wird erhalten, wenn die an beiden Scherenarmen vorgesehenen Gelenke, die unmittelbar oder mittelbar zum Tragen des Parallelführungssystems bestimmt sind, in gleichem Abstand vom Scheitelgelenk der Schere angeordnet sind und bei einer mittleren Höhenlage der Schere mit deren Scheitelgelenk im wesentlichen in einer und derselben Geraden liegen.
Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt Fig. 1 der Zeichnung vereinfacht.
2 und 3 sind die oberen Streben des Stromabnehmergestelles 1, 4 das parallel geführte Schleifstück.
5, 6 sind an den Streben 2 und 3 befestigte Gelenke, die die Arme 7, 8 des Parallelführungssystems für das Schleifstück 4 tragen und die in der gezeichneten mittleren Höhenlage des Stromabnehmers mit dem Scheitelgelenk 9 der Schere in einer Geraden liegen und gleichen Abstand von diesem haben. 10 ist der mit den Armen 7 und 8 durch die Gelenke 11, 12 verbundene Schleifstückträger, 13 und 14 sind Federn, die das Parallelführungssystem in der aufrechten Lage halten.
Hebt oder senkt sich der Stromabnehmer, so ändert sich innerhalb eines gewissen Bereiches die Entfernung der Punkte 5 und 6 nur wenig, da beide auf Kreisbogen um 9 (in der Fig. 1 gestrichelt gezeichnet) wandern, die annähernd parallelen vertikalen Geraden entsprechen. Es bleibt also angenähert das Parallelogramm 5, 6, 11, 12 erhalten. Der Schleifstückträger 10 wird daher ebenfalls annähernd parallel zu sich selbst verschoben.
Um sich der Parallelität noch besser zu nähern, kann vorteilhaft die Entfernung der Gelenke 11, 12 dem Mittelwert des veränderlichen Abstandes von 5 und 6 gleichgemacht werden.
Die die Gelenke 5, 5 und 9 verbindende Gerade muss nicht unbedingt eine horizontale Lage haben. Sie kann, wie Fig. 2 zeigt, irgendeine beliebige Lage haben. Nach Fig. 2 liegt das Gelenk 5 z. B. unmittelbar auf der Strebe 2, das Gelenk 6 ist in der verlängerten Verbindungslinie von 5 und 9 angeordnet. Auch hier bewegen sich beim Heben oder Senken des Stromabnehmers die Punkte 5,6 auf Kreisbogen, die weitgehend parallelen Geraden (senkrecht zur Verbindungslinie 5, 6) entsprechen ; die Punkte 5 und 6 behalten daher auch hier mit grosser Annäherung ihren Abstand bei.
Eine weitere Verbesserung der Führung des Schleifstücks lässt sich dadurch erzielen, dass ein Teil, der entweder selbst das Schleifstück trägt oder als Zwischenglied zum Tragen einer Parallelogrammführung für das Schleifstück dient, mit dem Gelenk auf dem einen Scherenarm unmittelbar, mit dem Gelenk auf dem andern Arm über einen vorzugsweise senkrecht zur Verbindungslinie beider
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Gelenke stehenden Lenker verbunden ist. Ein Ausführungsbeispiel dieser Art zeigt Fig. 3 der Zeichnung.
Der Teil 15 ist hier mit dem Gelenk 5 auf dem Scherenarm 2 unmittelbar verbunden, mit dem Gelenk 6 steht er über einen bei 16 angelenkten Lenker 17 in Verbindung, der im wesentlichen senkrecht zur Verbindungslinie 5,6 steht. Die Gelenke 5, 6 und 9 liegen zweckmässig wieder bei mittlerer Höhenlage des Stromabnehmers in einer Geraden. Die Gelenkpunkte 18, 19 für die Parallelogrammiührung 11, 12, 18, 19 haben, da sie fest miteinander verbunden sind, ständig gleichen Abstand. Da weiters infolge der Führung des Teiles 15 durch den Lenker 17 beim Heben und Senken des Stromabnehmers der Teil 15 im wesentlichen lediglich parallel zu sich selbst verschoben wird, kann das Schleifstück 4 ebenfalls praktisch nur Parallelversehiebungen ausführen.
Der Fusspunkt 18 der Parallelogrammführung könnte auch gegebenenfalls in das mit dem Seherenarm 2 unmittelbar verbundene Gelenk 5 verlegt werden.
Verzichtet man auf die federnde Nachgiebigkeit des parallel geführten Sehleifstückes, so kann dieses auch unmittelbar an dem Teil 15 angeordnet sein.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der ebenfalls die Führung des Sehleifstüekes verbessert ist, ist in Fig. 4 gezeigt. Bei dieser Ausführungsform sind an den Gelenken 5 und 6 der Scherenarm 2 und 3 Winkelhebel 20, 21 aufgesetzt, die mit ihrem einen Ende durch das Gelenk 23 untereinander, mit dem andern Ende durch Gelenke 22 bzw. 24 mit den zur Parallelführung des Sehleifstückes dienenden Armen 7, 8 gelenkig verbunden sind. Da beim Heben und Senken des Strom-
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ist auch hier die Parallelführung des Schleifstückes 4 verbessert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Scherenstromabnehmer mit unabhängig von den darauf einwirkenden Kräften zwangläufig parallel geführtem Schleifstück, dadurch gekennzeichnet, dass zur Parallelführung des Schleifstücks
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