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Biegsamer Gummischlauch zur Leitung von entzündlichen Flüssigkeiten.
Aus Benzintankstellen und im allgemeinen aus im Erdreich angelegten entzündbare Flüssigkeiten enthaltenden Aufbewahrungsgefässen wird die Flüssigkeit durch Vermittlung von Metallschläuchen oder Gummischläuchen an ihren Bestimmungsort, z. B. in die Behälter von Motorwagen, geleitet. Die
Gummischläuche sind an ihren beiden Enden, zwecks Verbindung derselben einerseits mit dem Flüssig- keitsaufbewahrungsgefäss bzw. der daran angeschlossenen Pumpe, anderseits mit dem die entnommene Flüssigkeit empfangenden Behälter, mit Metallarmaturen versehen. Das Aufbewahrungsgefäss, die Pumpe und die Pumpenleitungen sind aus dem Grunde geerdet, um das Ansammeln statischer elektrischer Ladung, infolge der Arbeit der Pumpe, der Flüssigkeitsströmung oder aus sonstigen Gründen und die aus solchen Ladungen entstehende Funkenbildung zu verhindern.
Um zu ermöglichen, auch das Metallende des Gummiverbindungsschlauches zu erden und somit die vom Gesichtspunkte einer Entzündung der Flüssigkeit an der gefährlichsten Stelle auftretenden elektrischen Funken ebenfalls mit Sicherheit zu vermeiden, wurden solche Schläuche bisher mit einer inneren Metallseele hergestellt. Ein grosser Nachteil dieser Schläuche besteht aber darin, dass die innere Metallseele bei Ausübung eines Druckes auf den Schlauch ihre Gestalt verliert und selbst vollständig zusammengedrückt werden kann, insbesondere wenn die Schläuche, z. B. auf der Erde liegend, zertreten oder von Wagen überfahren werden. Dieser Nachteil ergibt sich auch bei andern bekannten Schläuchen, deren Gewebeeinlage aus Faserstoffkettenfäden und Metalldrahtschussfäden besteht.
Nebstdem sind die Schläuche mit Schussfäden aus Metalldraht sehr schwer und lassen sich nicht in scharfe Krümmungen legen. Die Erfindung beseitigt diese Übelstände. Gegenstand der Erfindung ist ein biegsamer Gummischlauch zur Leitung von entzündlichen Flüssigkeiten, bei welchem in die Gummiwandung des Schlauches ein mit metallischen Endstücken des Gummischlauches stromleitend verbundener Metalldraht eingebettet ist, der Schraubenwindungen von grossem Steigungswinkel, zweckmässig 25-30 , aufweist. Es sind zwar Schläuche aus imprägnierten Stofflagen mit Metalldrahteinlagen, bei welchen der Draht in Schraubenwindungen von steilem Steigungswinkel geführt ist, an sich bekannt.
Wesentlich für die Erfindung ist jedoch die Vereinigung der oben angegebenen Merkmale an einem Gummischlauch, indem erst durch ihr Zusammenwirken die Schaffung eines gerade für den angegebenen Zweck besonders brauchbaren Gummischlauches ermöglicht wird.
Die Zeichnung veranschaulicht beispielsweise das eine Ende des erfindungsgemässen Gummischlauches, teilweise abgebrochen und im Längsschnitt. Ein aus mehreren dünnen Kupferdrähten geflochtenes Kupferkabel 4 ist in steilgängigen Schraubenwindungen in die Gummischicht 3 eingebettet.
1 ist eine, zweckmässig aus ölbeständigem Material hergestellte Gummiseele, die mit einer Stoffeinlage 2 umhüllt ist. Das Ende 5 des Kupferkabels ist an den in das Innere des Schlauches hineinragenden Teil 6 der Metallarmatur des Schlauches geschweisst. Oberhalb der Gummischicht 2, in der der Kupferdraht eingebettet ist, ist eine Verstärkungseinlage 7 aus Stoff und schliesslich ein Gummiüberzug 8 angebracht. Statt eines einzigen, die Schlauchwandung durchlaufenden Drahtes kann man im Rahmen der Erfindung mehrere unabhängige Drähte verwenden, um auf diese Weise die Sicherheit der Erdung zu erhöhen.
Infolge der Einbettung in die Schlauchwandung wird die Biegsamkeit und die Formbeständigkeit des Schlauches in keiner Weise beeinflusst. Daher ist der erfindungsgemässe Schlauch bei normalem Gebrauch einem bei Metallschläuchen oder eine Metallseele enthaltenden Schläuchen vorkommenden
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des Schlauches ist einfacher und billiger, als jene der bisher bekannten, für ähnliche Zwecke verwendeten andern Schläuche.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Biegsamer Gummischlauch zur Leitung von entzündlichen Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dass in die Gummiwandung des Schlauches ein in an sich bekannter Weise mit metallischen Endstücken des Gummischlauches stromleitend verbundener Metalldraht eingebettet ist, der in gleichfalls an sich bekannter Weise Schraubenwindungen von grossem Steigungswinkel (zweckmässig 25-30 ) aufweist.