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Selbstverkäufer, insbesondere für Eiskrem, Speiseeis od. dgl.
Die Erfindung betrifft einen Selbstverkäufer der bekannten Art, welcher mit einem Münzwerk einer Abteilung für die zu verkaufenden Waren, einer von dieser Abteilung nach einer Entnahme- öffnung führenden Rutsche und Fördereinrichtungen für die Waren in die Rutsche versehen ist.
Die Erfindung bezweckt, einen Selbstverkäufer zu schaffen, welcher für den Verkauf von leicht verderblichen Waren, wie verpacktes oder in Behälter oder Schachteln gefülltes Speiseeis od. dgl. geeignet ist, welche Waren ihrer Beschaffenheit nach bis zu ihrem Verbrauch bei niedriger Temperatur aufbewahrt werden müssen.
Trotz vieler Versuche zur Schaffung eines Selbstverkäufers für zu kühlende Waren, wie insbesondere Speiseeis und Eiskrem, ist bisher noch kein einwandfrei arbeitender Selbstverkäufer dieser Art auf den Markt gebracht worden. Der grösste Nachteil der bisher vorgeschlagenen Vorrichtungen war einmal darin gelegen, dass ein Vereisen der beweglichen Teile und bzw. oder des Speiseeises durch Gefrieren von aus der umgebenden Atmosphäre entzogener und kondensierter Feuchtigkeit auftrat, wodurch der Selbstverkäufer mitunter sogar nach ganz kurzer Zeit betriebsunfähig wurde.
Dieser und verschiedene andere Nachteile werden durch die Erfindung dadurch behoben, dass unabhängig von dem Öffnen einer gegebenenfalls vorhandenen Sperre an der Warenentnahme- öffnung ein in der Rutsche nach der Warenabteilung aufsteigender Gasstrom verhindert ist. Dadurch wird erzielt, dass warme, Feuchtigkeit enthaltende Luft nicht durch die Ablieferrutsche zu der Warenabteilung aufsteigen kann, so dass eine Eisbildung auf den gekühlten Waren und bzw. oder den Vorrichtungen zur Förderung der Waren von der Warenabteilung in die Ablieferrutsche verhindert wird.
Dadurch, dass die Verhinderung unabhängig von dem Öffnen einer gegebenenfalls vorhandenen Sperre an der Warenentnahmeöffnung ist, wird erreicht, dass der Selbstverkäufer nach der Erfindung selbst nicht unwirksam gemacht wird, wenn mit dieser Sperre hantiert, z. B. gespielt wird oder wenn diese Sperre (etwa böswillig) entfernt wird.
Durch die Einrichtung gemäss der Erfindung wird weiterhin der Wärmezutritt zu dem Innern des Selbstverkäufers wesentlich verringert, wodurch der Energieaufwand für die Aufrechterhaltung der erforderlichen niedrigen Temperatur bedeutend sinkt.
Die Mittel, die die Entstehung dieses Gasstromes verhindern, können gemäss der Erfindung aus einer oder mehreren Klappen od. dgl. bestehen, welche zwischen der Warenabteilung und der Ent- nahmeöffnung angeordnet sind. Vorzugsweise werden dann mindestens zwei Klappen vorgesehen, welche derart miteinander gekuppelt sind, dass sie bei Betätigung des Selbstverkäufers in Reihenfolge geöffnet und geschlossen werden. Dadurch wird erzielt, dass weder in der Ruhestellung noch bei Betätigung des Selbstverkäufers eine direkte Verbindung zwischen Aussenluft und Warenabteilung entsteht.
Selbstverkäufer für zu kühlende Waren können auf verschiedene Weise gekühlt werden, z. B. mittels einer mechanischen Kühlanlage (entweder Kompressor-oder Absorptionskühlanlage), mittels unterkühlter eutektischer Gemische oder Solen und auch mittels festen Kohlendioxyds, allgemein als Trockenes bekannt.
Trockenes kann als besonders geeignet zur Kühlung von Selbstverkäufern gelten, da eine die entsprechende Kühlung der Waren während längerer Zeit sichernde Menge in einem verhältnismässig beschränkten Raum untergebracht werden kann.
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Aufsteigen von warmer und feuchter Luft zu der Warenabteilung verhindert.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der schematischen, ein Ausführung- beispiel der Erfindung enthaltenden Zeichnung näher erläutert.
In den Zeichnungen ist ein Selbstverkäufer für Eiskrembriketts dargestellt, der insbesondere für Kühlung durch Trockenes geeignet ist. Aus dem bereits Gesagten folgt aber, dass die Erfindung nicht auf derartige Systeme beschränkt ist und dass vor allem jede andere Kühlungsweise benutzt werden kann.
In der Zeichnung ist Fig. 1 ein senkrechter Querschnitt gemäss der Linie 1-1 in Fig. 2, Fig. 2 ein senkrechter Querschnitt gemäss der Linie 2-2 in Fig. 1, Fig. 3 ein waagrechter Querschnitt gemäss der Linie 3-3 in Fig. 1, Fig. 4 eine Einzelheit in grösserem Massstabe des Querschnittes nach Fig. 2, Fig. 5 eine schematische Seitenansicht des Münzwerkes, Fig. 6 eine schematische Seitenansicht in einer andern Ebene des Münzwerkes.
Der Selbstverkäufer kann in verschiedenen Formen ausgestaltet werden, doch hat sich das dar- gestellte Ausführungsbeispiel als einfach und billig in Konstruktion, Bedienung und Transport erwiesen.
Er ist eingebaut in einem in der Hauptsache rechteckigen Gehäuse, dessen Einzelheiten sehr verschieden sein können und deshalb nicht beschrieben werden. Der Verkäufer besitzt eine Tür 10, die geöffnet werden kann, um das Innere 11 zugänglich zu machen. Der Innenraum 11 enthält eine Trockenesabteilung 12, unter welcher das Münzwerk angeordnet ist. Ausserdem besteht der Innenraum aus einer Warenabteilung 13, die an allen Seiten in dicken Isolierungsschichten 14 eingeschlossen ist. Die Iso- lierungsschicht. M kann aus Kork oder jedem andern zweckmässigen Material, das die Beschaffenheit hat, Wärmeeintritt von aussen in die Warenabteilung 13 auf ein Minimum zu beschränken, bestehen.
Abteilung 13 ist zugänglich von der Vorderseite des Apparates aus, nachdem Tür 10 zur Seite gedreht worden ist und nach Entfernung sowohl der stark isolierenden Tür 15, welche bei 16 drehbar befestigt ist, als auch der inneren Metalltüren oder Verschlussplatten 17.
Gummifütterung 15 a ist zur Abdichtung der Tür 15 vorgesehen. Innerhalb Abteilung 13 ist ein Metallrahmen vorgesehen, welcher aus parallellaufenden, vertikal angeordneten Platten 18, die ihrerseits Abteilung 13 in vier vertikale Behälter zur Aufnahme von rechteckigen Speiseeispaketen 19 od. dgl. in Stapelform unterteilen, bestehen. Die verschiedenen Scheidewände 18, welche aus gut wärme-
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Platte 20 miteinander verbunden, während di" Türchen 17, aus dem gleichen Material, gewöhnlich an den Vorderseiten der Zwischenplatten 18 anliegen und so eine fortwährende Wärmeübertragung von der einen Saite des Warenträgerrahmens zur andern zulassen, so dass also alle Teile dieses Rahmens auf im wesentlichen gleicher Temperatur gehalten werden können.
Ein Wärmeleiter 21 durchbohrt eine der Isolationswände 14 und besteht ebenfalls aus gut wärmeleitendem Material, z. B. Kupfer.
An diesem Wärmeleiter 21 ist eine Kontaktplatte 22 befestigt, welche auf der benachbarten vertikalen Platte 20 befestigt ist ; sie bildet die Seitenwand des metallenen Warenstützrahmens. Am andern Ende des Wärmeleiters 21 ist ein vertikales, wärmeleitendes Glied 23 befestigt, ebenfalls möglichst aus Kupfer. Zur Vereinfachung der Montage kann das Glied 23 aus zwei passenden Teilen gemacht werden, welche dann mittels Bolzen 24 aneinander befestigt werden und zusammen den Teil 21 umspannen. Der Kühlmittelb ? hälter ? aus wärmeleitendem Material ist meist zylindrischer Form und am wärmeleitenden Glied 23 befestigt.
Behälter 12 ist in einer Vakuumflasche 25 untergebracht. Die Vakuumflasche 25 wird umfasst von einem sie eng umschliessenden Gummisohlauch 26. Dieser Gummisehlauch 26 wird über einen Ring 27 gezogen und bildet auf diese Weise einen Sitz 28 für einen abnehmbaren Deckel 29. Der abnehmbare Deckel hat an seiner unteren Seite eine Anzahl horizontal angeordneter, in bestimmten Abständen zum Deckel verteilter dünner Platten 30. Diese Schirmplatten haben die Aufgabe, etwaige Entstehung von Wärmeleitströmungen innerhalb des Troekeneisbehälters zu verhindern, da diese Strömungen naturgemäss die Verdampfung des Trockeneises beschleunigen und dadurch den Verbrauch vergrössern würden.
Die Schirmplatten können auf verschiedene Weise angebracht werden, vorzugsweise jedoch so, dass sie zusammen mit dem Deckel abnehmbar sind und auf diese Weise die Auffüllung des Behälters in keiner Weise behindern.
Der Gummischlaueh 26 hat eine Öffnung 31, in welche der Wärmeleiter 21 passt ; dieser hat eine Zentralbohrung 32. Das Kohlendioxydgas, welches sich im Behälter 12 entwickelt hat, füllt den Behälter und entweicht durch den verhältnismässig engen Kanal 32 in die Warenabteilung 13.
Es ist bereits erwähnt worden, dass das Kohlendioxydgas zur Fernhaltung warmer, feuchter Luft vom Innern der Maschine benutzt werden kann. Von Wichtigkeit ist, dass dieses Gas auch tatsächlich durch den Kanal 32 entweicht ; deshalb ist der äussere Behälter 12 so gut wie möglich abzudichten ; zu diesem Zweck muss der Deckel ein ansehnliches Gewicht haben ; es können z. B. Bleigewichte (nicht dargestellt) in den Deckelkörper eingelassen werden.
Aus obenstehender Beschreibung ist zu ersehen, dass die Warenabteilung 13 auf einer erwünschten niedrigen Temperatur gehalten werden kann, u. zw. durch die Wirkung der Leitorgane 21, 22, 23, von
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dioxyd bewirkt. Durch entsprechende Bemessung des Querschnittes der verschiedenen Leiter, ins- besondere des Leiters 21, kann die Geschwindigkeit der Wärmeabgabe nach Wunsch eingestellt werden ; dies muss in Betracht gezogen werden beim ersten Entwurf eines Selbstverkäufers, der eine bestimmte Menge einer bestimmten Ware, zu deren Erhaltung eine bestimmte Temperatur erforderlich ist, ent- 'halten soll.
Vom unteren Ende der Warenabteilung führt eine Warenförderrutsche 33 abwärts zu einer
Entnahmeöffnung 34, welche sich in der Vorderwand des Selbstverkäufers befindet. Diese Abliefer- öffnung ist normalerweise durch eine drehbar um eine waagerechte Achse 36 angeordnete Klappe 35 geschlossen. Diese Klappe oder Verschluss ist mit wärmeisolierendem Stoff 37 versehen und hat eine
Ausfütterung 38 aus Gummi oder ähnlichem Stoff, die zum Abdichten der Ablieferöffnung dient. Die
Rutsche 33 ist allseitig und in ihrer ganzen Länge eingebettet in Isoliermaterial14, 14 a und 14b ; die letztgenannten Teile sind herausnehmbar aus den nachstehend ausführlich behandelten Gründen.
An der Mündung des Oberteiles der Rutsche 33 und der unteren Seite der Warenabteilung 18 sind die Einrichtungen zur Entnahme der Waren aus der Warenabteilung und Förderung derselben in die Rutsche angeordnet. Diese Einrichtungen bestehen aus einem zylindrischen Körper 39, der derart auf der waagerechten Welle 40 befestigt ist, dass er sich mit dieser Welle drehen kann. Der
Zylinder besteht am besten aus nichtleitendem Material, beispielsweise Sperrholz, und ist mit vier warenaufnehmenden Taschen oder Aussparungen 41 versehen. Die flachen Böden einer jeden dieser
Aussparungen schneiden sich an der einen Seite an der zylindrischen Oberfläche des Körpers 39 ; an der ändern Seite endigen sie in einer Schulter 42.
Die verschiedenen Ausnehmungen 41 sind um 90 versetzt (in gewöhnlichen und punktierten Linien in Fig. 2 angegeben), so dass jeweils nur eine der Aussparungen in höchster Stellung, d. h. warenempfangender Lage ist. Die Aussparung, die in einem gegebenen Moment in höchster Stellung ist, nimmt das unterste Paketchen 19 vom Stapel unmittelbar über ihr auf, während die untersten Paketchen der drei benachbarten Stapel gleichzeitig auf der ge- bogenen Oberfläche des Zylinders 39 ruhen.
Wenn daher der Zylinder 39 um 90 in der Richtung des
Uhrzeigers gedreht wird (Fig. 2), dann wird ein Paketchen in die obere Seite der Rutsche 33 geworfen und das unterste Paketchen eines der benachbarten Stapel fällt dann in die danach an die Reihe kommende Aussparung. Das diese Vorrichtung antreibende Münzwerk ist derart entworfen, dass nach Einwurf eines oder mehrerer Geldstücke oder besonders für diesen Selbstverkäufer hergestellter Münzen - der-Käufer die Welle 40 nur um 900 drehen kann, also nur einen Artikel in die Rutsche befördern kann.
Um zu verhüten, dass feuchtigkeitsgeschwängerte Luft, welche in die Rutsche gedrungen sein kann, bis an deren oberes Ende durchdringt, ist eine Absperrvorrichtung 43 zwischen der Rolle 39 und der Öffnung 34 angeordnet. Die Absperrvorrichtung oder Klappe 43 ist an einer Welle 44 befestigt und kann sich mit derselben drehen. Dieser Schieber drückt normalerweise gegen das Gummifutter 45, wodurch die Rutsche vollkommen abgedichtet wird. Die Welle 44 ist mit dem nachstehend beschriebenen Münzwerk derart verbunden, dass sie nur durch Einwurf einer (oder mehrerer) gültigen Münzen in Bewegung gesetzt werden kann. In Fig. 2 ist die geöffnete Klappe in punktierten Linien angegeben.
Am besten ist das Münzwerk derart ausgebildet, dass erst Zylinder 39 um 900 gedreht wird, worauf die Klappe 43 geöffnet und danach wieder geschlossen wird, so dass der Käufer, wenn er den Mechanismus in Bewegung setzt, noch nicht das ausgeworfene Paketehen, das auf der Klappe 48 liegt, erreichen kann.
Mit der weiteren Bewegung wird die Klappe geöffnet und das Paketchen gleitet durch den nächsten Teil der Rutsche. Lässt der Käufer dann das Münzwerk los, um sein Paketchen zu bekommen, indem er die Klappe 35 aufhebt, dann wird der Schieber 43 wieder durch das Münzwerk geschlossen, so dass dieselbe nie in geöffneter Stellung stehenbleibt.
Ausser dem Schieber 43 ist noch eine mit 46 bezeichnete Klappenvorrichtung vorgesehen, um bei geöffneter Klappe 43 etwa in den oberen Teil der Rutsche gedrungene warme feuchte Luft am Eintritt in die Warenabteilung zu verhindern. Diese Klappe und ihre umliegenden Teile sind detailliert in Fig. 4 der Zeichnungen dargestellt ; die dicken Linien geben die geschlossene, die punktierten Linien die geöffnete Lage an. Die Klappe besteht aus einem vorwiegend rechtwinkeligen hohlen Körper, möglichst aus einem Metall mit niedrigem Wärmeleitungskoeffizient, beispielsweise Neusilber. Dieser Körper kann entweder mit Isolationsmaterial gefüllt oder aber evakuiert sein. Er ist dicht an seiner oberen Seite und möglichst gegen die gerade darüberliegende Wand anliegend um eine Welle 47 drehbar freischwingend aufgehängt.
Infolge der auf die Klappe wirkenden Schwerkraft drückt deren unterer Rand leicht gegen die zylindrische Oberfläche der Trommel 39 zwischen zwei Aussparungen 41, so dass das obere Ende der Rutsche auf diese Weise gegen die Warenabteilung abgedichtet wird.
Wenn durch Rotation des Zylinders 39 ein Artikel ausgeworfen wird, wird die Klappe 46 aus
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(Fig. 2). Unmittelbar danach nimmt die Klappe 46 wieder ihren Sperrstand ein. Die seitlichen oder senkrechten Ränder der Klappe 46 reichen dicht an die Seitenwände der Rutsche.
Uni etwaigem Eindringen von Luft über den Oberteil der Klappe hin vorzubeugen, was die Vereisung des unteren Endes des Warenstützrahmens oder gar des Klappenscharniers 47 zur Folge
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haben könnte, ist eine biegsame Membrane 4S vorgesehen, welche oberhalb der Klappe an der Isolierwand befestigt ist und fortwährend mit der Vorderseite der Klappe 46 in Berührung ist. Diese biegsame Membrane ist zwecks Nachgiebigkeit am besten aus Weichgummi herzustellen, u. zw. derart, dass sie sich mit leichtem Druck gegen die Vorderseite : der Klappe in allen von der Klappe einzunehmenden Lagen anlegt.
Wie bereits vorstehend erwähnt, entweicht das durch die Verdampfung oder besser Sublimierung des Trockeneises entwickelte gasförmige Kohlendioxyd in die Warenabteilung, wo es infolge seiner starken Dichte abwärtsströmt, da die Rutsche den einzig möglichen Ausweg darstellt. Dadurch wird
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die Klappen 46 und 43 und die Klappe 35 ; das entweichende gasförmige Kohlendioxyd verhindert ein Eindringen von bedeutenden Luftmengen in die Rutsche. Nichtsdestoweniger könnte-falls eine grosse Anzahl Artikel innerhalb eines kurzen Zwischenraumes ausgeworfen werden sollte-der Druck des gasförmigen Kohlendioxyds dermassen nachgelassen haben, dass kein kräftiges Ausströmen mehr stattfindet. Dadurch wäre dann die Möglichkeit des Eindringens warmer Aussenluft in die Rutsche gegeben.
Es ist aber von allergrösster Bedeutung, dass die Klappe 46 frei von jeglicher Vereisung bleibt, damit sie in ihren freien Sehwingbewegungen nicht behindert wird, da-wie bereits erwähnt- die Hauptfunktion der Klappe 46 darin besteht, dass sie das etwaige Eindringen feuchtigkeitsge- schwängerter Luft in die Warenabteilung verhindert. Gleichfalls ohne weiteres verständlich ist, dass
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Dampfspannung bei niedriger Temperatur Eisbildung in der Maschine verursacht.
Eisbildung kann naturgemäss nicht auftreten, wenn die Feuchtigkeit der Luft bereits entzogen ist, bevor diese mit den gekühlten Metallflächen in Berührung kommt. Zu diesem Zwecke ist in der Rutsche die Lagerung einer Substanz vorgesehen, welche feuchtigkeitsentziehende Eigenschaften hat. Hiezu kann Chlorkalzium verwendet werden. Die Substanz wird vorteilhaft im höchsten Punkt der Rutsche in der Nähe der Klappe 46 angebracht.
In der hier dargestellten Ausführungsform ist das mit der Ziffer 49 angegebene Chlorkalzium in einem Behälter 50 untergebracht, welcher wieder in einer Nische in einem herausnehmbaren Teil 14 b der Isolationswand angeordnet ist und dadurch eine Erneuerung dieser Trockensubstanz ermöglicht. Öffnungen 51 sind in der der Klappe 46 benachbarten Wand vorgesehen, um der Luft der Rutsche diese Trockensubstanz zugänglich zu machen.
Dass der Teil 14 b herausnehmbar ist, hat ausserdem den Vorteil, dass die Klappe 46 auf diese Weise leicht zugänglich ist und geprüft werden kann.
Ein anderer herausnehmbarer Teil der Isolationswand ist mit 14 a angegeben. Der Zweck dieser Anordnung ist folgender : Beim Nachfüllen des Speiseeisvorrates (oder anderer verkäuflicher Artikel) wird die Tür in der Isolation 15 geöffnet ; die Paketchen werden in die Warenabteilung 13 geschoben. Obgleich dieser Raum leicht zugänglich ist, nimmt die Füllung doch einige Zeit in Anspruch, während welcher sich Eis auf den Metallrahmen 18, 20 bilden kann. Wenn aus dem einen oder andern Grund der Apparat ausser Betrieb gesetzt wird und das Trockenes entfernt wird, schmilzt die Vereisung und fliesst als Tauwasser ab.
Das Münzwerk, welches die Funktion der Rolle 39 und der Ab3perrvorrichtung 43 regiert, kann jede beliebige Form haben. Obgleich die Erfindung nicht auf die dargestellte Konstruktion beschränkt ist, ist eine bevorzugte Ausführung als Beispiel in Fig. 5 und 6 schematisch in ihrer Ruhelage veranschaulicht und wird nachstehend im einzelnen beschrieben.
In der Vordertür ist eine Öffnung vorgesehen, durch welche man an die Vorplatte 57 des Münzwerkes gelangen kann ; diese Vorplatte liegt unmittelbar hinter der Vortür 10.
In der Vorplatte ist der Münzschlitz mit Ziffer 58 angegeben ; an der Vorplatte befestigt befindet sich ein Münzprüfer 62 in beliebiger geeigneter Ausführung. Münzen, die der Münzprüfer verweigert hat, fallen durch Mundstück 59 wieder heraus. Münzen, die der Münzprüfer passieren lässt, laufen durch eine 1\1ünzrinne und fallen in einen Schlitz 63 in einer Stange 60 mit einem Griff 61 am freien Ende im Bereich des Käufers. Die Stange ist so befestigt, dass sie in ihrer Längsrichtung bewegbar ist, u. zw. durch Ziehen am Griff oder Stossen gegen das freie Ende. Die Münze 64 ist durch punktierte Linien angegeben und ruht auf einem Tisch 65 unterhalb der Stange 60. Die Stange 60 hat eine Führung 66, die in einem Nocken 66 a endigt.
Wenn keine Münze im Schlitz 64 ist, wird die Bewegung der Stange nach rechts auf der Zeichnung durch einen Haken 67 verhindert, der drehbar an 68 befestigt ist und mit dem Nocken 66 a zusammenarbeitet. Wenn jedoch eine Münze auf dem Tisch 65 ruht, gleitet der Haken 67 über den Münzrand und erlaubt so die Auswärtsbewegung der Stange. Ist die Stange am Ende herausgezogen, dann wird die Münze nicht mehr vom Tisch 65 getragen und fällt in einen 1vlünzbehälter 69 von beliebiger Form.
Zwecks Sicherstellung des automatischen Rücklaufes der Zugstange in ihre Ruhelage ist ein Gegengewicht 70 vorgesehen, welches auf die Stange mittels eines Kabels oder einer Kette 71 über eine Führungsrolle 72 einwirkt.
In nachstehend eingehend beschriebener Weise kann ein Artikel in die Rutsche befördert werden, indem man die Stange 60 ganz herauszieht. Wenn jetzt ein Käufer beim Ziehen den Griff 61 plötzlich loslässt, dann könnte die Stange zurückschiessen, und da in der Zwischenzeit die Münze gefallen sein
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kann, könnte der Haken 67 wieder eingreifen, wodurch trotz Münzeinwurf keine Ware geliefert werden würde.
Um diese Möglichkeit auszuschliessen, ist eine Klinke 73 vorgesehen, welche normalerweise mittels eines Gegengewichtes oder einer Feder 74 in aufrechter Lage gehalten wird. Der oberste Teil 73 a der Klinke, die bei 78 drehbar befestigt ist, wirkt mit einer Zahnstange 75 auf der unteren Seite der Stange 60 zusammen. Wird die Stange 60 herausgezogen, dann wird der Teil 73 a der Klinke in der Richtung des Uhrzeigers bewegt und sperrt durch Einschnappen in einen der Zähne den Rücklauf der Stange. Die verschiedenen Entfernungen zwischen den einzelnen Zähnen sind derart gewählt, dass die Münze erst fällt, nachdem die Klinke hinter den ersten Zahn eingeschnappt ist. Am Ende der Zahnreihe ist eine Aussparung 77 vorgesehen, welche es der Klinke 73 ermöglicht, ihre aufrechte Lage einzunehmen.
Darauf kann die Stange wieder zurücklaufen, und da die Klinke sieh in der dem Uhrzeiger entgegengesetzten Richtung bewegt, verhindert sie ein erneutes Ausziehen der Stange, bevor dieselbe vollkommen zurückgestossen worden ist. An der Vorderseite der Zahnstange 75
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Artikels nach Einwurf eines Geldstückes eingerichtet, so erlaubt der Einwurf eines solchen nur das einmalige Herausziehen und den selbsttätigen Rücklauf der Stange.
Die Stange 60 ist weiter mit einem Zahnkamm 79 versehen, der in ein Zahnrad 80, welches auf einer Welle 81 läuft, eingreift. Durch geeignet angebrachte Haltepunkte (nicht dargestellt) kann die Bewegung der Stange 60 in ihrer Längsrichtung aufgehalten werden auf der Hälfte des entsprechenden Umfanges des Zahnrades 80. Auf diese Weise treibt ein erst auswärts und dann wieder einwärts gerichteter Hub der Stange das Rad 80 und die Welle 81 um 1800 und wieder zurück. Auf der Welle 81 sind zwei weitere Triebräder 82 und 90 befestigt (Fig. 6), von welchem Rad 82 den Zylinder 39 zu drehen hat, während Rad 90 die die Rutsche sperrende Absperrvorrichtung 43 in Betrieb setzt.
Durch Zwischenschaltung des Führungsrades 83 greift das Triebrad 82 in 84, welches drehbar auf der Welle 85 gelagert ist. An der Stirnseite des Rades 84 sind zwei Sperrklinken 86 beweglich angebracht ; Federn 87 sind vorgesehen, um die Klinken nach innen zu drücken. Die Sperrklinken arbeiten zusammen mit zwei Daumen 89 einer Nockenscheibe M, die auf der Welle M befestigt ist, wodurch eine Freilaufkupplung gebildet wird.
Das Übersetzungsverhältnis des Getriebes 82, 83, 84 ist gleich 1 zu 2 ; es ist begreiflich, dass durch vollständiges Herausziehen der Stange 60 die Räder sich in Pfeilrichtung drehen ; dadurch wird die Welle 85 um 900 gedreht. Beim Rücklauf der Stange laufen die Triebräder in entgegengesetzter Richtung ; Welle 85 (und also auch die damit gekuppelte Welle 40 und Zylinder 39) bleiben jedoch stehen infolge der Freilaufkupplung 84, 86, 88. Da nur zwei Nocken vorgesehen sind auf dem Umfang von 180 , ist eine fortwährende Drehung des Zylinders durch Hinund Herbewegen der Stange, falls Klinke 73 versagen sollte, ausgeschlossen. Die Verbindung zwischen den Wellen 85 und 40 besteht vorzugsweise in einer Backenkupplung, welche ein leichtes Herausnehmen des Münzwerkes ermöglicht ohne Betriebsstörung der gekühlten Teile des Selbstverkäufers.
Das auf Welle M sitzende Zahnrad 90 greift in das Rad 91, das sich auf Welle 92 dreht, ein ; das Übersetzungsverhältnis ist gleich 1 zu 1 ; Rad 91 ist verbunden mit oder versehen mit einem Kupplungsorgan 93, welches die Form eines Hufeisens hat. Glied 93 wirkt zusammen mit einem Flügel 94, welcher seinerseits auf Welle 92 befestigt ist. Wenn durch Herausziehen der Stange 60 das Rad 90 in Pfeilrichtung gedreht wird, bewegt das Ende 93 b des Hufeisens sich vom Flügel fort und 93 a auf den Flügel 94 zu. Dadurch bleibt Welle 92 stationär bis zu dem Augenblick, worin das Ende 93 a gegen Flügel 94 stösst, worauf Welle 92 um einen kleinen Winkel gedreht wird.
Beim Rücklauf bleibt die Welle ebenfalls stationär, bis das Ende 93 b die Flügel 94 berührt,
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Mittels der Hebel 95 und 96 ist Welle 94 mit Welle 44, auf welcher die Absperrklappe 43 befestigt ist, verbunden. Ausserdem sitzt auf dieser Welle ein Arm 97 mit einem Gegengewicht 98, welches so angeordnet ist, dass bei einer durch Hebel 95 und 96 verursachten Drehung der Welle 44 das Gewicht durch seinen Kulminationspunkt geht. Nun ist die Einstellung der verschiedenen Teile in der Weise vorgenommen, dass beim Herausziehen der Stange das Ende 93 a den Flügel 94 in Bewegung setzt und dadurch das Gewicht 98 in seinen Kulminationspunkt hebt, aber nur wenn Aussparung 77 in der Stange die Sperrklinke 73 a erreicht hat.
Wenn das Gegengewicht überfällt, wird die Absperrklappe 43 voll geöffnet und so kann der Käufer den ausgeworfenen Artikel erreichen, der durch die Rolle beim Herausziehen der Stange ausgeworfen ist. Lässt er sie los, dann bringt das Gewicht 70 die Stange wieder in ihre Ruhelage. Anfangs wird jedoch die Absperrvorrichtung 43 durch das Gewicht 98 offengehalten, wodurch verhindert wird, dass möglicherweise ein Artikel durch die eventuell zu schnell in ihren Sperrstand zurückkehrende Klappe 43 festgehalten wird. Bei Beendigung der Rücklaufbewegung stösst Ende 93 b auf den Flügel 94, wodurch die Klappe 43 wieder gesperrt wird. Die Absperrvorrichtung wird mittels der zwei zusammenarbeitenden Gewichte 98 und 70 konstant in ihrer Sperrlage gehalten und auf ihren Sitz gedrückt.
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Selbstverständlich'sind verschiedene Abänderungen in dem veranschaulichten Mechanismus denkbar ; es ist sogar ein von dem vorgestellten vollkommen abweichender Mechanismus möglich, ohne von der vorliegenden Erfindung'abzuweichen ; dieser Mechanismus ist nur als Ausführungsbeispiel und zur völligen Klarstellung der Erfindung dargestellt.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, dass durch die Erfindung ein Selbstverkäufer geschaffen worden ist, der zu kühlende Waren einwandfrei abliefern wird und der sich speziell für Kühlung mittels Trockeneis eignet. Weiterhin ist der Apparat nach der Erfindung so konstruiert worden, dass der Kühlmittelverbrauch auf ein Mindestmass beschränkt wird ; das Einströmen von warmer, feuchter Aussenluft in das Innere ist praktisch unterbunden, so dass unerwünschte Eisbildung und ein Rückgang des Wirkungsgrades infolge Wärmezutritts verhindert wird.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Selbstverkäufer, insbesondere für Speiseeis od. dgl. mit einem Münzwerk, einer Abteilung für die zu verkaufenden Waren, einer von dieser Abteilung nach einer warenentnahmeöffnung führenden Rutsche und Fördereinrichtungen für die Waren aus der Warenabteilung in die Rutsche, dadurch gekennzeichnet, dass unabhängig von dem Öffnen einer gegebenenfalls vorhandenen Sperre (35) an der Warenentnahmeöffnung ein aufsteigender Gasstrom in der Rutsche (33) nach der Warenabteilung (13) verhindert ist.