DE2227313C2 - Kühlcontainer zum Frisch- und Kühlhalten von Nahrungsmitteln - Google Patents
Kühlcontainer zum Frisch- und Kühlhalten von NahrungsmittelnInfo
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Description
Die Erfindung betri/ft einen Kühlcontainer zum
Frisch- und Kühlhaiten ',or. Nahrungsmitteln für den
Einsatz im Transportverkehr, ϊ sbesondere für das
Frisch- und Kühlhalten von Fertigspeisen im Luftverkehr, mit einer oberen Etage für Trockeneis als
Kühlmittel und mit einem Fallschacht für Kühlgas, der zum Nutzraum hin Durchtrittsöffnungen für das
Kühlgas aufweist, deren Querschnittsflächen zur Vergleichmäßigung der Kühltemperatur in Strömungsrichtung
von oben nach unten zunehmen.
Ein derartiger Kühlcontainer, der für die Verwendung bei Kühlwagen bestimmt ist, ist aus der US-PS 23 05 141
bekannt. Dabei wird die Luft des — ungeteilten — Nutzraums durch Leitwände derart geführt, daß sie um
geschlossene, mit dem Kühlmittel gefüllte Kältereservoire, die sich in der obersten Etage befinden, strömt,
sich dabei abkühlt und dann durch Schlitze im Boden und in den Seitenwänden der Leitwände wieder in den
Nutzraum gelangt und damit das im Nutzraum befindliche Kühlgut kühlt. Wesentlich dabei ist, daß im
Nutzraum eine gleichmäßige Luftverteilung erfolgt, unabhängig davon, ob der Nutzraum dicht oder weniger
dicht mit Kühlgut gefüllt ist.
Nun sind aber auch Kühlcontainer bekannt, bei denen das Kühlgut unmittelbar durch das sublimierte Trockeneis
beaufschlagt wird. Dabei wird also das sublimierte. in reiner COvAtmosphäre eine Temperatur von —78"C
aufweisende Kohlendioxidgas in den Nutzraum eingeleitet, wo es sich mit der im Nutzraum befindlichen Luft
vermischt. Insbesondere für das Hauptanwendiingsgebiet
der vorliegenden Erfindung, nämlich das Kühlhalten von Fertigspeisen im Flugverkehr, ergeben sich
dabei beträchtliche Probleme, weil sich im Nutzraum der üblicherweise in mehrere Etagen unterteilt is!,
Zonen unterschiedlicher Temperatur ausbilden. In der Praxis kommt es dann beispielsweise dazu, daß die in
den untersten Etagen befindlichen Fertiggerichte zu __ wenig gekühlt sind, wohingegen die in der obersten
Etage untergebrachten Fertiggerichte zu kalt für den Verzehr sind. Mayonnaise beispielsweise erstarrt ist.
Andererseits aber möchte man von dem direkten Einleiten des sublimierten Kohlendioxidgases in den
Nutzraum nicht abgehen, weil damit eine bakteriostatische Atmosphäre erreicht wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist ^s deshalb,
einen Kühlcontainer, dessen Nutzraum durch Sublimieren des Trockeneises kühigehalten wird, so auszubilden,
daß in sämtlichen Etagen für das Kühlgut, einschließlich der obersten Etage, eine gleichmäßige Temperatur
sowie ein Druckausgleich gewährleistet sind. Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen
des Kennzeichens des Hauptanspruchs. Aus der US-PS 32 85 034 war zwar bereits ein Kühlschrank mit
Kühlaggregat im Bodenteil bekannt, be: dem ein Ventilator die Kühlluft gegen die Schwerkraft nach
oben zu den Nutzraumabteilen fördert und in ihrer Größe von unten nach oben abnehmende Durchlässe zu
den Nutzraumetagen vorgesehen sind, die Leitzungen aufweisen, jedoch beschäftigt sich diese Vorveröffentlichung
nicht mit der Kühl- und Frischhaltung vorgekühlter Fertiggerichte mittels direkter Beaufschlagung
durch sublimierendes Trockeneis und den damit verbundenen, ot-.-n erwähnten Problemen, sondern
lediglich mit einer gleichmäßigen Mengen verteilung der vom Ventilator gelieferten Kühlluft.
Selbstverständlich war die Unterteilung des Nutzraums von Kühlcontainern in mehreren Etagen
vorbekannt, so daß für dieses Merkmal des erfindungsgemäßen Kühlcontainers per se kein Schutz beansprucht
wird.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt; es zeigt
Fig. 1 einen Kühlcontainer im Längsschnitt,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht einer Trennwand mit Schleusenöffnungen,
Fig. 3 eine Ansicht einer Trennwand, und
Fig.4 einen Schnitt durch die Trennwand mit automatisch verstellbaren Leitzungen.
Bei dem auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen sogenannten
Trolley, also einen fahrbaren Container für Fertigspeisen, wie er in der Luftfahrt eingesetzt wird. Hier sind die
Ansprüche an die Kühlleistung besonders hoch, weil zeitbegrenzt mit geringst möglichem Gewichi des
Gerätes selbst und seiner Ladung an Kühlmittel eine heterogene Zusammensetzung von Speisen nach
Menge und Art in einer Umgebung von meist 240C
kühlgehalten werden muß, wobei das Gesamtsystem noch Bewegungen, z. B. beim Start des Flugzeugs,
unterworfen ist. In Fig. 1 ist ein solcher Container im
Längsschnitt gezeigt, bei dem auf parallelen Ebenen Etagen 11 das Kühlgut 12 aufbewahrt ist und auf der
obersten Etage 13. den Kühleinschub. das Trockeneis 14 angeordnet ist. Dieser Kühleinschub steht an einer
schmalen Seite des Containers durch einen Spalt 15 mit dem Nutzraum der Etagen in noch zu beschreibender
Weise in Verbindung. Zur thermischen Abschirmung des Nutzraums gegen den Kühleinschub 13 ist eine
isolierende Platte 16 vorgesehen, die den Spalt 15 nicht
beeinträchtigt und eine weitere isolierende Platte 17 dämmt den Wärmeübergang der Umgebung durch die
Deckfläche 18 des Containers. Zur Lenkung des Kühlstroms ist bei diesem Beispiel der gesamte
Container um etwa 2° geneigt, damit das im Kühleinschub 13 sich entwickelnde kalte COrGas durch
sein l,5mal größeres spezifisches Gewicht als die im Nutzraum noch vorhandene Luft zum Spalt 15 gelangt.
Diese Neigung des gesamten Containers ist bei dem gewählten Ausführungsbeispiel möglich, da der zu
kühlende Inhalt nicht flüssig in offenen Behältnissen ist: selbstverständlich kann der gleiche Effekt auch dadurch
erreicht werden, daß lediglich der Kühlmitteleinschub eine derartige Neigung aufweist, die Kühlguteinschübe
dagegen horizontal angeordnet sind.
An den Durehlaßschlitz 25 schließt sich ein von der schmalen Geräteseitenwand 19 und einer dazu parallelen
Trennwand 20 begrenzter Fallschacht 21 an, in
welchem der Kältestrom in Folge der Schwerkraft nach unten sinkt. Aus dem Fallschacht 21 kann der
Kältestrom durch schleusenartige Öffnungen 22 in den Nutzraum zwischen die Etagen austreten. Diese
Schleusenöffnungen bestehen gemäß F i g. 2 aus Durchbrechungen der Trennwand und aus Leitzungen 23, die
bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel einfacherweise durch ein durch drei Schnitte und eine Biegekante
gebildetes und in das innere des Faüschachtes 21
gebogenes Rechteck dargestelit sind. Selbstverständlich
sind für die Leitzungen auch andere geometrische Formen möglich und ihre Lage im Fallschacht 21 kann
plan oder gewölbt sein. Es ist weiter vorgesehen, den Fallschacht 21 an seiner tiefsten Stelle durch öffnungen,
die in der Zeichnung nicht dargestellt sind, mit dem Nutzraum zu verbinden, damit Kondenswasser in diesen
austreten kann.
Nach Fig.3 sind diese Schleusenöffnungen, ausgenommen
der Öffnung des Einschubs der obersten Kühlgutetage, die über einen Schlitz 24 mit dem
Fallschacht 21 verbunden ist, für jede der Kühlgutetagen vorgesehen, wobei mit wachsender Entfernung der
Etagen vom Spalt 15 die Durchlaßweite zum Austritt eines Partial-Kältestroms in die Etage größer wird. Als
Durchlaßweite soll hier die Projektion der öffnung in Richtung des Kältestroms verstanden werden. Diese
Durchlaßweite ist hier also definiert durch die Breite der Leitzunge bild den Biegewinkel α in F i g. 2. Vorzugsweise
ist die Anordnung gemäß F i g. 3 zu wählen, bei der die Schleusenöffnungen 23 in Kältes'romrichtung
versetzt angeordnet sind und. wie erkennbar, der Öffnungswinkel mit der Entfernung vom Spalt 25 und
mit ihm die erwähnte Durchlaßweite wächst. ;
Wesentlich ist ferner, daß das de>i Schlitz 25 bildende
Leitbisch, welches über die gesamte Gerätebreite verläuft den Schütz ?A abschirmt, welcher die
Verbindung der obersten Kühlgutetage mit dem Fallschacht 11 darstellt. Der Grund dafür ist. daß damit .
ein zu starkes Absinken der Temperatur in der obersten Kühlguteiage vermieden werden soll. Zum gleichen
Zweck sind in der obersten Kühlgutetage Bohrungen 26 vorgesehen, welche ins Freie münden.
Der erfindungsgemäße Kühlcontainer kann im > üblichen Kühlraum bei z. B. 6°C mit Speisen dieser
Temperatur gefüllt, sodann mit Trockeneis beschickt und zum Einsatz gebracht werden. Durch die Neigung
des Containers wird dem schweren COvGas sein Weg in den Failschacht 21 und durch die Schleusenöffnungen
22 in den Nutzraum aufgezwungen. Nach vergleichsweise kurzer Zeit wird sich im Container ein gleichmäßiges
Temperaturfeid ausbilden, und zwar durch das sublimierte
Trockeneis. Der erforderliche Druckausgleich erfolgt neben den Undichtigkeiten in den Türen des
Containers durch die erwähnten kleinen Bohrungen 26 in den gegenüberliegenden langen Containerwänden
zwischen Kühleinschub und oberster Kühlgutetage. Durch die Anordnung der Bohrungen 16 gerade an
dieser Stelle wird die am meisten gefährdete oberste Kühlgutetage hinsichtlich Einfrieren des Kühlgutes
geschützt.
Aus Fig.4 ist ersichtlich, daß die Weitergestaltung
der Erfindung eine selbsttätige Regelung zur Dosierung des Kältestroms durch Beeinflussung der Durchlaßweite
der Schleusenöffnungen 13 und damit des partiellen Kältestromes auf die Kühlgutetagen vorgesehen sein
kann. Dabei ist ein Stab 27 vorgesehen, der einerseits mit dem Containergehäuse und andererseits mit einer
beweglichen Leitzunge verbunden ist und außerdem einen großen Temperatur-Ausdehnungskoeffizienten
besitzt. Dieser Stab 27 verschwenkt die über ein Drehgelenk 28 mit der Trennwand 20 verbundene
Zunge 23. Die Verstellung erfolgt dabei derart, daß bei zu starker Kühlung der wirksame Durchlaßquerschnitt
der Schleusenöffnungen verkleinert und bei zu geringer Kühlung vergrößert wird. Mit Hilfe der Koppelstange
29 können die Schleusenöffnungen mehrerer benachbarter Etagen durch einen einzigen Ausgleichsstab 27
jalousieartig betätigt werden.
Selbstverständlich kann das dargestellte Ausführungsbeispiel zahlreiche Abwandlungen erfahren. So
läßt sich die Erfindung auch bei Containern mit zwei Türen an den beiden Schmalseiten verwirklichen, in dem
diese doppelwandig gestaltet werden und die inneren Wände als Trennwände mit Leitblech 25 und Schleusenöffnungen
22 ausgebildet sind. Bei dieser Ausführung ist die Funktion der Kältestromführung noch weniger von
de- Neigung des Containers abhängig, bei exakt horizontaler Lage fließt an jeder Seite die gleiche
Menge an Kühlgas durch die beiden in den Türen verlaufenden Fallschächte und tritt durch die Schleusenöffnungen von beiden Seiten in den Nutzraum ein. Das
Einströmen des Kühlgases in die Fallschächte kann noch dadurch erleichtert werden, daß der Kühlmitteleinschub
geknickt oder gekrümmt ist, derart, daß er zu den Einlaßschlitzen 25 hin beidseitig abfällt. Weiterhin ist die
Erfindung nicht nur auf die beschriebenen fahrbaren Kleincontainer beschränkt, sondern kann auch bei
stationären Großcontainern Anwendung finden, etwa den bekannten Containern in sogenannter Iglu-Bauweise.
Wesentlich ist dabei jedoch stets, daß das sich entwickelnde Kühlgas als einheitliche»· Kühijtrom
bestimmter Flußrichtung geführt und dann dosierbar auf
die einzelnen Kühlgutabteile aufgeteilt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnunger·
Claims (1)
- Patentanspruch:Kühlcontainer zum Frisch- und Kühlhalten von Nahrungsmitteln für den Einsatz im Transportverkehr, insbesondere für das Frisch- und Kühlhalten von Fertigspeisen im Luftverkehr, mit einer oberen Etage für Trockeneis als Kühlmittel und mit einem Fallschacht für Kühlgas, der zum Nutzraum hin Durchtrittsöffnungen für das Kühlgas aufweist, deren Querschnittsflächen zur Vergleichmäßigung der Kühltemperatur in Strömungsrichtung von oben nach unten zunehmen, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Etage (13) für Trockeneis mit dem Fallschacht (21) strömungsmäßig in Verbindung steht, die Durchtrittsöffnungen (22) in der Vertikalen gegeneinander versetzt angeordnet und mit Leitzungen (23) versehen sind, wobei die Durchtrittsöffnung (22) zur obersten Etage (11) für das Kühlgut in Strömungsrichtung durch ein im Fallschacift (21) befindliches Leitblech (25) abgeschirmt ist, der Nutzraum in mehrere übereinanderliegende Etagen (11) unterteilt ist, zwischen der oberen Etage (13) für das Kühlmittel und der obersten Etage (11) für das Kühlgut eine Wärmedämmplatte (16) vorgesehen ist und in der obersten Etage (11) für das Kühlgut ins Freie führende Bohrungen (26) vorgesehen sind.
Priority Applications (7)
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| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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Owner name: KOHLENSAEURE-WERKE RUD. BUSE GMBH & CO, 5462 BAD H |