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Vorrichtung zum Speichern und Abgeben von Wärme.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Speichern und geregelten Abgeben von Wärme, insbesondere zum Zwecke der Raumbeheizung, wobei eine Vielzahl von durch Lufträume getrennten Speicherkörpern getrennt aufgeladen wird.
Die Vorrichtung zum Speichern und geregeltem Abgeben von Wärme gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherkörper in einer sie im Abstand umschliessenden Isolierhülle ange-
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Medium, wie z. B. Luft, das Durchströmen des Freiraumes innerhalb der Isolierhülle zu gestatten.
Bei dieser Vorrichtung empfiehlt sich insbesondere die Verwendung von Speicherkörper mit Wasser als Speichermasse, die an sich bekannt sind. Auch können mittels Speicherkörper, die auf hohe Temperatur speichern, wassergefüllte Speicherkörper mit Wärme aufgeladen werden.
In den Zeichnungen sind einige Ausführungsformen der Erfindung für die Raumheizung beispielsweise dargestellt.
Nach Fig. 1 sind z. B. mit einer elektrischen Heizvorrichtnng ausgestattete, im waagrechten
Querschnitt sektorenförmige Heizkörper 1, zwischen sich raumlassend, konzentrisch zusammengestellt und im gewissen Abstand gemeinsam von der wärmedämmenden Umhüllung, 2 umgeben. Diese hat in verschiedener Höhenlage verschliessbare Öffnungen, die nach Bedarf der Raumluft den Durchgang durch das Innere des Ofens gestatten. Beispielsweise bildet die Umhüllung wie aus den Fig. 7 und 9 ersichtlich ist, ein unten offenes und oben durch einen Deckel verschliessbares rohrartiges Gebilde.
Die Speicherkörper 1 sind vorteilhaft Wasserbehälter, die mit einer elektrischen Heizvorrichtung ausgestattet sind. Sie können auch Hochtemperatur-Speicherkörper sein und sind dann vorzugsweise mit Wärmeisolierstoff umhüllt.
Speicherkörper, die auf hohe Temperatur speichern, sind z. B. mit einer elektrischen Heizanordnung ausgestattete Behälter, die schmelzende Salzgemische, wie geschmolzene Chloridgemische, als Speicherstoff enthalten.
Es können Speicherkörper zu einem Aggregat zusammengestellt sein, die verschiedene Kapazität haben und aus Stoffen bestehen oder mit Stoffen versehen sind, die auf verschiedene Temperaturen speichern sollen.
Nach den Fig. 2-5 sind um einen oder mehrere Speicherkörper andere Speicherkörper angeordnet.
Eine solche Anordnung der Speicherkörper ist zweckmässig, wenn das Speicherkörperaggregat aus Speicherkörper besteht, die auf verschiedene Temperatur speichern. Zweckmässig sind dabei die Hochtemperatur-Speicherkörper in der Mitte angeordnet.
Die einreihige Nebeneinanderanordnung und die quadratische Querschnittsform der Speicherkörper gemäss Fig. 6 bietet der durchströmenden Raumluft geringere Temperaturunterschiede im Ofenraum und grosse Berührungsflächen und gestattet dadurch die grösstmögliche Abgabe von Wärme in der Zeiteinheit.
Fig. 7 zeigt eine Vorrichtung gemäss der Erfindung im senkrechten Schnitt. Die wassergefüllten Gefässe 1 mit elektrischen Erhitzern 3, die mit elektrischer Stromzuleitung 9 ausgestattet sind und in das Wasser eintauchen, stehen auf einem Rahmen aus Wärme schlecht leitenden Stoff und sind von einem Hohlmantel 2 umgeben, der mit Korkschrot ausgefüllt ist. Der mit einer Verstellvorrichtung ausgestattete Deckel 4 ist ebenfalls mit Korkschrot od. dgl. gefüllt. Nach unten ist der Mantel 2 dauernd offen.
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Unter dem Ofen kann eine Schale 6 angeordnet sein, die den Inhalt eines oder einiger undicht gewordener Gefässe 1 aufnehmen kann, ohne dass in einem solchen Fall die Flüssigkeit in der Schale den unteren Rand des Mantels 2 berührt und dadurch dem Luftstrom den Eingang in das Innere des
Ofens verwehren würde. Das Sehaubild gemäss Fig. 8 zeigt schematisch die Leistungsfähigkeit eines Ofens nach der Erfindung. Der steil ansteigenden Ladekurve steht eine gleichfalls steil abfallende Kurve 7 der schnellsten Entladung und eine nur ganz allmählich abfallende Kurve 8 der langsamsten Entladung gegenüber. Infolgedessen wird durch die Kurven 7 und 8 ein sehr grosser Regelbereich eingeschlossen.
Fig. 9 zeigt, im senkrechten Schnitt gesehen, ein Beispiel für einen Hochtemperatur-Speicherofen. Die Umhüllung 2, welche die Speicherkörper, wie aus Fig. 6 ersichtlich, raumlassend umgibt, hat einen mehr oder weniger abhebbaren Deckel 4 und ausserdem ein zu öffnendes Feld 5. Die an sich bekannte lösbare Ausbildung eines Teils der seitlichen Umhüllung dient hier gleichfalls dem Zwecke der Regelung des Durchgangs des strömenden Mediums, indem durch entsprechende Stellung des Deckels 4 und des Teils 5 das strömende Medium veranlasst wird, höher oder tiefer den Ofenraum zu verlassen, so dass es nach Bedarf auch in seiner Strömung gedrosselt werden kann.
Fig. 10 zeigt als Beispiel eine Formgebung der Speicherkörper zum Zwecke der Vergrösserung der Berührungsfläche für die Luft. Sie wird durch enge und tiefe Wellen oder Rillen erzielt, die alle oder einige Speicherkörper aufweisen können.
In allen geschilderten Fällen wird dem schwankenden Wärmebedarf entsprechend die erforderliehe Anzahl Speicherkörper 1 periodisch oder dauernd aufgeladen.
Für eine langsame Wärmeabgabe wird das Durchströmen der Raumluft durch den freien Innenraum des Ofens verhindert oder beschränkt, indem man die verschliessbaren Öffnungen 4 in Fig. 7 oder 4 und 5 in Fig. 9 ganz oder zum grössten Teil schliesst. Im entgegengesetzten Fall lässt man durch entsprechend weites Öffnen der verschliessbaren Durehgangsoffnungen die Raumluft wenig behindert oder unbehindert durch den Ofenraum strömen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Speichern und geregelten Abgeben von Wärme, wobei eine Vielzahl von Speicherkörper getrennt aufgeladen werden und durch Lufträume getrennte Speicherkörper Anwendung finden, dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherkörper in einer sie im Abstand umschliessenden Isolierhülle angeordnet sind und die Isolierhülle schliessbare Durchgangsöffnungen hat, um nach Bedarf einem strömenden Medium, wie z. B. Luft, das Durchströmen des Freiraumes innerhalb der Isolierhülle zu gestatten.