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Verfahren zur Erzeugung von Wassergas aus bituminösen Brennstoffen.
Bekanntlich erfolgt die Erzeugung von Wassergas im allgemeinen in Gaserzeugern mit abwechselndem Heissblasen und Gasen. Um die in dem Koks enthaltene Wärme weitgehend auszunutzen, wird dabei das Gasen vorteilhaft abwechselnd in auf-und absteigender Richtung durchgeführt. Sofern in einem derartigen Gaserzeuger jedoch bituminöse Kohle, wie Steinkohle oder Braunkohle, verarbeitet wird, erhält man kein reines Wassergas, sondern ein mit Schwelprodukten angereichertes Gas, welches zwar für Heizzwecke geeignet ist, jedoch für andere Zwecke, wie beispielsweise synthetische Zwecke, infolge seines hohen Gehaltes an Kohlenwasserstoffen nicht vorteilhaft ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in Gaserzeugern der bezeichneten Art, welche mit abwechselndem Heissblasen und Gasen in auf-und absteigender Richtung arbeiten, aus bituminösen Brennstoffen ein reines Wassergas zu erzeugen, welches auch für Synthesezwecke geeignet ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist schon vorgeschlagen worden, die in der Schwelretorte entstehenden Gase und Dämpfe abzusaugen und nach Überhitzung in einem durch die Blasegase beheizten Regenerator zusammen mit dem Vergasungsdampf während des Aufwärtsgasens durch den Rost und während des Abwärtsgasens an der Übergangsstelle vom Schwelschacht zum Vergasungsschacht einzublasen. Bei diesem Verfahren wird das Nutzgas jedoch unterhalb der Schwelretorte abgezogen. Hiedurch tritt der Nachteil auf, dass die ganze fühlbare Wärme des Nutzgases für den Schwelvorgang verlorengeht. Infolgedessen muss, um die Schwelung in der Schwelretorte durchführen zu können, ein verhältnismässig grosser Anteil des erzeugten Wassergases durch den Schwelschacht geleitet und zusammen mit dem erzeugten Schwelgas umgewälzt werden.
Wenn zur Förderung dieses Wälzgases ein Dampfstrahlgebläse verwendet wird, gelangt, da verhältnismässig grosse Mengen an Gas zu bewegen sind, ein zu grosser Anteil an Dampf in den Gaserzeuger. Wird dagegen ein umlaufendes Gebläse angewandt, so ist verhältnismässig viel Energie erforderlich.
Die Erfindung vermeidet die Nachteile eines solchen Verfahrens und ermöglicht es, die fühlbare Wärme des erzeugten Wassergases für den Schwelvorgang in der Schwelretorte auszunutzen. Zu diesem Zweck besteht die Erfindung in einer weiteren Ausgestaltung des Gegenstandes des Patentes Nr. 155402 derart, dass das Nutzgas während des Aufwärtsgasens zur Abgabe seiner fühlbaren Wärme an das Schwel- gut auf der Aussenseite des Schwelschachtes innerhalb des Gaserzeugers hochgeführt und am oberen Teil desselben abgezogen wird.
Da die Erfindung es ermöglicht, die fühlbare Wärme des Nutzgases vor der Ableitung desselben für den Schwelvorgang auszunutzen, braucht im Vergleich zum Verfahren nach der Patentschrift Nr. 155402 nur ein verhältnismässig geringer Anteil des erzeugten Wassergases durch den Schwelsehaeht hindurchgeleitet zu werden, um eine vollkommene Schwelung der Kohle durchzuführen. Infolgedessen sind geringere Mengen an Gas umzuwälzen und es ist daher möglich, zur Beförderung des Gases ein Dampfstrahlgebläse anzuwenden, ohne dass eine übermässige Anreicherung an Wasserdampf stattfindet.
Natürlich kann an Stelle des Dampfstrahlgebläses für die Förderung des Gases auch ein umlaufendes Gebläse verwendet werden, welches auf Grund der geringeren umzuwälzenden Gasmengen auch weniger Kraft erfordern würde.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung wird während des Abwärtsgasens der überhitzte Wasserdampf von oben durch den Schwelschacht und den Vergasungsschacht geleitet. In aiesem Falle
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gasens, da während des Abwärtsgasens die Sehwelprodukte durch den am oberen Ende des Schwelschachtes zugeführten überhitzten Wasserdampf in den Vergasungsteil befördert werden, wo sie aufgespalten werden.
In der Zeichnung ist eine Anlage zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung schematisch dargestellt. Der Gaserzeuger besteht, wie üblich, aus dem oberen Schwelschacht A und dem unteren Vergasungsschacht B. Zum Heissblasen wird von unten her durch die Leitung C und den Rost D eingeblasen. Die heissen Blasegase verlassen den Vergasungsschaeht und werden hiebei zur Beheizung des Sehwelschachtes von aussen herangezogen. Sie verlassen den Generator bei E und werden in der Verbrennungskammer F verbrannt. Die noch heissen Abgase gelangen dann durch einen Dampfkessel G und durch den Schornstein H ins Freie. In der darauffolgenden Gasperiode wird zunächst von unten her etwas Dampf durch den Rost D eingeblasen.
Um aber zu vermeiden, dass die flüchtigen Bestandteile der Kohle aus dem Schwelschacht mit in das Wassergas gelangen, wird der Vergasungsdampf durch einen Injektor J eingeführt, der in einer vom Schwelschacht kommenden Leitung K eingesetzt ist.
Damit werden gleichzeitig die im Sehwelsehaeht entstehenden Gase und Dämpfe und auch ein gewisser Teil des im Vergasungsschacht B erzeugten Wassergases abgesaugt und dieses Wasserdampf-Gas-Gemisch wird dann durch die Verbrennungskammer F geleitet, um hier überhitzt zu werden, und gelangt dann durch die Leitung L und den Rost D in den Vergasungssehacht. Es ist jedoch auch möglich, das mit dem durch den Injektor J und dem Wasserdampf abgesaugte Schwelgas unter Umgehung der Verbrennungskammer in den Generator einzubringen. Durch die Leitung M wird der Nutzgasstrom des Wassergases abgenommen und durch eine Vorlage und einen Skrubber N zur weiteren Verwendung geleitet.
Nach einiger Zeit des Aufwärtsgasens wird auf Abwärtsgasen umgeschaltet, u. zw. in der Weise, dass der Wasserdampf, der mit dem Schwelgas durch den Injektor J in die Verbrennungskammer einströmt, unten aus der Verbrennungskammer entnommen und durch die Leitung P in die Trennungszone zwischen Schwelsehacht und Vergasungsschaeht eingeführt wird. Diese Einführungsstelle Q kann auch in dem Raum zwischen der den Schwelsehacht begrenzenden Aussenwand und der äusseren Schachtwand liegen. In diesem Falle strömt auch ein Teil des Wassergas-Wasserdampf-Gemisehes durch den Schwelsehacht A nach oben. Dieser wird dann durch den Injektor wieder abgesaugt und gelangt in die Verbrennungskammer, wo bereits eine teilweise Zersetzung stattfindet.
Dadurch, dass dieses Gemisch aus der Verbrennungskammer von oben her in den Reaktionsschacht B eingeleitet wird, findet hier die restliche Zersetzung statt. Das hier gebildete Wassergas wird dann durch die Leitung R entnommen und in derselben Weise wie vorher weitergeleitet. Es ist auch möglich, den Vergasungsdampf unten bei 0 in die Verbrennungskammer einzuleiten und ihn im überhitzten Zustand von oben durch den Schwelschacht A und den Vergasungsschaeht B zu schicken, um das dann gebildete Wassergas durch den Rost D und die Leitung B in den Skrubber zu führen. Zum Schluss der Gasperiode wird zweckmässig nochmals eine geringe Menge Wasserdampf von unten her eingeblasen, u. zw. in diesem Falle zweckmässig reiner Wasserdampf, um zu vermeiden, dass sich unter dem Rost brennbare Gase ansammeln, die bei dem nachfolgenden Blasen zu einer Explosion Veranlassung geben könnten.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Erzeugung von Wassergas aus bituminösen Brennstoffen in einem Gaserzeuger mit Schwelretorte durch abwechselndes Blasen und Gasen, wobei die in der Schwelretorte entstehenden Gase undDämpfe abgesaugt und zusammen mitdemVergasungsdampfwährend des Aufwärtsgasens durch den Rost und während des Abwärtsgasens an der Übergangsstelle vom Schwelschacht zum Vergasungschacht eingeblasen werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Nutzgas während des Aufwärtsgasens zur Abgabe seiner fühlbaren Wärme an das Schwelgut auf der Aussenseite des Schwelschachtes innerhalb des Gaserzeugers hochgeführt und am oberen Teil des letzteren abgezogen wird.
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