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Heizvorrichtung für Kraftfahrzeuge.
Die Erfindung betrifft eine Heizvorrichtung für Kraftfahrzeuge, mit einem Heizer für die
Erwärmung der Wagenluft und einer Vorrichtung zum Anblasen von Warmluft an die Windschutz- scheibe. Zum Erwärmen der Wagenluft verwendet man in der Regel einen Heizer mit einem einfachen, von einem Elektromotor angetriebenen Schraubenflügel, der Luft aus dem WageDinnern absaugt und durch den Heizer wieder ins Wageninnere schiebt. Der Schraubenflügel braucht also die Wagenluft nur umzuwälzen. Zum Klarhalten der Windschutzscheibe dagegen genügt es nicht, Warmluft lediglich mit den üblichen Schraubenflügeln, gegebenenfalls über besondere Rohr-oder Schlauchleitungen, gegen die Windschutzscheibe zu blasen.
Man benutzt deshalb für diesen Zweck kleine Sehleudergebläse (Schaufelräder), die ebenfalls elektromotorischen Antrieb, u. zw. durch einen besonderen, zweiten
Elektromotor, besitzen. Infolge der Verwendung zweier Elektromotoren und der dadurch erforderlich werdenden zusätzlichen Gehäuse-und Tragteile sind die bekannten Heizvorrichtungen für Wagenund Scheibenbeheizung vielteilig und teuer.
Um diese Vorrichtungen zu vereinfachen und auf einen auch bei kleineren Fahrzeugen trag- baren Preis zu bringen, wird gemäss der Erfindung das Gebläse für die Windschutzscheibenbeheizung und der Schraubenflügel für den Wagenbeheizer von demselben Elektromotor aus angetrieben. Dadurch wird es ausserdem möglich das Schleudergebläse, den Schraubenflügel, deren Antrieb und den bzw. die Heizkörper zu einem wenig Raum beanspruchenden Aggregat zusammenzufassen.
Bei Heizvorrichtungen mit innerhalb eines kreisringfnrmigen oder zylindrischen Heizkörpers angeordnetem Motor ist es zweckmässig, das Gebläserad für die Windschutzscheibenbeheizung unmittelbar mit dem einen Ende und den Schraubenflügelfür die Wagenbeheizung mit dem andern Ende der Motorwelle, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer ausrückbaren Kupplung, zu verbinden.
Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 ein Gesamtbild der Heizvorrichtung, Fig. 2 ein Bild des Heizers teilweise geschnitten, Fig. 3 eine Draufsicht auf den Heizer, Fig. 4 ein Teilbild des Heizers nach Fig. 2 ohne Schleudergebläse, Fig. 5 einen
Schnitt nach Linie V-V der Fig. 1.
Dar Heizer 10 ist durch ein Zulaufrohr 11 und ein Rücklaufrohr 12 in bekannter Weise an die Kühlwasserleitung der Antriebsbrennkraftmaschine des Kraftwagens angeschlossen. Er saugt mittels eines durch einen Elektromotor 13 angetriebenen Ventilatorflügels 14 Luft aus dem Wageninnern axial an und schiebt sie radial über einen ringförmig um den Motor 13 gelegten, mit Lamellen 15 versehenen Heizkörper 16 wieder nach aussen. Auf der Rückseite des Heizers 10 ist ein Schleudergebläse 17 angebaut, das seine Luft über den Heizkörp=r 16 ansaugt und die angesaugte Warmluft durch eine Leitung 18 mit Abzweigungen 19 über Düsen 20 mit Richtblechen 21 gegen die Windschutzscheibe 22 bläst.
Das Flügelrad 23 des Gebläses ist unmittelbar auf dem verlängerten, rückwärtigen Ende der Welle 24 des Elektromotors 13 abnehmbar befestigt (z. B. durch Federkeil). Das Gehäuse 25 des Gebläses ist unmittelbar an das rückwärtige Abschlussblech 26 des Heizers angebaut. Letzteres besitzt eine Aussparung 27 für den Luftzutritt zum Gebläse. Der Innenraum des Gebläses ist durch ein Leitblech 28 unterteilt, so dass sich die in Fig. 2 durch Pfeile erläuterten Luftströmungen ergeben. Das Leitblech ist eine den Elektromotor ringförmig umgebende Scheibe 28, die mittels eines hülsenförmigen Ansatzes 29 auf dem Motorgehäuse befestigt ist.
Durch die erläuterte Verbindung des Gebläses mit dem Heizer entsteht, wie auch die Abbildungen
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Raum beansprucht als der Wagenheizer allein und schon allein durch den Wegfall eines zweiten Antriebsmotors wesentlich billiger wird als die bekannten Ausführungen.
Um den Einbau der Heizvorrichtung noch weiterhin zu erleichtern, ist es zweckmässig, das Gebläsegehäuse 25 mit seinem tangentialen Auslass 30 verschwenkbar am Heizer anzuordnen, damit der Auslass 30 jeweils leicht in die für die Leitungsführung zu den Düsen 20 günstigste Winkellage gebracht werden kann. Dies kann beispielsweise durch eine Schraubverbindung. 31 mit Verstellschlitzen 32 (Fig. 3) oder durch eine Klemmverbindung erreicht werden.
Es ist ferner vorteilhaft, das Gebläserad 23 und das Gebläsegehäuse 25 leicht abnehmbar auf der Motorwelle 24 bzw. der Gehäusewand 26 des Heizers 1 zu befestigen, damit diese Teile ohne weiteres gegen ein Abdeckblech 33 (Fig. 4) ausgetauscht werden können, wenn die Heizvorrichtung ohne die zusätzliche Einrichtung für die Windschutzscheibenbeheizung verlangt wird.
Gegebenenfalls kann das Flügelrad 23 mit der Motorwelle 24 über eine ausrüekbare. z. B. elektromagnetische Kupplung verbunden werden, damit die Windschutzscheibenbeheizung nach Bedarf ein-und ausgeschaltet werden kann.
Die Verteilerdüsen bestehen in der üblichen Weise aus dem flachgedrückten trichterförmigen Düsenkörper 20 und dem Richtblech 21, die beide Flanschen zur Befestigung an der Verkleidungswand unterhalb der Windschutzscheibe besitzen. Im Gegensatz zu den bekannten Ausführungen sind jedoch die Düsenkörper nach der Erfindung symmetrisch zur Achse des Einlassstutzens 34, um eine übermässige seitliche Streuung der Warmluft zu verhindern.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Heizvorrichtung für-Kraftfahrzeuge, die einen mit einem elektromotorisch angetriebenen Schraubenflügel (Ventilator) versehenen Heizer für die Erwärmung der Wagenluft und ein zusätzliches Gebläse zum Anblasen von Warmluft an die Windschutzscheibe besitzen, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebläse für die Windschutzscheibenbeheizung und der Schraubenflügel des Wagenheizers von demselben Elektromotor angetrieben werden, indem sowohl das Flügelrad des Gebläses als auch der Schraubenflügel des Heizers auf der Welle dieses Elektromotors angeordnet werden.