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Die Erfindung betrifft einen Minenwerfer, bei dem das Verschlussstück des Geschützrohres in der Schussstellung mittels einer Bodenplatte am Erdboden aufruht, während der vordere Teil des
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Kühlvorrichtung für das Geschützrohr in der Fahrstellung auf der Achse der Lafettenräder und trägt zum Zwecke der Versteifung am Geschützrohr anliegende Ansätze, wobei die Festlegung der Kühlvorrichtung (und daher auch des mit ihr verbundenen Geschützrohres) gegenüber der Lafettenachse durch einen oder mehrere Riegel herbeigeführt wird.
Die Kühleinrichtung soll die Temperatur des Rohres unterhalb einer verhältnismässig tief ge- legenen oberen Grenze erhalten, indem durch das Sieden der in der Kammer vorhandenen Flüssigkeit Kalorien verzehrt werden, die sonst die Temperatur des Rohres des Geschützes erhöhen würden. Diese
Anordnung bietet Vorteile, insbesondere für Minenwerfer, die mit den Ladungen für den Abschuss versehen sind, die ihrerseits von einem brennbaren Material wie z. B. Zelluloid od. dgl. umhüllt sind, dessen Temperatur der Selbstzündung ausserordentlich hoch ist. Infolge der Anwendung der Kühl- kammer ist auch bei einer langdauernden Folge von Schüssen die Möglichkeit gegeben, die Temperatur des Rohres unterhalb einer kritischen Grenze zu halten.
Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung der
Kühlung ergibt sich insbesondere in dem Fall, wenn das Rohr des Geschützes eine glatte Bohrung hat.
Bei derartigen Rohren ist die Abdichtung zwischen Geschoss und Rohrwandung im wesentlichen eine mangelhafte und dieser Fehler der Abdichtung vergrössert sieh beim Schiessen sehr schnell infolge der
Vergrösserung des Durchmessers des Rohres. Daraus ergibt sich eine Einbusse der Tragweite des Geschosses, die aber durch die im nachstehenden beschriebene Anordnung gemäss der Erfindung ausgeschaltet wird.
Die Anordnung gemäss der Erfindung ermöglicht es leicht, das Rohr mit der Lafette zu verriegeln und von dieser zu entriegeln. Sie schafft gleichzeitig eine robuste und einfache Bauart.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung lassen sich aus der Beschreibung an Hand der beigefügten Zeichnungen entnehmen.
In den Fig. 1 und 2 ist der Minenwerfer gemäss der Erfindung in Seiten-und Vorderansicht in Schiessstellung dargestellt. Fig. 3 ist eine Seitenansicht in Fahrstellung des Geschützes, Fig. 4 eine Seitenansicht, zum Teil ein Schnitt der Kühlkammer, u. zw. in einem grösseren Massstabe. Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 5, 5 der Fig. 4. Fig. 6 zeigt eine Einzelheit in einem grösseren Massstabe, Fig. 7 einen Querschnitt nach der Linie 7,7 der Fig. 3.
Der Minenwerfer hat einen Lauf 1 (Fig. 1-3), dessen Bodenstütze 2 auf einer Grundplatte 3 lagert und dessen oberer Laufteil sich auf eine zweifüssige Lafette 4 stützt, die auf einer die Räder 6 tragenden Achse 5 befestigt ist.
Rings um das untere Ende des Rohres ist eine Kühlkammer 7 vorgesehen, deren äussere Umhüllung mit der Aussenwand des Rohres einen Hohlraum 8 abschliesst (Fig. 4 und 5), der zur Aufnahme der Kühlflüssigkeit, im wesentlichen Wasser, dient. Die Kühlkammer 7 ist auf das Rohr 1 an dem unteren Ende bei 9 aufgeschraubt. Mit dem andern Ende sitzt die Kühlkammer 7 auf dem Lauf 1, ist aber nicht befestigt, so dass sie unbehindert Längsverschiebungen ausführen kann, da die Kühl-
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kammer 7 aus Leichtmetall besteht, dessen thermischer Ausdehnungskoeffizient verschieden ist gegen- über dem des Stahles des Geschützrohres.
Die erforderliehe Dichtung an den Berührungsstellen zwischen Kühlkammer und Rohr wird durch besondere Dichtungsringe 10 und 11 aufrechterhalten.
Der Kühler 7 hat zwischen seinen beiden Enden mittlere Verstärkungen 12, die sich gegen das Rohr 1 stützen, um es zu versteifen.
In dem oberen Teil der Kühlkammer ist eine Einfüllöffnung 13 und am unteren Ende eine Öffnung 14 für das Entleeren. Die beiden Öffnungen sind durch Schraubstöpsel 15 und 16 geschlossen.
Ausserdem hat die Kühlkammer eine Öffnung 17 (Fig. 6), die durch ein Sicherheitsventil verschlossen ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht dieses Sicherheitsventil aus einer Kugel 18, die auf der Durchlassöffnung 19 durch eine Druckfeder 20 gehalten wird, so dass sie den Durchlass 19 verschliesst. Das andere Ende der Feder 20 stützt sich gegen einen Schraubstöpsel 21.
Wenn der Druck des Dampfes in der Külilkammer durch die in dem Geschütze frei gewordene Wärmemenge eine bestimmte Höhe erreicht, so wird die Kugel 18 gegen den Druck der Feder 20 angehoben und öffnet die Auslassöffnung 22, die im wesentlichen nach unten hin gegen den Erdboden gerichtet ist.
In Fahrstellung (Fig. 3) ist das Rohr 1 auf der Achse 5 gelagert, wobei die Kühlkammer 7 als Stütze auf der mit der Achse 5 fest verbundenen Tragwange 23 dient. Das Rohr wird auf der Trag-
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besondere Vertiefungen 25 in der Wandung der Kühlkammer eingreifen. Diese Riegel 24 können durch Handräder 26 verschoben werden, welche in ihrer Stellung durch Sperrklinken 27 festgelegt werden können, die in die Zähne 28 der Handräder 26 eingreifen können.