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Schlagbehelf für Ballspiele, insbesondere für die Vorschulung im Tennisspiel.
Gegenstand der Erfindung ist ein Schlagbehelf für Ballspiele, der ein äusserst einfaches und billiges Spielgerät darstellt und insbesondere auch für die Vorschulung für das Tennisspiel herangezogen werden kann, wobei er die Anerziehung einer korrekten Handhabung des Tennisraketts wesentlich fördert. Erfindungsgemäss besitzt der Schlagbehelf eine Sehlagplatte, welche Befestigungsmittel für das Anbringen derselben an der Hand des Spielers aufweist.
Die Eignung des Behelfes als Vorschulungs- mittel für die Anerziehung der vorgeschriebenen Körperbetätigung und Muskelarbeit beim Tennisspiel ist dabei insbesondere durch ein weiteres erfindungsgemässes Merkmal bedingt, welches darin gelegen ist, dass die Schlagplatte des Behelfes mit einer Abstützeinrichtung verbunden ist, die in den Bereich des Handgelenkes zu liegen kommt und dieses derart umfasst bzw. schien, dass eine Abbiegung der
Hand des Spielers um das Handgelenk verhindert ist. Ein beim Tennisspiel verpönter, jedoch häufig begangener Fehler ist nämlich darin gelegen, dass der Schläger aus dem Handgelenk heraus bewegt wird, während die korrekte Handhabung desselben, über das starr gehaltene Handgelenk, aus dem
Schulter-bzw. Ellbogengelenk heraus erfolgen soll.
Durch den erfindungsgemässen Schlagbehelf wird die korrekte starre Haltung des Handgelenkes zwangläufig durch die nach Art einer Schienung wirkende Abstützungseinrichtung erzielt, so dass der Spieler bei Vollführung der Schläge nur auf die Betätigung des Schulter-bzw. Ellbogengelenkes angewiesen ist, welche ihm durch den Behelf anerzogene Muskelarbeit er auch späterhin, beim Spielen mit einem normalen Tennisrakett, vollführen wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schaubildlieh dargestellt.
1 ist die Schlagplatte des Schlagbehelfes, welche die Befestigungsmittel 2, 3 für das Anbringen derselben ah der Hand des Spielers aufweist. Die Befestigungsmittel bestehen beispielsweise aus einer an der Schlagplatte 1 angeordneten Schlaufe 2 für die vier Finger der Hand und einem vorzugsweise aus Gummi gefertigten Greifband 3, welches von der Sehlagplatte 1 zu einer Gegenplatte 4 reicht und welches vom Daumen der in den Behelf eingeschobenen Hand erfasst und nach einwärts gespannt wird. Die Schlagplatte 1 kommt dabei an die Innenseite der in der Zeichnung strichpunktiert angedeuteten Hand zu liegen, deren vier Finger in die Wölbungen der Schlaufe 2 eingeschoben sind, während der Daumen in der besagten Weise an das Greifband 3 anliegt.
Die mit der Schlagplatte 1 in Verbindung stehende Gegenplatte 4 kommt in den Bereich des Handrückens zu liegen. Mit der Gegenplatte 1 ist eine Abstützeinrichtung 6, 8, 9 verbunden, die ihrerseits in den Bereich des Handgelenkes x zu liegen kommt und dieses derart umfasst bzw. schien, dass eine Abbiegung der Hand des Spielers um das Handgelenk verhindert ist. Diese Abstützeinrichtung ist zweckmässigerweise durch in den Bereich des Handgelenkes reichende Ansätze 5, 7 der Schlagplatte 1 und der Gegenplatte 4 und durch zwischen den beiden Ansätzen 5 und 7 angeordnete Stege 6 gebildet. Gemäss dem gezeichneten Ausführungsbeispiel gehen die Ansätze 5 und 7 aus den zugehörigen Platten 1 und 4 durch entsprechende Ver- schmälerung dieser Platten direkt hervor.
Die Schlaggplatte 1 und die Gegenplatte 4 sind in bezug aufeinander verstellbar und einstellbar.
Zu diesem Zwecke sind die zwischen den beiden Platten angeordneten Distanzierorgane 8 hinsichtlich ihrer Länge veränderbar. Die Längenveränderbarkeit ist dadurch bedingt, dass die einzelnen Distanzierorgane, deren insgesamt vier Stück vorgesehen sind, aus je zwei Zapfen 8', 8"bestehen, wobei der eine Zapfen 8'an der Schlagplatte 1 und der zweite Zapfen 8", gleichachsig mit dem Zapfen 8', an der Gegenplatte 4 befestigt ist. Die Zapfen 8', 8"je eines Distanzierorgans 8 sind mit Schraubengewinden versehen, wobei das Gewinde des einen Zapfens 8'gegenläufig zum Gewinde des zugehörigen
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Zapfens 8"geschnitten ist. Auf je zwei zugehörigen Zapfen 8', 8" sitzt eine gemeinsame Muffe 9, die den Zapfengewinden entsprechende Muttergewinde aufweist.
Durch Verdrehen der Muffe 9 im einen oder im entgegengesetzten Drehsinn kann also die Länge der Distanzierorgane 8 und damit der gegenseitige Abstand der Platten 1 und 4, der Grösse der Hand entsprechend, eingestellt werden. Die Stege 6 der Abstützeinrichtung 6. S. 9 können als einfache Steckstifte ausgebildet sein die in entsprechende Öffnungen der Ansätze 5 und 7 einführbar sind und an ihrem einen Ende Halteplättchen 6'aufweisen, während sie an ihrem andern Ende beispielsweise mit einer Versplintung oder Verschraubung versehen sein können, die ein Herausfallen der Stege 6 aus den Ansätzen 5 und 7 verhindert. Um das Anliegen der Handinnen- bzw.
Handrückenfläche an die Innenflächen der Platten 1 bzw. 4 angenehmer zu gestalten, können die besagten Innenflächen mit einem Belag 10 aus weichem Material, insbesondere aus Gummi, versehen sein. Dies gilt in erster Linie für die Innenfläche der Gegenplatte 4, an die die empfindlicheren Knöchelpartien der Hand zur Anlage kommen.
Der beschriebene Schlagbehelf wird wie folgt gehandhabt :
Nach Herausnahme der Stege 6 aus demselben wird die Hand zwischen die der Handgrösse entsprechend distanzierten Platten 1 und 4 eingeführt. Die Distanzierung der Platten erfolgt in der bereits beschriebenen Art durch die Distanzierorgane 8. Die vier Finger der Hand werden in die Wölbungen der Schlaufe 2 eingeschoben, der Daumen erfasst das Greifband. 3 von aussen. Nunmehr werden die Stege 6 in die Ansätze J und 7 eingeführt, so dass das Handgelenk. r nach allen Richtungen hin geschient erscheint, irgendeine Abbiegung desselben also wirksam verhindert ist. Mit den Platten 1 bzw. 4 zu vollführende Schläge gegen den Ball müssen also vom Schulter-bzw. Ellbogengelenk aus ergeben.
Die Gegenplatte 4 dient dabei zur Ausführung von Riickwärtsschlägen (sogenannten Backhands). Auch Seitensehläge können mit den seitlichen Kanten der Schlag-bzw. Gegenplatte ausgeführt werden, wobei auch eigene seitliche Verschalungen vorgesehen sein können, die den zwischen der Schlagplatte 1 und der Gegenplatte 4 befindlichen Raum abschliessen. Durch das Anliegen des Daumens der Hand an das Greifband 3 kommt in die Handmuskulatur die erforderliche Straffheit, gleichzeitig wird aber durch das vom Daumen erfasste Band. 3 auch einem ungewollten Abschleudern des Behelfes von der Hand vorgebeugt, welchem Abschleudern allerdings auch schon durch die eingesteckten Stege 6 begegnet ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schlagbehelf für Ballspiele, insbesondere für die Vorschulung im Tennisspiel, gekennzeichnet durch eine Sehlagplatte (1), welche Befestigungsmittel (2, 3) für das Anbringen derselben an der Hand des Spielers aufweist.