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Verfahren und Form zur Herstellung und Vulkanisierung von Gummiwaren.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung und Vulkanisierung von Gummi- waren in Pressformen. Da es bekanntlich unmöglich ist, die Menge der unvulkanisierten Gummimisehung beim Einlegen in die Formhöhlung so genau zu bemessen, dass diese vollkommen ausgefüllt wird und kein Überschuss an Material entsteht, muss seit jeher mit einem "Austrieb" gerechnet werden. Dieser
Austrieb tritt normalerweise an den Schliessfugen der Form aus.
Gegenstand der Erfindung ist es nun, den Materialübersehuss nicht an den Schliessfugen, sondern an Stellen austreten zu lassen, wo eine Verunstaltung des Presslings vermieden wird. An diesen Stellen kann der unerwünschte Austrieb vom Pressling leicht entfernt werden. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Materialüberschuss aus der an ihrer Schliessfuge abgedichteten Pressform durch in mindestens einem der beiden Formteile vorgesehene Bohrungen od. dgl. abgeleitet wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Form für die Herstellung von Sehuhabsätzen nach dem Verfahren gemäss der Erfindung veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Unteransicht des
Formoberteils, Fig. 2 einen Längsschnitt nach A, 21 der Fig. 1, während Fig. 3 eine Draufsicht auf den Formunter. teil und Fig. 4 einen Längsschnitt nach B, B der Fig. 3 veranschaulicht.
Der Formoberteil ist mit einem Dichtungsansatz bzw. Vorsprung 3 und der Formunterteil 2 diesem Ansatz gegenüber mit einer Formhöhlung 2 a derart ausgebildet, dass der Ansatz 3 die Schliess- fuge zwischen Formoberteil und Formunterteil so dicht abschliesst, dass ein Austritt von Material in die Fuge zwischen Ober-und Unterteil verhindert ist. Bei dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung ist der Dichtungsansatz 3 des Oberteils mit einem konischen Teller 4 und diesem entsprechend der Formunterteil mit einer konischen Sitzfläche 5 ausgebildet, so dass die Fuge zwischen den beiden Formteilen abgedichtet ist.
Der Formoberteil J ! ist im Formunterteil mit Zapfen 10 geführt, die in Bohrungen 11 des Formunterteils eingreifen.
Die Formhöhlung 2 a ist entsprechend der in dem Absatze anzubringenden Löcher für die Nägel od. dgl. und Nagelscheiben mit Stiften 6 versehen, die in den Hohlraum entsprechend tief hineinragen.
Um beim Pressen und Vulkanisieren des Absatzes den Austritt des Materialüberschusses aus der Form zu ermöglichen, ist der Formoberteil 1 mit einer Bohrung 7 oder auch mit mehreren solchen Bohrungen versehen. Bei dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung mündet die Bohrung 7 in einen oder in mehrere an der Aussenfläche des Formoberteil eingearbeitete flache Kanäle bzw. Nuten 8, z. B. in mehrere von der Bohrung 7 als Mittelpunkt ausgehende Kanäle (Fig. 1), in die sieh der Materialüber- schuss durch die Bohrung 7 hindurch während der Vulkanisation ergiesst, wobei diese Kanäle, die nach Art von Schmiernuten in den Formoberteil eingearbeitet sein können, einen beliebig grossen Querschnitt haben können.
Diese Kanäle 8 können bis an den Rand der Form geführt werden oder in an der Formoberfläche vorgesehene ringförmige Kanäle 9 münden, wie dies in Fig. 1 angedeutet ist.
Die Bohrungen 7 können beliebig dünn gehalten sein, so dass an dem Pressling nur dünne Zäpfchen entstehen können, die ohne eine Verunstaltung des Presslings leicht abgerissen oder abgeschnitten werden können.
Die Bohrungen 7 sind zweckmässig gegen die Formhöhlung zu etwas konisch erweitert, wodurch erreicht wird, dass das in den Bohrungen verbleibende Austriebsmaterial beim Ausheben des Presslings
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