AT156371B - Verfahren zur Darstellung von Carbaminsäureestern. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Carbaminsäureestern.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Carbaminsäureestern. 



   Nach dem Verfahren des Stammpatents Nr. 133155 werden Carbaminsäureester der allge- meinen Formel R. O. CO. NR'R" dadurch gewonnen, dass man Carbaminsäurehalogenide der Formel
R"R'N. CO. Hal. auf Alkalisalze von Oxyverbindungen heterocyclischer oder N-disubstituierter aromatischer bzw. aromatisch-aliphatischer Basen einwirken lässt (in den Formeln bedeutet R einen heterocyclischen oder einen N-disubstituierten Arylamin bzw. Aralkylaminrest   R',     R"beliebige   gleiche oder verschiedene Alkyl-bzw. Arylreste oder   R'und R"einen   Polymethylenring). 



   Es wurde nun gefunden, dass man an Stelle der Alkalisalze vorteilhaft die freien basisch sub-   stituierten   Phenole verwenden kann. 



   Die Darstellung der Alkalisalze von basisch substituierten Phenolen, die in den meisten Fällen leicht vom Luftsauerstoff angegriffen werden und begierig Wasser aufnehmen, ist wegen dieser unan- genehmen Eigenschaften oft mit Schwierigkeiten verbunden. Bei der Verwendung der freien Phenole können diese Schwierigkeiten umgangen werden. 



   Die Umsetzung der Dialkyl-,   Aralkyl-bzw. Diarylearbaminsäurehalogenide   mit den basisch substituierten Phenolen kann in An-oder Abwesenheit eines Lösungsmittels erfolgen. Meist ist es zweckmässg, auf 1 Molekül Carbaminsäurehalogenid 2 Moleküle des basisch substituierten Phenols zu verwenden. Die Reaktion verläuft beispielsweise nach folgender Gleichung :
2 R.   OH+R'R"N.   CO.   Cl) R. O.   CO. NR'R"+ROH, HCI (in dieser Gleichung bedeutet R einen N-disubstituierten Arylaminrest,   R',   R"Alkyl-, Aryl-bzw. 



   Aralkylreste oder R'und   R"einen   Pentamethylenring). Es ist indessen nicht notwendig, an den ange- gebenen Mengen festzuhalten ; man kann vielmehr auch andere Mengenverhältnisse der Ausgangs- verbindungen verwenden, z. B. äquimolekulare Mengen, was besonders dann vorteilhaft ist, wenn man   Alkylarylcarbaminsäureehloride   auf quartäre Oxyamine einwirken lässt. In diesem Falle dient die freiwerdende Halogenwasserstoffsäure zum Neutralisieren des quartären Ammoniumhydroxyds, so dass unmittelbar die Halogenide der   Alkylarylcarbaminsäureester   der   quartären   Oxyamine ent- stehen. Die Reaktionsbedingungen, z. B. die Temperatur, können in weiten Grenzen verändert werden. 



   Beispiel 1 : Eine Lösung von 42 Gewichtsteilen 3-Dimethylaminophenol und 25 Gewichts- teilen   a-Methylpiperidin-N-carbonsäurechlorid   (Öl vom   Kip"=120'   ; erhalten durch Zusatz von   a.-Pipecolin   zu einer   benzolischen Phosgenlösung,   Abtrennen   des a-Pipecolinhydrochlorids   und nach- folgende Destillation) in 60 Raumteilen Benzol wird sechs Stunden auf dem Dampfbad erhitzt. Das
Gemisch wird abgekühlt und zum Lösen des entstandenen   3-Dimethylaminophenolhydrochlorids   mit
30 Teilen Wasser gewaschen ; die abgetrennte Benzolschicht wird hierauf mit 10 Raumteilen 10%iger kalter Natronlauge durchgeschüttelt, abgetrennt und nach nochmaligem Waschen mit Wasser mit
Pottasche getrocknet.

   Aus den vereinigten wässerigen Schichten lässt sich etwa die Hälfte des angewandten 3-Dimethylaminophenols zurückgewinnen. Das Benzol wird abdestilliert und der zurück-   bleibendeN-Pipecolylearbonsäure- [3-dimethylaminophenyl]-esterbei 230'und 12mm Druck   destilliert. 



   Durch Umsetzung mit Methylbromid in Aceton bildet sich das quartäre Bromid vom   F =1860,   das in Wasser leicht löslich ist. 

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   Beispiel 2 : Ein Gemisch von 165 Gewichtsteilen 3-Diäthylaminophenol und 110 Gewichtsteilen   Dimethylearbaminsäurechlorid   wird langsam im Graphitbad erhitzt. Bei etwa 1100 findet lebhafte Reaktion statt und das Gemisch gerät bald ins Kochen. Nach zweistündigem Erhitzen wird abgekühlt, mit 300 Raumteilen Äther und 200 Teilen Wasser geschüttelt, die   Äthersehicht   abgetrennt und mit 50 Raumteilen 10% iger Natronlauge und darauf wieder mit Wasser gewaschen, mit   Pottasche   getrocknet und im Vakuum destilliert. Der   Dimethylcarbaminsäure-[3-diäthylaminophenyl]-ester   vom   Kip"=2100   bildet ein   wasserlösliches   Jodmethylat vom   F=139 ,   welches das Physostigmin an Wirksamkeit übertrifft. 



   Beispiel 3 : Zu einer alkoholischen Lösung von Trimethyl-[3-oxyphenyl]-ammoniumhydroxyd (erhalten durch Einwirkung von 12-5 Gewichtsteilen Silber-oder 5-6 Gewichtsteilen Kaliumhydroxyd auf 28 Gewichtsteile Trimethyl-[3-oxyphenyl]-ammoniumbromid in 150 Raumteilen Alkohol und Entfernen des anorganischen Bromids durch Filtration) setzt man 17 Gewichtsteile   Methylphenylcarbamin-   säurechlorid zu. Die Reaktion findet unter Selbsterwärmung statt und wird durch zweistündiges Kochen auf dem Dampfbad beendet, wobei das anfangs alkalische Reaktionsgemisch neutral wird. 



  Das entstandene quartäre Chlorid ist in Alkohol sehr leicht löslich und wird zweckmässig in das Bromid umgewandelt, wofür man den Alkohol im Vakuum abdestilliert und den   Rückstand   mit einer Lösung von 11 Gewichtsteilen Natriumbromid in 100 Raumteilen Methylalkohol umsetzt. Das dabei ausgeschiedene Natriumchlorid wird entfernt, die Lösung zur Trockne eingedampft, der Rückstand in 50 Raumteilen heissem, absolutem Alkohol aufgenommen, von geringen Mengen Natriumchlorid und - bromid durch Filtration befreit und abgekühlt. Es scheidet sich der   Methylphenylcarbaminsäure-   ester des   Trimethyl-[3-oxyphenyl]-ammoniumbromids   aus. 



   Beispiel 4 : Ein Gemisch von 28 Gewichtsteilen   3-Dimethylaminophenol   mit 18-5 Gewichtsteilen   Methylbenzylcarbaminsäurechlorid,   welches auf analoge Weise wie das Chlorid in Beispiel 1 erhalten werden kann, wird auf dem Dampfbad sechs Stunden erhitzt und nach Zusatz von Benzol wie in Beispiel 1 aufgearbeitet. Der Methylbenzylearbaminsäure-[3-dimethylaminophenyl]-ester vom   KpM=270    bildet mit Methylbromid nach zweitägigem Stehen das bei 1540 schmelzende quartäre Bromid. 



   In gleicher Weise können auch Abkömmlinge des 2-oder 4-Aminophenols zur Anwendung gelangen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Weitere Ausbildung des Verfahrens gemäss Stammpatent Nr. 133155, dadurch gekennzeichnet, dass man Dialkyl-, Aralkyl- oder Diarylcarbaminsäurehalogenide auf basisch substituierte Phenole einwirken lässt.
AT156371D 1931-01-02 1938-03-24 Verfahren zur Darstellung von Carbaminsäureestern. AT156371B (de)

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