AT156300B - Verfahren zum Reinigen von Magnesium oder Magnesiumlegierungen. - Google Patents
Verfahren zum Reinigen von Magnesium oder Magnesiumlegierungen.Info
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Description
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Verfahren zum Reinigen von Magnesium oder Magnesiumlegierungen.
Die Eigenschaften von Magnesium und Magnesiumlegierungen werden bekanntlich durch Verunreinigungen, insbesondere durch Metallehloride, -nitride u. dgl., ungünstig beeinflusst.
Es ist bekannt, Magnesium und seine Legierungen dadurch zu reinigen, dass durch das gesehmolzene Metall Wasserstoff geleitet wird. Weiter ist vorgeschlagen worden, zwecks Reinigung Wasserdampf in die Schmelze des Magnesiums oder der Magnesiumlegierungen einzuführen. Ferner ist die Verwendung von inerten Gasen und schliesslich die von Wasserstoff in feuchtem Zustande bekannt.
Bei Anwendung dieser bekannten Verfahren geht die Reinigung nicht intensiv genug vor sich und nimmt überdies längere Zeit in Anspruch. Es ist aber vorteilhaft, die für die Reinigung erforderliche Zeit nach Möglichkeit sehr kurz zu halten, um die Gefahr einer Bildung von Verbindungen des Magnesiums mit den Bestandteilen der Luft zu vermindern. Bei einer Verkürzung der Reinigungszeit bieten jedoch die bekannten Verfahren nicht die volle Gewähr dafür, dass die schädlichen Stoffe, wie Metallehloride,-nitride u. dgl., in einem für die Erzeugung eines gegen Korrosion widerstandsfähigen Metalls ausreichenden Masse aus dem Magnesium oder seinen Legierungen entfernt werden.
Es genügen nämlich schon sehr geringe Verunreinigungen durch die genannten Stoffe, um das Magnesium oder Magnesiumlegierungen zu einem raschen Zerfall, insbesondere bei Berührung mit Wasser oder mit feuchter Luft, zu führen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Reinigen von Magnesium oder Magnesiumlegierungen, welches im wesentlichen darin besteht, dass Magnesium oder Magnesiumlegierungen im geschmolzenen Zustande mit Wasserstoffsuperoxyd behandelt werden. Nach der Erfindung werden Wasserstoffsuperoxyd bzw. seine Zerfallprodukte durch das geschmolzene Metall geleitet, u. zw. entweder allein oder zusammen mit Wasserstoff.
Es wurde gefunden, dass solche Behandlung des geschmolzenen Metalls mit Wasserstoffsuperoxyd bzw. mit Wasserstoffsuperoxyd und Wasserstoff eine sichere Reinigung des Magnesiums oder seiner Legierungen in einer überraschend kurzen Zeit bewirkt, wobei die Schmelze praktisch restlos von allen'zu entfernenden Stoffen (wie Chlor-und insbesondere Stickstoffverbindungen des Magnesiums) befreit wird. Magnesium bzw. eine Magnesiumlegierung nach dem erfindungsgemässen Verfahren gereinigt, weisen eine höhere Korrosionsbeständigkeit sowie bessere mechanische Eigenschaften und eine geringere Brennbarkeit auf.
Das Verfahren nach der Erfindung wird beispielsweise folgendermassen ausgeführt : Wasserstoff wird durch eine etwa 2-15%igue Lösung von Wasserstoffsuperoxyd in Wasser, die sich in einem geschlossenen Gefäss befindet, durchgeleitet und mittels einer Rohrleitung dem geschmolzenen Magnesium oder einer Magnesiumlegierung zugeführt. Dabei taucht man das Zuführungrohr allmählich tiefer in die Schmelze hinein und rührt damit diese um.
Die Behandlung der Schmelze kann nach der Erfindung auch in der Weise edolgen, dass einer eigen Lösung von Wasserstoffsuperoxyd im Wasser Manganoxyd bzw. Manga. nsuperoxyd in Pulverform zugesetzt und darin umgerührt wird. Diese Mischung wird in einem geschlossenen Gefäss auf eine unter dem Siedepunkte liegende Temperatur erwärmt. Dämpfe, die dieser Mischung entströmen, werden in der oben beschriebenen Weise mittels einer Rohrleitung, die in die Schmelze eingetaucht wird, durch das geschmolzene Magnesium oder eine Magnesiumlegierung hindurchgeleitet.
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Ferner kann. das erfindungsgemässe Verfahren auch derart ausgeführt werden, d'1ss Wasserstoff durch eine wässerige Lösung von Wasserstoffsuperoxyd, der Manganoxyd bzw. Mangansuperoxyd in einer Menge von 1 bis 5% des Gesamtgewichtes der Flüssigkeit zugesetzt ist, hindurehgeleitet und dem geschmolzenen Metall zugeführt wird.
Die beschriebeneerwendung von Manganoxyd bewirkt eine stärkere Gasentwicklung.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren kann in offenen Tiegeln ohne Gasschutz gearbeitet werden. Das durch die Schmelze aufsteigende Gas entzündet sich und verbrennt über der Oberfläche des Metalls.
Die Reinigung nach dem erfindungsgemässen Verfahren geht sehr einfach, daher mit geringen Kosten und sehr rasch vor sich : z. B. bei einem 5 kg Tiegel beansprucht sie ungefähr eine Minute. Die Oberfläche der gereinigten Schmelze wird spiegelblank. Nach dem Reinigen lässt man die Schmelze einige Minuten abstehen, wonach das Metall ohne Gasschutz oder sonstige Schutzdecke in Formen vergossen werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Reinigen von Magnesium oder Magnesiunilegierungen, dadurch gekennzeichnet, dass die aus einer Wasserstoffsuperoxydlösung beim Erwärmen oder (und) Durchleiten von Wasserstoff entweichenden Dämpfe bzw. Gase in das geschmolzene Magnesium oder die geschmolzene Magnesiumlegierungen eingeleitet werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Wasserstoff durch eine 2-15%igue Lösung von Wasserstoffsuperoxyd in Wasser hindurehgeleitet und dem geschmolzenen Metall zugeführt wird.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lösung des Wasserstoffsuperoxydes Manganoxyd oder Mangansuperoxyd zugesetzt sind.4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserstoffsuperoxydlösung EMI2.1 EMI2.2
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