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Schaltungsanordnung zur Zeichenübertragung über einen von Wechselstrom durchflossenen
Stromkreis.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind elektrische Fernmeldeanlagen, bei denen eine auf einen einseitig gerichteten Strom ansprechende Vorrichtung über einen Stromkreis betätigt wird, der normalerweise Wechselstrom führt, also z. B. ein Wechselstromkraftnetz.
Die erfindungsgemässe Anlage umfasst eine Zeichensendestelle mit einem Widerstand, der so angeordnet ist, dass er in Reihe mit einem Wechselstromkreis verbunden werden kann, ferner Kontakte, die zum Kurzschliessen dieses Widerstandes dienen und eine Gleichstromquelle oder einen Gleichrichter, die in Nebenschluss mit dem Widerstand verbunden sind, wenn die angeführten Kontakte geöffnet werden, um die Übertragung von einseitig gerichteten Signalen zumindest einer auf einseitig gerichteten Strom ansprechenden Vorrichtung, die an den Wechselstromkreis angeschlossen ist, zu bewirken.
Zeichen entgegengesetzten Sinnes können durch Umpolen der Anschlüsse der erwähnten Einrichtungen ausgesandt werden. Sollte man an den Zeichensendestellen die Verwendung von Gleichstrom zu vermeiden wünschen, kann ein Gleichrichter, wie nachstehend beschrieben, bei den erwähnten Vorrichtungen verwendet werden.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemässe Anordnung zur Zeichengebung mittels einer Gleichstromkomponente und einem Wechselstromkreis. Fig. 2 zeigt die Schaltungseinheiten, die dem zwischen den strichlierten Linien dargestellten Teil der Fig. 1 entsprechen. Fig. 3 zeigt eine Empfangseinrichtung, die gleichfalls statt der zwischen den strichlierten Linien befindlichen Teile der Fig. 1 angewendet werden kann. Fig. 4 zeigt die der Fig. 3 entsprechenden Schaltungseinheiten. Fig. 5 zeigt eine Anordnung zur Sendung von Gleichstromzeichen über einen Wechselstromkreis. Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung eines polarisierten Verzögerungsrelais, das in beiden oben erwähnten Schaltungstypen Anwendung findet. Seine Erregerspulen und Polstücke sind weggelassen. Fig. 7 zeigt das gleiche Relais im Aufriss dargestellt, u. zw. komplett mit Spulen und Polstücken.
Fig. 8 zeigt eine Abänderung des Empfangsstromkreises, in dem ein polarisiertes, auf Zeichen ansprechendes Verzögerungsrelais Anwendung findet. Fig. 9 stellt die Steuerungsanordnung der Zeiehenübertragung und der polarisierten Relais sowie der synchronisierten Sehalterbetätigung dar. Fig. 10 zeigt synchronsierte Schalteinrichtungen an einer Zeichenempfangsstelle.
Die Leiter a und b gemäss Fig. 1 bilden einen Stromkreis, der fortwährend Wechselstrom führt. a und b können entweder die beiden Leiter eines Einphasenwechselstrom-Kraftstromkreises oder einer der Leiter und der Nulleiter eines Dreiphasensystems sein. In b liegt ein Widerstand R, der von einem Gleichrichter MR, etwa einem Troekenkontakt-Metallgleichrichter überbrückt ist. Eine Klinke 81 dient zur Gleichstromzeichengebung und ist normalerweise geschlossen. Zur Zeichensendung wird diese Klinke 81 betätigt. Der in dem von a und b gebildeten Stromkreis fliessende Wechselstrom wird nur unwesentlich vermindert, wenn er in der Durchlassrichtung des Gleichrichters MR von c nach d über den rechten oberen Kontakt der Klinke & ', Gleichrichter M., ,/, linken Kontakt der Klinke S2 fliesst.
Fliesst er aber in der andern Richtung, also von d nach c über den oberen linken Kontakt der Klinke 82, Gleichrichter MB, e, rechte obere Kontakte der Klinke 82, so wird er um einen durch den Widerstand R bestimmten Wert herabgesetzt. Es fliesst daher mehr Strom in einer Richtung als in der andern. Durch dir Einschaltung des Widerstandes R und des Gleichrichters MR wird also ein
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wird, der durch den Widerstand R bestimmt wird.
Die Apparatur A wird von der Wechselstromquelle betätigt und ist Gleichstrom gegenüber unempfindlich. Das Relais D hingegen spricht auf Gleichstrom an. Wird es nach der in der Zeichnung dargestellten Art geschaltet, so ist es unempfindlich gegen den in den Leitungen a, b fliessenden Wechselstrom. Ein Transformator T wird so geschaltet, dass seine Primärwicklung T in Serie mit einem Kondensator C*i über die Leitungen a, b liegt.
Ein Kondensator C2 und ein Widerstand jRi werden serienparallel zu den Drähten a, b geschaltet.
Die Sekundärseite S des Transformators l'wird in Serie mit dem Relais D von der Leitung rt zu einem ) Punkt zwischen dem Kondensator C2 und dem Widerstand ss gelegt. Ein Netzwerk, das dem zwischen den lotrechten, strichlierten Linien der Fig. 1 gelegenen Teil des Stromkreises äquivalent ist, zeigt
Fig. 2. Li und Ra sind die Induktivität bzw. der Widerstand der Primärwicklung P, L ; und Induk-
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über den Detektorstromkreis einer Wheatstone Brücke fliesst, ist, dass die Produkte der gegenüberliegenden Arme der Brücke gleich sind.
Es wird daher im Relais D kein Wechselstrom fliessen, wenn :
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das Ileisst, wenn
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das heisst, wenn
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Auf diese Art können die Kondensatoren Ci und C2 sowie der Widerstand Bi in ihrem Werte in Abhängigkeit von dem Transformator so abgestimmt werden, dass das Relais D von Wechselströmen, die über die Leitungen a, b fliessen, nicht beeinflusst wird.
Wird ein Stromkreis nach Fig. 3 an Stelle der zwischen den strichlierten Linien befindlichen Schaltungsteile der Fig. 1 gesetzt, so wird das Fliessen von Wechselstlom durch das Relais D nicht vollkommen verhindert. Durch einen entsprechend entworfenen Transformator kann aber die Wechselstrommenge, die das Relais D passiert, auf einen vernachlässigbaren Wert gebracht werden. Dieser Stromkreis ist infolge seiner Einfachheit empfehlenswert, insbesondere wenn eine grosse Anzahl von Empfangsstellen vorgesehen werden muss, etwa zur Überwachung einer Strassenbeleuchtungsanlage von einer entfernten Stelle aus, wo ein gesondertes Sehaltrelais für jede einzelne Strassenlampe vorgesehen werden muss.
Fig. 4 zeigt eine Sehaltungsanordnung, die jener der Fig. 3 entspricht. In dieser Figur sind Li und R3 die Induktivität und der Widerstand der Primärwicklung P1, während L2 und R2 der Induktivität und dem Widerstand der Sekundärseite entsprechen und M die gemeinsame Induktivität zwischen Primär-und Sekundärseite ist. L und R4 endlich sind die Induktivität und der Widerstand des Relais D. Der durch das Relais D fliessende Strom kann durch einen Ausdruck wiedergegeben werden, dessen Zähler gleich
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wobei E die Spannung zwischen den Leitern ist, und dessen Nenner gleich
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ist.
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wenn man LI gleich.
M und R3 auf einem möglichst geringen Wert hält, wobei man jedoch im Auge behalten muss, dass R3 auch einen Gleichstromnebenschluss zwischen den Leitern herstellt. Die Induktivität des Relais D beschränkt auch den Wert des Wechselstromes, der durch dasselbe
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der Federn 6 bzw. 7.
Die Wicklungen 4 sind derart angeschlossen, dass bei Stromdurchfluss in einer Richtung der Anker an eines der Polstücke 14 angezogen wird, wo er durch den Dauermagnet 1 festgehalten wird.
In entgegengesetzter Richtung durch die Wicklung fliessender Strom würde dann den Anker bis zu
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In einem Federpaket ist ein Streifen 8 aus Bimetall befestigt, der eine Heizspule 11 trägt, deren Stromkreis, wie später beschrieben, sowohl von den Haupt-als auch von den Hilfskontakten 6. y ge-
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Ein Relais ohne den Streifen 8 wird wie das Relais D in Fig. 1 verwendet. Ist jedoch eine Verzögerung beim Öffnen der Kontakte 6 erforderlich, dann wird der Streifen 8 angebracht.
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seine Bewegung auf ein Ausmass beschränkt, das ein Schliessen der Hilfskontakte 7 bewirkt, jedoeh nicht genügt, um die Kontakte 6 zu öffnen. In diesem Zustand ist die Heizspule 11 über die Zuleitungen verbunden.
Nach ungefähr einer halben Minute biegt sich der Streifen genügend weit nach aussen, um das Öffnen der Kontakte zu gestatten. Der Heizspulenstromkreis wird hiebei geöffnet und z. B. die Strassenlichter abgelöscht. Wird das Relais und dadurch der Anker entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt, gelangt der abgekühlte Bimetallstreifen unterhalb des Ankers und blockiert ihn n : seiner
Stellung.
Wird ein verzögertes Schliessen statt eines verzögerten Öffnens der Kontakte 6 gewünscht, dann wird der Streifen 8 am andern Federpaket angebracht, um die Bewegung des Ankers entgegen dem Uhrzeigersinn zu verzögern. Es können natürlich auch zwei solcher Streifen verwendet werden. um die Bewegung in beiden Richtungen zu verzögern.
Dmch Verwendung solcher Relais und kurzer bzw. langer Gleichstromimpulse können zwei verschiedene Lampengruppen zu verschiedenen Zeiten ein-und bzw. oder ausgeschaltet werden. Verwendet man Streifen mit verschiedenen Deformationszeiten, so können auch mehr als zwei Lampengruppen abwechselnd ein-oder ausgeschaltet werden. Statt verschiedener Beleuchtungsgruppen können ferner z. B. Heisswasserspeicher zu einer andern Zeit als die Strassenbeleuchtung ein-und bzw. oder ausgeschaltet werden.
Der Stromkreis eines derartigen Relais ist in Fig. 8 in Ruhestellung dargestellt, wobei cl1 die Hauptkontakte, il2 die Hilfskontakte sind ; ein Gleiehstrom-"Ein"-Signal betätigt D, um 01 zu, ehliessen und il2 zu öffnen. Der Bimetallstreifen gelangt unter den Anker und blockiert ihn. Ein Aus''-SignaI bewirkt, dass der Anker von D den Kontakt d2 schliesst, so dass die Spule BSH den Streifen erwärmt.
Wenn der Streifen den Anker freigibt, werden die Kontakte d2 geöffnet und d1 geschlossen.
Sollen drei oder mehr als drei verschiedene Gruppen von Apparaturen zu verschiedenen Zeiten gesteuert werden, so können gewöhnliche polarisierte Relais, die durch kurze Stromstösse betätigt und ausgelöst werden, eine Gruppe steuern, verzögert abfallende (und bzw. oder verzögert ansprechende) Relais eine zweite Gruppe. Für weitere Gruppen kann ein synchrones Schaltersystem vorgesehen werden. Hiefür wird eine Vorrichtung zur Sendung zweier durch verschieden lange Intervalle getrennter Zeichen, z. B. ein motorbetriebener Schalter, an der Überwachungsstelle und ein synchronsierter, motorbetriebener Sehleifschalter an jeder Umschaltstelle vorgesehen.
Die Schalter in den Umsehaltstellen sind mit zwölf in Abständen voneinander an einem Ring angebrachten Kontakten versehen und so eingestellt, dass sie auf ein Anlasssignal in einer Minute eine vollständige Umdrehung machen.
Die Anlass-und Halterelais jeder Gruppe von Apparaturen werden an bestimmte Kontakte jedes Schalters angeschlossen, z. B. für eine Gruppe an die Kontakte 6 und 9 (Fig. 9). Der Sendeschalter in der Überwaehungsstelle ist so angeordnet, dass er sich mit der gleichen Geschwindigkeit dreht wie die Empfangssehalter, und er wird durch Druckknöpfe oder Taster gesteuert. Um eine Gruppe von Apparaturen in Tätigkeit zu setzen, wird ein Taster betätigt, um den Sendeschalter anzulassen und eine Stellung seiner Kontaktreihe zu bezeichnen. Der Sendeschalter beginnt sich zu drehen, und nach kurzer Zeit wird ein Motoranlasssignal an die Umschaltestellen gesendet, auf das die Empfangssehalter ansprechen.
Nach einer vorbestimmten Zeitspanne wird ein zweites Signal gesendet, um die Relais zu betätigen, die mit den durch die Umdrehung erreichten Stellungen der Schaltarms entsprechenden Empfangsschaltern verbunden sind.
Alle Schalter bleiben nach einer vollen Umdrehung selbsttätig stehen.
Um die Apparatgruppe auszuschalten, wird ein andrer Kipper umgelegt, um in verschiedenen Zeitabständen Signale auszusenden, die die Anhalterelais betätigen.
Bisher wurden die für diesen Zweck verwendeten Signale noch nicht beschrieben. Es werden Gleichstromsignale verwendet, die Richtung des Zeichenstromes auf der Leitung wird jedoeh entsprechend den Bedingungen der ersten und zweiten Gruppe der an den Umschaltestellen gesteuerten Apparaturen bestimmt. Nimmt man an, dass beide Gruppen gleichzeitig eingeschaltet, aber zu verschiedenen Zeiten ausgeschaltet werden, dann werden gewöhnlich kurze Stromstösse zur Zusammen-
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Apparaturen ausgeschaltet werden.
Es kann daher die gleiche Zeichensendeeinriehtung sowohl für die Steuerung der synchron- sierten Schalter als auch für die Steuerung der polarisierten Relais ohne Auftreten von Störungen verwendet werden.
Diese Einrichtung kann daher dazu verwendet werden, ausser zwei Beleuehtungsgruppen auch Heisswasserspeicher ein-und auszusehalten oder auch für Fliegeralarmsirenen, die in den Strassen einer
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für die Abschaltung der Strassenbeleuchtung richtiger Polarität gesendet werden, so dass, wenn der Alarm gegeben wird, während die Strassenbeleuchtung eingeschaltet ist, die Lampen gleichzeitig mit der Einschaltung der Sirenen abgeschaltet werden. Die Polarität der Zeichen zur Ausschaltung der Sirenen ist dagegen so, dass die Strassenbeleuchtung ausgeschaltet bleibt.
Bei der dargestellten handbetriebenen Steuereinrichtung werden die verschiedenen Schaltvorgänge mittels Tastern gesteuert, es könnten jedoch einige oder alle Einschaltungen auch durch eine Uhr oder mittels Fernsteuerung, mit oder ohne Handhauptschalter, vorgenommen werden.
Fliegeralarm wurde natürlich von Hand aus oder durch Fernsteuerung eingeschaltet werden.
Ein Beispiel für Sende-und Empfangsstromkreise mit synchronisierten Schaltern ist in den Fig. 9 und 10 gezeigt.
Die in Fig. 9 gezeigte Mehrfachsteuereinrichtung ist handgesteuert und enthält einen Zeitsehalter, der mit einem kleinen synchronisierten Motor M versehen ist, der einen Sehleifarm W über die beiden konzentrisch angeordneten Kontaktreihen S bis 10 und D, 1 in Gleichlauf mit dem Schleifarm W der Mehrfachschalteinrichtung gemäss Fig. 10 dreht.
Die Ruhestellung des Armes W (Fig. 9) befindet sich zwischen den Kontakten 10 und S. In dieser Stellung bewirken die Federn O-V, dass der Motor stehenbleibt (Fig. 9).
Die Zuleitungen L und N sind mit der Leitung bzw. dem Nulleiter des Weehselstromnetzes verbunden.
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Leiter W, X, Y und Z in der dargestellten Art verbunden. Die Betätigung des Relais PR bewirkt, dass ein positiver Stromstoss ausgesandt wird, die Betätigung des Relais NR die Aussendung eines negativen Stromstosses zum Leitungsstromkreis.
Die Verteilungsschalter haben zwölf Segmente, wodurch gleichzeitig fünf Arbeitsvorgänge
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Schaltvorgänge kann durch Erhöhung der Segmentzahl vergrössert werden.
Die Kipper KA, KB, IW, IW, KE, die diese Vorgänge steuern, sind in bestimmter Reihenfolge an die Klemmen des Zeitschalters angeschlossen dargestellt. Diese Reihenfolge ist ganz willkürlich und kann geändert werden, um den Ortsverhältnissen zu entsprechen, vorausgesetzt, dass die Empfangsschalter entsprechend verbunden sind. Fig.] 0 zeigt eine solche Anordnung.
Im Empfangsstromkreis (Fig. 10) ist ein Relais DN, ähnlich dem Relais D in Fig. 3, aber nicht polarisiert, über die Leitung und die Nulleiter L, N zusammen mit einem Transformator, der im wesentlichen den Wechselstromfluss durch die Relaiswicklung verhindert, verbunden. Dieses Relais spricht auf Gleichstrom jeder Richtung an, der in der Leitung L, N auftritt.
Ein kleiner, mit Selbstanlasser versehener, synchronisierter Motor M ist vorgesehen, um einen Schleifarm W der Reihe nach über zwölf Kontakte zu bewegen. Einer dieser Kontakte ist mit Il bezeichnet, es ist die Ruhestellung des Armes. Sobald der Arm sich zu drehen beginnt, werden in Arbeitsstellung befindliche Federn ONS durch eine Noeke CjM betätigt und verhindern durch Schliessen des Motorstromkreises N, ONS, III, L, dass der Arm stehenbleibt, bevor dieser alle Kontakte passiert hat und in seine Ruhestellung zurückgekehrt ist. Die Verbraucher werden durch Relais S geschaltet, das polarisiert und sowohl in seiner Arbeits-als auch in seiner Ruhestellung stabil ist.
Die Betätigung und Auslösung des Relais S erfolgt, indem Wechselstrom über einen Unter-
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kontakt Si, um es auszulösen. In jedem Fall wird der Relaisanker sofort einfallen und seinen Stromkreis unterbrechen. Diese Kontakte sind mit ,,Ein"- und ,,Aus"-Klemmen ONT, OFT verbunden, die durch einen der Drähte 1--10 mit den Kontakten, über die der Arm streicht, verbunden werden können, je nachdem, auf welches Signal die Apparatur ansprechen soll.
Das Relais WO ist ähnlich dem Relais S und hauptsächlich dazu bestimmt, die Apparatur auf die langen Stromstösse, die die polarisierten Relais mit Bimetallstreifen betätigen, nicht ansprechen zu lassen.
Wenn alle Strassenlampen ausgeschaltet sind und eingeschaltet werden sollen, dann wird der Kipper LK (Fig. 9) betätigt und der Anlassschalter SK kurz gedrückt, um den Stromkreis des Syn- ehronmotors ill zu schliessen. Die Arme W des Zeitschalters beginnen sieh zu drehen und wenn sie
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schrieben, ein positiver Stromstoss ausgesandt. Dieser Stromstoss ist von kurzer Dauer und bewirkt die Einschaltung aller Strassenlampen. Der Stromstoss wird von den Apparaturen empfangen, die
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kehren alle Schalter in ihre Ruhestellung zurück, ohne dass ein Schaltvorgang über ihre Kontaktreihen stattfindet, und das synchronisierte Schaltersystem ist für den nächsten Sehaltvorgang bereit.
Der Kipper LK bleibt in der ,,Ein"-Stellung, bis die Lampen wieder ausgeschaltet sind.
Als nächstes wäre die Einschaltung des durch den Schalter KD gesteuerten Vorganges, während alle Lampen ausgeschaltet sind, zu beschreiben. Die für verschiedene Zwecke dienenden Empfangsapparaturen, die diesen Vorgang steuern, haben ihre ,,Ein"-Klemmen ONT mit den Klemmen 6 des Schalters und ihre ,,Aus"-Klemmen OFT mit den Klemmen 9 des Schalters verbunden. Der Kipper ED wird in seine linke ("Ein"-) Stellung umgelegt und der Anlassschalter SK wird kurz gedrückt. Die Schleifarme beginnen sieh wie früher zu drehen, die Arme der Empfangsapparaturen werden durch einen positiven Stromstoss, der durch die Betätigung von PR über das Segment S gesandt wird, angelassen. BY+, B, W, s, Kontakte 4, 5 von AL, rechte Kontakte von LK, PR, By-.
Wenn der Stromstoss von DN (Fig. 10) empfangen wird, arbeitet Relais DN und schliesst den
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betätigt und der Motor läuft um eine Umdrehung des Armes, unabhängig von Relais DN, weiter. Wenn jedoch das Relais DN noch erregt ist und der Arm den Kontakt WO erreicht hat, dann wird das Relais ll'O betätigt und durch Abschlatung des Sehleifarmes bei wo2, verhindert, dass der Zustand
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bunden.
Jeder der Arme IT'setzt die Umdrehung fort. In deren Ruhestellung kehren auch die Federn in ihre Normalstellung zurück, um den Motor abzustellen. Die Apparatur ist dann für ein weiteres Signal empfangsbereit. Wenn WO angesprochen hat, so bewirkt ein Stromkreis libber, , S in Normalstellung, wo1, WO, dass WO seinen Anker zurückzieht und seine Kontakte in die Normalstellung zurückstellt.
Um die die halbe Nacht brennenden Lampen auszuschalten, wird der Kipper LK, Fig. 9. aus- gelöst und der Anlasskipper SK gedrückt. Der Arm W (Fig. 9) beginnt sich zu drehen und wenn er
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einen Stromkreis über die Leitungen X, Y, (Fig. 5) für das Tastrelais CD, das die Aussendung eines kurzen, negativen Stromstosses über die Leitung bewirkt, um die rasch abfallenden polarisierten Relais zu betätigen. Diese überwachen die die halbe Nacht brennenden Lampen, die nun ausgeschaltet werden.
Dieser kurze Stromstoss betätigt nicht die langsam abfallenden polarisierten Relais, welche die die ganze Nacht brennenden Lampen überwachen.
Um die die ganze Nacht brennenden Lampen abzuschalten, wird der den langen Stromstoss
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Segment D steht, gesandt. Diese Zeitspanne genügt, die Auslösung der langsam abfallenden Relais D (Fig. 8) zu bewirken, und die die ganze Nacht brennenden Lampen werden ausgeschaltet.
Fliegeralarm kann entweder durch den Schalter KB oder den Schalter AL gegeben werden.
Die Empfangsapparaturen dieser Anlage schalten Sirenen ein und aus, ihre ,,Ein"-Klemmen ONT (Fig. 10) sind mit den Klemmen 2, ihre ,,Aus"-Klemmen OFT mit den Klemmen 4 verbunden. Die Klemme. 3 wird nicht benützt und ist nicht an WOT angeschlossen. Die Betätigung des Alarmtasters 1L bewirkt die Abgabe von negativen Stromstössen, die die Lampen ausschalten. Die Betätigung dieses Tasters erfolgt ohne Rücksicht auf die Stellung von LK.
Wenn der Alarmschalter iL und der Anlassschalter sk betätigt wird. dreht sieh der Arm 1F (Fig. 9). Ein kurzer, negativer Stromstoss wird durch die Betätigung von NR über die Kontakte. 3, 4 von AL, Kontakt S und Schaltarm W gesandt. Wenn die Zeitschalterarme beim Segment. 1 an-
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und Schaltarm W, B, BY+ betätigt und ein langer negativer Stromstoss ausgesandt. Dieser bewirkt, dass alle Lampen ausgeschaltet werden.
Bei Beginn dieses Stromstosses befinden sich die Schleifarme TV
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Schleifarme der Empfangsapparatur auf dem Segment. 4 anlangen, werden die Sirenen abgeschaltet, da der Stromstoss andauert. Dieses Alarmzeichen kann bei den darauffolgenden Umdrehungen der
Bürsten wiederholt werden, wenn dies gewünscht wird, oder es können die Sirenen für eine längere Zeitspanne eingeschaltet bleiben, wenn man den Mehrfachschalter IM wie gewöhnlich verwendet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur Zeichenübertragung über einen von Wechselstrom durchflossenen
Stromkreis, gekennzeichnet durch eine Zeichensendestelle mit einem Widerstand (R, Fig. 1), der so angeordnet ist, dass er in Reihe mit diesem Wechselstromkreis verbunden werden kann, ferner durch
Kontakte (81, Fig. 1), die zum Kurzschliessen dieses Widerstandes (R, Fig. 1) dienen, und eine Gleich- I stromquelle (BY, Fig. 5) oder einen Gleichrichter f. M.
R, Fig. 1), die in Nebenschluss mit diesem
Widerstand (R, Fig. 1) verbunden sind, wenn die Kontakte (81, Fig. 1) geöffnet werden, um die Übertragung von einseitig gerichteten Signalen zumindest einer auf einseitig gerichteten Strom ansprechenden Vorrichtung (D, Fig. 1), die an den Wechselstromkreis angeschlossen ist, zu bewirken.