AT155522B - Schaltungsanordnung zur Erleichterung der Abstimmung von Überlagerungsempfangsgeräten. - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Erleichterung der Abstimmung von Überlagerungsempfangsgeräten.

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AT155522B
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Description


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  Schaltungsanordnung zur   Erleiehterting der Abstimmung   von   rberlagerungsempfangsgpriitcu.   



   Bekanntlich wird die Abstimmung von Radioempfangsgeräten mit automatischer Lautstärkeregelung dadurch erschwert, dass die genaue Abstimmung des Gerätes auf die zu empfangende Trägerwelle nicht gefunden werden kann durch Einstellen auf maximale Lautstärke, wie dies bei Empfangsgeräten ohne automatische Lautstärkeregelung üblich ist, denn die Wirkung der automatischen Lautstärkeregelung besteht ja gerade darin, dass die Lautstärke in ziemlich weiten Grenzen unabhängig von der Abstimmung konstant gehalten wird. 



   Dieselbe Schwierigkeit ergibt sich bekanntlich auch bei der Abstimmung von Empfangsgeräten ohne automatische Lautstärkeregelung, wenn diese eine nahezu rechteckige Resonanzkurve besitzen. 



   Zur Bekämpfung der genannten Schwierigkeit ist schon vorgeschlagen worden, eine sogenannte sichtbare Abstimmungskontrolle anzuwenden, mittels welcher die genaue Abstimmung des Empfangsgerätes in einer für das Auge sichtbaren Weise angezeigt wird. Sie wird vorzugsweise in Geräten mit automatischer Lautstärkeregelung verwendet, in welchem Falle das die Abstimmung anzeigende Gerät, z. B. ein   Mil1iampèremeter,   im Anodenkreis einer   Hoch- oder Zwischenfrequenzverstärkerröhre,   deren Gittervorspannung unter dem Einfluss der automatischen Lautstärkeregelung steht, eingeschaltet ist. 



   Eine derartige sichtbare Abstimmungskontrolle wird aber auch bisweilen angewendet in Geräten ohne automatische Lautstärkeregelung, deren Resonanzkurve eine ähnliche Gestalt wie die eines einfachen Schwingungskreises besitzt. In diesem Fall wird das die Abstimmung anzeigende Gerät im Anodenkreis des Demodulationsgleichrichters eingeschaltet. 



   Es war auch schon bekannt, bei Geräten mit nahezu rechteckiger Resonanzkurve das Anzeigegerät mittels eines Hilfsgleichrichters zu steuern und diesen über einen sehr selektiven Kreis mit dem   Hoch- oder Zwischenfrequenzverstärker   zu koppeln. 



   Bei einem andern, ebenfalls bekannten Verfahren, welches die Abstimmung von Radioempfangsgeräten mit automatischer Lautstärkeregelung oder von Radioempfangsgeräten mit nahezu rechteckiger Resonanzkurve erleichtert, wird ein Hilfsgleiehrichter über einen sehr selektiven Kreis mit dem   Hoch-oder Zwischenfrequenzverstärker   gekoppelt und von diesem Hilfsgleichrichter eine Gleichspannung abgeleitet, die die Gittervorspannung einer   Verstärker- oder Gleichrichterröhre   des Empfängers steuert. Die Schaltung ist derart, dass die   Verstärker- oder Gleichrichterröhre   gesperrt ist, wenn der Empfänger gegenüber der zu empfangenden Trägerwelle zu stark verstimmt ist, während diese Sperrung bei Abstimmung des Empfängers auf die zu empfangende Trägerwelle aufgehoben wird. 



   Es ist auch möglich, mittels des genannten Hilfsgleichrichters ein Relais zu steuern, welches z. B. den Lautsprecher des Empfängers nur bei genauer Abstimmung einschaltet. 



   Gemäss der Erfindung ist ein zweiter, ebenfalls mit dem Zwischenfrequenzverstärker gekoppelter Gleichrichter vorhanden, dem eine geringere Selektivität vorangeht und von dem eine gleiehgeriehtete Spannung abgeleitet wird, die die von dem ersterwähnten Gleichrichter herrührende Steuerung derart beeinflusst, dass diese erst bei sehr genauer Abstimmung wirksam werden kann. 



   Die Erfindung ist in der Zeichnung an einigen Ausführungsformen beispielsweise näher erläutert.
Bei den dargestellten Schaltanordnungen wird ein Teil der von einer Zwischenfrequenzver-   stärkerstllfe   des in den Figuren nicht dargestellten Gerätes gelieferten Signalenergie über einen Kondensator 1 dem Gitter 2 einer   Verstärkerröhre   3 zugefÜhrt. Der Ausgangskreis der   letzteren enthält   die 

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 Parallelschaltung 4 einer Selbstinduktion und eines Kondensators, die auf die empfangene Frequenz abgestimmt sein kann. Anstatt eines abgestimmten Stromkreises kann hiefür jedoch auch eine   gewöhn-   liche Impedanz, z. B. ein Ohmscher Widerstand, gewählt werden.

   Die im Stromkreis wirksame Spannung wird bei der Sehaltanordnung nach Fig. 1 über einen Kondensator 5 einem als Zweielektrodenröhre dargestellten Detektor 6 zugeführt, zu dem ein Widerstand 7   parallelgesehaltet   ist. Über diesen Widerstand 7 entsteht beim Auftreten eines Signals ein derartiges Spannungsgefälle, dass das untere Ende positiv gegen das obere Ende wird. 



   Mit dem Stromkreis   4   ist mittels eines Kondensators 8 ein zweiter Stromkreis 9 gekoppelt, der eine sehr geringe Dämpfung hat. Die über ihn auftretenden Spannungen werden einem zweiten Detektor 11 zugeführt. Die gleichgerichteten Ströme durchfliessen den   Widerstand 1.'2,   zu dem ein Kondensator 10 parallelgeschaltet ist, so dass das rechte Ende positiv gegen das linke Ende wird. 



  Der Kondensator 14, der einen Kurzschluss für   Hoehfrequen/ströme   bildet, wird aus nachstehend zu erwähnenden Gründen derart   gewählt.   dass die Impedanz für   Niederfrequenzstrome hoch   ist. Die Widerstände 7 und 12 sind so in Reihe geschaltet, dass die über ihnen auftretenden Spannungen einander schwächen. Ausserdem liegt zwischen den Widerständen 7 und 12 noch ein Widerstand   dz   der ein Abfliessen der   Hoehfrequenzströme   über die Kondensatoren 5 und 14 verhindert. 



   Die Widerstände sind in die Gitterkreise zweier in der Figur als   Dreielektrodenröhren   dargestellten Verstärkerröhren 15 und 16 eingefügt, u. zw. derart, dass die Gitterspannung der Röhre   15   ausschliesslich durch die Spannung über den Widerstand   7,   diejenige der Röhre 16 durch den Unterschied der Spannung über die Widerstände 7 und 12 bedingt wird. Die Zweielektrodenröhren sind weiter derart geschaltet, dass die Spannungen über den Widerstand 7 die Gitter negativ machen. In den Anodenkreisen der Röhren 15 und 16 liegen Relaiswicklungen 18 und 19. Diese erregen den Magnetkern 17 und sind derart angeordnet, dass sie einander schwächen. Dieses Relais kann z. B. eine Bremsvorrichtung in Tätigkeit setzen.

   Zu diesem Zweck kann auf der Welle des   Abstimmknopfes, Z1   eine   Bremsseheibe   20 aus weichem Eisen angebracht werden, die, wenn der Magnet 17 erregt wird. stärker gegen die Magnetpole gezogen wird. Infolge der vergrösserten Reibung zwischen der   Scheibe.'20   und den Magnetpolen wird eine weitere Einstellung des Knopfes 21 verhindert. Die Kathodenzuleitung 
 EMI2.1 
 



   Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach Fig. 1 ist folgende :
Setzt man voraus, dass keine Signalspannung dem Gitter der   Röhre. 3 zugefühlt   wird, so wird keiner der Widerstände 7 und 12 vom Strom durehflossen, so dass die Röhren 15 und 16 nur eine geringe negative Gittervorspannung haben und Strom durchlassen. Da die Ströme einander   schwächen,   ist in diesem Fall das Relais nicht erregt, so dass. das Gerät abgestimmt werden kann, ohne dass hiebei irgendeine   Störung eintritt.   Ist das Gerät etwas neben der gewünschten Wellenlänge abgestimmt. so tritt zunächst über den Stromkreis 4 eine Spannung auf. Der Stromkreis 9, der eine scharfe Resonanzkurve hat, ist hiebei noch unwirksam.

   Der Detektor 6 wird somit in   Tätigkeit   gesetzt, so dass über den Widerstand 7 eine Spannung wirksam ist, welche die Gitter der beiden Röhren   la   und 16 negativ macht, so dass beide Anodenströme abgeschnitten werden. Auch dann wird somit das Relais noch nicht betätigt und ist noch weitere Abstimmung möglich. Erst dann, wenn sehr scharf abgestimmt ist, tritt über den Stromkreis 9 eine Spannung auf. Hiedurch erhält das Gitter der Röhre 16 neben der negativen Spannung, die über den Widerstand 7 wirksam war, eine positive Spannung durch den Widerstand 12. Dies hat zur Folge, dass das Gitter der Röhre 16 wieder die   ursprüngliche geringe   Vorspannung erhält, so dass sie wieder von Strom   durehflossen   wird.

   Das Relais wird hiebei betätigt und eine weitere Drehung des Abstimmknopfes wird verhindert. 



   Durch richtige Bemessung des Kondensators 8 und der Widerstände kann erzielt werden, dass bei scharfer Abstimmung auf ein Signal die über die Widerstände 7 und   12   auftretenden   Spannungen   gleich sind. Hiedurch wird erzielt, dass die Wirkungsweise der Vorrichtung von der   Stärke   de empfangenen Signals unabhängig ist und dass stets im wesentlichen unabhängig hievon die   Abstimm-   vorrichtung gehemmt wird, wenn genau auf die   Trägerwelle   abgestimmt ist. 



   Über die Widerstände 7 und 13 tritt neben der Gleichspannung noch die   Niederfrequenzweelhsel-   spannung auf, mit der das Signal moduliert ist. Diese Spannungen sind jedoch einander entgegengerichtet, so dass am Gitter der Röhre 16 beim Erreichen der richtigen Abstimmung keine Weehselspannung wirksam ist, wobei Voraussetzung ist, dass der Kondensator 14 eine hohe Impedanz für Niederfrequenzströme hat. 



   Beim Erreichen der richtigen Abstimmung tritt ein   plötzlicher   Stromstoss durch die Wicklung 19 auf. Der Widerstand 22 führt hiebei eine negative   Rückkopplung herbei, wodurch   das schnelle Ansteigen des Stromes verhindert wird. Damit auch bei ziemlich schneller Drehung des Knopfes noch eine genügende Erregung des Relais erzielt wird, ist zu dem Widerstand   22   ein Kondensator   : 23   parallel gelegt, der die Gegenkopplung bei schnellen Stromveränderungen beseitigt. 



   Wird nach Erzielung der richtigen Abstimmung der Knopf mit einer gewissen Kraft weitergedreht, so verschwindet die Spannung über den Widerstand 12 wieder und der die Relaiswicklung 19 

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 durchfliessende Strom sinkt bis zum Nullwert herab. Damit der Magnetismus sofort verschwindet, ist ein Widerstand 25 vorgesehen, der stets von einem geringen Strom durchflossen wird, der das Relais entmagnetisiert. 



   Wie sich aus vorstehendem ergibt, ist es die Röhre   16,   die das Relais betätigt. Die zweite Röhre 15 soll nur beim Fehlen von Signalen einen Strom liefern, der den Strom der Röhre 16 in bezug auf die Wirkungsweise des Relais ausgleicht. Das gleiche kann auch durch Einfügen einer   Spannungs-   quelle in den aus dem Gleichrichter 6 und dem Widerstand 7 bestehenden Stromkreis erreicht werden. Eine solche Schaltanordnung ist in Fig. 2 dargestellt und entspricht im wesentlichen derjenigen der Fig. 1. 



   In Reihe mit dem Widerstand 7 liegt eine Spannungsquelle 24. die derart geschaltet ist und deren Spannung derart gewählt ist, dass beim Fehlen eines Signals die Röhre 16 stromlos ist. Die Röhre 15 kommt hiedurch in Fortfall. Anstatt eines Differentialrelais kann ein Relais mit lediglich einer 
 EMI3.1 
 wicklung mit einigen Windungen vorzusehen. Das gleiehe kann, wie dies in der Figur dargestellt ist, dadurch erzielt werden, dass das eine Ende der Wicklung über einen hohen Widerstand 27 an eine höhere positive Spannung als die gewöhnliche Speisespannung angeschlossen wird. Die Spannungsquelle   ; M   hat zur Folge, dass erst dann, wenn die Signalspannung im   Stromkreis   einen bestimmten Wert übersehreitet, der Widerstand 7 von Strom durchflossen wird.

   Bei stärkeren Signalen wirkt die Vorrichtung ganz entsprechend derjenigen nach Fig. 1. 



   Es ist möglich, die Schaltanordnung derart einzurichten, dass die Röhre 16 als Detektor wirkt. 



  Zu diesem Zweck braucht nur der oberste Punkt des Stromkreises 9 mit dem Gitter der Röhre 16 verbunden zu werden. 



   Man kann auch in einfacher Weise die durch das Relais   17, : 20 gebildete   Bremse als Schaltvorrichtung verwenden. Die Schaltkontakte können z. B. von den Magnetpolen und der Scheibe gebildet werden. Der so gebildete Schalter kann z. B. in den Niederfrequenzteil des Gerätes eingefügt sein, so dass erst beim   Einrücken   der Bremsvorrichtung der Niederfrequenzverstärker wirksam wird. 



   In Fig. 10 ist eine Schaltung angegeben, bei der die beiden Gleichrichter eine gemeinsame Kathode besitzen, so dass eine an sich bekannte Doppeldiode verwendet werden kann. 



   Die über die Kreise auftretenden Spannungen werden in dem Rohr 29 durch die Gleichrichter- 
 EMI3.2 
 fliessen   über den Widerstand   7 bzw. 12, die derartig in den Eingangskreis der Röhre 16 geschaltet sind, dass die über ihnen auftretenden Spannungsabfälle einander entgegenwirken. Parallel zu den Widerständen 7 und 12 ist noch eine Reihenschaltung einer Spannungsquelle 24 und eines Widerstandes 28 geschaltet. In den Ausgangskreis der Röhre 16 ist die Erregerwicklung 19 einer elektromagnetischen Bremsvorrichtung aufgenommen. 



   Da schon im Ruhezustand ein Spannungsabfall über den Widerstand 12 auftritt, so sind Mittel vorgesehen, die verhindern, dass dabei über die Strecke   11,   35 ein Strom fliesst, der eine zusätzliche Dämpfung des Kreises 9 verursachen würde. Es ist zu diesem Zwecke ein Punkt des Widerstandes 12 über den Widerstand 36 mit dem positiven Pol der Anodenstromquelle verbunden. Dadurch wird erreicht, dass ein zusätzlicher Strom über den unteren Teil des Widerstandes   12   fliesst, wodurch der Spannungsabfall über diesen Widerstand, der durch die Quelle 24 hervorgerufen wird, aufgehoben wird. Der Widerstand 37 und der Kondensator   14   dienen zum Fernhalten der Hochfrequenz-bzw. der Zwischenfrequenzschwingungen vom Gitter der Röhre 16. 



   Es ist weiter noch möglich, eine Röhre zu ersparen, wenn man die Eingangsröhre als Bremsröhre benutzt. Es wird zu diesem Zwecke die am Kondensator 14 auftretende Spannung auf das Gitter   2 zurückgeführt   und es wird die Bremsspule 19 in den Anodenkreis dieser Röhre geschaltet. 



   Eine solche Schaltung ist in Fig. 11 angegeben, die übrigens in der Hauptsache mit der nach Fig. 2 übereinstimmt. 



   Es kann weiter eine Röhre dadurch erspart werden, dass die Bremsvorrichtung bzw. Relaisspule in den Anodenkreis einer schon vorhandenen Röhre aufgenommen wird. Dies bedeutet eine Abänderung gegenüber der Schaltung nach Fig. 11, in welcher die als Bremsröhre verwendete Röhre 3 die Verstärkerstufe eines Seitenkanals bildet. Statt dessen kann als Bremsröhre auch eine Verstärkerröhre des Hauptkanals oder eine andere gegebenenfalls zu andern Zwecken vorgesehene Röhre dienen. 



   Schaltungen, bei denen eine   Niederfrequenzverstärkerröhre   gesperrt gehalten wird, solange nicht genau abgestimmt ist, sind in den Fig. 3 und 4 angegeben. 
 EMI3.3 
 Bandfilter 39 gekoppelt. Das Bandfilter ist aus zwei gekoppelten Sehwingungskreisen   4   und 9 zusammengesetzt und ist derart beschaffen, dass der Sehwingungskreis 4 eine geringe, der   Sehwingungskreis   9 eine sehr grosse Selektivität besitzt. Die in der Röhre 38 verstärkten zwischenfrequenten Schwingungen werden durch den Gleichriehter 11 gleichgerichtet und erzeugen einen Gleichspannungsabfall und eine von der Modulation der zwischenfrequenten Schwingungen abhängige niederfrequente Wechselspannung an einem Widerstand 12 im Gleiehrichterkreis.

   Die niederfrequente Wechselspannung wird 

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 über einen einstellbaren Abgriff 44 und einen Kondensator 43 dem Steuergitter einer Niederfrequenz- verstärkerröhre 16 zugeführt. 



   Die zweite Gleichrichterröhre 6 ist über einen Kondensator 5 mit dem Schwingungskreis 4 des Bandfilters 39 gekoppelt. Die diesem Gleichrichter zugeführte zwischenfrequente   Weehselspannung   erzeugt nach Gleichrichtung einen   Gleichspannungsabfall   an einem Widerstand 7, welcher über ein geeignetes Filter, bestehend aus einem Widerstand 40 und einem Kondensator 41, die Gittervorspannung der   Zwischenfrequenzverstärkerröhren   regelt. Hiedurch wird in bekannter Weise eine automatische Lautstärkeregelung erhalten.

   Infolge dieser Regelung wird die   zwischenfrequellte     Weehselspannung   über den Schwingungskreis 4 und damit auch der Spannungsabfall am Widerstand 7 nahezu konstant gehalten, u. zw. in weiten Grenzen unabhängig von der Abstimmung, da, wie oben erwähnt, der Sehwingullgskreis 4 eine geringe Selektivität besitzt. Die   zwisehenfrequente   Wechselspannung über den Schwingungskreis 9 und demzufolge auch der Gleiehspannungsabfall am Widerstand   1'  wird dagegen   wegen der grossen Selektivität des Kreises 9 sich stark mit der Abstimmung ändern. Die Selektivität des Kreises 9 kann z.

   B. so bemessen werden, dass ein nennenswerter   Spannungs-   abfall am Widerstand 12 nur dann entsteht, wenn die Verstimmung des Empfängers gegenüber der zu empfangenden Trägerwelle weniger als 300 Hertz beträgt. Die Differenz der Spannungsabfälle an den Widerständen   1 : 2 und   7 steuert über einen Widerstand   4 : 2   die Gittervorspannung der Nieder-   frequenzverstärkerröhre   16. Beträgt die Verstimmung des Empfängers gegenüber der zu empfangenden Trägerwelle mehr als 300 Hertz, so ist im wesentlichen nur der Spannungsabfall am Widerstand 7 vorhanden. Dieser Spannungsabfall hat eine solche Grösse und Richtung, dass die Niederfrequenz-   verstärkerrohre   16 gesperrt ist und demzufolge das empfangene Signal nicht wiedergegeben wird. 



  Wird nun die Abstimmung des Empfängers soweit geändert, dass die Verstimmung weniger als 300 Hertz beträgt, so ist über dem Kreis 9 des Bandfilters eine genügend grosse Weehselspannung vorhanden. die einen Gleichspannungsabfall am Widerstand   ?   erzeugt, welcher den Spannungsabfall am Widerstand 7 kompensiert, derart, dass die Gittervorspannung der   Niederfrequenzverstärkerröhre   16 ihren normalen Wert annimmt, bei dem diese Röhre als Verstärker wirksam ist. 



   Es folgt somit, dass das empfangene Signal nur dann vom Empfänger wiedergegeben werden kann, wenn die Verstimmung gegenüber der zu empfangenden Trägerwelle weniger als 300 Hertz beträgt. 



   Der Kondensator 43 darf keinen zu grossen Wert besitzen, da sonst die Gefahr besteht, dass beim schnellen Durchdrehen der Abstimmittel die Sperrung der   Niederfrequenzverstärkerröhre   16 nicht aufgehoben wird. 



   Durch Einstellung des Abgriffe 44 des Widerstandes 12 kann die Lautstärke von Hand geregelt werden. Die Schaltung ist jedoch derart, dass die Lautstärke nicht ganz zu Null   zurückgebracht   werden kann, da auch, wenn der Abgriff 44 sich in der äussersten linken Stellung befindet, noch eine gewisse Wechselspannung am Kondensator 43 vorhanden bleibt. 



   Bei der in Fig. 4 dargestellten Schaltung ist dieser Nachteil vermieden. Man erkennt ohne weiteres, dass, wenn bei dieser Schaltung die Widerstände 45 und   48   und die Kondensatoren 43 und 47 gleich gross sind, dass dann die niederfrequente Weehselspannung zwischen den Punkten 46 und 49 Null wird, wenn der Abgriff 44 sieh in der äussersten linken Stellung befindet. In dieser Stellung wird dann keine niederfrequente Wechselspannung der   Niederfrequenzverstärkerröhre   16 zugeführt. 



   Für die Anwendung der erfindungsgemässen   Sehaltungsanordnung   ist es unwesentlich, ob das Empfangsgerät mit einer automatischen Lautstärkeregelung versehen ist. In den in Fig. 3 und 4 dargestellten Schaltungen kann die automatische Lautstärkeregelung ohne Beeinträchtigung der Wirkung fortgelassen werden. 



   Gemäss der Schaltung nach Fig. 5 wird von dem Gleichrichter, dem die geringere Selektivität vorangeht, eine Spannung abgeleitet, die in dem Kreise des andern Gleichrichters derart wirksam ist, dass nur in der unmittelbaren Nähe der Resonanzfrequenz die in dem Kreise dieses Gleichrichters wirksamen Spannungen gleichgerichtet werden. 



   Das   Schirmgitter   der Röhre 3 ist mit einem Punkte eines die Speiseleitungen   überbrückenden   Widerstandes 18 verbunden. Die Kathode ist über einen eine negative Gittervorspannung hervorrufenden Widerstand mit der Iinusleitung verbunden. Mit dem schwach selektiven Ausgangskreis 4 der Röhre 3 ist wieder der aus Selbstinduktion und Kapazität bestehende hochselektive Kreis 9 gekoppelt. Die im Kreise 4 wirksame Spannung wird über einen Kondensator 5 einem Gleichrichter 6, 7   zugeführt.   Die über den Kreis 9 auftretenden Spannungen werden dem Gleichrichter 7, 11 zugeführt und rufen einen Spannungsabfall über die Widerstände   12   und 13 hervor, die mit ihm einen geschlossenen Gleichstromkreis bilden, derart, dass der obere Punkt des Widerstandes 12 gegenüber dem unteren negativ wird.

   Die beiden Gleichrichter können voneinander getrennt sein, vorzugsweise sind sie jedoch, wie in der Figur dargestellt, in einem einzigen Kolben angebracht und haben eine gemeinsame Kathode. 



   Der Widerstand 13 ist, wie aus der Figur ersichtlich, in den beiden Gleichriehterkreisen geschaltet. 



  Der Widerstand 12 bildet den Eingangskreis einer Röhre 16, in deren Ausgangskreis eine magnetische Bremsvorrichtung 17 geschaltet ist, die bei der genauen Abstimmung auf eine Trägerwelle die Scheibe 20 anzieht, so dass eine weitere Bewegung des Abstimmknopfes 21 gehemmt wird. 

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   Die Wirkungsweise der   Vorrichtung ist folgen'k :  
Wenn dem Gitter 2 der Röhre 3 keine Signalspannungen zugeführt werden, so führt keiner der beiden Gleichrichter Strom und das Gitter der Röhre   16   hat ein solches Potential, dass im Anodenkreis ein Strom fliesst. Die magnetisierende Wirkung dieses Stromes wird von einem konstanten durch eine zweite Wicklung fliessenden Strom oder von einem Dauermagnet aufgehoben, so dass der Abstimmknopf frei bewegt werden kann. Wenn man sich nun dem Punkt der genauen Abstimmung nähert, so tritt zuerst über den Kreis   4   eine Spannung auf, so dass über die Widerstände 12 und 13 ein gleichgerichteter Strom fliesst. Der Spannungsabfall über den Widerstand 13 ist derart, dass der obere Punkt dieses Widerstandes positiv gegenüber dem unteren wird.

   Nähert man sich der Abstimmung noch mehr, so wird auch über den zweiten hochselektive Kreis 9 eine Spannung auftreten. Infolge des Spannungsabfalles über den Widerstand 13, der auch im zweiten Gleichrichterkreis wirksam ist, wird erst dann ein Strom im zweiten Gleichrichterkreis fliessen, wenn die über den Kreis 9 wirksame Wechselspannung eine Amplitude hat, die den Wert der Spannung über den Widerstand 13 überschreitet. Diese Wirkung ist in der Fig. 6 an Hand einiger Kurven erläutert. Die Kurve a stellt die Spannung über den Widerstand 13 in Abhängigkeit von der Frequenz des eintreffenden Signals dar. 



  Der Punkt e entspricht der Resonanzfrequenz des Kreises 4. Die Kurve b stellt die Spannung über den Kreis 9 in Abhängigkeit von der Frequenz dar. Wie ersichtlich, tritt der Gleichrichter   y,.   11 erst dann in Tätigkeit, wenn diese Spannung jene Spannung über den Widerstand 13 übersteigt, also wenn bei der Abstimmung einer der mit einem der Punkte c und   d   entsprechenden Frequenz erreicht wird. Erst dann tritt über den Widerstand 12 ein Spannungsabfall auf, der die Röhre 16 derart vorspannt, dass die Bremse in Tätigkeit tritt. Es ist leicht, den Kreis 9 derart zu bemessen, dass die Vorrichtung bei einer Frequenz in Tätigkeit tritt, tlie sehr wenig, z. B. einige Hundert Perioden von der Eigenfrequenz des Kreises 9, abweicht. 



   Bei der beschriebenen Schaltung wird erreicht, dass die Wirkung der Bremse von der Stärke der Signalspannung praktisch unabhängig und die Einstellung sehr wenig kritisch ist. 



   Es ist leicht, die Röhre 16 derart zu schalten, dass beim Eintreffen eines Signals der Anoden- strom zunimmt. In diesem Falle ist die zweite Wicklung auf dem Magnetkern der Bremse überflüssig. 



   Die Steuerspannung für die Bremsvorrichtung kann auch einem andern Widerstand, z. B. 13, ent- nommen werden, da bei einer geeigneten Bemessung erreicht werden kann, dass der Strom der Gleichrichterstrecke 6-7 aussetzt, wenn der Strom über die zweite Strecke einen bestimmten Wert erreicht. 



   In der Fig. 7 ist eine etwas abgeänderte Schaltung angegeben, die sich dadurch von der nach Fig. 5 unterscheidet, dass die Röhre 3 gleichzeitig als Bremsröhre dient. Die über den Widerstand 12 wirksame Spannung wird zu diesem Zwecke auf das Steuergitter dieser Röhre zurückgeführt und die Bremsvorrichtung ist in dem Anodenkreis dieser Röhre geschaltet. Es wird dadurch eine Röhre erspart. Bei dieser Schaltung ist es erwünscht, eine Vorrichtung vorzusehen, die die im Ausgangskreis der Röhre 3 wirksame Spannung begrenzt. Zu diesem Zwecke ist eine Glimmlampe 27 vorgesehen. Der Widerstand 23 sowie der Kondensator 21 dienen dazu, die Wechselspannung, welche ausser der Gleichspannung am oberen Ende des Widerstandes 12 bei genauer Abstimmung auftritt, vom Gitter 2 fernzuhalten ; der Widerstand 22 ist der Eingangswiderstand für das Gitter 2 der Röhre 3. 



   Da die beschriebenen Vorrichtungen nur in einem sehr engen Frequenzbereich wirksam sind, kann es vorkommen, dass bei einer geringen Änderung der Frequenz der zugeführten Spannung, welche z. B. eintreten kann, wenn sich im örtlichen Generatorkreis die Verhältnisse etwas ändern, die Vorrichtung ausser Tätigkeit gesetzt wird. Schon bei einer geringfügigen Änderung der örtlich erregten Frequenz könnte in diesem Falle der Niederfrequenzverstärker ausser Betrieb geraten. 



   Um dies zu verhindern, können Mittel vorgesehen sein, die bewirken, dass, nachdem die die Abstimmung erleichternde Vorrichtung in Tätigkeit getreten ist, der Frequenzbereieh, innerhalb dessen sie in Tätigkeit bleibt, vergrössert wird. Dies kann z. B. dadurch geschehen, dass die Kopplung zwischen den zwei den beiden   Gleichrichtern   vorangehenden Kreisen geändert wird. Eine andere Lösung besteht darin, dass der Teil der gleichgerichteten Spannung des Gleichrichters, der den andern beeinflusst, geändert wird. 



   In der Fig. 8 ist eine solche Schaltung angegeben. Diese Schaltung entspricht in der Hauptsache der nach Fig. 7. 



   Um die erwähnte Schwierigkeit zu beseitigen, ist ein Schalter 25 vorgesehen, der normalerweise geschlossen ist und dabei einen Teil des Widerstandes 24   kurzschliesst.   Wenn die Bremsvorrichtung in Tätigkeit gesetzt wird, wird dieser Schalter, der vorzugsweise mit der Bremsvorrichtung gekoppelt ist, geöffnet, und es ändert sich der Teil der vom Gleichrichter 6,7 gelieferten Spannung, der in dem zweiten Kreis wirksam ist. Die Spannung über den Widerstand   12   in Abhängigkeit von der Frequenz ist nun in der Fig. 9 durch die Kurve dargestellt, die niedriger verläuft als die Kurve a. Es leuchtet ein, dass der Bereich, innerhalb dessen die Vorrichtung wirksam ist, auf diese Weise vergrössert wird, so dass die oben erwähnte Schwierigkeit behoben ist. 



   Dasselbe kann dadurch erreicht werden, dass der Schalter einen Teil des Widerstandes 13 bei der Betätigung der Bremse   kurzschliesst,   dass einer der Kondensatoren 5 und 8 geändert wird oder in anderer Weise. Vorzugsweise wird jedoch einer der Widerstände geändert. Parallel zum   kurzschliess-   

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   baren feil   des Widerstandes 24 kann ein Kondensator 26 geschaltet werden, der derartig bemessen wird, dass die Wirkung etwas verzögert wird. In dieser Weise wird verhindert, dass bei einer schnellen Drehung des Knopfes die Vorrichtung in Tätigkeit tritt, wenn der Knopf zu weit über den Punkt der genauen Abstimmung vorbeigedreht wird. 



   Eine solche Anordnung kann auch bei den andern beschriebenen Schaltungen verwendet werden. 



   Die dargestellten Schaltungen können auch zur sichtbaren Abstimmungskontrolle verwendet werden. In diesem Falle kann in den Anodenkreis der Röhre 16 ein   Anzeigegerät,   z. B. ein   milliampère-   meter, eingeschaltet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur Erleichterung der Abstimmung von   Überlagerungsempfangs-   geräten, bei der ein mit dem   Zwisehenfrequenzverstärker   gekoppelter Gleichrichter, dem ein Kreis mit hoher Selektivität vorangeht, vorhanden ist, und wobei von diesem   Gleichrichter   eine Gleichspannung abgeleitet wird, welche die die Abstimmung erleichternden Organe steuert, gekennzeichnet durch einen zweiten, ebenfalls mit dem Zwischenfrequenzverstärker gekoppelten Gleichrichter, dem eine geringere Selektivität vorangeht und von dem eine gleichgerichtete Spannung abgeleitet wird, die die von dem ersterwähnten Gleichrichter herrührende Steuerung derart beeinflusst, dass diese erst bei sehr genauer Abstimmung wirksam werden kann.

Claims (1)

  1. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von beiden Gleich- richter eine Spannung abgeleitet wird, deren Differenz zur Steuerung der die Abstimmung erleichternden Organe dient.
    3. Sehaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Gleichrichter, dem die geringste Selektivität vorangeht, eine Spannung abgeleitet wird, die in dem Kreise des andern Gleichrichters als negative Vorspannung wirksam ist, so dass nur in der unmittelbaren Nähe der Resonanzfrequenz die in dem Kreise dieses Gleichrichters wirksamen Spannungen gleichgerichtet werden.
    4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Gleichrichterröhre, der die geringere Selektivität vorangeht, abgeleitete Spannung die Vorspannung einer Elektrode einer Verstärkerröhren oder der Demodulationsgleichriehterröhre derart bestimmt, dass bei einer gewissen geringen Verstimmung des Empfängers gegenüber der zu empfangenden Trägerwelle diese Röhre gesperrt ist. EMI6.1 gerichteten Spannungen die Vorspannung einer Elektrode einer Hilfsröhre bestimmen, in deren Anodenkreis ein die Abstimmung anzeigendes bzw. erleichterndes Gerät, oder ein Relais, das ein solches Gerät steuert, geschaltet ist.
    6. Sehaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2,4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gleiehriehterkreise Widerstände enthalten, die in Reihe zwischen Gitter und Kathode einer Röhre geschaltet sind, derartig, dass die darüber auftretenden gleichgerichteten Spannungen einander ent- gegenwirken.
    7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gleich- riehterkreis, dem die geringste Selektivität vorangeht, eine gleichbleibende Spannung wirksam ist, die dem Gitter der Röhre eine solche negative Vorspannung erteilt, dass beim Fehlen eines Signals der Anodenstrom dieser Röhre praktisch gleich Null wird.
    8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Gleichspannung von einem im Demodulationsgleichriehterkreis angeordneten Widerstand (12) (Fig. 3) abgenommen wird, der einerseits über einen Widerstand (42) mit dem Steuergitter einer Niederfrequenzverstärker- röhre (16) und anderseits mit einem Widerstand (7) verbunden ist, von welchem die andere Gleichspannung abgenommen wird, und dass ein einstellbarer Abgriff (44) des ersten Widerstandes über einen Kondensator (4, 3) mit dem Steuergitter der Niederfrequenzverstärkerröhre verbunden ist.
    9. Sehaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die die Abstimmung erleichternde Vorrichtung aus einer vorzugsweise magnetischen Bremse besteht.
    10. Sehaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Gleichstromkreise einen Widerstand gemeinsam haben. EMI6.2
    13. Sehaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Mittel, die bewirken, dass, nachdem die die Abstimmung bestimmende oder erleichternde Vorrichtung in Tätigkeit getreten ist, der Frequenzbereich, innerhalb dessen sie in Tätigkeit bleibt, vergrössert wird.
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