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Radioempfangschaltung mit einer Einrichtung zum Sperren des Empfanges beim Auftreten einer
Störung.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Radioempfangschaltung mit einer den Empfang beim Auftreten einer Störung sperrenden Einrichtung.
Zum Unterdrücken von Luftstörungen und sonstigen kurzdauernden Störungen sind bereits verschiedene Schaltungen vorgeschlagen worden, mittels welcher eine Radioempfangssehaltung beim Auftreten der Störung gesperrt werden kann. Bei den bekannten Schaltungen wurde die gestellte Aufgabe in vielen Fällen nicht einwandfrei gelöst, weil die Sperrung des Empfanges erst erfolgt, nachdem die Störung bereits den hinter der Sperreinrichtung liegenden Schaltungsteil erreicht hat.
Nach der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch behoben, dass die Signalspannung einer Verzögerungskette zugeführt wird, von der ein Punkt über die Sperreinrichtung mit dem hinter der Sperreinrichtung liegenden Schaltungsteil verbunden ist, wobei die Sperreinrichtung durch eine Spannung gesteuert wird, die einem den genannten Punkt vorangehenden Punkt der Verzögerungskette entnommen wird.
In den Zeichnungen ist die Erfindung durch Ausführungsbeispiele schematisch veranschaulicht.
In Fig. 1 ist ein Teil einer Radioempfangsehaltung dargestellt, in der die empfangenen Hochoder Zwischenfrequenzsignale von einer in der Röhre 10 angeordneten Diode gleichgerichtet und dann von einem in dieser Röhre angebrachten Verstärkersystem verstärkt werden. Das im Anodenkreis des Verstärkersystems der Röhre 10 auftretende Niederfrequenzsignal wird über eine Verzögerung-
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aus der Parallelschaltung zweier Entladungsröhren, bei der die Kathode jeder Röhre mit der Anode der andern Röhre verbunden ist, wobei die Parallelschaltung in einen der Leiter aufgenommen ist, über den das Niederfrequenzsignal der Röhre 15 zugeführt wird.
Beim Eintreten einer Störung, deren Amplitude einen bestimmten Wert überschreitet, werden die beiden parallelgeschalteten Röhren mittels einer an das Steuergitter angelegten Gleichspannung gesperrt, die durch Gleichrichtung einer im Kreis 17 auftretenden Wechselspannung mittels der in den Röhren vorgesehenen Dioden erhalten wird. Die genannte Wechselspannung wird dem Kreis ? y über eine vom empfangenen Signal gesteuerte Ent- ladungsröhre 18 zugeführt. Das empfangene Signal wird hiezu einem in der Röhre 18 angeordneten Steuergitter zugeführt, das eine solche negative Vorspannung hat, dass die Röhre normal gesperrt ist.
Beim Eintreten einer Störung, deren Amplitude einen vorher bestimmten Wert überschreitet, der im allgemeinen etwa der doppelten Trägerwellenamplitude entspricht, wird die Röhre 18 leitend, und es wird dem Kreis 17 eine vom Oszillator 16 erzeugte Wechselspannung zugeführt. Das genannte Steuergitter der Röhre 18 ist mit einem Punkt A der Verzögerungskette 11 verbunden, während der Niederfrequenzverstärker 12 an einen in der Kette weiter hinten liegenden Punkt B angeschlossen ist. Hiedurch wird erzielt, dass die Sperreinrichtung 13 bereits vor dem Auftreten der Störung im Anodenkreis der Verstärkerröhre 12 in Tätigkeit tritt. Es kann dabei aber die nachteilige Folge sich ergeben, dass die Sperrung bereits aufgehoben worden ist, bevor die Störung noch ganz über den Punkt B hinweg gegangen ist.
Dieser Nachteil wird durch Mittel beseitigt, welche die Sperrung während der ganzen Zeit, in der die Störung den zwischen den Punkten A und B liegenden Teil der Verzögerungskette 11
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dass die der Röhre 15 zugeführte Spannung während der Sperrung nahezu konstant bleibt und den beim Anfang der Sperrung auftretenden Wert beibehält.
Für eine richtige Wirkungsweise der oben beschriebenen Schaltung ist eine selbsttätige Lautstärkeregelung mit einer sehr flachen Regelungskurve erwünscht. Es ist aber auch möglich, die Röhren 18 und 19 derart zu schalten, dass sie leitend werden, sobald der Momentanwert des Niederfrequenzsignals die durch Gleichrichtung der Trägerwelle erhaltene Gleichspannung überschreitet.
Durch diese Massnahme wird erreicht, dass die Sperrung erhalten wird, sobald ein Impuls eintritt, dessen Amplitude grösser ist als die einer hundertprozentigen Modulation entsprechende Spannung. Anstatt der Verzögerungskette 11 können auch mechanische oder akustische Verzögerungsmittel zur Verwendung kommen.
Die Schaltung nach Fig. 2 entspricht im wesentlichen der nach Fig. 1, unterscheidet sich aber von ihr dadurch, dass der Oszillator 16 und die Röhren 18 und 19 durch eine Zwisehenfrequenzverstärker- röhre 20 ersetzt sind, an welche eine grosse negative Gittervorspannung angelegt wird. Weiter ist in der Figur eine Zwischenfrequenzverstärkerröhre 21 dargestellt, und es ist ausserdem ein besonderer Diodendetektor 22 vorgesehen. Beim Auftreten einer Störung, deren Amplitude einen bestimmten Wert überschreitet, wird die Verstärkerröhre 20 leitend, wodurch die Sperreinrichtung 13 in Tätigkeit gesetzt wird. Der Verlauf des empfangenen Signals wird durch die Kurve 25 veranschaulicht, während eine auftretende Störung durch 26 angedeutet ist.
Das dem Niederf. requenzverstärker 15 zugeführte Signal hat einen durch die Kurve 2 ?' veranschaulichten Verlauf.
In den Fig. 3 und 4 wird der Unterschied zwischen dem mit der Erfindung erzielten Ergebnis und dem Ergebnis der bekannten Störbefieiuügsverfahren veranschaulicht. Mg. 3 zeigt die Wirkungweise der bekannten Störbefreiungsverfahren beim Empfang eines Signals 25, dem Störungsimpulse in den Punkten a, bund c überlagert sind ; während Fig. 4 die Wirkungsweise der vorliegenden Erfindung beim Empfang eines solchen Signals darstellt. In den beiden Figuren stellt die obere gestrichelte Linie die Momentanwerte der einer hundertprozentigen Modulation entsprechenden Niederfrequenzspannung dar.
Die in Fig. 5 dargestellte Schaltung entspricht im wesentlichen der nach Fig. 1, mit dem Unter- schiede, dass ein Leiter 28 vorgesehen ist, über den den Röhren 18 und 19 eine von der Amplitude des empfangenen Signals abhängige Vorspannung zugeführt wird, wodurch ein konstantes Verhältnis zwischen der Störungsamplitude, bei der die Röhren 18 und 19 in Tätigkeit treten, und der Amplitude des empfangenen Signals erhalten wird. Hiedurch kann auch bei kleineren Amplituden des empfangenen Signals eine ausreichende Störungsunterdrückung erhalten werden. Das Steuergitter der Röhre 16 ist mit einem veränderlichen Anzapfpunkt des Ausgangswiderstandes der in einer der Röhren 13 angebrachten Dioden verbunden.
Hiedurch kann eine Änderung der Spannung des Kondensators 14 ausgeglichen werden, welche dadurch herbeigeführt wird, dass während des Auftretens einer Störung ein Strom über die parasitische Kapazität der Sekundärwicklung des Transformators ? ?' und über den
Kondensator 14 fliesst.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Radioempfangschaltung mit einer Einrichtung zum Sperren des Empfanges beim Auftreten einer Störung, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalspannung einer Verzögerungskette zugeführt wird, von der ein Punkt (B) über die Sperreinrichtung mit dem hinter der Sperreinrichtung liegenden
Schaltungsteil verbunden ist, wobei die Sperreinrichtung durch eine Spannung gesteuert wird, die einem dem genannten Punkt vorangehenden Punkt (A) der Verzögerungskette entnommen wird.