DE967705C - Rauschunterdrueckungsschaltung fuer einen Fernsehempfaenger - Google Patents
Rauschunterdrueckungsschaltung fuer einen FernsehempfaengerInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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- H04N5/00—Details of television systems
- H04N5/14—Picture signal circuitry for video frequency region
- H04N5/21—Circuitry for suppressing or minimising disturbance, e.g. moiré or halo
- H04N5/213—Circuitry for suppressing or minimising impulsive noise
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
AUSGEGEBEN AM 5. DEZEMBER 1957
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a1 GRUPPE 3350
INTERNAT. KLASSE H 04η
INTERNAT. KLASSE H 04η
R 10338 VIIIaJ2i αλ
Lucius Ponder Thomas, Collingswood, N. J.,
und Clyde Warren Hoyt, Pennsauken, N. J. (V. St. A.)
und Clyde Warren Hoyt, Pennsauken, N. J. (V. St. A.)
sind als Erfinder genannt worden
Radio Corporation of America, New York, N. Y. (V. St. A.)
Rauschunterdrückungsschaltung für einen Fernsehempfänger
Patentiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom 23. November 1952 an
Patentanmeldung bekanntgemacht am 28. Juli 1955
Patenterteilung bekanntgemacht am 21. November 1957
Patenterteilung bekanntgemacht am 21. November 1957
Die Priorität der Anmeldung in den V. St. v. Amerika vom 23. November 1951
ist in Anspruch genommen
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der
Rauschunterdrückungsschaltungen und bezieht sich auf die Unterdrückung von Rauschimpulsen in
Synchronisierschaltungen von Fernsehempfängern.
Man hat bereits für die Synchronisierung von Fernsehempfängern Rauschunterdrückungsschaltungen
mit Erfolg benutzt, jedoch wurden dabei getrennte Rauschverstärkerstufen verwendet, um die zur
ίο gegenphasigen Kompensation notwendige Rauschspannung
von umgekehrter Polarität wie die gegebene Rauschspannung herzustellen.
Ferner sind Schaltungen bekannt, die nach dem Prinzip der Störaustastung arbeiten, d. h., das
Nutzsignal wird für die Dauer der Störung völlig unterbrochen. Diese bekannten Schaltungen benötigen
jedoch eine Anzahl zusätzlicher Röhren. Außerdem kann es nötig werden, daß die von der
Störaustastung hervorgerufenen Schaltstöße kompensiert werden müssen.
Alle diese bekannten Schaltungen benötigen einen getrennten Störverstärker, dessen Ausgangssignal
dann zur Sperrung des Nutzsignals während der Störungen verwendet wird. Schließlich, sind
auch Begrenzerstufen bekannt, die unter Verwendung von Dioden das. Signal bei einem bestimmten
Pegelwert abschneiden.
Ein Hauptzweck der Erfindung besteht darin, eine Rauschunterdrückung zu ermöglichen, bei der
ίο keine getrennten Verstärkerstufen- mehr erforderlich
sind.
Die Erfindung betrifft eine Rauschunterdrückungsschaltung
für einen Fernsehempfänger mit wenigstens einer Zwischenfrequenzverstärkerröhre,
einem Videoverstärker und einer am diesen angeschlossenen Abtrennstufe für die Synchronimpulse.
Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß am Schirmgitter deir Zwischenfrequenzverstärkerröhre
die den Synchronpegel amplitudenmäßig übersteigenden Rauschimpulse in derselben zeitlichen Lage,
aber mit umgekehrter Polarität, wie sie am Ausgang des Videoverstärkers auftreten, abgenommen
und der Verbindungsleitung zwischen dem Videoverstärker und der Abtrennstufe ohne weitere Veras
Stärkung zugeführt werden.
Die Zwischenfrequenzverstärkerröhre erfüllt in der erfindungsgemäßen Schaltung also» drei Funktionen·:
die übliche Zwischenfrequenzverstärkung, die Abtrennung der das normale Signal übersteigenden
Störimpulse und die Verstärkung dieser Störimpulse. Dadurch wird der erwähnte Zweck
der Erfindung, nämlich die Einsparung getrennter Verstärkerstufen, erreicht. Die erfindungsgemäße
Schaltung zeichnet sich also durch besondere Einfachheit aus.
Die Erfindung soll nun an Hand der Zeichnung näher erläutert werden.
Fig. ι ist ein teilweise in Blockform ausgeführtes
Schaltbild eines Fernsehempfängers gemäß der Erfindung;
Fig. 2 ist eine Darstellung der Schirmgitterstromkennlinie einer Röhre und des Verlaufs eines
von Rauschimpulsen überlagerten Femsehsignals; Fig. 3 ist eine Darstellung, welche das Zustandekommen
der Rauschunterdrückung gemäß dem erfindungsgemäßen Vorschlag veranschaulicht.
In allen. Figuren der Zeichnung sind für gleichartige
Bestandteile die gleichen Bezugs ζ eichen verwendet, und es sind dabei die in bekannter Form
ausgeführten Einzelteile des- Empfängers durch Rechtecke dargestellt.
In Fig. ι wird seitens eines in üblicher Weise ausgeführten Eingangsverstärkers 10 das Fernsehsignal
einem Zwischenfrequenzverstärker 12 zugeführt, der an eine zweite Zwischenfrequenzverstärkerstufe
13 mit der Röhre 14 angeschlossen ist. Diese letzte Zwischenfrequenzverstärkerröhre 14 ist
über einen Detektor 16 an einem Videoverstärker 15 üblicher Ausführung angeschlossen. Zwischen1 dem
Detektor 16 und den vorhergehenden Verstärkerstufen
liegt ein selbsttätiger Verstärkungsregler 20 für den Eingangsverstärker 10 und den ersten
Zwischenfrequenzverstärker 12.
Die Aüsgangsseite des Videoverstärkers 15 ist
über eine Leitung 22 an eine Bildwiedergabevorrichtung
23, beispielsweise eine Braunsche Röhre, angeschlossen, welche mit ihren Ablenkmitteln an
der Ablenkschaltung 24 von üblicher Ausführung liegt. Die zweite Ausgangsleitung 25 dies Verstärkers
15 ist über ein Widerstandsnetzwerk 26,27
und 28 an die Abtrennstufen 30 und 32 für die Horizontal- und Vertikalablenkimpulse angeschlossen.
Die Ablenkschaltung 24 und die beiden Abtrennstufen 30 und 32 arbeiten in an sich bekannter
Weise.
Für das Schirmgitter 51 der letzten Zwischenfrequenzverstärkerröhre
14 ist ein Spannungsteiler vorgesehen, bestehend aus den Widerständen
34 und 35, die an einer positiven Anodenspannungsklemme (B+) liegen und eine Schirmgitterspannung
liefern sowie ferner dafür sorgen, daß am Verbindungspunkt 36 ein Ausgangssignal gemäß
der Erfindung entsteht. Der Röhre 14 können solche Betriebsspannungen zugeführt werden, daß eine
Kennlinie nach Fig. 2 entsteht, d. h. eine Kennlinie, bei welcher im Anodenstrom das gesamte Videosignal
auftritt und im Schirmgitterkreis nur diejenigen Rauschimpulse, weiche eine größere Amplitude1
besitzen als die Maximalamplitude des Videosignals. Im Videosignal weist die modulierte
Zwischenfrequenz 40 die Rauschiimpulse 41, 42 und 43 auf, welche einen über dem normalen Anodenstromwert
liegenden Anodenstrom in dar Röhre 14 erzeugen, da sie eine höhere Amplitude besitzen
als den Maximalwert 49 der Synchronimpulse45. Hierdurch wird, ein Schirmgitterstrom durch die
den Amplitudenwert 49 überschreitenden Amplitudenbeträge der Rauschimpulse 41, 42 und 43 hervorgerufen,
d.h. die Schirmgitterstromimpulse 41', 42' und 43'. Die Röhrenspannungen müssen zu i°o
diesem Zweck so gewählt werden, daß das störungsfreie
modulierte Zwischenfrequenzsignal selbst keinen Schirmgitterstrom hervorruft. Anderweitig
würde eine Unterdrückung auch der Synchronimpulse neben den. Rauschimpulsen in den nachfolgenden
Stufen stattfinden,.und die durch die Erfindung
erreichten Vorteile würden verlorengehen. Mittels der selbsttätigen Verstärkungsregelung
am Eingangsverstärker 10 und Zwischenfrequenz- \rerstärker 12 kann der Anfangspunkt der Schirmgitterstromkennlinie
der Röhre 14 stets sehr genau auf den Maximalwert 49 der Synchronimpulse 45
eingeregelt werden. Man, sieht also, daß der Schirmgitterkreis der letzten Zwischenfrequenzröhre
14 sowohl als ein vereinfachter Rauschdetektor wie auch als Verstärkerstufe dient, ohne
daß eine Verstärkerstufe für die Rauschunterdrückung notwendig wäre und ohne die Zwischenfrequenzverstärkerwirkung
der Röhre 14 zu beeinträchtigen.
Die verstärkten Rauschsdgnale an der Klemme können daher den Videosignalen an, den, beiden
Trennstufen 30 und 32 überlagert werden, so daß dort die Rauschimpulse, die vom Verstärker 15
her übertragen werden, unterdrückt werden können. XJm die richtige Polarität sicherzustellen, muß vor
der Leitung 25, wenn diese an die Anode der
letzten Videoverstärkerröhre angeschlossen ist, eine ungerade Zahl von Verstärkerröhren liegen. Die
richtige Polarität und die richtige Amplitude zur Bewerkstelligung einer wirksamen Rauschunterdrückung
lassen sich leicht bestimmen. Dabei dürfen die Rauschimpulse im Unterdrückungskreis
keine Phasenverschiebung erleiden, um eine vollständige Unterdrückung zu ermöglichen und eine
ίο möglichst hohe Amplitude der Unterdrücküngs-"
impulse zu erreichen. Vorteilhafterweise werden daher die Impulse von der letzten Zwischenf'requenzverstärkerröhre
abgenommen, damit keine Phasenverschiebungen in einer größeren Anzahl von etwa hinter dem Abnahmepunkt liegenden
Verstärkerröhren entstehen können. Jedoch, ist die Erfindung nicht unbedingt auf die Abnahme von
der letzten Zwiscbenfrequenzverstärkerröhre beschränkt.
ao Wie in Fig. 3 A dargestellt, sind dem Signal in der Leitung 25 die Rauschimpulse 41, 42 und 43
überlagert. Die gleichgerichteten und gegenphasigen Rauschimpulse (Fig. 3 B), die im Punkt 36 des
Schirmgitterkreises der Röhre 14 auftreten, können zu dem rauschbehafteten Videosignal an der Eingangsseite
der beiden Trennstufen addiert werden, so daß ein Videosignalverlauf nach Fig. 3 C entsteht.
In diesem treten keine Rauschimpulse mehr auf, welche den Maximalwert 49 der Synchronimpulse
45 übersteigen, d. h., die gewünschte Funktion der Trennstufen wird nicht mehr in
Frage gestellt. Die Amplitude der Rauschunterdrückungsimpulse in Fig. 3 B ist nicht kritisch, da
auch eine nicht vollkommene Unterdrückung der Rauschimpulse schon eine Verbesserung gegenüber
einer Schaltung, die völlig ohne Rauschunterdrückung arbeitet, dargestellt und da eine Überkompensation
lediglich kleine Impulseinschnitte 47 verursacht, die im Vergleich zu einer Unterkompensation
verhältnismäßig unschädlich ist. Die Einschnitte 47 der Synchronimpulse besitzen nämlich
viel kleineren Energieinhalt und eine viel kürzere Dauer als die Synchronimpulse selbst. Die
Rauschimpulse, die nicht in die Synchronimpulse 45 hineinfallen, liegen· im allgemeinen unterhalb
der Ansprechgrenze der Trennstufenröhren und können daher die Ablenkschaltungen auch nicht
im unrichtigen Zeitpunkt anstoBen.
Zur Verhinderung einer Oberwellenverstarkung
ist zwischen das Schirmgitter 51 der Röhre 14 und Erde noch ein' Kondensator 50 geschaltet. Der
Schirmgitterkreis ist daher nur für die Rauschfrequenzen selbst gegengekoppelt. Hierdurch wird
nicht nur eine bessere Verstärkung der Rauschimpulse an der Klemme 36 erzielt, sondern gleichzeitig
die Verstärkung der Rauschimpulse an der Anode 52 der Röhre 14 und in dem nachfolgenden
Videoverstärker 15 vermindert. Aus diesem Grunde ist an derBiildwiedergabevorrichtung eine geringere
Rauschenergie vorhanden, wodurch eine bessere Bildwiedergabe ermöglicht wird.
Wie durch die Impulse 41" und 43" in Fig. 3 C
angedeutet ist, wird die Eingangsspannung an den TrennstUifen 30 und 32 stets verbessert, wenn die
Rauschimpulse einen endlichen Scbirmgitterstrom hervorrufen. Die Rauschimpulse lassen sich aber
nur dann vollständig ausschalten-, wenn sie den Synchroiniimpulspegel überschreiten. In der Leitung
54, über welche das Eingangsrauschen an die Trennstufen übertragen wird, kann noch eine Ver-'
stärkerstufe eingebaut werden, welche die Wirkungsweise der Schaltung auch in denjenigen;
Falten verbessert, in denen eine vollständige Entkopplung
nötig ist und eine vollständige Rauschunterdrückung anders nicht erreicht werden
kann, da man einen Kompromiß zwischen den Widerständen der Schaltung und den maximal
verfügbaren Rauschkompensationssignalen treffen muß. Die Schaltung arbeitet jedoch auch ohne
zusätzliche Verstärkung und verbessert die Synchronisierung sowie die Arbeitsweise; des Videoverstärkers
beim Vorhandensein hoher Rauschimpulse.
Die Eingangsleitung 54 wird, vorzugsweise über einen aus den Widerständen 58 und 59 bestehenden
Spannungsteiler an die beiden Trennstufen angeschlossen.
In diesem Spannungsteiler geht zwar ein Teil der Rauschenergie verloren, aber es läßt sich
ein befriedigender Kompromiß erreichen zwischen der Forderung, an den Eingangsseiteni der beiden
Trennstufen eine maximale Amplitude der Synchronimpulsspannung bei minimaler Belastung
durch die Rauschunterdrückungsschaltung zu. erzielen, und der Forderung, einen merklichen Bruchteil
der Rauschunterdrückungsenergie auszunutzen. Die bessere Unterdrückung wird in der Horizontaltrennstufe
30 erreicht, jedoch kann man auch in der Vertikaltrennstufe 32 eine wesentliche Verbesserung
gegenüber einer Schaltung, die ohne Rauschunterdrückung arbeitet, erzielen.
Claims (3)
1. Rauschunterdrückungsschaltung für einen Fernsehempfänger mit wenigstens einer Zwischenfrequenzverstärkerröhre,
einem Videoverstärker und einer an diesen, angeschlossenen Abtrennstufe für die Synchroninipulse, dadurch
gekennzeichnet, daß am Schirmgitter der Zwischenf requenzverstärkerröhre die den Synchronpegel
amplitudenmäßig übersteigenden Rauschimpulse in derselben zeitlichen Lage, aber mit
umgekehrter Polarität, wie sie am. Ausgang des Videoverstärkers auftreten, abgenommen und
der Verbindungsleitung zwischen dem Video·-
verstärker und der Abtrennstufe ohne weitere Verstärkung zugeführt werden.
2. Schaltung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Widerstand (34) zwischen d'em
Schirmgitter der Zwiscbenfrequenzröhre und der Eingangsseite der Trennstufe und, durch
einen so» bemessenen/ Nebenschlußkondensator
(50) zu diesem Widerstand, daß die Ober-
schwingungen der Rauschimpulse unterdrückt werden.
3. Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Nebeinschlußkondensator
einen niederohmigen Nebenschluß zur Masse für Frequenzen des Frequenzbandes darstellt,
für die der Zwischenfrequen/zverstärker ausgelegt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften': Österreichische Patentschrift Nr. 154228; 10
schweizerische Patentschriften Nr. 185 803,
233051;
britische Patentschriften Nr. 463903, 482074;
»Funk«, 1936, H. 13, S. 397/398;
»Wireless World«, März 1936, S. 314/315, und 15
November 1951, S. 451.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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