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Verfahren zum Kopieren von Additiv-Farbfilmen und Gruppenfiltersatz zur Durchführung des
Verfahrens.
Es ist bekannt, beim Kopieren von kinematographischen Filmen zwischen die Lichtquelle und das Negativ lichtdämpfende Medien zu schalten, u. zw. abwechselnd Medien von verschiedener Lichtdurchlässigkeit, je nach der Dichte der einzelnen aufeinanderfolgenden Szenenabschnitte des Negativs, welche bei unterschiedlichen Beleuchtungsverhältnissen (Atelier-oder Aussenaufnahmen usw. ) aufgenommen wurden. Das geschieht, um eine grössere Gleichmässigkeit in der Dichte des vor- zuführenden Spielfilms zu erhalten.
Wenn man die bekannten Additiv-Farbfilme, die in der Fläche eines Normalkinobildes eine Gruppe von mehreren, beispielsweise vier verkleinerten, durch verschiedene Farbfilter aufgenommener Farbwertteilbildern enthalten, derart kopieren wollte, dass man in der vorstehend angegebenen Weise vor die ganze Normalkinobildfläche ein einheitliches Dämpfungsfilter bringt, das man lediglich danach, ob Aussen-oder Innenaufnahme vorliegt, stärker oder schwächer dämpfend wählt, so würde das zu unbefriedigenden Ergebnissen führen. Die zusammengehörigen Farbwertteilbilder einer Gruppe haben jedes eine voneinander ganz verschiedene Dichte, so dass ein einheitliches, über sie alle hinwegreichendes Dämpfungsfilter ihren individuellen Eigenschaften nicht gerecht werden kann.
Man muss daher die anzuwendende Lichtdämpfung nach zwei Gesichtspunkten differenzieren, nämlich einmal von Szene zu Szene (wie bei der bekannten Arbeitsweise mit ganzflächigen Normalkinobildern) und sodann innerhalb der Gruppe. Es werden also erfindungsgemäss Filtergruppen verwendet, die in der Fläche eines Normalkinobildes mehrere, z. B. vier Teilflächen aufweisen, welche untereinander verschiedene, den korrespondierenden Farbwertteilbildern entsprechend Lichtdämpfungseigenschaften haben. Man arbeitet zweckmässig mit mehreren solcher Gruppenfilter, die jedes gegenüber dem andern insgesamt dichter oder lichter sind, in denen aber das Verhältnis der Durchlässigkeit der einzelnen Teilflächen zueinander das gleiche ist. In der Regel wird man mit zwei Gruppenfiltern, einem für Aussenaufnahmen, einem für Atelieraufnahmen, auskommen.
Dadurch wird in einem einzigen Kopiervorgang das Dichteverhältnis der Teilbilder in jeder Gruppe zueinander so festgelegt, wie es die Abstimmung der Gruppe des in natürlichen Farben vorzuführenden Spielfilmes verlangt.
Um ein leichtes Arbeiten während des Kopierens zu ermöglichen, wird erfindungsgemäss eine Mehrzahl von Gruppenfilterplatten zu einem Gruppenfiltersatz so zusammengefügt, dass dieser Satz aus zwei oder mehreren Gruppenfiltern besteht, deren Gesamtdichte stufenweise ansteigt und bei denen das Verhältnis der Lichtdurchlässigkeit der einzelnen Teilflächen zueinander aber immer das gleiche ist. Wird ein solcher Satz geordnet dem Kopierer an Hand gegeben, so kann er an Helligkeitsnotizen der Aufnahme mit Leichtigkeit sofort in die Kopiervorrichtung den dem Helligkeitswert der Aufnahme entsprechenden Gruppenfilter einfügen, ohne es nötig zu haben, die Einzelhelligkeitswerte der einzelnen Teilbilder überprüfen zu müssen.
Werden Gruppenfilter in dieser Form zu einem Satz zusammengefügt, bei denen das Verhältnis der Lichtdurchlässigkeit der einzelnen Teilflächen zueinander durch den ganzen Satz ständig das gleiche ist, so kann das Kopieren ungehindert in kürzester Zeit durchgeführt werden, ohne dass Fehler in der Farbnuancierung in Richtung auf die eine oder andere Teilfarbe aufzutreten vermögen, gleichgültig, welcher Helligkeitswert bei der Aufnahme im Gesamt- spektrum gewesen ist.
Bei gleichbleibenden Aufnahmefiltern wird das Verhältnis der Helligkeitswerte der einzelnen Farbwertaufnahmen zueinander immer dasselbe sein, so dass durch die neu gegebene
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Regel, beim Kopieren in Sätzen zusammengefasste Gruppenfilter mit gleichbleibendem Verhältnis der Lichtdurchlässigkeit zu verwenden, immer die richtige Tönung des endgültig zusammengebrachten farbigen Bildes gewährleistet ist.
In der Zeichnung sind zwei Filtergruppen dargestellt.
Es sei beispielsweise in der Filtergruppe nach Fig. 1 die Lichtabsorption der Teilfläche a 10%, der Teilfläche b 20%, der Teilfläche c 15% und der Teilfläche d 8%, dann ist in der Filtergruppe nach Fig. 2, welche insgesamt die doppelte Lichtabsorption besitzt, das Verhältnis der einzelnen Lichtabsorptionen von a' : b' : c' : d'wie 20 : 40 : 30 : 16. Das die einzelnen Teilflächen trennende Kreuz e ist ganz durchsichtig, damit im Positivfilm eine schwarze Umrandung entsteht.
Die Auswechslung der Gruppenfilter bei anderer Szenenfolge erfolgt entweder von Hand oder mit an sich für die Steuerung einfacher Dämpfungsfilter bekannten automatischen Vorrichtungen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Kopieren von Additiv-Farbfilmen, die im Normalkinobildfeld eine Gruppe von z. B. vier verkleinerten Farbwertteilbildern enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilbilder jeder Gruppe gleichzeitig kopiert werden, indem zwischen Lichtquelle und Negativ oder vor das letztere ein Gruppenfilter geschaltet wird, wobei das Gruppenfilter Teilflächen von verschiedener, den zugehörigen Teilbildern angepasster Dichte besitzt, jedoch das Dichteverhältnis der Teilflächen zueinander bei allen zum Kopieren verwandten Gruppenfiltern das gleiche ist.