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Die Erfindung betrifft ein Verfahren, durch welches mit Strassenfahrzeugen von einem, auf einer Anhöhe gelegenen Orte zu einem tiefer gelegenen Orte oder in verkehrter Richtung Transporte vorgenommen werden können.
Es wurde bereits vorgeschlagen, in den Anlagekosten wohlfeile Hochgebirgsbahnen in der Weise herzustellen, dass ein natürlicher, für Schlitten fahrbarer Boden den Bahnkörper bildet, wobei ein oder zwei schlittenartig Beförderungsmittel durch über eine oder mehrere Rollen geführte Seile der Fahrbahn entlang bewegt werden.
Dieser sehr primitiven und einen geregelten Förderbetrieb nicht zulassenden Hochgebirgsbahn gegenüber unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, dass zwischen dem höheren und dem tieferen Orte eine in der Längsrichtung in zwei im wesentlichen parallele Wege geteilte Ebene als Strasse angelegt wird, wobei der eine Weg zum Verkehr eines beladenen Fahrzeuges in einer Richtung und der andere Weg zum Verkehr eines zweiten leeren Fahrzeuges, vorzugsweise gleicher Ausführung, in entgegengesetzter Richtung dient. Beide Fahrzeuge sind miteinander durch ein Seil oder ein Kabel verbunden, welches über einen am Kopfe beider Wege angebrachten beliebigen Antrieb oder eine Bremsvorrichtung geleitet wird.
Die Erfindung besteht weiter darin, dass der Weg oder die Strasse durch ein Geländer (oder Einfassung) in der Längsrichtung geteilt wird und beide Wege an ihrem äusseren Rande mit je einem Radabweiser begrenzt sind.
Dieses Verfahren wird vorteilhaft dort angewendet, wo nach den gewöhnlichen Bauweisen wegen steilen Geländes oder aus sonstigen Gründen, Wege oder Strassen, wenn überhaupt, nur mit langen Serpentinen gebaut werden können. Mit dem neuen Verfahren können Transporte, mit beliebigen Strassenfahrzeugen, auf einer schiefen Ebene von Berg zu Tal oder in verkehrter Richtung ohne Umladung durchgeführt werden.
Die schiefe Ebene kann eine gleichmässige oder wechselnde Steigung haben. Die Strasse kann einen provisorischen oder bleibenden Charakter bekommen. Sie kann daher aus Stein, Beton, Eisenbeton, Asphalt od. dgl. oder in provisorischer Ausführung aus Erde, Holz od. dgl. hergestellt werden.
Beide Wege können beliebig breit sein, doch ist eine Breite von ungefähr 2 m am vorteilhaftesten, da diese Breite den Verkehr von jedwelchen Strassenfahrzeugen, wie Wagen, Kraftwagen, Schlitten od. dgl. zulässt.
Die Einfassung (Radabweiser) ist dazu bestimmt, das Abgleiten der Fahrzeuge vom Wege zu verhindern. Die an dem Seile befestigten Fahrzeuge haben das Bestreben auf der kürzesten Strecke vom Ausgangs-zum Endpunkte zu gelangen, also den Weg in gerader Linie zurückzulegen. In der Praxis treten jedoch störende Einflüsse auf, die den Lauf in gerader Linie unmöglich machen, so z. B. können die Fahrzeuge einseitig belastet sein oder werden nicht richtig am Seil befestigt ; oder es kann der Weg Unebenheiten aufweisen usw. Um die Fahrzeuge auf richtiger Bahn zu halten, benötigen sie eine Führung, was durch die Einfassung (Radabweiser) erreicht wird.
Um die Reibung mit den Fahrzeugen möglichst gering zu halten, wird die Einfassung (Radabweiser) mit glatter Oberfläche und abgerundeter Oberkante ausgebildet. Die Radabweiser können in bleibender Form aus Stein, Ziegel, Beton, Eisenbeton od. dgl. in provisorischer Weise aus Holz hergestellt werden. Die Stärke der Einfassung hängt von der Art und Belastung der verkehrenden Fahrzeuge ab. Bei bleibender Bauweise können die Radabweiser etwa 500 mm stark und etwa 300 mm hoch angenommen werden. Die Tiefe des Fundaments hängt von der Beschaffenheit des Bodens ab.
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Wenn die Radabweiser aus Holz hergestellt werden, wird vorteilhaft Rundholz mit einem ungefähren Durchmesser von 300 mm verwendet. Das Rundholz, das als Einfassung dient, wird mit Holznägeln an hölzernen Schwellen befestigt ; die Schwellen, die auch aus Rundholz sind, werden durch in den Boden eingeschlagene Pfähle festgehalten. Die Entfernung zwischen den Schwellen hängt gleichfalls von der Beschaffenheit des Bodens ab, sie soll jedoch 2 m nicht überschreiten.
Als Bremsvorrichtung kann jedes bekannte System verwendet werden, vorausgesetzt, dass es die Möglichkeit gibt, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu regeln und nötigenfalls die Fahrzeuge durch die Bremsvorrichtung wann immer zum Stehen bringen zu können.
Als Antrieb kann entweder die Schwerkraft der talabwärtsfahrenden Nutzlast oder ein Motor od. dgl. dienen. Die Schwerkraft wird dann verwendet, wenn das Gewicht der talabwärtsfahrenden Nutzlast grösser ist als der Widerstand des zu bewegenden Fahrzeuges. Wenn jedoch die Schwerkraft zu gering ist oder die Nutzlast bergauf bewegt wird, ist ein Motorantrieb erforderlich.
In den Zeichnungen ist die Erfindung in zwei Ausführungsformen beispielsweise dargestellt.
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen die eine Ausführungsform in endgültiger Form, u. zw. im Längsschnitt, im Grundriss und im Querschnitt, die Fig. 4,5 und 6 in provisorischer Form aus Holz und Erde, gleichfalls im Längsschnitt, im Grundriss und im Querschnitt.
In der Zeichnung bezeichnet a die schiefe Ebene, b die Einfassungen (Radabweiser) und c die Bremsvorrichtung.
In den Fig. 4,5 und 6 ist der Weg unmittelbar auf dem natürlichen Gelände gebaut, mit Schwellen d versehen, die durch Pfähle e befestigt sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Transport von Lasten mit Strassenfahrzeugen zwischen Orten mit grosser Niveaudifferenz, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Orten eine in der Längsrichtung in zwei im wesentlichen paralle Wege geteilte Ebene in Form einer Strasse angelegt wird, von welchen Wegen der eine für den Verkehr eines beladenen Strassenfahrzeuges in einer Richtung und der zweite für den Verkehr eines leeren Fahrzeuges in entgegengesetzter Richtung dient, wobei an dem oberen Ende beider Wege eine Kraftmaschine oder eine Bremsvorrichtung vorgesehen ist, über welche ein Seil führt, dessen beide Enden mit den zwei Fahrzeugen verbunden sind.