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Registriervorrichtung für Betriebskontrollanlagen.
Betriebskontrollanlagen werden in der Regel so ausgeführt, dass sämtliche Messinstrumente, welche die jeweiligen Augenblickswerte der verschiedenen betriebswichtigen Grössen elektrisch zur Anzeige bringen, auf einer gemeinsamen Tafel vereinigt sind. Häufig wird eine Ausführungsform gewählt, bei welcher Geradeführungs- oder Lichtmarkeninstrumente mit senkrechter Skalenanordnung parallel und in gleicher Höhe nebeneinander angebracht sind.
Um das die. Betriebskontrolle ausübende Personal (Wärterpersonal) zu überwachen und zur Beachtung der Messinstrumentanzeige zu zwingen, ergibt sich das Bedürfnis, in bestimmten Zeiträumen von etwa 20 Minuten die Instrumentanzeigen von Hand aus aufzeichnen zu lassen. Zu diesem Zwecke sind Einrichtungen bekannt, die darauf beruhen, dass ein transparentes Zeiehenpapier, das zwischen zwei Rollen ausgespannt ist, auf die Leuchtskalen aufgedrückt und der Stand der Lichtzeiger von Hand aus darauf markiert werden. Nach jeder Messreihe werden dann die Rollen weitergedreht, um so ein neues Zeichenblatt bereitzustellen.
Die bekannten Einrichtungen dieser Art leiden jedoch an mannigfache Nachteilen. Sie bedingen einen ziemlich grossen Papierverbrauch und sind nur bei Lichtzeigerinstrumenten anwendbar. In hellen Räumen wird die Lesbarkeit des Lichtzeigers durch das transparente Papier, welches seinerseits die Raumhelligkeit reflektiert, bedeutend erschwert. Ferner ist auch keine Gewähr geboten, dass nicht etwa bereits eingetragene Messwerte nachträglich und unerlaubterweise korrigiert werden.
Mit Hilfe der erfindungsgemässen Einrichtung gelingt es, die angeführten Übelstände zu vermeiden und eine Registrierung zu ermöglichen, welcher im Falle von Betriebsunfällen dokumentarischer Wert beizumessen ist.
Das Wesen der Erfindung kennzeichnet sich darin, dass das Registrierpapier die Instrumentenskala während des Markierungsvorganges nicht überdeckt, sondern räumlich getrennt von ihr angeordnet ist. Es ist somit eine Übertragung der Anzeige der einzelnen Messinstrumente auf das Registrierpapier notwendig und erfolgt beispielsweise von Hand aus unter Zuhilfenahme einer mechanischen Vorrichtung, die es ermöglicht, einen starren Abstand zu übertragen, also beispielsweise durch einen parallel verschiebbaren Zwischenteil (Übertragungslineal), dessen eines Ende oder Endmarke mit dem Stand des Instrumentenzeigers in Übereinstimmung gebracht wird, während am andern Ende (Endmarke, Schablonenausschnitt) die Markierung auf dem Papier vorgenommen wird, wobei jedem Messinstrument eine eigene Farbe zugeordnet sein kann.
Um die Kontrolle des Bedienungspersonals zu ermöglichen und nachträgliche Eintragungen oder Änderungen auf dem Kontrollstreifen auszuschliessen, ist der Papierstreifen samt Transportvorrichtung, welche beispielsweise aus einem Uhrwerk oder einem Synchronmotor bestehen kann, in einer verschlossenen und versperrbaren Kassette untergebracht. Der Schlitz ist so schmal, dass nach verhältnismässig kurzer Zeit die auf dem Papier vorgenommene Eintragung in der Bewegungsrichtung aus dem Schlitz herausgerückt ist. Um die Änderung der Betriebswerte innerhalb eines gewissen Zeitabschnittes, z.
B. eines Schichtwechsels, verfolgen zu können, ist zwischen dem Schlitz, durch welchen die Registrierung erfolgt, und der Aufwickeltrommel eine Strecke eingeschaltet, auf der das Papier hinter einer durchsichtigen Scheibe läuft, durch welche die bereits vorgenommenen Markierungen beobachtet, jedoch nicht mehr geändert werden können. Die Registriereinrichtung kann auch beispielsweise auf einer Führungsschiene beweglich angeordnet sein. Die Führungsschiene, auf welcher die Markierungseinrichtung vermittels Rollen läuft, ist mit Kerben bzw. Rasten versehen, die den einzelnen abzulesenden Messinstrumenten in der Weise zugeordnet sind, dass beim Einfallen in die Rast der Index
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der Markierungsvorrichtung einstellgerecht neben der Instrumentenskala zu stehen kommt.
Die Schiene selbst ist über die Instrumentenplatte hinaus seitlich verlängert, um mit der Registriereinrichtung seitlich hinausfahren zu können. Durch die erwähnte Einrichtung der Schiene wird nicht nur eine sehr bequeme Handhabung, sondern auch der Vorteil erzielt, dass die Registriereinrichtung im Normalzustand sich ausserhalb der Instrumentenplatte befindet und daher die Übersicht in keiner Weise beeinträchtigt.
Durch die beschriebene Art der Markierung ist der wichtige Vorteil erreicht, ebenso gut gewöhnliche Zeiger-wie Lichtzeiger oder Lichtmarkeninstrumente anwenden zu können, ohne dass die Instrumentenskala während des Markierungsvorganges vom Papier überdeckt wird, was die Ablesung wesentlich erleichtert bzw. bei Zeigerinstrumenten überhaupt erst ermöglicht.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführung des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Es ist gezeigt, wie die Registriervorrichtung, in eine Rast der Schiene R eingefallen, zur Markierung der Anzeige des Lichtmarkeninstrumentes J1 vorbereitet ist (Ja stellt ein Zeigerinstrument dar).
. A ist der in senkrechter Richtung verschiebbare Index samt Sehablonenlineal, S der Schlitz, F das Beobachtungsfenster, G das Gehäuse, V die Vorratsrolle und Y die Achse, an der der (nicht gezeichnete) Antrieb zu denken ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Registriervorrichtung für Messinstrumententableaus mit von Hand aus erfolgender Aufzeichnung der Instrumentenanzeige auf einen Papierstreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung der Anzeige auf das zeitproportional bewegte, die Instrumentenskala nicht überdeckende Papier unter Vermittlung eines mechanischen Zwischengliedes erfolgt.