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Drahtloses Sende-und Empfangsgerät.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf drahtlose Sende- und Empfangsgeräte.
Es ist schon oft versucht worden, wirkungsvolle Geräte gedrängter Bauweise herzustellen, die nach Bedarf als drahtlose Sende-oder Empfangsgeräte benutzt werden können. Für viele Zwecke ist es wünschenswert, Wellenlängen von 10 m oder weniger zu verwenden, wofür Apparate mit zwei Stufen Elektronenröhren vorgeschlagen werden. Hiebei wirkt die eine Stufe einerseits als Schwingungerzeuger, anderseits als Superregenerativdetektor, während die zweite Stufe eine Röhre enthält, die einerseits als Modulator, anderseits als Niederfrequenzverstärker wirkt.
Es wurde nun gefunden, dass der verhältnismässig niedrige Wirkungsgrad dieser kleinen Sender, sei es, dass sie mit einem Empfänger vereinigt sind oder nicht, teilweise daran liegt, dass die Modulationsdrosselspule nahe bei den übrigen Teilen des Apparates angeordnet ist. Wahrscheinlich ist eine elektromagnetische Kopplung die Ursache für den Energieverlust.
Ein wesentlicher Bestandteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein verbessertes drahtloses Sendegerät zu schaffen, das gleichzeitig räumlich gedrängt und von hohem Wirkungsgrad ist.
Das drahtlose Sendegerät nach der Erfindung für Wellenlängen von] 0 m oder weniger enthält eine Modulationsröhre, deren Modulationsdrossel ganz oder teilweise an einer von der Röhre entfernten Stelle angeordnet ist. Wie Versuche gezeigt haben, wird das günstigste Ergebnis erzielt, wenn die Drossel oder wenigstens ein Teil der Drossel ungefähr 1 In oder mehr von der Modulationsröhre entfernt angeordnet ist, obwohl auch schon eine Verbesserung festzustellen ist, wenn die Drossel etwas näher bei der Röhre liegt.
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fernt liegende Drossel aus den für den Empfang vorgesehenen Telephonen gebildet werden.
Nach der Erfindung enthält das drahtlose Empfangsgerät auch eine Superregenerativ-Detektor- röhre und Mittel zur Betätigung einer Anrufvorrichtung (z. B. eines sichtbaren Anzeigers, einer Glocke od. dgl.) entsprechend der Veränderung des Stromes, die in der Detektorröhre auftritt, wenn dieser ein Stromstoss erteilt wird.
Die Erfindung soll an Hand der Zeichnungen beschrieben werden, von denen Fig.] ein Schaltbild einer Vereinigung eines Sende-und Empfangsgerätes nach der Erfindung darstellt, Fig. 2 eine Ansicht eines Empfangsgerätes nach der Erfindung, das eine Rufvorrichtung enthält, Fig. 3 ein Schaltbild einer Ausführungsform für die Rufvorriehtung, Fig. 4 eine abgeänderte Ausführungsform des Luftleiters, der in dem Apparat nach Fig. 1 Verwendung finden kann, Fig. 5 eine Möglichkeit der Anordnung eines Kurzwellenluftleiters an einem Flugzeugflügel.
Nach Fig. 1 besteht der Dipol-Luftleiter aus zwei Leitern 1 und 2, die miteinander durch eine Spule 3 verbunden sind. Die Länge jedes Leiters 1 und 2 beträgt ein Viertel der zur Anwendung gelangenden Wellenlänge, die beim vorstehenden Ausführungsbeispiele 2-5 m ist. Auf diese Weise hat jeder Luftleiter eine Länge von 0-625 m. Die Spule 3 ist mit zwei Spulen 4 und 5 gekoppelt, die ihrerseits untereinander durch einen Kondensator 6 verbunden sind. Das freie Ende der Spule 4 ist mit dem Gitter der Dreielektrodenröhre (Triode) 7 und das freie Ende der Spule o mit der Anode der Dreielektrodenröhre 7 verbunden.
Der Stromkreis 4, 5, 6, wird durch einen Kondensator 8 abgestimmt, der zwar in dem Ausführungsbeispiele als veränderlicher Kondensator dargestellt ist, jedoch auch als
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fester Kondensator ausgebildet sein kann, wenn der Apparat nur mit einer festen Wellenlänge arbeiten soll. Die Dreielektrodenröhre 7 wirkt als Generator von stetigen Hochfrequenzschwingungen, wenn der Apparat als Sender verwendet wird, und als Superregenerativdetektor, wenn der Apparat als Empfänger Verwendung findet.
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um den Apparat zn einem Empfänger auf einen Sender und umgekehrt umzuschalten. Die dritte Schalterstellung ist diejenige, in der der Apparat ganz ausser Betrieb gesetzt ist.
Wenn die Klemmen 10 bis 14 jeweils mit dem zugehörigen Schalterkontakt 15-19 verbunden werden, arbeitet der Apparat als Sender, und wenn die Klemmen 10-14 mit den entsprechenden Kontakten 20-24 verbunden sind, arbeitet der Apparat als Empfänger. Die Röhre 25, die, wenn die in der Abbildung links liegenden Kontakte des Schalters 9 geschlossen sind, als Modulatur wirkt, und, wenn die rechts liegenden Kontakte geschlossen sind, als Niederfrequenzverstärker arbeitet, ist eine Fünfelektrodenröhre (Pentode).
Ein Trockengleirhriehter 26, der durch einen Belastungswiderstand 27 überbrückt wird, dient dazu, den von einer Kraftquelle, z. B. von einer Batterie 34 abgenommenen Mittelwert des Stromes zu reduzieren, indem er einen Teil des der Röhre 25 entnommenen Stromes gleichrichtet und diesen als Vorspannung auf die Gittersteuerung dieser Röhre verteilt, was nachstehend ausführlich erläutert werden wird. Der Gittersteuerung der Röhre 25 ist eine hohe Vorspannung (z. B. der doppelte Wert als gewöhnlich) durch eine Vorspannungsbatterie 28 gegeben, und das Potential dieser Batterie wirkt der Potentialdifferenz, die durch den Widerstand 27 erzeugt wird, entgegen.
Auf diese Weise wird der Anodenstrom in der Röhre 25 so niedrig wie möglich erhalten, indem er die Gitterspannung fortwährend variiert, u. zw. über einen Bereich, der einem wesentlich geraden Teil der Charakteristik entspricht. Derart wird für die schwachen Signale die Vorspannung am Gitter hoch und der Anodenstrom niedrig, wogegen für kräftige Signale die Gitterspannung relativ niedrig bleibt während der exzessiven Höhe dieser Signale.
Eine Mikrophonklinke 29 ist mit einer ihrer Klemmen mit dem einen Ende der Primärwicklung eines Mikrophontransformators 30 verbunden, wobei das andere Ende dieser Wicklung mit dem Chassis des Apparates in Verbindung steht. Die Verbindungen mit dem Chassis sind als Erdverbindungen anzusehen, da das Potential des Chassis gegenüber Erde als konstant anzusehen ist. Die andere Klemme der Klinke 29 ist mit dem Kontakt 14 des Schalters 9 verbunden ; der Kontakt 24 dieses Schalters besitzt keine Verbindung, aber der Kontakt 19 ist mit der Leitung 31 verbunden, die zu dem einen Ende der Glühkathoden der beiden Röhren 7 und 25 führt, wobei das andere Ende dieser Glühkathoden geerdet ist.
Die Schalterkontakte 18 und 23 stehen ebenfalls mit der Leitung 31 in Verbindung und die Klemme. 13 ist durch eine Leitung des Batteriekabels 32 mit der positiven Niederspannungsklemme t ! ! 3 der Batterie 34, verbunden, die entfernt von den übrigen Teilen des Apparates angeordnet sein kann.
Die negative Nieder-und Hochspannungsklemme 35 der Batterie 34 ist durch eine weitere Leitung des Kabels 32, wie dargestellt, geerdet. Die Anordnung ist also so getroffen, dass, wenn das nicht dargestellte Mikrophon durch Einsetzen des Stöpsels der Klinke 29 in den Stromkreis eingeschaltet ist, wobei das Mikrophon mit diesem Stöpsel verbunden wird, und wenn die links liegenden Kontakte des Schalters 9 geschlossen sind, ein Strom vom Niederspannungsteil der Batterie 34 nicht nur durch die Glühkathoden der Röhren 7 und 25 fliesst, sondern auch durch das Mikrophon und die Primärwicklung des Mikrophontransformators 30, wodurch das Mikrophon erregt wird.
Das eine Ende der Sekundärwicklung des Transformators 30 ist über einen Widerstand 36 mit der negativen Klemme der Gittervorspannungsbatterie 28 verbunden, während das andere Ende mit dem Schalterkontakt 17 in Verbindung steht. Ein Entkopplungskondensator 50 steht mit dem Widerstand 36 in Verbindung.
Die Klemme 12 des Schalters 9 ist mit der Gittersteuerung der Röhre 25 verbunden.
Der Schalterkontakt 16 ist mit der Gittersteuerung der Röhre 7 über den Widerstand 37 verbunden, während der Kontakt 15 mit der Anode der Röhre 25 in Verbindung steht. Die letztere ist über einen Überbrückungskondensator 49 geerdet. Die Klemme 11 des Schalters 9 ist geerdet und die Klemme 10 ist über eine Hochfrequenzdrosselspule 38 mit der Anode der Röhre 7 verbunden. Ein zweiter Überbrückungskondensator 48 ist, wie dargestellt, angeordnet.
Die Anode der Röhre 25 ist mit ihrem Schutzgitter über eine Niederfrequenzdrosselspule 39 verbunden ; das Schutzgitter ist mit der positiven Hochspannungsklemme 43 der Batterie 34 verbunden und die Klemmen einer Telephonklinke 40 stehen mit den Enden der Drossel 39 in Verbindung.
Ein Paar normaler Telephone, die nicht dargestellt sind, ist mit dem Stöpsel der Klinke 40 verbunden und, wenn der Stöpsel eingesetzt ist, sind die Telephone über die Drossel 39 parallel geschaltet. Die Telephone und die Drossel zusammen dienen als Modulationsdrossel, wenn der Apparat als Sender verwendet wird, wobei in besonderen Fällen die Drossel 39 fortgelassen werden kann, so dass dann die Telephone allein als Modulationsdrossel wirken.
Beim Gebrauch des Apparates sind die Telephone im Abstand von den übrigen Teilen des Apparates angeordnet und bilden eine entfernt angeordnete Modulationsdrossel. In kombinierten Sende-und Empfangsgeräten sind üblicherweise Telephone vorhanden, und es ist angebracht, diese als vom übrigen Apparat entfernt liegende Modulationsdrossel zu verwenden ; es können jedoch auch
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viele andere Formen von Drosseln Anwendung finden, und eine günstige Stelle für die Anordnung der entfernten Drossel, wenn keine Telephone dafür verwendet werden, ist das Gehäuse, das die ent- fernt liegende Kraftquelle enthält. Ein Vorteil bei der Anwendung zweier Telephone ganz oder teilweise als Modulationsdrossel liegt darin, dass die Telephone zum Mithören der Sendung verwendet werden können.
Die Funktion der Drossel. 39 in der beschriebenen Anordnung besteht darin, dass sie den grösseren Teil der unmittelbaren Komponente des Anodenstromes der Röhre 25 aufnimmt. Die Induktivität kann beträchtlich grösser sein als diejenige der Telephone.
Die Anordnung nach Fig. 1 wurde vorstehend im Hinblick darauf beschrieben, dass die Einrichtung als Sender arbeitet. Wenn der Schalter 9 so steht, dass die in der Figur rechts liegenden Kontakte geschlossen sind, wird die Einrichtung zn einem Empfänger, wobei die folgenden Änderungen der Stromführung stattfinden. Zunächst ist die Schalterklemme 10 über einen Widerstand 44 mit einem Ende der Primärwicklung des Niederfrequenztransformators 45 verbunden, deren anderes Ende mit der Batterieklemme 43 in Verbindung steht. Die Primärwicklung des Transformators 45 wird durch einen Lautstärkereglerwiderstand 46 parallel geschaltet. Die Sehalterklemme 11 ist mit der Gittersteuerung der Rohre 7 über einen Widerstand 47 verbunden.
Es ist also der Nebenschlusswiderstand der Röhre 7 nicht mehr der Widerstand 37, sondern der Widerstand 47, wobei diese Widerstände Werte besitzen, die den beiden Funktionen, die die Röhre 7 zu erfüllen hat, entsprechen. Der Widerstand 47 ist so vorgesehen, dass eine ausreichende Pendelfrequenz erhalten wird, wenn die Röhre 7 als Detektor arbeitet, und der Widerstand 37 besitzt einen Wert, der geeignet ist zur Erzeugung stetiger Schwingungen.
Die Schalterklemme 12 ist über die Sekundärwicklung des Transformators 45 mit der negativen Klemme der Vorspannungsbatterie 28 verbunden und die Klemme 14 ist mit dem Leerkontakt 24 verbunden, wodurch der Mikrophonstromkreis unterbrochen wird.
Die Telephone bleiben im Stromkreis beim Wechsel vom Sender zum Empfänger und dienen im letzteren Fall dazu, die empfangenen Zeichen hörbar zu machen. Brauchbare Werte für die Einzelteile der in Fig. 1 dargestellten Stromkreise sind die folgenden :
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<tb> Kondensator <SEP> 6..................... <SEP> 0-0001 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 8 <SEP> 15 <SEP> Mikromikrofarads, <SEP> veränderlich
<tb> Kondensator <SEP> 41.................... <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Mikrofarad, <SEP> Papier
<tb> Kondensator <SEP> 48.................... <SEP> 0-004 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 49 <SEP> 0-002 <SEP> Mikrofarad
<tb> Kondensator <SEP> 50 <SEP> 0-01 <SEP> Mikrofarad
<tb> Widerstand <SEP> 27 <SEP> 50. <SEP> 000 <SEP> Ohm
<tb> Widerstand <SEP> 37 <SEP> 10. <SEP> 000 <SEP> Ohm
<tb> Widerstand <SEP> '..................... <SEP> 100.
<SEP> 000 <SEP> Ohm
<tb> Widerstand <SEP> 46..................... <SEP> 50.000 <SEP> Ohm, <SEP> veränderlich
<tb> Widerstand <SEP> 36..................... <SEP> 250.000 <SEP> Ohm
<tb> Widerstand <SEP> 42..................... <SEP> 100. <SEP> 000 <SEP> Ohm
<tb> Röhre <SEP> 7.......................... <SEP> Marconi-Type <SEP> L. <SEP> P. <SEP> 2
<tb> Röhre <SEP> 25 <SEP> Marconi-Type <SEP> P. <SEP> T. <SEP> 2.
<tb>
Ein brauchbares Paar Telephone enthält vier in Reihe angeordnete Spulen, von denen zwei in jeder Hörmuschel angeordnet sind. Die Induktanz der vier in Reihen angeordneten Spulen beträgt etwa 1-9 Hertz (bei 1000 Perioden in der Sekunde) und der Gleichstromwiderstand beträgt etwa 4000 Ohm. Bei einer abgeänderten Ausführungsform kann eine Modulationsdrossel vier Spulen enthalten, die alle die gleiche Charakteristik besitzen und in Reihen angeordnet sind, wobei die so gebildete Drossel eine Induktanz von 1-23 Hertz (bei 1000 Perioden in der Sekunde) und einen Gleichstromwiderstand von 350 Ohm besitzt.
Nach dem in Fig. 1 dargestellten Schema kann auch ein selbständiger Sender gebaut werden, in dem der Schalter 9 und die Teile 4J, 46 und 47 fortgelassen werden ; durch Fortfall des Schalters 9 ist es dann notwendig, Schaltmittel zur Unterbrechung der Glühkathodenstromkreise der beiden Röhren und zur Unterbrechung des Polarisationsstromes in dem Mikrophonstromkreis vorzusehen ; ebenso ist es notwendig, unmittelbar feste Verbindungen zwischen den Punkten 10 und 15, 11 und 16 und 12 und 17 vorzusehen.
In entsprechender Weise kann ein selbständiger Empfänger aufgebaut werden, bei dem dann die Teile 9, 29, 30 und 37 fortgelassen werden. Der selbständige Sender oder der Empfänger kann an Stelle eines Dipol-Luftleiters von der halben Wellenlänge einen einfachen Luftleiter von ein viertel Wellenlänge besitzen, der mittels einer Spule erregt wird, die mit einem ihrer Enden mit dem Luftleiter verbunden und mit den Spulen 4 und 5 gekoppelt ist.
Sender und Empfänger nach der Erfindung können mit Betriebsstrom ebenso durch einen gleichgerichteten Wechselstrom oder einen Gleichstrom aus der Hauptleitung wie durch eine Batterie gespeist werden. Wenn Batterien angewendet werden, können diese in demselben Gehäuse wie der Sender oder Empfänger untergebracht sein ; wenn aber Hauptstromleitungen als Stromquelle dienen,
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so wird die Stromversorgung vorteilhaft an einer von der übrigen Einrichtung entfernten Stelle vorgesehen und mit dem Apparat durch ein Kabel verbunden.
Sender und Empfänger nach der Erfindung eignen sieh vor allem für Signalgebung von Schiffen zur Kiiste, für die Verständigung zwischen dem Führerstand einer Lokomotive und dem Bremswagen eines Zuges und für ähnliche Zwecke, wo eine zuverlässige ein-oder zweiseitige Verständigung erwünscht ist. In solchen Fällen ist es naturgemäss vorteilhaft, wenn eine sichtbare oder hörbare Anzeige beim Empfänger gemacht werden kann, die zu erkennen gibt, dass dieser Empfänger angerufen wird ; es ist dann für den Bedienenden am Empfänger nicht nötig, dauernd am Apparat in Bereitschaft zu sein, wenn er nur die Anrufvorrichtung sehen oder hören kann.
Nach der Erfindung wird eine Anrufvorrichtung angewandt, die dem Stromwechsel entspricht, der in dem Superregenerativdetektor des Empfängers vor sich geht, wenn ihm eine empfangene Trägerwelle erteilt wird. Eine Ausführungsform einer solchen Anrufvorrichtung soll an Hand der Fig. 2 und 3 beschrieben werden.
Nach Fig. 2 ist ein Kurzwellenempfänger 51 auf einem Stativ 52 angeordnet, der eine Anrufvorriehtung 53 trägt. Die Anrufvorrichtung wird in Abhängigkeit vom Vorhandensein oder Nichtvorhandensein des Löschgeräusches betrieben, das im Ausgangskreis des Empfängers auftritt, wena kein Anruf empfangen wird, und es ist eine akustische Kopplung zwischen dem Empfänger 51 und der Anrufvorrichtung 53 vorgesehen.
Zu diesem Zweck ist in dem Eingangskreis der Anrufvorrichtung ein Mikrophon 54 angeordnet, das in der einen Seitenwand des Gehäuses der Vorrichtung angebracht ist, und es ist eine geeignete, nicht dargestellte Tragvorrichtung an der Anrufeinrichtung für die Empfangstelephone 55 vorgesehen, wobei die Anordnung so getroffen ist, dass, wenn die Telephone auf den Telephonträger gelegt sind, eine der Hörmuscheln über dem Mikrophon 54 angeordnet ist.
Zur Erklärung des Begriffes Loschgeräusch wird auf folgendes hingewiesen : In einem Superregenerativempfänger tritt ein als Löschgeräusch (quench noise) bekanntes Störgeräusch auf, welches gehört wird, wenn kein Zeichen gesendet wird, aber welches verschwindet, im Falle eine Trägerwelle empfangen wird. Eine unmodulierte Trägerwelle ist fähig, diese Störgeräusche zu stoppen. Die Frequenz des Störgeräusches in Stromkreisen, wie sie gewöhnlich verwendet werden, ist derart, dass das Störgeräusch hörbar ist. Es heisst, da es hörbar ist, Loschgeräusch (quench noise). Dieses Geräusch (quench noise) kann daher durch das Telephon 55 zu dem Mikrophon 54 gelangen.
Die Rohre 58 ist derart vorgespannt, dass, wenn kein"quench noise"vorhanden ist (wenn also eine Trägerwelle empfangen wird). der Anodenstrom wesentlich den Wert Null beträgt. Die Röhre 58 kann z. B. eine derartige Charakteristik aufweisen, dass der Anodenstrom annähernd Null wird, wenn dem Gitter eine Vorspannung von Minus 6 Volt in bezug auf die Kathode erteilt wird. Das Gitter der Röhre 58 kann dann eine Vorspannung von Minus 6 Volt bekommen. Wenn keine Trägerwelle vorhanden ist, müssen die Gitter in ihrem Spannungsbereiche mit Rücksicht auf das Störgeräusch unter Minus 6 Volt variieren und wann immer die Spannung des Gitters einen Wert zwischen Null und Minus 6 Volt beträgt, irgendein Strom in den Anodenstromkreis fliessen.
Auf diese Art bewirkt der Effekt des Störgeräusches, welches durch das Telephon 55 und das Mikrophon 54 appliziert wird, das Anwachsen des mittleren Anodenstromes vom Werte Null auf einen geringen positiven Wert, der genügt, das Solenoid 61 zu erregen und den Schalter 65 in einer Stellung zu halten, in der die Lampe 66 verdunkelt ist. Sobald eine Trägerwelle anlangt, fällt der Anodenstrom auf Null und der Schalter hört auf, die Lampe in ausgeschalteter Stellung zu erhalten. So wirkt der Zeichengebeapparat infolge Empfanges einer Trägerwelle korrekter Frequenz und verlangt dabei keinerlei Modulation der Trägerwelle. Die Tatsache, dass Zwischenmodulationen im Telephon 65 den Schalter anheben, tut nichts zur Sache, weil ein Sender erst dann seine Trägerwelle kontinuierlich moduliert, wenn er eine Antwort von einem Empfänger erhalten hat.
Wenn eine solche Anrufvorrichtung mit einem kombinierten Sende-und Empfangsgerät angewandt wird, kann die Anrufvorrichtung 58 auf der Stromquelle montiert sein, wobei die letztere vom Empfänger entfernt angeordnet ist. Z. B. kann das kombinierte Sende-und Empfangsgerät auf einem Stativ angebracht sein und die Stromquelle kann auf dem Boden zwischen den Stativfüssen stehen.
Es soll nun das in Fig. 3 dargestellte Schaltbild, das den Stromkreis der Anrufvorrichtung zeigt, beschrieben werden. Das Mikrophon 54 ist zusammen mit einer Polarisationsbatterie 56 mit der Primärwicklung eines Eingangstransformators 57 in Reihe geschaltet, während die Enden der Sekundärwicklung mit den Gittersteuerungen einer doppelten Dreielektrodenröhre (Triode) 58 in Verbindung stehen : Eine Abzapfstelle in der Mitte der Sekundärwicklung des Transformators 57 ist über eine Gittervorspannungsbatterie 59 mit der Glühkathode der Röhre 58 verbunden, wobei eine Heizbatterie 60 für die Glühkatode vorgesehen ist. Die beiden Anoden der Röhre 58 sind miteinander und über eine Magnetspule 61 und eine Hochspannungsbatterie 62 mit der Glühkathode verbunden.
Ein polarisierter Anker 63, der um eine Achse 64 schwingen kann, ist an der Magnetspule 61 angeordnet und eine Klappe 65 ist mit dem Ende des Ankers 63 fest verbunden. Eine Lampe 66, die
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Die Vorspannung durch die Batterie 59 ist so gewählt, dass im wesentlichen kein Strom in die Röhre 58 fliesst, wenn ein Anruf empfangen wird und das Pendelgeräusch (queneh noise) aufhört ; d. h. die Röhre 58 ist so vorgespannt, dass der Anodenstrom annähernd Null bei Niehtempfang einer Trägerwelle ist und dass der Anodenstrom fliesst, wenn eine Trägerwelle empfangen wird. Wenn kein Anruf empfangen wird, fliesst der Strom infolge des Pendelgeräusehes (quench noise) in die Magnetspule 61, wobei sich der Anker 63-wie dargestellt-einstellt, so dass die Lampe 66 verdunkelt wird.
Wenn das Pendelgeräusch aufhört, sinkt der Strom der Magnetspule 61 im wesentlichen auf Null und die Klappe 65 fällt unter dem Einfluss der Schwerkraft nach abwärts, so dass die Lampe 66 sichtbar wird.
Bei einer abgeänderten Ausführungsform kann der gleichgeriehtete Löschgeräuschstrom durch die Spule eines Milliamperemeters gelegt werden, dessen Zeiger durch einen Flügel ersetzt ist, der eine Lichtquelle mehr oder weniger verdecken kann, wobei die Einrichtung so getroffen ist, dass die Lichtquelle, wenn ein Anruf kommt, mehr zu sehen ist, als wenn kein Anruf kommt. Eine solche Anrufvorrichtung kann auch als Abstimmungsanzeiger Verwendung finden.
Anrufvorrichtungen der eben beschriebenen Art können so eingerichtet sein, dass sie ein flackerndes Rufzeichen geben, indem das vom Sender ausgegebene Rufzeichen in geeigneter Weise unterbrochen oder moduliert wird. Der Stromwechsel im Detektor des Empfängers bei der Ankunft eines Anrufes kann naturgemäss auch zur Betätigung einer hörbaren Anrufvorrichtung benutzt werden.
Es kann z. B. ein Relais in den Anodenkreis der Röhre 58 nach Fig. 3 eingeschaltet werden, das geeignet ist, den Stromkreis einer Glocke, eines Summers oder einer ähnlichen Vorrichtung zu schliessen.
Es ist zu bemerken, dass die Anrufvorriehtungen, die vorstehend beschrieben wurden, nur in Tätigkeit sind, solange das Anrufzeiehen, das die Vorrichtung zuerst in Betrieb setzt, empfangen wird.
Falls erforderlich, können Mittel, die mit einer Auslösevorrichtung zusammenwirken, vorgesehen sein, so dass die Anrufvorrichtung in der Anrufstellung auch verbleibt, wenn das Anrufzeielhen aufhört. Zu diesem Zwecke kann der Stromwechsel im Detektor des Empfängers, wenn ein Anruf erhalten wird, so angeordnet sein, dass er eine gasgefüllte Entladevorrichtung auslöst, z. B. eine solche, durch die kein Strom hindurchtritt, bis ihr Gitterpotential einen vorbestimmten kritischen Wert übersteigt, worauf der Strom hindurchtritt, bis das Potential der Anode auf einen bestimmten Wert reduziert ist, obgleich das Gitterpotential unter den kritischen Wert sinkt.
In Fig. 4 ist eine abgeänderte Ausführungsform des Luftleiters dargestellt, der an Stelle des in Fig. 1 wiedergegebenen Luftleiters verwendet werden kann. Es hat sich gezeigt, dass der Luftleiter nach Fig. 1, wenn er waagrecht angeordnet ist, verhältnismässig ungerichtet ist, wenn aber noch weniger gerichtete Selektivität gewünscht wird, wird zweckmässig der Luftleiter nach Fig. 4 angewandt. Dieser Luftleiter besitzt zu den in Fig. 1 dargestellten Teilen noch zwei weitere Leiter 67 und 68, die im wesentlichen im rechten Winkel zu den Leitern 1 und 2 angeordnet sind. Diese Leiter 67 und 68 können etwa 4 cm voneinander entfernt vorgesehen sein. Ihre Länge ist ebenso gross wie die Länge der Leiter 1 und 2. Die Teile 1 und 2 können waagrecht angeordnet sein und die Teile 67 und 68 können in jeder beliebigen Richtung verlaufen.
Ein nicht gerichtetes System der eben beschriebenen Art ist für verschiedene Zwecke sehr vorteilhaft, z. B. für den gegenseitigen Verkehr zwischen Luftfahrzeugen und zwischen Luftfahrzeugen und dem Erdboden.
In Fig. 5 ist eine Möglichkeit dargestellt, wie der Luftleiter nach Fig. 1 an den Tragflächen eines Flugzeuges angebracht werden kann. Die Vorderkante der Tragfläehe ist mit"69"bezeichnet. Die Leiter 1 und 2 sind an der Tragfläche in der Nähe der Hinterkante mit geeigneten Befestigungsmitteln 70 angebracht. Die Verbindung mit der Spule 3 des Apparates nach Fig. 1 kann durch Leitungen 71 und 7 erfolgen. Der Luftleiter kann in den Körper der Tragfläche eingebaut sein oder er kann in irgendeiner sonstigen geeigneten Weise auf der Tragfläche befestigt sein, u. zw. so, dass die Leiter 1 und 2 gewöhnlich waagrecht liegen.
Wenn der Luftleiter nach Fig. 4 bei einem Flugzeug Anwendung finden soll, so werden die Leiter 67 und 68 in oder an dem Rumpf angebracht oder sie können nach oben oder nach unten herausragen.
Es ist festgestellt worden, dass mit dem beschriebenen Apparat hei Anwendung einer Wellenlänge von 5 m oder weniger keine merkliche Interferenz mit der Motorzündung auftritt.
Die vorliegende Erfindung macht es möglich, Sender und Empfänger äusserst leicht und räumlich gedrängt auszuführen ; es kann z. B. ein vereinigtes Sende- und Empfangsgerät in einem Kasten von 15 x 20 x 10 cm Seitenlänge untergebracht sein, während das Gehäuse, in dem die zugehörigen Batterien und die Anrufvorrichtung enthalten sind, 34 x 17 x 13 cm Kantenlänge benötigt, wobei das Gesamtgewicht des Apparates etwa 6-8 kg beträgt. Die Reichweite des Apparates beträgt in diesem Fall etwa 75 km.
Sender und Empfänger nach der Erfindung können, wenn erforderlich, mit Richtantennen versehen sein und werden dann vorteilhaft für Führungsschiffe, für die Luftfahrt und für ähnliche Zwecke verwendet.
Die Erfindung ist auf die beschriebenen Ausführungsformen nicht beschränkt, sondern kann verschiedenste Abänderungen umfassen.