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Elektromagnetisch angetriebene Synchronuhr.
Die Erfindung betrifft eine elektromagnetisch angetriebene Synehronuhr, bei der ein Anker zwischen den Polen eines vom synchronisierten Netzstrom beeinflussten Elektromagneten schwingt und seine schwingende Bewegung auf das Räderwerk der Uhr überträgt.
Gemäss der Erfindung besitzen die Pole des Elektromagneten Ausnehmungen, in die der Anker ohne mechanische Berührung der Pole eindringen kann. Dadurch wird eine magnetische Selbstregulierung der Schwingungsweiten erzielt, die sogar beim Auftreten verhältnismässig hoher Überspannungen wirksam ist.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Einrichtung ist in den Fig. 1 und 2 der Zeichnung in Aufriss und Grundriss dargestellt.
Am Ende der biegsamen Lamelle 1 des Schwingorgans ist der permanente Magnet 2 als Anker des Elektromagneten 6 bis 10 befestigt. Die Lamelle 1 ist mit eine ! Schaltklinke 4 verbunden, die die Bewegung der Lamelle auf das Sperrad 5 überträgt, das mit dem Räderwerk verbunden ist. Die Spule 6 magnetisiert den Weicheisenkern 7,8, der derart gebogen ist, dass seine Pole 9 und 10 einander in geringem Abstand gegenüberliegen. Wegen der gegenseitigen Nähe der Pole 9 und 10 und wegen des zwischen ihnen befindlichen Magneten 2 ist das magnetische Feld beinahe vollkommen im Eisen ge- schlossen.
Eine Selbstregulierung der Schwingungsweiten des Magneten 2 wird dadurch erzielt, dass die Pole 9 und 10 eine Ausnehmung 12 bzw. 18 besitzen, in die der schwingende Magnet 2 eintreten kann, ohne die angrenzenden Wände zu berühren. Da praktisch alle Kraftlinien bündelweise aus den Teilen 14 15, 14'und 15'der Pole austreten, während in den Ausnehmungen 12 und 13 keine Kraftlinien vorhanden sind, wird der Magnet 2, sobald er das Ende eines der Pole erreicht, durch die Kraftlinienbündel gebremst, welche zwar eine Anziehung des Magneten bewirken, bevor er die Polstirnfläehe erreicht, ihn aber von da ab stark bremsen, da die Kraftlinien gezwungen sind, sieh zu verlängern, sobald der Magnet 2 in die Ausnehmungen 12 und 13 eindringt.
Auf diese Weise kommt die erwähnte Bremsung zustande, welche als eine Selbstregulierung zu bezeichnen ist, da ihre Stärke mit jener des magnetischen Feldes zunimmt. Infolgedessen bleibt die Grösse der Schwingungsweiten des Schwingorgans konstant auch bei sehr bedeutenden Spannungsschwankungen des zur Speisung des Elektromagneten verwendeten Netzstroms. Die Konstanz der Schwingungsweite ist von grosser Bedeutung für die Regelmässigkeit der Fortschaltung des Rades 5 (Fig. 1), dessen Zahnung sehr fein sein muss, um einen praktisch geräuschlosen Eingriff der Schaltklinke zu ergeben.
Diese Regelmässigkeit der Fortschaltung wird auf einfachste Weise ohne Anschläge erzielt. Anschläge aus Metall sind wegen des Lärmes und Anschläge aus einem elastischen Stoff sind wegen der Abnutzung während des Gebrauches nachteilig.
Die Klinke 4 ist an der Lamelle 1 des Magneten 2 befestigt. Man entnimmt der Fig. 1, dass die Bahn des Zahnes 4'der Klinke 4, wenn das Rad 5 entfernt würde, annähernd einen Kreisbogen a, b beschreiben würde, dessen Mittelpunkt nahe dem Befestigungspunkt der Lamelle liegt. Es wird sieh also der Zahn 4'bei einer Bewegung der Lamelle von rechts nach links (Fig. 1) auf die Verzahnung des Rades 5 stützen, während der Anpressungsdruek, wenn die Schwingung in umgekehrter Richtung vor sieh geht, abnimmt und zum grossen Teil sogar ganz aufhört. Der Druck des Zahnes 4'während der Fortschaltung bewirkt einen engen Eingriff der Klinke mit der Verzahnung des Rades 5, wodurch ein Weiterdrehen des letzteren infolge der Trägheit des Rades 5 verhindert wird.
Anderseits wird, da der Druck während einer Schwingbewegung von links nach rechts (Fig. 1) fortwährend abnimmt der
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Klinkenzahn genügend leicht auf dem Zahnrücken des Rades gleiten, um keine Rückbewegung des Rades 5 zu bewirken, so dass eine Festha1teklinke, die wegen der starken Geräuschbildung zu verwerfen ist, überflüssig wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektromagnetisch angetriebene Synchronuhr, bei der ein Anker zwischen den Polen eines vom synchronisierten Netzstrom beeinflussten Elektromagneten schwingt und seine schwingende Bewegung auf das Räderwerk der Uhr überträgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Pole (9, 10) des Elektromagneten Ausnehmungen (12, 13) besitzen, in die der Anker ohne mechanische Berührung der Pole eindringen kann.