AT151767B - Schaltungsanordnung mit Linearisierung durch Überanpassung. - Google Patents

Schaltungsanordnung mit Linearisierung durch Überanpassung.

Info

Publication number
AT151767B
AT151767B AT151767DA AT151767B AT 151767 B AT151767 B AT 151767B AT 151767D A AT151767D A AT 151767DA AT 151767 B AT151767 B AT 151767B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
tubes
overfitting
linearization
circuit arrangement
push
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Mayer
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT151767B publication Critical patent/AT151767B/de

Links

Landscapes

  • Amplifiers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
Es ist bekannt, die in Röhren, insbesondere den Endstufen von Verstärkerschaltungen auftretenden, nicht linearen Verzerrungen dadurch zu beseitigen, dass der äussere Belastungswiderstand überangepasst, d. h. gross gegenüber dem inneren Widerstand der betreffenden Röhre gewählt wird. 



  Die Linearisierung wird dadurch hervorgerufen, dass bei sehr grossen Werten des äusseren Widerstandes der lineare Strom sehr klein wirdund dass die durch den linearen Strom gesteuerten, nichtlinearen   EMK's   einen grossen Widerstand vorfinden. 



   Soll die Linearisierung durch Überanpassung bei Röhren angewendet werden, die parallel oder in Gegentakt geschaltet sind, so müssen an die Gleichheit der paarweise zusammenarbeitenden Röhren   ausserordentlich   hohe Anforderungen gestellt werden, damit nicht durch Ausgleichsströme zwischen den beiden Röhren die Wirkung der   Uberanpassung   herabgesetzt wird. 



   In Fig. 1 ist schematisch die Parallelschaltung zweier Röhren, die mit dem äusseren Belastungswiderstand R belastet sind, dargestellt. Die von den Röhren, deren innere Widerstände mit   R1   bzw. R2 bezeichnet sind, erzeugten elektromotorischen Kräfte sind   jj. i. U bzw. -U.   Unter      wird der Ver-   stärkungsfaktor # (D   = Durchgriff) verstanden. Die Spannung U ist die den Eingangsseiten der Röhren zugeführte, zu verstärkende Spannung. 



   Sind die Verstärkungsfaktoren   und   jj   nicht einander gleich, so lässt sich selbst für einen unendlich grossen äusseren Widerstand   R   der lineare Strom in den Röhren nicht zum Verschwinden bringen. In dem durch die beiden Röhren gebildeten Stromkreis fliesst ein Ausgleichsstrom   1,   dessen Grösse durch die folgende Gleichung gegeben ist :

   
 EMI1.2 
 Die Röhre vom inneren Widerstand R1 arbeitet also nicht auf den sehr grossen äusseren Belastungwiderstand, sondern auf einen Widerstand   Rot von   der Grösse 
 EMI1.3 
 Entsprechendes gilt für den Belastungswiderstand Ro" der Röhre mit dem inneren Widerstand   R2.   
 EMI1.4 
 Es zeigt sich also, dass die beabsichtigte Überanpassung nicht eintreten kann und infolgedessen die 
 EMI1.5 
 
Bei Gegentaktschaltungen entsprechend Fig. 2 liegen dieselben Verhältnisse vor. Selbst bei unendlich grossem äusserem Widerstand R arbeiten die Röhren nicht im Leerlauf. Durch jede Röhre fliesst ein Reststrom von der Grösse 
 EMI1.6 
 Eine wirksame Überanpassung wird also verhindert. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Es ist schwierig, die beiden Röhren insbesondere bezüglich ihrer Verstärkungsfaktoren einander genau gleich zu machen, und es muss ausserdem damit gerechnet werden, dass auch bei anfänglicher Gleichheit während des Betriebes oder infolge Röhrenwechsels Ungleichheiten in Erscheinung treten. 



  Um trotzdem eine ausreichende Linearisierung mit Hilfe der Überanpassung zu erzielen, werden gemäss der Erfindung Mittel vorgesehen, die den infolge von Ungleichheiten der paarweise zusammenarbeitenden Röhren hervorgerufenen   Ausgleiehsstrom   vermindern. Dies kann bei der Parallelschaltung von Röhren beispielsweise durch eine Differentialdrossel, die in Reihe mit den beiden Röhren geschaltet ist, herbeigeführt werden. Bei Gegentaktstufen lässt sich dieselbe Wirkung durch eine Drossel erreichen, die in den gemeinsamen Anodenstromkreis der beiden Röhren eingeschaltet wird. Diese Drossel kann auch bei Gegentaktstufen durch die Anwendung getrennter   Ausgangstransformatoren   für jede Röhre vermieden werden. 



   Bei Anwendung der gemäss der Erfindung vorgeschlagenen Mittel ergibt sich eine Verstärkerschaltung, deren Linearität mit ausserordentlich einfachen Mitteln hohen Anforderungen gerecht wird. Durch den geringen Aufwand an zusätzlichen Schaltmittel unterscheidet sich die Erfindung vorteilhaft von bekannten   Linearisierungsschaltungen,   die wie beispielsweise die in der britischen Patentschrift Nr. 377563 beschriebenen mit besonderen Linearisierungsverstärkern arbeiten. Diese zusätzlichen   Linearisierungsverstärker   werden in Abhängigkeit von dem eigentlichen Verstärker so gesteuert, dass sie zusammen mit diesem eine lineare Verstärkung ergeben.

   Bei der bekannten Schaltung ist zwischen den Anoden zweier Gegentaktröhren in Reihe mit andern Widerständen und Kopplungsmitteln eine Differentialdrossel, über die der Anodengleichstrom zugeführt wird, vorgesehen. Von einer Überanpassung zwecks Linearisierung wird jedoch bei der bekannten Schaltung-nicht Gebrauch gemacht. 



   In den Fig. 3-5 sind einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens dargestellt. Fig. 3 zeigt die Parallelschaltung von zwei Röhren mit den   inneren Widerst nden R1   und   R2.   In Reihe mit den Anodenkreisen beider Röhren ist die Differentialdrossel D geschaltet, an deren Symmetriepunkt der äussere Belastungswiderstand R angeschlossen ist. Die Drossel hat infolge ihrer Differentialwirkung auf die in dem äusseren Widerstand R fliessenden Ströme keinen Einfluss, vergrössert aber den Wider- 
 EMI2.1 
 gemeinsamen Teil beider Anodenstromkreise, d. h. zwischen den Kathoden der Röhren und dem Symmetriepunkt des Ausgangsübertragers, ist die Drossel D eingeschaltet. Diese bewirkt, dass auch bei   ungleichem   Verstärkungsgrad der Röhren die   gewünschte   Überanpassung vorhanden ist.

   Auf den Verstärkungsgrad und die abgegebene Weehselstromleistung hat die Drossel keinen Einfluss, da die zu verstärkenden Ströme die Drossel in gleicher Stärke, aber entgegengesetzter Richtung   durchfliessen,   also keinen Spannungsverlust erzeugen. 



   Fig. 5 zeigt die Endstufe eines Verstärkers, bei der je zwei parallelgeschaltete Röhren in Gegentakt arbeiten. Hier ist es erforderlich, sowohl die Ausgleichsströme zwischen den parallelgeschalteten Röhren als auch zwischen den in Gegentakt arbeitenden Gruppen abzudrosseln. Dies geschieht gemäss der Erfindung durch die Einschaltung der Drosselspulen D,   D1, D2-   Die   Drosselspulen D1   und   D2 sind   wie bei dem Beispiel gemäss Fig. 3 Differentialdrosseln. 



   Der Erfindungsgedanke kann nicht nur auf Verstärkerröhren Anwendung finden, sondern überall da, wo es sich darum handelt, die linearisierende Wirkung einer Überanpassung bei parallel oder in Gegentakt arbeitenden Schaltelementen auch dann sicherzustellen, wenn die elektrischen Eigenschaften dieser Schaltelemente voneinander abweichen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung mit Schaltungselementen, insbesondere Röhren, in Parallel-oder   Gegentaktschaltung,   bei der eine Linearisierung durch Überanpassung des äusseren Belastungswiderstandes   herbeigeführt   wird, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, die den infolge von Ungleichheiten der paarweise zusammenarbeitenden Schaltungselemente hervorgerufenen Ausgleichsstrom vermindern.

Claims (1)

  1. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Parallelschaltung der Röhren in Reihe mit den Anodenstromkreisen der beiden Röhren eine Differenzdrossel geschaltet ist, an deren Symmetriepunkt der Belastungswiderstand angeschlossen ist.
    3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Gegentaktschaltung der Röhren eine Drossel in den gemeinsamen Anodenstromkreis beider Röhren eingeschaltet ist.
    4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Gegentaktschaltung der Röhren für jede Röhre ein besonderer Ausgangsübertrager verwendet wird.
AT151767D 1935-07-10 1936-06-16 Schaltungsanordnung mit Linearisierung durch Überanpassung. AT151767B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE151767X 1935-07-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT151767B true AT151767B (de) 1937-12-10

Family

ID=5674680

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT151767D AT151767B (de) 1935-07-10 1936-06-16 Schaltungsanordnung mit Linearisierung durch Überanpassung.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT151767B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE757339C (de) Verstaerker zur UEbertragung eines breiten Frequenzbandes einschliesslich Gleichstrom
DE650274C (de) Schaltungsanordnung zur Linearisierung einer Elektronenroehre mit nichtlinearem Kennlinienfeld
AT151767B (de) Schaltungsanordnung mit Linearisierung durch Überanpassung.
DE2531998C2 (de) Vorspannungskreis für einen Differentialverstärker
DE878383C (de) Verstaerkeranordnung
DE604024C (de) Verzerrungsfreier Verstaerker
DE621366C (de)
DE865150C (de) Verstaerkerschaltung mit kombinierter Strom- und Spannungsgegenkopplung
DE759710C (de) Gegentaktverstaerker
DE574924C (de) Schaltung fuer Elektronenroehren zur Abnahme einer negativen Gittervorspannung aus einer fuer Anoden- und Gittervorspannung gemeinsamen Stromquelle
DE744885C (de) Schaltung zur Vermeidung von Koppelung in der Traegerwellentelephonie oder -telegraphie
DE972554C (de) Gegentaktverstaerker mit zusaetzlichem Abgleich der Symmetrie
DE726042C (de) Verstaerkerschaltung mit gleichzeitiger Strom- und Spannungsgegenkopplung
DE755231C (de) Anordnung zur Erzeugung zeitproportionaler Ablenkstroeme
AT133738B (de) Thermionischer Verstärker.
AT150773B (de) Verfahren zur Neutralisation von Hochfrequenzgegentaktverstärkern.
DE726077C (de) Schaltungsanordnung zur Linearisierung der Steuerspannungs-Nutzstrom-Kennlinie einerMehrgitterroehre
DE3933805C2 (de)
AT149116B (de) Elektronenröhren-Stromkreise.
DE725468C (de) Anordnung zur Verringerung des Klirrfaktors
DE724172C (de) Schaltungsanordnung zur Entzerrung des durch den Einsatz des Gitterstromes verzerrten Anodenstromes einer Verstaerkerroehre
AT146285B (de) Gegentaktverstärker.
DE634398C (de) Rueckgekoppelte Verstaerkeranordnungen
DE933274C (de) Verstaerkerschaltung
DE594319C (de) Verstaerkergeraet mit Mitteln zur selbsttaetigen Empfindlichkeitsregelung