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Einfüllrohr für Ventilbeutel.
Die Erfindung betrifft ein Einfüllrohr für Ventilbeutel. Man öffnete bisher das Ventil mit der
Hand, um die Einführung des Rohres, welches das Ventil abrundet, zu ermöglichen ; nach beendeter
Füllung und Herausnahme des Einfüllrohres behielt das Ventil die abgerundete Form bei, solange nicht eine äussere Kraft, beispielsweise das Gewicht der im Beutel enthaltenen Masse, während des
Umkippen desselben eingriff, um das Wiederplattlegen des Ventils zu bewirken. Dieses Abplatten des Ventils erfolgte mehr oder weniger fehlerfrei, und insbesondere bei grossen Ventilen war der Ver- schluss zumeist recht schlecht.
Erfindungsgemäss ist das Einfüllrohr derart ausgebildet, dass es nach erfolgter Einführung in das Ventil des Beutels imstande ist, auf dieses derart einzuwirken, dass es die abgeplattete Form, die es nach dem Verschluss aufweisen soll, annimmt und auch nach dem Herausziehen des Einfüllrohres beibehält.
Dank eines solchen Einfüllrohres wird es möglich, Ventile von sehr grosser Öffnung herzustellen, deren Verschluss in vollkommener Weise erfolgt.
Gemäss der Erfindung nimmt der Querschnitt des Einfüllrohres in der Einfüllrichtung in der Breite zu und in der Höhe ab, so dass das pfeif enförmig zugeschnittene Endstuck nahezu völlig flach wird und etwa die gleiche Breite wie das flach gelegte Ventil hat, wodurch beim Herausziehen des Einfüllrohres aus dem Ventil das Plattlegen des letzteren bewirkt wird. Beim Herausziehen des Einfüllrohres wird die Form des Ventils fortschreitend verändert, bis dieses schliesslich im Augenblick, wo das Rohrende das Ventil verlässt, völlig abgeplattet ist.
In der Zeichnung ist eine besondere Ausführungsform des den Erfindungsgegenstand bildenden Einfüllrohres dargestellt. Die Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Einfüllrohres gemäss der Erfindung.
Die Fig. 2 zeigt eine Ansicht von unten. Die Fig. 3 gleicht der Fig. 2, zeigt aber die fortschreitende Veränderung des Rohrquerschnittes. Die Fig. 4 ist eine Endansicht.
Das Einfüllrohr, das z. B. einen zylindrischen Teil 1 vom Durchmesser besitzt, endigt in einem Teil 2, dessen Breite sich fortschreitend erweitert (Fig. 2), während seine Höhe abnimmt (Fig. 1), um schliesslich ein nahezu plattes Endstück von der Breite l zu bilden. Man stellt das Einfüllrohr in der Weise her, dass die Gleichung : 21 = Tr. d gilt, wenn das Rohr an seinem Ende völlig abgeplattet ist, oder aber dass, wenn es noch leicht gewölbt ist, die Summe der Bogenlänge und der Länge seiner Sehne gleich . f ! ist. Es ist weiterhin vorteilhaft, jedem Querschnitt des Rohrteiles 2 den gleichen Umfang zu geben, um die Papierwandung des Ventils dauernd durch das Einfüllrohr gespannt zu halten.
Es ist zweckmässig, das Einfüllrohr, wie dies die Fig. 2 zeigt, in einer nahezu gradlinigen oder schwach einwärts gekrümmten Kante endigen zu lassen, die für bestimmte Beutelarten mit Verschlussklappe von Vorteil ist.
Zur Erleichterung seiner Einführung in das Ventil kann das Einfüllrohr in einem Teil 3 von geringer Länge endigen, der nach unten geneigt ist und dessen Breite glei hzeitig allmählich abnimmt.
Ein solches Einfüllrohr wird in der gleichen Weise wie die üblichen zylindrischen Einfüllrohre benutzt, d. h. man öffnet zunächst das Beutelventil ein wenig und führt dann das Rohrende ein. In dem Masse, wie man das Einfüllrohr in den Beutel hineingleiten lässt, rundet sich das Ventil, das zwangmässig die Form des Einfüllrohres annehmen muss, ab, um schliesslich nahezu kreisförmig zu werden, wenn es sich mit dem zylindrischen Teil des Einfüllrohres in Berührung befindet. Man füllt nunmehr den
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Beutel und zieht, sobald dieser voll ist, das Einfüllrohr zurück, das dann fortschreitend entsprechend seiner Herausbewegung das Ventil abplattet und somit zwangläufig schliesst.
4 sind die zum Aufspritzen eines Klebstoffes dienenden Löcher. Diese sind in der Wand einer sich über die ganze Breite des Rohrendes erstreckenden kleinen Tasche 5 in einer Querreihe angeordnet.
Eine Leitung 6, die die Verbindung mit einer Vorrichtung zum Aufspritzen des Klebstoffes herstellt, mündet in die Tasche 5.
Die Zahl dieser Löcher kann entsprechend der Ventilbreite gewählt werden ; auch ist es möglich, gegebenenfalls mehrere Reihen von Löchern anzuordnen.
Mittels der Löcher 4 kann man im Augenblick, wo sie beim Herausziehen des Einfüllrohres unter der oberen Ventilzunge vorbeigeführt werden, Klebstoff auf die Unterseite der letzteren aufspritzen oder auch auf eine innere Verschlussklappe, mit der bestimmte Beutelarten versehen sind, Klebstoff auftragen.
Die Herstellung des Einfüllrohres kann auf jede beliebige Weise erfolgen ; es ist jedoch vorteilhaft, es aus Guss herzustellen.
Die Wirkung eines solchen Einfüllrohres ist nicht nur auf das Plattlegen des Ventils beschränkt.
Die umgekehrte Wirkung wird erzielt, wenn man das Rohr in das Ventil einführt, wodurch das Einbringen des Einfüllrohres besonders bei gefülltem Beutel erleichtert wird. Daraus ergibt sieh, dass man ein solches Rohr bequem auch zur Entleerung des Beutels benutzen kann ; hiedurch wird ein Aufreissen des letzteren vermieden und seine Wiederverwendung gestattet, vor allem bei Beuteln mit sehr grossem Ventil, deren praktische Verwendung durch die Erfindung möglich gemacht wird.
Das den Gegenstand der Erfindung bildende Einfüllrohr kann entweder einen wesentlichen Bestandteil einer Füllmaschine von beliebiger Bauart bilden oder auch für sich allein ein selbständiges Ganzes darstellen ; im letzteren Fall kann es sowohl zum Füllen als auch zum Entleeren des Beutels dienen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einfüllrohr für Ventilbeutel, dadurch gekennzeichnet, dass sein Querschnitt in der Einfüll- richtung in der Breite zu-und in der Höhe abnimmt, so dass das pfeifenförmig zugeschnittene Endstück nahezu völlig flach wird und etwa die gleiche Breite wie das flachgelegt Ventil hat, wodurch beim Herausziehen des Einfüllrohres aus dem Ventil das Plattlegen des letzteren bewirkt wird.