AT151306B - Verfahren zur Herstellung eines Vulkanisationsmittels für Latex auf Basis von Zink, Schwefel und Schutzkolloiden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Vulkanisationsmittels für Latex auf Basis von Zink, Schwefel und Schutzkolloiden.

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AT151306B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Die Imprägnierung von Textilien mit vulkanisierbarem Latex erfordert ganz besondere Bedingungen der Leichtflüssigkeit und Homogenität des Kautsehukbades. Das Eindringen des Latex in das Innere der Textilien bietet sehr grosse Schwierigkeiten ; dies gilt noch mehr von dem Eindringen der Vulkanisationselemente (Zink und Schwefel). 



   Die vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zur Herstellung eines Vulkanisationsmittels für Latex auf Basis von Zink, Schwefel und Schutzkolloiden zum Gegenstand, welches gestattet, diese Schwierigkeiten zu überwinden und im Innern der Textilien eine vollkommene Durchdringung und gleichmässige Verteilung nicht allein des Latex, sondern auch der für seine Vulkanisation notwendigen Elemente zu verwirklichen.

   Das diesbezügliche Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Lösung eines Zinksalzes einer schwachen Säure in konzentriertem Ammoniak, nachdem derselben ein organisches Schutzkolloid zugefügt wurde, mit einer   wässerigen Lösung   einer schwach dissoziierten Schwefelverbindung gemischt wird, welche fähig ist, leicht Schwefel in Freiheit zu setzen. 
 EMI1.2 
 Unterstützungswirkung, durch welche die durch die nachfolgende Einverleibung der schwach dissoziierten Schwefelverbindung entstehende Mischung von Zinksulfid und Schwefel im kolloidalen Verteilungszustand erhalten wird, sondern auch eine Regulierwirkung auf die Reaktion zwischen dem zinkammoniakalischen Komplex und der Schwefelverbindung.

   In Gegenwart des   Sehutzkolloids   ist diese Reaktion viel weniger heftig, und das gebildete Zinksulfid und der Schwefel werden in genügend kleiner molekularer   Teilchengrösse   erhalten, damit das Kolloid seine Unterstiitzungswirkung wirksam ausüben kann. Man erhält solcherart ein bemerkenswert stabiles Produkt, welches, sobald es dem Latexbad einverleibt wird, diesem eine Stabilität verleiht, die selbst mehrere Monate anhält. Weiters sind die Teilchen der vulkanisierenden Elemente auf Basis von Zink und Schwefel von derselben Grössenordnung wie diejenige der Latexkügelchen und sind auf absolut homogene Weise in dem Bad verteilt, wodurch ihr Eindringen und ihre vollkommen gleichmässige Verteilung im Innern der Textilien gewährleistet wird. 



   Der durch Zufügung des   erfindungsgemäss hergestellten Vulkanisationsmittels   zu einem Latexbad erhaltene vulkanisierbare Latex kann zur Imprägnierung von Textilien und ganz allgemein aller poröser Körper verwendet werden ; er kann augenscheinlich dazu dienen, mit denselben Agglomerate aller Art zu bilden. Schliesslich kann man mit dem oben beschriebenen Vulkanisationsmittel mittels Latex nach den bekannten Verfahren alle Kautschukartikel herstellen. Die Kautschukartikel, imprägnierten Artikel und andere gemäss der Erfindung erhaltene Waren weisen gegenüber den bisher bekannten 
 EMI1.3 
 
Als Zinksalze schwacher Säuren kann man zur Durchführung des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens z. B. ein Carbonat, Resinat, Oleat,   Ricinoleat   u. dgl. verwenden. Als organische Schutzkolloide kann man z. B.

   Albumin, Ammoniumalginat, Casein, Gelatine, Agar-Agar, Blutserum, Stärkekleister verwenden. Als schwach dissoziierte Verbindungen, welche fähig sind, leicht Schwefel in Freiheit zu setzen, können verwendet werden ein Ammoniumpolysulfid, ein Mercaptan, ein Xanthogenat, ein Dithiocarbamat, ein Thiosulfat, Mercaptobenzothiazol u. dgl. 



   Als die Erfindung nicht begrenzendes Ausführungsbeispiel sei das folgende angeführt : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 mit mittels Ammoniak stabilisiertem Latex, zu welchem man zwecks Beschleunigung der Vulkanisierung einige Zehntelgramm eines beliebigen Thiokarbamats, Xanthates oder Merkaptates zufügen kann. 



   Mit der so erhaltenen kolloidalen Dispersion kann man Textilien oder poröse Körper direkt imprägnieren, worauf gegebenenfalls die unmittelbare Vulkanisierung nach bekannten Verfahren erfolgen kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung eines Vulkanisationsmittels für Latex, auf Basis von Zink, Schwefel und Schutzkolloiden, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lösung einer schwach dissoziierten Zinkverbindung in konzentriertem Ammoniak nach Zufügung eines Schutzkolloids mit einer wässerigen Lösung einer schwach dissoziierten Schwefelverbindung gemischt wird, welche fähig ist, leicht Schwefel in Freiheit zu setzen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als schwach dissoziierte Zinkverbindung ein Zinksalz einer schwachen Säure, z. B. Zinkkarbonat, verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als schwach dissoziierte Schwefelverbindung ein Ammoniumpolysulfid, ein Mereaptan, ein Dithioearbamat, ein Xanthogenat, ein Thiosulfat, Mercaptobenzothiazol u. dgl. verwendet wird.
AT151306D 1934-05-18 1935-05-02 Verfahren zur Herstellung eines Vulkanisationsmittels für Latex auf Basis von Zink, Schwefel und Schutzkolloiden. AT151306B (de)

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