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liunstlleher Maekell-oder Mahlzahn.
Gegenstand der Erfindung ist ein künstlicher Backen-oder Mahlzahn, der durch stift-und hülsenförmige oder wirkungsgleiche Befestigungsorgane mit seinem Träger verbunden ist.
Es sind eine Anzahl von kÜnstlichen Schneide-oder Frontzähnen bekannt geworden, welche sich zur Verbindung mit Trägern der gleichen Mittel bedienen. Alle diese Ausbildungsformen können aber nicht ohne weiteres auf Backen-oder Mahlzähne übertragen werden, weil diese eine ansehnliche
Stärke besitzen und mit den Trägern nur an ihrer Rückseite verbunden werden können, während der
Aufbiss an der Vorderpartie des Zahnkörpers erfolgt, also in einem bedeutenden Abstand von der Ver- bindungsstelle mit dem Träger.
Infolgedessen wird bei Backen-und Mahlzähnen infolge des Kau- druckes ein relativ grosses Kippmoment auf den künstlichen Zahnkörper ausgeübt ; die bekannten
Ausbildungen eignen sich zur Aufnahme dieses Kippmomentes nur sehr unzureichend, so dass der- artige Zähne leicht von ihren Trägern losbrechen.
Die Vermeidung dieses Mangels wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass die Ver- ankerungsstifte nahe ihren Austrittsstellen aus einem an sich bekannten Querabsatz als Teile eines Widerlagers wirken, dessen andere Teile durch an den Seitenteilen des Zahnkörpers zur Anlage am
Träger vorgesehene Absätze gebildet werden. Das so erhaltene Widerlager ist zur Aufnahme und Un- schädlichmachung des beim Beissen auftretenden Kippmomentes vollauf geeignet.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele dargestellt, wobei die Fig. l, 5,9, 13,17, 21,
25, 29 und 33 Längsschnitte des künstlichen Zahnes, die Fig. 2,6, 10,14, 18, 22,26, 30 und 34 Querschnitte desselben, die Fig. 3, 7, 11, 15, 19, 23,27, 31 und 35 Längsschnitte des Trägers und die Fig. 4, 8,12, 16,20, 24,28, 32 und 36 Querschnitte desselben sind.
Fig. 1-4 zeigt einen Kunstzahn in der Form eines kleinen Backenzahns, welcher mit der erfindungsgemässen Einrichtung ausgestattet ist. Im Kunstzahn 1 ist eine Nut 2 vorgesehen, welche in Längsrichtung des Zahnes, also von der Kaufläche gegen den Alveolarfortsatz verläuft. An einem in der Zahnquerriehtung vorgesehenen Absatz. 3 ragt ein mit dem Kunstzahn 1 festverbundener Stift 4 in die Nut 2 ein. Diesem Stift 4 sind formentsprechende Röhrchen 5 zugeordnet, die mit einem Träger 6 verbunden sind. Der Träger selbst ist napfähnlich ausgebildet. Seine Seitenteile 7 federn in entsprechend geformte flächenmässige Ausnehmungen 8 ein.
Fig. 5-8 stellen ein Ausführungsbeispiel dar, welches zur Erhöhung der Haltefestigkeit zwei hintereinander angeordnete Stifte 4 vorsieht. Der übrige Aufbau ist der Ausführung nach Fig. 1-4 wesensgleich.
Eine vorteilhafte Ausführungsform für die grossen Backenzähne zeigen die Fig. 9-12. Die Nuten 2 sind hier im Kunstzahn 1 nebeneinander angeordnet. Die Seitenteile 7 des Trägers 6 weisen Lappen 9 od. dgl. auf, die sich ihrerseits auch wieder in entsprechend geformte Flächenabsätze 8 beim Zusammenbau federnd einlegen. Die Lappen 9 können gegen den Kunstzahn 1 zugekehrte Er- höhungen Jss aufweisen, die in der Endstellung in im Kunstzahn 1 vorgesehene Vertiefungen 11 einschnappen.
Fig. 13-16 sind ein Ausführungsbeispiel, dessen Aufbau dem obenstehenden sehr ähnlich ist.
Die Form des Stiftes 4 und des Röhrchens 5 ist hier leicht gebogen, wodurch das Ineinanderschieben der zu verbindenden Teile längs einer Kurve erfolgt und somit leichter durchführbar ist.
Fig. 17-20 veranschaulichen eine praktische Lösung des Erfindungsgedankens, bei welcher sich die Befestigungsorgane in der Verschlussstellung punktweise berühren. Dies wird durch in Köpfen 12 endigende Stifte 1. 3 erreicht, die zu zweien oder mehrfach in zur Zahnlängenausdehnung gleichlaufenden Reihen in den Nuten 2 angeordnet sind. Zur Befestigung dieser Stifte 13 im Träger 6
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sind dort längsgesehlitzte Hülsen 14 vorgesehen, die beispielsweise, wie die Fig. 19 und 20 zeigen, gemeinsam mit dem Träger 6 aus einem Stück herausgearbeitet sein können.
Fig. 21-24 stellen eine Ausführungsform dar, bei welcher sich die zusammengehörigen
Befestigungsorgane in der Verschlussstellung längs der Linien berühren. Durch eine Querverbindung 15 der Stifte 4 wird diesem Befestigungsorgan ein bügelförmiges Aussehen gegeben. Das am Träger 6 befestigte Halteorgan 16 trägt eine der BÜgelform entsprechend angepasste schlitzförmige Ausnehmung 17.
Fig. 25-28 zeigen den Erfindungsgegenstand in einer Form, bei welcher die sich in der Ver- schlussstellung berührenden Flächen besonders gross ausgebildet sind. Ein, beispielsweise aus Blech, U-förmig gebogener FÜhrungsteil18 ist mit dem Kunstzahn 1 in bekannter Weise starr verbunden und über einen mit dem Träger 6 eine Einheit bildenden Zapfen 19 aufschiebbar.
Das in den Fig. 29-32 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt, dass gegebenenfalls der Kunstzahn 1 und die an diesem vorgesehenen als Dorne 20 ausgebildeten Befestigungsorgane nur an einem Teil ihres Umfanges von hülsenförmigen Ansätzen 21 des Trägers 6 im ineinandergeschobenen Zustand gehalten werden.
Die Fig. 33-36 veranschaulichen schliesslich ein erfindungsgemässes Ausfiihrungsbeispiel, bei welchem die Befestigungsorgane des Kunstzahnes 1 als mit röhrenförmigen Kopfleisten 2. 3 und Stegen 23 versehene Befestigungsbleche 24 ausgebildet sind. Diese werden in die längsgeschlitzten Hülsen 14 des Trägers 6 eingesehoben.
Es können selbstverständlich die Befestigungsorgane aller Ausführungsbeispiele untereinander wahlweise vertauscht werden. Zur Steigerung der festen Verbindung des Kunstzahnes 1 mit seinem Träger 6 kann ersterer in letzteren, nach erfolgter individueller Anpassung, einzementiert werden.
Die Bildung von mehrzähnigen Brücken geschieht auf einfachste Weise derart, dass die Träger 6 an entsprechenden Stellen untereinander, beispielsweise durch Lötung, verbunden werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Künstlicher Backen-oder Mahlzahn mit Absätzen im Zahnkörper und insbesondere einem Querabsatz, aus welchem ein oder mehrere in Längsausnehmungen des Zahnes freiliegende, zur Sehiebebefestigung an einem Träger dienende Verankerungsstifte gegen den Alveolarfortsatz gerichtet sind, dadurch gekennzeichnet, dass diese Verankerungsstifte nahe ihren Austrittsstellen aus dem Querabsatz (3) als Teile eines Widerlagers wirken, dessen andere Teile durch an den Seitenteilen des
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