AT151024B - Kapillaraktives Mittel. - Google Patents

Kapillaraktives Mittel.

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    Kapillaralitives Mittel.   



   Es wurde gefunden, dass Verbindungen von der allgemeinen Formel R. (Hy. Ar) G, wobei R einen mindestens 3 Kohlenstoffatome enthaltenden Rest, insbesondere einen Alkylrest, und (Hy. Ar) einen hydroaromatisehen Rest und G eine   wasserlöslichmachende   Gruppe, die gegebenenfalls durch Sauerstoff oder Schwefel an den hydroaromatischen Rest (Hy. Ar) gebunden sein kann, bedeutet, vorzügliche   kapillaraktive   Mittel und Seifenersatzstoffe, wie   Netz-, Wasch-, Reinigungs-, Emuls : ier-   und Dispergiermittel darstellen. 



   Der mindestens 3 Kohlenstoffatome enthaltende Rest R kann beispielsweise der Propyl-, Butyl-, Amyl-, Hexyl-, Heptyl-, Oetyl-, Nonyl-, Deeyl, Undecyl-, Dodecyl-, Tridecyl-, Tetradecyl-, Hexadeeylrest usw. sein. An Stelle eines Restes mit gerader Kohlenstofikette kann R auch einen Rest mit verzweigter Kohlenstoffkette bedeuten. Ein solcher Rest kann beispielsweise ein Isopropyl-, Isobutyl-, 
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 Isohexadecylrest usw. sein. Der Alkylrest R kann ein oder mehrere Male in dem substituierten hydroaromatise, hen Rest (Hy. Ar) vorhanden sein. Er kann selbst auch substituiert sein. 



   Unter (Hy. Ar) ist ein hydroaromatischer Rest, wie der Rest des hydrierten Benzols, Toluols, Xylols, Naphthalins, Phenanthrens, Anthracens, Diphenyls, Diphenylmethans,   Diphenyläthans,   Phenylnaphthylmethans usw. verstanden. Der hydroaromatische Rest kann seinerseits Substituenten mannigfache Art tragen : so können ausser den bereits erwähnten niederen Alkylgruppen, wie Methylund   Äthylgruppen   auch gegebenenfalls Substituenten, wie Hydroxylgruppen, Äthergruppen u. dgl. vorhanden sein. 



   Als   wasserlösliehmaehende   Gruppe G kommen beispielsweise Sulfonsäuregruppen, Schwefelsäureestergruppen,   Thioschwefelsäureestergruppen,   Phosphorsäureestergruppen, Carboxylgruppen, Polyoxygruppen,   Polyäthergruppen   in Frage. Als   wasserlöslichmachende   Gruppen können gegebenenfalls auch nur eine oder wenige Äther-oder Oxygruppen vorhanden sein. Soweit die wasserlöslich- 
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 Alkalilaugen, Alkaliearbonaten, Alkalisilikaten, Erdalkalien, Ammoniak oder organischen Basen neutralisiert sein. 



   Man kann die neuen Mittel für sieh allein oder im Gemisch mit andern bekannten kapillaraktiven Stoffen sowie Reinigungsmitteln als Netz-, Wasch-, Reinigungs-, Emulgier-und Dispergiermittel verwenden. Sie lassen sieh in eine ausgezeichnete Verkaufsform bringen, wobei man sich gegebenenfalls der Vorteile der an sich bekannten Zerstäubungsverfahren zur Überführung in schüttige Pulverform bedienen kann. Daneben kann man sie aber auch in Form von Stücken, Riegeln, Flocken,   Nudeln,   Nadeln sowie in Teig-oder Pastenform oder auch als Lösungen in den Handel bringen. 



   Beispiele :
1. Technisches o-Kresol wird in Gegenwart von   Perchlorsäure   mit einer Fraktion eines aus Kohlenoxyd und Wasserstoff gewonnenen synthetischen Kohlenwasserstoffgemisches kondensiert. 



  Das Gemisch der so erhaltenen alkylierten Kresole wird vollkommen hydriert. Die Hydrierung kann in üblicher Weise bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck in Gegenwart eines Nickelkatalysators geschehen. Das   Hydrierungsprodukt   wird mit Schwefelsäure oder Chlorsulfonsäure sulfoniert. Nach dem Neutralisieren mit verdünnter Natronlauge wird das Natriumsalz des   Sulfonierungsproduktes   als weisses Pulver erhalten. 



   Das Natriumsalz eignet sich als solches oder in den verschiedensten Kombinationen vorzüglich als Wasch-und Reinigungsmittel. Ein gutes Waschmittel weist z. B. folgende Zusammensetzung auf :
50 Gewichtsteile des Natriumsalzes des beschriebenen Sulfonierungsproduktes des hydrierten Kondensationsproduktes aus technischem   o-Kresolund   einem synthetischen Kohlenwasserstoffgemisch,
10 Gewichtsteile kalzinierte Soda,
10 Gewichtsteile Tetranatriumpyrophosphat,
10 Gewichtsteile stabilisiertes Natriumperborat,
20 Gewichtsteile naphthalinsulfosaures Natrium. 



   2. Technisches o-Kresol wird in Gegenwart von   Perchlorsäure   mit einem Crackbenzin kondensiert. Die bei   110-1900 bei 11mn Druck   siedende Fraktion des Kondensationsproduktes wird bei   200-220'und 40-50 atil Druel,-in   Gegenwart eines Nickel enthaltenden   Mischkatalysators   während 4 Stunden hydriert. Das Hydrierungsprodukt besteht vorwiegend aus perhydrierten Monoalkylkresolen Die   Sulfonierung   erfolgt beispielsweise in ätherischer Lösung mit Chlorsulfonsäure   bei-10 bis-5 .   



  Die Sulfonierungsprodukte werden nach den bekannten Methoden mit alkalischen Mitteln, wie Alkali- 

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 lauge, Alkalikarbonaten, Ammoniak oder organischen Basen, wie Triäthanolamin, Aminopropandiol und   Tetraäthylammoniumhydroxyd   neutralisiert. 



   Die Produkte eignen sich z. B. zum Reinigen von Textilien aller Art. Auch lassen sich Kombinationen herstellen, die zum Einweichen und Vorwaschen von Textilien gut geeignet sind, beispielsweise folgende :
25 Gewichtsteile des Natriumsalzes des beschriebenen Sulfonierungsproduktes des hydrierten Kondensationsproduktes aus technischem o-Kresol und einem   Crackbenzin,  
65 Gewichtsteile kalzinierte Soda,
10 Gewichtsteile Natriummetasilikat. 



   3. Ein im Handel befindliches normales Crackbenzin von der Dichte 0-736 wird mit technischem   o-Kresol   in Gegenwart von   Uberchlorsäure   oder einem andern kondensierend wirkenden Mittel kondensiert. Die   Hydrierung   geschieht nach den oben beschriebenen Verfahren. Vorher können die Produkte zwecks Erhöhung der Hydrierfähigkeit nach an sich bekannten Methoden vorbehandelt werden. Das Hydrierungsprodukt wird in   ätherischer   Lösung mit Chlorsulfonsäure   bei-10   bis   +10  sulfoniert   
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 trocknung in ein schneeweisses,   klarwasserlösliches,   gut schäumendes Produkt überführen, das als
Wasch-und Reinigungsmittel vielseitige Anwendung findet. 



   Beispielsweise weist ein saures Waschmittel, das auch zum Waschen empfindlicher Textilien, wie Wolle, Seide, Kunstseide u. dgl. hervorragend geeignet ist, folgende Zusammensatzung auf :
70 Gewichtsteile Natriumsalz des genannten Sulfonierungsproduktes des hydrierten Konden- sationsproduktes aus technischem o-Kresol und einem Crackbenzin,
30 Gewichtsteile Natriummetaphosphat. 



   4.   n-Heptyl-o-kresyl-keton   wird in Gegenwart eines Nickelkatalysators mit Wasserstoff bei etwa   2000 und 100 atü   hydriert, dann wird in   ätherischer   Lösung mit Chlorsulfonsäure unter Kühlen sulfoniert und anschliessend neutralisiert. Auf diese Weise wird ein hervorragendes Wasch-und
Reinigungsmittel gewonnen. 



   Ein Mittel, das zum Reinigen von Oberflächen aller Art, wie Holz, Metall, Stein, Glas   u.     dgl.,   gut geeignet ist und im Haushalt und für gewerbliche Zwecke Anwendung finden kann. weist beispielsweise folgende Zusammensetzung auf :
20 Gewichtsteile Natriumsalz des Sulfonierungsproduktes des Hydrierungsproduktes des n-Heptyl-o-kresyl-ketons,
60 Gewichtsteile Trinatriumphosphat,
20 Gewichtsteile Wasserglas   380 Bé (berechnet   als feste Substanz). 



   5.   4-see.-Oetylphenol   wird in Gegenwart eines Nickel enthaltenden Misehkatalysators bei erhöhter Temperatur und Überdruck mit Wasserstoff behandelt. Das Perhydrierungsprodukt wird mit Chlor-   sulfonsäure   in der Kälte   sulfoniert : anschliessend   wird mit verdünnter Natronlauge neutralisiert. Man erhält das Natriumsalz des   Sulfonierungsproduktes   des   Perhydro-4-sec.-octylphenols   als weisses Pulver. Dieses eignet sich als solches oder in den verschiedensten Kombinationen vorzüglich als Waschund Reinigungsmittel.

   Ein gutes Waschmittel besteht beispielsweise aus 40 Gewichtsteilen dieses Natriumsalzes, 15 Gewichtsteilen kalzinierter Soda, 15   Gewiehtsteilen Natrium-Pyro-phosphat,   10 Gewichtsteilen stabilisiertem Natriumperborat und 20 Gewiehtsteilen naphthalinsulfosaurem Natrium. 



   Ein Mittel, das zum Reinigen von Gegenständen aus Metall, Holz. Glas oder keramischen Materialien besonders geeignet ist, weist folgende Zusammensetzung auf :
20 Gewichtsteile des Natriumsalzes des genannten Subfonierungsproduktes,
60 Gewichtsteile Trinatriumphosphat und
20 Gewichtsteile Wasserglas   380 Bé (berechnet   als feste Substanz). 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kapillaraktives Mittel, gekennzeichnet durch die Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel R. (Hy. Ar) G, wobei R einen mindestens 3 Kohlenstoffatome enthaltenden Rest, insbesondere einen Alkylrest, und (Hy. Ar) einen hydroaromatischen Rest und G eine wasserlöslichmachende Gruppe, die gegebenenfalls durch Sauerstoff oder Schwefel an den   hydroaromatisehen   Rest (Hy. Ar) gebunden sein kann, bedeutet.

Claims (1)

  1. 2. Kapillaraktives Mittel nach Anspruch 1, im Gemisch mit andern bekannten kapillaraktiven Stoffen oder Reinigungsmitteln.
AT151024D 1935-02-13 1936-01-10 Kapillaraktives Mittel. AT151024B (de)

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AT151024D AT151024B (de) 1935-02-13 1936-01-10 Kapillaraktives Mittel.

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