DE336558C - Verwendung von Sulfosaeuren propylierter aromatischer Kohlenwasserstoffe als Seifenersatz - Google Patents

Verwendung von Sulfosaeuren propylierter aromatischer Kohlenwasserstoffe als Seifenersatz

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DE336558C
DE336558C DE1917336558D DE336558DD DE336558C DE 336558 C DE336558 C DE 336558C DE 1917336558 D DE1917336558 D DE 1917336558D DE 336558D D DE336558D D DE 336558DD DE 336558 C DE336558 C DE 336558C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D1/00Detergent compositions based essentially on surface-active compounds; Use of these compounds as a detergent
    • C11D1/02Anionic compounds
    • C11D1/12Sulfonic acids or sulfuric acid esters; Salts thereof
    • C11D1/22Sulfonic acids or sulfuric acid esters; Salts thereof derived from aromatic compounds

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Description

  • Verwendung von Sulfosäuren propylierter aromatischer Kohlenwasserstoffe als Seifenersatz. Es hat sich gezeigt, daß die Sulfosäuren oder deren Salze von im Kern propylierten aromatischen Kohlenwasserstoffen,insbesondere diejenigen, die sich von Naphthalin bzw. anderen mehrkernigen Kohlenwasserstoffen ableiten und wie man solche z. B. durch Einwirkung von Isopropylalkohol auf aromatische Sulfosäuren, z. B. in Gegenwart von Schwefelsäure, in der Wärme erhalten kann, in hervorragendem Maße die Eigenschaften einer Seife haben und als Ersatz für Seife oder seifenähnliche Stoffe, wie Türkischrotöl, dienen können. So lassen sie sich vermöge ihrer Eigenschaft, Fette und Öle zu lösen, als Wasch- und Reinigungsmittel, ferner zum Entbasten von Rohseide; 'zum Walken von Wolle, als - Schaummittel in der Schaumfärberei, zum Annetzen von Lumpen usw. verwenden. Insbesondere haben diese Produkte, vornehmlich die mehrfach propylierten Sulfosäuren und deren Salze, auch die Eigenschaft, mit wasserunlöslichen Fiüssgkeiten der verschiedensten Art, wie z. B. Ölen, Benzol, Petroleum, Fettöl, Teerölen, Methylnaphthalin, Chloroform, Schwefelkohlenstoff usw., konsistente Emulsionen zu bilden, die beim Verdünnen mit Wasser feine milchige, sich nicht absetzende Emulsionen liefern. Solche Emulsionen eignen sich z. B. in ganz hervorragender Weise als Bohröle für die lJetallbearbeitungsindustrie. Auch in Wasser un- oder schwerlösliche feste Stoffe, die beim Erhitzen unter Wasser schmelzen, lassen sich mit Hilfe dieser Kondensationsprodukte in feiner Form verteilen, was vielfach für deren Verwendung von großer Bedeutung ist. Es ist schon bekannt, daß die Sulfosäuren von Petroleumkohlenwasserstoffen reinigende Wirkung besitzen sollen. Diese Produkte sind den in der vorliegenden Erfindung benutzten gegenüber praktisch wertlos. Man hat ferner schon den aus leimartigen Substanzen und alkalischen Mitteln, wie Borax, Natriumphosphat, bestehenden Reinigungsmitteln Sulfosäuren aromatischer Kohlenwasserstoffe, aber nicht propylierte Verbindungen zugesetzt. Gerade diese zeichnen sich aber dadurch aus, daß sie bzw. ihre Salze ausgesprochen seifenartige Eigenschaften besitzen und deshalb auch ohne Mitverwendung der genannten Stoffe zu Reinigungszwecken verwendbar sind. Beispiel.
  • 384 Teile Naphthalin werden mit 45o Teilen Schwefelsäure von 66 ° Be in ß-Naphthalinsulfosäure übergeführt. Nach dem Abkühlen auf z2o ° läßt man unter Rühren ein Gemisch von 38o Teilen Isopropylalkohol und 265 Teilen Schwefelsäure 66° B6 zulaufen. Nach mehrstündigem Rühren bei dieser Temperatur läßt man erkalten, hebt die obere Schicht ab, kalkt und führt das Kalksalz in das Natrium= salz über. Die so erhaltene Lösung des Natriumsalzes der isopropylierten 3-Naphthalinsulfosäure in Wasser wird auf 3 25o Teile eingeengt, mit 9 ooo Teilen eines gelaugten Braunkohlenteeröles (spez. Gewicht etwa o,9z),versetzt und zweckmäßig in einem mit Horizontalführer versehenen Rührapparat so lange gerührt, bis die Masse eine butterartige Konsistenz angenommen hat. Durch Eingießen in die zehnfache Menge Wasser erhält man eine milchige Emulsion, die sich nach Zusatz von etwas Natron- j lauge in hervorragender Weise als Bohröl eignet.
  • Analog verfährt man bei Verwendung der Sulfosäuren änderer propjrlierter aromatischer Verbindungen oder deren Salze sowie der Mitverwendung anderer wasserunlöslicher Flüssigkeiten statt Teeröl. i

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCIi: Verwendung von Sulfosäuren oder sulfosauren Salzen von im Kern propylierten aromatischen Kohlcnwasserstoffen, insbesondere Naphthalin bzw. anderen mehrkernigen Kohlenwasserstoffen, als Ersatz für Seife oder seifenähnliche Stoffe.
DE1917336558D 1917-10-23 1917-10-23 Verwendung von Sulfosaeuren propylierter aromatischer Kohlenwasserstoffe als Seifenersatz Expired DE336558C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750286C (de) * 1935-05-02 1945-01-03 Kalle & Co Ag Seifenfreie Waschmittel
DE975206C (de) * 1943-12-21 1962-02-01 Bayer Ag Wasch- und Reinigungsmittel

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750286C (de) * 1935-05-02 1945-01-03 Kalle & Co Ag Seifenfreie Waschmittel
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