AT150311B - Verfahren zur Verarbeitung von vorteilhaft Stabilisierungsmittel enthaltender Kautschukmilch od. dgl. Dispersionen. - Google Patents
Verfahren zur Verarbeitung von vorteilhaft Stabilisierungsmittel enthaltender Kautschukmilch od. dgl. Dispersionen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Verarbeitung von vorteilhaft Stabilisierungsmittel enthaltender Kautschukmilch od. dgl. Dispersionen. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 die unterhalb des Schwellenwertes liegt. Dadurch wird erreicht, dass Koagulationsmittel in erheblich grösserer Menge eingeführt werden können, ohne dass Koagulation eintritt. Durch das Arbeiten in mehreren Stufen wird sonach die Wirkung erzielt, dass Koagulationsmittel in solcher Menge in die Dispersion eingeführt werden können, als zur Erzielung eines bestimmten Verteilungsgrades erforder- lich ist. Ein solches mehrstufig ausgeführtes Verfahren hat auch den Vorteil, dass in den verschiedenen Stufen auch mit verschiedenen Koagulationsmitteln gearbeitet werden kann. Es braucht daher das ganze Verfahren nicht mit einem Koagulationsmittel in allen Stufen ausgeführt werden, sondern es kann in den einzelnen Stufen-wie es einer zweckmässigen Ausführungsform des Verfahrens entspricht-mit verschiedenen Koagulationsmitteln gearbeitet werden. So kann das Verfahren gemäss der Erfindung so ausgeführt werden, dass in der ersten Stufe mit unlöslichen bzw. möglichst unlöslichen Koagulationsmitteln gearbeitet wird und in der zweiten Stufe bzw. bei einem mehr als zweistufigen Verfahren in den andern Stufen mit löslichen Koagulationsmitteln. Das Arbeiten in der ersten Stufe mit einem unlöslichen Koagulationsmittel hat den Vorteil, dass man von selbst unterhalb des Schwellenwertes bleibt, u. zw. selbst bei Zusatz grösserer Mengen, wogegen mit löslichen Koagulationsmitteln eine besondere Aufmerksamkeit aufzuwenden ist, um unter dem Schwellenwert zu bleiben. Das Wesen der Erfindung liegt sonach in einer stufenweisen Vergröberung des kolloiden Zustandes, wobei zuerst durch entsprechende Zusätze eine gröbere Dispersion mit noch kolloiden Eigenschaften hergestellt wird, also eine Teilchenassoziation erzielt wird. In der zweiten Stufe wird durch einen weiteren Zusatz eine fein verteilte, mit dem Auge nicht sichtbare Suspension des Kautschuks erzielt, die aber noch die Fähigkeit hat, beim Eintrocknen einen zusammenhängenden, festen, gleichmässigen Film zu bilden, der keine Klumpen enthält. Die insbesondere in der zweiten Stufe und gegebenenfalls in den folgenden Stufen vorteilhaften Koagulationsmittel, die die Entstehung des aus feinen Teilchen bestehenden Kautschukniedersehlages bewirken, sind lösliche Salze mit zwei-oder mehrwertigen Kationen in solchen Mengen, dass diese bei einem einstufig ausgeführten Verfahren schon eine mikroskopisch sichtbare Koagulation, also Klumpenbildung, verursachen würden. Nach erfolgtem Zusatz dieser in der zweiten Stufe zugeführten Salze verliert die Suspension die für den kolloiden Zustand charakteristische Ladung und Beständigkeit ; sie rahmt leicht auf und lässt sich von dem Dispersionsmittel leicht, z. B. durch Filtration, mittels grobporiger Filter, z. B. durch poröse Formen, trennen, sie gibt trotzdem nach der Trennung eine zusammenhängende, gleichmässige, feste Kautschukschicht, welche in ihren Eigenschaften von einer solchen, aus nicht behandelter Kautschukmilch gewonnenen Schichte nicht abweicht. Als Kautschukmilch kann natürliche oder künstliche Dispersion des Kautschuks in verdünntem oder konzentriertem Zustand genommen werden, u. zw. vorteilhaft mit Stabilisierungsmitteln. Die Menge des zur Erzielung einer fein verteilten, aber nicht mehr kolloiden Kautsehuksus- pension erforderlichen ersten Zusatzes ist bei Verwendung von löslichen Salzen zwei-oder mehrwertiger Kationen vorteilhaft eine solche, dass diese Menge nicht viel unter dem Schwellenwert liegt. Die Menge des unlöslichen oberflächenaktiven Zusatzes hängt von der Anzahl der goldenen Teilchen, also von der Grösse der wirksamen Oberfläche, ab und wird in solchen Mengen verwendet, dass durch den nachtäglichen Zusatz des Koagulierungsmittels eine Klumpenbildung nicht mehr auftritt und eine für einige Stunden beständige feine Suspension entsteht. Es ergibt sich von selbst, dass für diesen Zweck von fein verteilten kolloiden Zusätzen viel weniger erforderlich ist als von groben Aufschlämmungen. Ausführungsbeispiele : 1. 670 g konzentrierte Kautschukmilch unter dem Handelsnamen Revertex, in welcher die Benetzung erleichternde Stoffe, wie Tamol und Saprotin, gelöst werden und welche mit 330 g l% item Ammoniak verdünnt wird, wird mit zweiwertigen Kationen versetzt in solchen Mengen, dass die Konzentration der entstandenen Lösung eine 0-02 oder 0-03 normale ist. Nach diesem ersten Zusatz werden 100 g einer einfach normalen Lösung von Calziumformiat zugesetzt. Danach entsteht keine merkliche Kautschukausscheidung. Würde diese Menge Calziumformiat ohne den vorherigen Zusatz von zweiwertigen Kationen zugesetzt, so entsteht sofort eine Ausscheidung von Kautschuk in grossen Klumpen. EMI2.2 wasser angeteigt, weiter Schwefel, Zinkoxyd, Vulkanisationsbeschleuniger zugesetzt wurden, wird mit 1-5 Gewichtsprozent einer 7% igen Calziumformiatlosung oder 6%igen Calziumchloridlösung versetzt und nachher mit 10% einer 7% igen Calziumformiatlosung verrührt. Die so gewonnene Suspension kann durch Eingiessen in Gipsformen, welche vorteilhaft vorgewärmt werden, verformt werden. EMI2.3 <Desc/Clms Page number 3> mit 10 Gewichtsprozent einer einfach normalen Calziumformiatlösung versetzt. Man erhält eine Suspension, welche mit der in Beispiel 2 erwähnten identisch ist und welche gleichfalls zur Herstellung hohler Kautschukwaren durch poröse Formen geeignet ist. EMI3.1 alba in 650 g 1 %igem Ammoniak versetzt und mit 120 crn einer einfach normalen Calziumformiatlösung vermischt. Man erhält auf diese Weise gleichfalls eine Kautschuksuspension, die in porösen Formen leicht zu verarbeiten ist. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Verarbeitung von vorteilhaft Stabilisierungsmittel enthaltender Kautschuk- milch od. dgl. Dispersionen, insbesondere für die Verformung z. B. in porösen Formen durch Zugabe EMI3.2 mitteln behandelt wird, wobei in der ersten Stufe die Menge, die zu einer Koagulation nötig ist, unterschritten wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es in den verschiedenen Stufen mit verschiedenen Koagulationsmitteln ausgeführt wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Stufe mit möglichst unlöslichen Koagulationsmitteln, zweckmässig an der Oberfläche wirksamen Stoffen gearbeitet wird.4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der zweiten Stufe bzw. in den der ersten Stufe folgenden Stufen lösliche Koagulationsmittel verwendet werden.5. Verfahren nach Anspruch 1, 2,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Koagulationsmittel in der ersten Stufe Salze zwei-oder mehrwertiger Kationen verwendet werden.
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