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Aufschneidbare Weichenstellvorrichtung.
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dem Steuerungsmechanismus für das Keilstück, die zur Anzeige des Aufschneiden, sei es durch Abreissen einer Plombe oder durch Schliessen oder Öffnen eines elektrischen Kontaktes verwendet wird.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, in welcher bedeutet : Fig. 1 eine Seitenansicht der Stellvorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht bei, der Deutlichkeit halber weggelassenem Schloss und Riegel und Fig. 3 einen Schnitt'in vergrössertem Massstab nach der Linie 111-111 in Fig. 2.
In der Zeichnung sind mit 1 und 2 die beiden vom Stellwerk kommenden Drahtzüge bzw. die an den Enden derselben befestigten Ketten bezeichnet, die um die Stellrolle 3 geschlungen sind. Letztere ist auf dem am Rahmen 10 der Vorrichtung befestigten Zapfen 4 drehbar gelagert und trägt einen Rollenbolzen 5, der, nachdem die Stellrolle einen gewissen Weg zurückgelegt hat, zwischen Führungsleisten 17 an einer sektorförmigen Scheibe 7 eingreift. Diese Scheibe 7 ist auf einen auf dem Rahmen 10 befestigten Zapfen 11 schwenkbar gelagert, auf dem eine zweite Scheibe 8 ähnlicher Form ebenfalls schwenkbar sitzt, die das Schloss 31 trägt. Die Scheibe 8 ist durch den Schlossriegel 32 mit der Scheibe 7 gekuppelt und ist auch durch die Stange 9 mit der Weiche verbunden.
Die Stellrolle 3 besitzt ein verbreitertes, als Nocke wirkendes Bordsegment 6, an welches die Rolle 18 des Schenkels 15 eines Winkelhebels läuft, der um den Zapfen 20 schwenkbar ist. Der Winkelhebel steht mit seinem zweiten Schenkel 16 in Verbindung mit der eigentlichen Aufschneidvorrichtung.
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Diese besteht aus einem Querstück 23, das auf zwei Stiften 22 in der Richtung gegen den Zapfen 11 gleitbar gelagert ist. Die Stifte 22 werden von dem auf dem Rahmen 10 befestigten Träger 21 getragen. Das Querstück 23 besitzt einen Fortsatz 30, an den sich der Arm 16 des Winkelhebels anlegt ; es kann daher nur dann in der Pfeilrichtung verschoben werden, wenn die Rolle 18 nicht in Eingriff mit dem Bordsegment 6 steht. Das Querstück 23 weist ferner einen Schlitz auf, in dem ein Keilstück 24 etwa in der Richtung gegen den Zapfen 11 hin-und herbeweglieh geführt ist. In der einen Endlage der Weiche liegt das Keilstück 24 in einer Rast 27 des Sektors 7.
Das Keilstück 24 kann relativ zum Querstück 23 bewegt werden, u. zw. in der Richtung vom Drehzapfen 11 des Sektors 7 weg gegen die Kraft von Federn 29, die sich einerseits an die Köpfe 28 von mit dem Querstuek verbundenen Stangen, anderseits an eine mit dem Keilstück 24 verbundene Platte 25 stützen. Das Keilstück ist auf diese Weise relativ zu dem Querstück 23 in der Pfeilriehtung beweglich, bei einer solchen Relativbewegung wird aber die Plombe P zerrissen, die zwischen der Platte 25 und einem Ansatz 26 des Querstückes 23 ausgespannt ist. Diese Plombe P kann beliebiger Art sein und z. B. aus einem Stift aus weichem Metall mit angestauchten Köpfen bestehen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende : Beim Stellen der Weiche vom Stellwerk aus wird die Kettenrolle 3 durch den Drahtzug 1, 2 gedreht, der Rollenbolzen 5 wandert in die Nut zwischen den Führungsleisten 17 der Scheibe 7 und nimmt diese mit. Die Rolle 18 des Winkelhebels 16, 17 ist vorher am Bordsegment 6 der Kettenrolle 3 abgeglitten. Der Rand der Rast 27 der Scheibe 7 drückt das Keilstüek 24, das durch den Plombenstift P mit dem Querstück 23 einerseits und mit dem Schenkel 16 des Winkelhebels und dem Fortsatz 30 des Querstückes 23 anderseits ein Ganzes bildet, zurück. Der Winkelhebel 15, 16 lässt dies zu, da seine Rolle 18 bereits das Bordsegment 6 der Kettenrolle 3 verlassen hat. Auch die Plombe P geht mit und bleibt unverletzt.
Die Scheibe 8 ist durch den Riegel 32 des Schlosses 31 ebenfalls mitgenommen worden und überträgt durch die Stange 9 die Bewegung auf die Weiche.
Wird dagegen die Weiche durch ein Fahrzeug aufgeschnitten, so bleibt die Stellrolle. 3 und mit ihr der Rollenbolzen 5 durch die Drahtspannung festgehalten. Die beiden Scheiben 7 und 8 werden
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dem Fortsatz 30 und das Anliegen der Rolle 18 des Schenkels 17 des Winkelhebels am Bordsegment 6 der Kettenrolle 3 dies nicht zulässt. Die Wucht des Fahrzeuges drückt nun doch das Keilstück zurück, wobei die Federn 29 zusammengedrückt werden und der Plombenstift P abgerissen wird.
Die bisher durch den Plombenstift gegebene feste Verbindung des Querstückes 28 mit dem Keilstück 24 besteht nun nicht mehr und die Aufschneidevorrichtung ist in Tätigkeit gesetzt worden. Durch Rückstellen der Weiche in ihre Normalstellung und Einsetzen eines neuen Plombenstiftes wird die Stellvorrichtung wieder in den Normalzustand gebracht.
Soll die Weiche lokal, d. h. durch Handbedienung umgestellt werden, so wird in bekannter Art, durch Einführen eines Schlüssels in das Schloss 31 und Herausziehen des Riegels 32 aus der Scheibe 7 die feste Verbindung zwischen dieser und der Scheibe 8 aufgehoben. Die Weiche kann dann handbedient werden.
Die Vorrichtung kann im Rahmen der Erfindung in mannigfaltiger Weise abgeändert werden, z. B. durch Ersatz der hin-und hergehenden Bewegung der Aufsehneidevorrichtung durch eine schwingende Bewegung. Durch die beim Aufschneiden in der Aufschneidevorrichtung auftretende Relativbewegung kann ausser dem Abreissen der Plombe auch ein elektrischer Kontakt betätigt werden, der das erfolgte Aufschneiden im Stellwerk oder in der Station optisch oder akustiseh meldet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aufschneidbare Weichenstellvorrichtung, bei der die Aufsclmeidevorrichtung unmittelbar an der Weiche angeordnet ist, gekennzeichnet durch ein Keilstück (24) das einen der die Weiche verstellenden Teile (Sektoren 7,8) in der einen Endlage festhält und durch eine Steuervorrichtung, die bei Betätigung der Stellvorrichtung vom Stellwerk aus dieses Keilstück (24) aus der Bahn der die Weiche verstellenden Teile (Sektoren 7, 8) herausbewegt oder herausbewegbar macht, wobei in die Steuervorrichtung eine nachgiebige Verbindung eingeschaltet ist, so dass dieses Keilstück (24) beim Aufschneiden der Weiche zurückgedrängt werden kann.