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Einrichtung zur elastischen Aufhängung des Werkes von Messgeräten.
Es ist bekannt, die Werke von Messgeräten federnd aufzuhängen, um die Werke vor den Einwirkungen etwaiger Erschütterungen zu schützen. Diese Erschütterungen können, wie Fig. 1 zeigt, in Richtung von drei verschiedenen translatorischen Freiheitsgraden x, y und, ferner im Sinne von drei rotatorischen Freiheitsgraden -, m und A auftreten. Eine bekannte elastische Aufhängung besteht darin, dass das Werk an elastischen Drähten aufgehängt ist, die in einem Zwischenkörper befestigt sind, wobei dieser Zwischenkörper seinerseits wieder an Drähten aufgehängt ist, aber in einer andern Raumlage, durch die er mit dem festen Lager verbunden ist. Dadurch, dass die Drähte auf Zug beansprucht werden, sollen bei dieser bekannten Form die Erschütterungen aufgenommen werden.
Wenn nun aber eine Resonanz zwischen der Eigenschwingungszahl der Abfederung und den von aussen auftretenden Schwingungen auftritt, so lässt sich bei dieser Aufhängung eine Erschütterung des Werkes nicht vermeiden. Um diese Nachteile zu beseitigen, werden erfindungsgemäss die die Aufhängung bewirkenden elastischen Verbindungsstücke im wesentlichen auf Biegung beansprucht und wälzen an Führungen ab, welche die wirksame Länge der elastischen Verbindungsstücke bei der Durchfederung verringern. Auf diese Weise wird eine Dämpfung erzielt, die eine Resonanz zwischen der Eigenschwingungszahl der Abfederung und der von aussen auftretenden Schwingung verhindert.
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im Sinne von & , < p und erreichen, wenn die elastischen Verbindungsstücke je paarweise so angeordnet werden, dass auch diese Auslenkungen im wesentlichen durch Biegungsbeanspruchungen aufgenommen werden. Denn dann ist es möglich, durch entsprechendes Abwälzen an Führungen die wirksame Länge der elastischen Verbindungsstücke mit der Durchfederung zu verringern. Eine besonders einfache Ausführungsform für die elastische Aufhängung ergibt sich, wenn die Verbindungsstücke aus zwei oder drei nach verschiedenen Achsen des Raumes ausgerichteten elastischen Gliedern bestehen, die durch starre oder halbstarre Teile verbunden sind.
Beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgedankens sind in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 2 und 3 zeigen in schematischer Darstellung die bekannte Aufhängung des Werkes a mittels der elastischen Verbindungsstücke c in einem Zwischenkörper b, der wiederum durch elastische Verbindungsstücke d in einem nicht gezeichneten festen Körper gelagert ist. Nach Fig. 3 ist ein weiterer Zwischenkörper e vorgesehen, der durch die elastischen Verbindungsstücke t mit dem Fundament verbunden ist. Tritt ein Stoss in der Richtung der x-Achse auf, so können die elastischen Verbindungstücke c und d diesen Stoss auffangen und vom Werk a abhalten. Tritt ein Stoss in der Richtung der z-Achse auf, so können die elastischen Verbindungsstücke d und t diesen Stoss auffangen. Tritt ein Stoss in der Richtung der y-Achse auf, so kann dieser durch die elastischen Verbindungsstücke c und aufgenommen werden.
Die elastischen Verbindungsstücke e, d und t wälzen sich erfindungsgemäss, wie Fig. 4 zeigt, an Führungen g ab, so dass die wirksame Länge der elastischen Verbindungsstücke sich mit der Durchfederung verringert. Die elastischen Verbindungsstücke lassen sich besonders zweckmässig als zylindrische Körper aus Gummi oder vulkanisiertem Kautschuk herstellen.
Fig. 5 zeigt eine paarweise Anordnung der elastischen Verbindungsstücke c und d ; dieselbe ist natürlich auch für die elastischen Verbindungsstücke t gemäss Fig. 3 möglich. Hiedurch werden
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auch die Schwingungen im Sinne der Freiheitsgrade & , (p und abgefangen, da die elastischen Verbindungsstücke nicht nur auf Drehung, sondern wesentlich auch auf Biegung beansprucht werden.
Die Ausbildung der elastischen Aufhängung mit Hilfe eines oder gar zweier Zwischenringe b und e ist umständlich und erfordert viel Platz. Aus Fig. 6 ist zu erkennen, dass unter gewissen Voraussetzungen auch ein Reststück b'des ursprünglichen Zwischenringes b genügt. Fig. 7 zeigt diese Ausbildung, in der die elastischen Glieder Ci und c., durch einen starren oder halbstarren Teil m in einem Winkel von beispielsweise 900 zueinander angeordnet sind. Die Glieder e, und ss sind in Buchsen n und h fest gelagert und können sich an den gezeichneten Führungsbacken dieser Buchsen abwälzen.
Verwendet man derartige federnde Verbindungsstücke nach Fig. 7, so wird man zweckmässig, im Gegensatz zu Fig. 6, stets mehr als zwei davon verwenden, wie Fig. 5 dargestellt.
Fig. 8 und 9 zeigen eine weitere Ausführungsform im Auf-und Grundriss. Es bedeutet a das Werk oder eine Werkplatte, i einen Teil des Gehäuses oder ein starr mit dem Gehäuse verbundenes Bauelement. a und i sind durch drei elastische Verbindungsstücke nach Art der Fig. 7 miteinander verbunden.
In Fig. 7 sind die beiden elastischen Glieder Ci und Cz nach zwei Richtungen des Raumes angeordnet. Selbstverständlich kann auch die dritte Richtung des Raumes hinzugenommen werden, wenn man hierauf auch im allgemeinen deshalb verzichten wird, weil schon bei Verwendung von Bauelementen nach Fig. 7 eine Nachgiebigkeit in sämtlichen sechs Freiheitsgraden, u. zw. dergestalt verwirklicht werden kann, dass allemal ein Abwälzen der elastischen Glieder e, und e an den Führungsbahnen von n bzw. A stattfindet.
Die Fig. 10 und 11 zeigen im Auf-und Grundriss ein nach drei Richtungen ausgerichtetes Verbindungsstück. Es bedeuten e, und c sowie es die elastischen Glieder. Mit h, n und k sind starre Teile bezeichnet, die mit Abwälzbahnen versehen sind. In Fig. 8 und 9 sind die Verbindungsstücke nach Fig. 7 in einer Hauptebene (senkrecht zu einer Symmetrieachse) angeordnet. Das ist nicht notwendig, sie können auch ohne Behinderung ihrer Wirksamkeit beliebig im Raum angeordnet sein.
Es ist nicht notwendig, die elastische Aufhängung im Inneren des Gerätegehäuses anzubringen.
Die in Fig. 7 oder 10 und 11 dargestellten Verbindungsstücke können vielmehr auch verwendet werden, um das Gehäuse eines Messgerätes an einer starren Wand od. dgl. zu befestigen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur elastischen Aufhängung des Werkes von Messgeräten, dadurch gekennzeichnet, dass die die Aufhängung bewirkenden elastischen Verbindungsstücke in Richtung der translatorischen Freiheitsgrade im wesentlichen auf Biegung beansprucht werden und an Führungen abwälzen, welche die wirksame Länge der elastischen Verbindungsstücke bei der Durchfederung verringern.