<Desc/Clms Page number 1>
Negative Elektrode für alkalische Sammler.
Die Erfindung bezieht sich auf Elektroden für alkalische Sammler, die aus porösen Metallsinterkörpern hergestellt sind.
Für negative Elektroden dieser Art wurden bisher nur solche aus eisenhaltigen porösen Formstücken verwendet.
Diese haben den Nachteil, dass sich das Eisen infolge seiner grossen Oberfläche aktiviert und daher die Platten mit zunehmender Entladungszahl an Festigkeit verlieren, die aktivierten eisenhaltigen Platten eine hohe Selbstentladung zeigen und dass die dem Eisen charakteristischen Ladeund Entladekurve auch dann noch bleiben, wenn man denselben in bekannter Weise Cadmium einverleibt. Diese Nachteile werden behoben, wenn man an Stelle von eisenhaltigen negativen Elektroden nach der Erfindung solche aus porösem Kupfer- Nickelmetall oder solche aus einem dieser beiden Metalle herstellt. Besonders als positive Elektroden mit Nickelsalzlösung als Tränkungsmittel sind solche aus Nickel und Kupfer-Nickel schon bekannt.
Poröse Sinterplatten aus diesen Metallen haben die Eigenschaft, als negative Elektroden in alkalischen Sammlern sich nicht zu formieren. Cadmium und Eisen lassen sich in die Poren solcher Sinterplatten einbringen, ohne dass das Trägermetall angegriffen wird. Es kann dies in der Weise geschehen, dass man Salzlösungen von Cadmium oder Cadmium und Eisen in Ferroform, z. B. Cadmiumchlorid und Eisenchlorür, von den Platten aufsaugen lässt und nun die Platten in Alkalilösung als negative Elektroden formiert. Der sich hiebei entwickelnde Wasserstoff hat genügend Überspannung, um die aus Metallsalz und Alkali gebildeten Metallhydroxyde zu elektroaktivem Metall zu reduzieren.
Es lassen sich nach dieser Reduktion zu Metall die gebildeten Alkalichlorid restlos aus den Platten auswaschen.
Es hat sich gezeigt, dass in solchen Platten gespeichertes Cadmium durch das Trägermaterial Kupfer und Nickel nicht zur Selbstentladung angeregt wird. Auch für Eisen findet eine besondere Anregung nicht statt. Von Elektroden der gekennzeichneten Ausführung sind am leichtesten und billigsten solche herzustellen, deren poröser Sinterkörper aus Kupfer allein besteht. Sie haben den Vorteil besonders guter Stromleitung, während bei gleichzeitiger Anwesenheit von Nickel die Leitfähigkeit des Sinterkörpers wesentlich geringer ist. Derartige Elektroden aus Kupfer werden auch dann nicht angegriffen, wenn die Platten zeitweilig aus dem Elektrolyten herausragen.
Es hat dies seinen Grund darin, dass infolge der Porenstruktur der Elektrolyt innerhalb der herausragenden Platte emporsteigt und deshalb bei Oxydation des Kupfers das kurzgeschlossene Lokalelement CadmiumAlkali-Kupferoxyd sich bildet, in welchem das Kupfer wieder zu Metall reduziert wird.
Ist in solcher negativen Kupferelektrode, wie in der Akkumulatorentechnik allgemein üblich, die negative Masse im Überschuss, so nimmt die Elektrode auch bei gelegentlicher Umpolung keinen Schaden.
Diese Eigenschaften gelten auch für die Elektroden, bei denen das Kupfer mehr oder weniger durch Nickel ersetzt ist.
Wegen der gekennzeichneten Eigenschaften sind negative Elektroden mit porösem Trägermaterial aus Kupfer und Nickel oder einem dieser Metalle nach Tränkung mit Cadmium für alkalische Sammler von grosser Bedeutung. Es werden z. B. durch diese Negative in Kombination mit Positiven bekannter Herstellung, deren Trägermaterial poröses Nickelmetall ist, Sammler geschaffen, deren innerer Widerstand sehr viel geringer ist als derjenige von Sammlern mit gleich dimensionierten Röhrchen oder Taschenplatten bekannter Ausführung.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.