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Verfahren und Einrichtung zur Anzeige des betriebswidrigen Austrittes von Dampf aus Sendenstöpfen.
Es ist bekannt, bei Kondenstöpfen Einrichtungen anzuwenden, welche einen durch mangel- hafte Arbeitsweise des Auslassventils, durch Leckwerden od. dgl. verursachten Dampfaustritt zur
Anzeige bringen und dadurch Dampfverluste vermeiden. Die meisten dieser zahlreichen, bisher bekannt- gewordenen Einrichtungen unterliegen jedoch selbst leicht Störungen und erfüllen daher ihre Aufgabe nicht einwandfrei.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Anzeige betriebswidrigen Austrittes von Dampf aus
Kondenstöpfen unter Verwendung eines in den Topf tauchenden Rohres, dessen unteres Ende offen und dessen oberes, ins Freie ragendes Ende geschlossen ist, und besteht darin, dass das Vorhandensein von Dampf im Rohr angezeigt wird, welcher statt des abfliessenden Wassers in das Rohr einströmt.
Es ist bekanntgeworden, Rohre der angegebenen Art bei Dampfkessel anzuwenden, doch handelt es sich in diesem Fall um die Anzeige des Minimal-und Maximalwasserstandes, welche je aus der Füllung des Rohres mit Wasser erkennbar sind, und ist die gleichzeitige Anwendung mehrerer
Rohre notwendig.
Beim Verfahren nach der Erfindung soll dagegen die während der Dauer der mangelhaften
Funktion des Auslassventils od. dgl. bestehende Füllung des Rohres mit Dampf, die sich bei dauerndem
Dampfaustritt aus dem Kondenstopf ergibt und die entweder durch direkte Beobachtung oder auf
Grund der von ihr bewirkten Temperaturerhöhung feststellbar ist, zur Anzeige des betriebswidrigen
Zustandes des Kondenstopfes, insbesondere dessen Ventils, dienen.
Auf der Zeichnung ist die zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung dienende Ein- richtung durch einige Ausführungsbeispiele veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 einen mit dieser Anzeige- einrichtung ausgerüsteten Kondenstopf, Fig. 2, 3,4, 7 und 8 abgeänderte Ausführungen dieser Ein- richtung, Fig. 5 einen besonderen mit der Anzeigevorrichtung ausgerüsteten und in Verbindung mit dem Kondenstopf angewendeten Behälter und Fig. 6 die Anordnung einer Beruhigungskammer im
Kondenstopf, in welche das Rohr der Anzeigevorrichtung mündet.
Die erfindungsgemässe Einrichtung besteht gemäss Fig. 1 aus einem in den das Kondenswasser enthaltenden Behälter 1, zweckmässig durch den Deckel senkrecht eingeführten Rohr 2, dessen inneres offenes Ende. 3 unter dem Kondenswasserspiegel 4 liegt und dessen äusseres Ende geschlossen und mit einem Entlüftungshahn 14 versehen ist. Infolge der abkühlenden Wirkung der den äusseren Rohrteil umgebenden Luft werden die in diesen Teil von der FlÜssigkeitsoberfläche her gelangenden Dämpfe kondensiert, so dass sich das Rohr infolge Vakuumbildung vollständig mit Wasser füllt, welches infolge
Wärmeabgabe nach aussen eine Temperatur annimmt, die beträchtlich niedriger als die Temperatur des im Kondenstopf vorhandenen Dampfes bzw. Wassers ist.
Bei Undichtigkeit des Kondenstopfventils 5 wird der Wasserspiegel 4 abgesenkt, so dass die untere Mündung 3 des Rohres 2 frei wird. Das im Rohr 2 eingeschlossene Wasser fällt in den Topf und das Rohr füllt sich mit Dampf. Die dadurch bewirkte Temperaturerhöhung des äusseren Rohrteiles auf die Dampftemperatur bildet dann eine eindeutige Anzeige für die durch die Undichtigkeit des Auslassventils oder gleichartige Ursachen bewirkte mangelhafte Arbeitsweise des Kondenstopfes.
Der Temperaturanstieg am oberen Rohrende kann nun auf verschiedene Weise bzw. durch verschiedenartige Ausgestaltung des äusseren Endteiles des Rohres festgestellt bzw. zur Anzeige gebracht werden. Am einfachsten kann diese Feststellung durch kurzzeitige Berührung des Rohrendes mit der Hand geschehen.
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Das äussere Ende des Steigrohres 10 kann ferner als Thermometer ausgebildet werden, indem es etwa halbkreisförmig gebogen (Fig. 2) und sein Ende, welches sieh unter der Wirkung der Wärme des in ihm enthaltenen Dampfes streckt, mit einer Anzeigevorrichtung verbunden wird. Diese kann in bekannter Weise aus einem Zeiger bestehen, dessen Ausschlag die Ausdehnung des Rohrendes infolge mehrfacher Übersetzung in vergrössertem Massstab erkennbar macht. Die Ausdehnung des Rohrendes kann aber auch zur Betätigung eines Kontaktes benutzt werden, der einen elektrischen Stromkreis schliesst und ein optisches oder akustisches Signal auslöst.
Schliesslich kann man auch am äusseren Steigrohrende einen geschlossenen Behälter 16 (Fig. 3) anbringen, dessen mit totalreflektierenden Rippen in bekannter Weise versehenes Sehauglas 8 sofort erkennen lässt, ob der Behälter mit Wasser oder mit Dampf gefüllt ist. In besonders sicherer Weise können diese beiden Betriebszustände voneinander unterschieden werden, wenn-das Steigrohr 2 gemäss Fig. 4 bis etwa in die Mitte des Behälters 15 geführt wird. In diesem Fall ist der Behälter dauernd bis zur Rohröffnung mit Wasser gefüllt und die Undiehtheit des Kondenstopfventils ist an dem deutlichen Farbunterschied zwischen der unteren mit Wasser gefüllten und der oberen dampferfüllten Hälfte des Reflektionsglases deutlich erkennbar.
Statt das Steigrohr durch den Deckel zu führen, kann man es natürlich gemäss Fig. 8 auch seitlich in den Kondenstopf unterhalb des Kondenswasserspiegels münden lassen.
Statt im Kondenstopf selbst kann man das Steigrohr auch in einem besonderen, vor oder hinter dem Kondenstopf in die Rohrleitung einzuschaltenden, gemäss Fig. 5 mit einer Zwischenwand 17 ausgestatteten Behälter 9 anordnen, welcher unterhalb der Anschlussflanschen sackartig ausgebildet ist, so dass sieh in seinem untersten Teil Kondenswasser ansammelt. Erfolgt dann beim Kondenstopf infolge Undichtigkeit Dampfaustritt, so wird das im untersten Teil des Behälters 9 angesammelte
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und das Steigrohr nach seiner Entleerung mit Dampf gefüllt, so dass an der Temperatur usw. des äusseren Rohrendes die mangelhafte Arbeitsweise des Kondenstopfes erkennbar wird.
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am Boden der Kammer 11 angebrachten Durehtrittsöffnung 12 übereinstimmt, jedoch vor der lebhaften Bewegung des Wasserspiegels im Kondenstopf geschützt ist.
Statt durch die Öffnung 12 kann man die Entleerung der Kammer 11 bei Abfluss des Kondenswassers aus dem Kondenstopf auch durch ein Heberrohr 13 bewirken.
Um zu verhindern, dass sich die Temperatur des im äusseren Steigrohrendes befindlichen kühlen Wassers durch Aufsteigen heissen Kondenswassers aus dem Kondenstopf und gleichzeitiges Sinken des kühlen Wassers in diesen Topf erhöht, wodurch sieh der Temperaturunterschied des äusseren
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die Strömungsrichtung der ansteigenden Flüssigkeit mehrmals geändert wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Anzeige des betriebswidrigen Ausströmens von Dampf aus Kondenstöpfen mittels eines in den Topf tauchenden Rohres, dessen unteres Ende offen und dessen oberes, ins Freie ragende Ende geschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorhandensein von Dampf im Rohr angezeigt wird, welcher statt des abfliessenden Wassers in das Rohr einströmt.