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Glas setzt bekanntlich dem Durchdringen von Lichtstrahlen einen sehr kleinen Widerstand entgegen, jedoch ist es gleichzeitig ein schlechter Wärmeleiter. Auf der Innenseite mattierte Glühlampen oder solche, in deren Innerem ein Reflektor angebracht ist, erwärmen sich mehr als Glühlampen mit durchsichtigem Glaskörper und haben demzufolge eine kürzere Lebensdauer.
Eine blendungsfreie Beleuchtung suchte man bisher durch Mattieren der Glühlampen, durch Vorsetzen mattierter Gläser, Porzellanschalen, farbiger Stoffe usw. zu erzielen, alles Abdämpfungsmassnahmen, die auf Kosten der Lichtstärke gehen, also mehr oder weniger unökonomisch sind. Auch wird durch zu kleine oder ungenügend ventilierte, geschlossene Beleuchtungskörper infolge schlechter Wärmeabfuhr eine bedeutende Temperatursteigerung hervorgerufen. Weiters suchte man durch reflektiertes Licht indirekte Beleuchtung zu erzielen ; doch da die reflektierenden Flächen in mehr oder weniger grossen Abständen von der Glühlampe stehen, ist der Wirkungsgrad dieser indirekten Be- leuchtung verhältnismässig gering.
Der Erfindungsgedanke ist unter Vermeidung der gebräuchlichen Lichtdämpfungsmittel, wie mattiertes oder farbiges Glas, Porzellan usw., Reflektoren aus lichtundurchlässigen, guten Wärmeleitern, derart anzuordnen, dass einerseits ein günstiger Lichteffekt erzielt, anderseits eine Wärmeableitung der Glühlampe dadurch bewerkstelligt wird, dass die Luft zwischen Lampe und den Reflektor- flächen-diese stehen nur an einzelnen Stellen mit dem Glasgehäuse der Lampe direkt in Verbindungaufsteigen, hindurchstreichen und frei austreten kann, um so für bessere Kühlung zu sorgen.
Weiters sollen Reflektoren aus lichtundurchlässigem Material derart geformt und angebracht
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Weiters soll für die blendungsfreie Beleuchtungsvorrichtung der Klarglaskörper der Glühlampe nicht zur Gänze dem Auge entzogen werden, sondern diese an den Stellen, wo der Glühfaden dem Auge sichtbar werden könnte, mit lichtdurchlässigen Mitteln nur insoweit abgedeckt werden, dass allein der Glühfaden dem Anblick entzogen wird. Die Lichtdurchlässigkeit dieser Abdeckung wird in ihrer Leuchthelligkeit und Farbe in Übereinstimmung mit derjenigen der Reflektorflächen gebracht, so dass der Eindruck einer gleichmässig leuchtenden Fläche erzielt wird.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungen beispielsweise dargestellt : Fig. 1 und 2 zeigen als erste Ausführungsform eine an jeder Lampe leicht anzubringende, blendungsfreie Beleuchtungseinrichtung in einem senkrechten Schnitt und in einer Ansicht von unten. Hiebei ist in Fig. 1 links und rechts je eine Variante veranschaulicht. Fig. 3 und 4 zeigen eine weitere Ausführungsform in einem senkrechten Schnitt bzw. in Ansicht. Fig. 5,6 und 7 zeigen eine andere Ausführung schaubildlich in einem senkrechten Längsschnitt und im Querschnitt. Fig. 8 und 9 zeigen eine weitere Form in einem senkrechten und einem waagrechten Schnitt.
Beim Ausführungsbeispiel Fig. 1 und 2 (rechte Hälfte) sind auf der Glühlampe 1 mit durchsichtigem Glaskörper zwei oder mehr klemmende Federn, welche die Lampe ober-und unterhalb
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der Ebene des Glühdrahtes umfassen, angebracht und an diesen Federn sind ein oder mehr, hier beispielsweise zwei kegelstumpfförmige Ringe 4 und 5 befestigt.
Diese Ringe haben einen grösseren inneren Durchmesser, als der Durchmesser der Glühlampe in der betreffenden Ebene ist, so dass ein Luftring zwischen Glühlampengehäuse und Reflektorring entsteht, der nur durch die Klemmfedern von Lampe zu Reflektor unterbrochen ist.
Die konische Form der Ringe und der verhältnismässig enge Schlitz um die Glühlampe bewirken, dass eine Luftströmung entsteht, während die Wärme der Glühlampe durch die Klemmfeder auf die Reflektorflächen übertragen und dadurch eine viel grössere Ausstrahlungs-und Kühloberfläehe erzielt wird.,
Kegelstumpfreflektor 9, der einen kleineren Durchmesser als den der Glühlampe in der Leuchtdrahtebene hat, ist mit zwei oder mehr Stiften 10, 11 versehen, die in eine bajonett-oder gewindeartige Führung 12 des Ringes 5 eingreifen, um den Kegelstumpf an dem Reflektorring zu befestigen.
Der Kegelstumpf sitzt mit seinem kleineren Durchmesser auf dem Scheitel der Glühlampe auf.
Diese Ausführung, bei der das Licht nach oben und unten frei ausstrahlt, kann durch Anbringung eines gebräuchlichen, kegelstumpf-oder sonstwie geformten Reflektors in der Höhe des Fassungsringes in eine überwiegend indirekte Beleuchtung verändert werden ; dies ist der Fall, wenn der kegelstumpfförmige Körper 13 (Fig. 2, linke Hälfte) aufgesetzt wird, dessen kleinster Durchmesser grösser ist als der des Fassungsringes, um den Luftzutritt von unten zu ermöglichen, während die Halterklemmen 7 einen Wärmeleitungskontakt zwischen dem Gehäuse der Fassung und dem Reflektorkörper herstellen. Durch die bedeutend vergrösserte Wärmeausstrahlungsfläche sowie durch die Luftbewegung zwischen Fassung und Reflektor wird die Erwärmung desselben herabgesetzt.
Die Aussenseite dieses Reflektors kann zur Erzielung von indirekter Beleuchtung verwendet werden.
Bei der in Fig. 1 links dargestellten Variante stehen die beiden Ringe 4 und 5 durch einen ebenfalls kegelstumpfförmigen Ring 8 in Verbindung.
Obige Formen sind beispielsweise als Kegelstumpfe angeführt ; sie können auch anders, z. B.
Ellipsoid, Pyramidenstumpf, Kugelteil, gestaltet sein, wenn sie nur die Aufgabe erfüllen, eine möglichst günstige Lichtverteilung zu erzielen und für gute Abfuhr der Glühlampenwärme zu sorgen.
Die Befestigung auf der Glühlampe kann auch auf andere Weise als durch die beispielsweise angeführten Federklemmen geschehen, so z. B. auch durch im Dreieck angeordnete Spiralfedern, die horizontal zwischen drei Punkten des kleinsten Durchmessers des Ringes 4 gespannt sind, oder durch zwei oder mehr Drahtbügel, die an ihren Enden mit dem kleinsten Durchmesser von 4 verbunden sind, so dass wie im vorangeführten Beispiel die Konstruktion auf der oberen Hälfte der Glühlampe ruht.
Weiter können beispielsweise die Ringkonstruktion an dem Glühlampenfassungsring, an der Fassung selbst oder an dem Kegelstumpf oder oberen Reflektor 13 befestigt werden und die Ringe mit diesem durch Spiralfedern 3 verbunden sein (Fig.
1 und 2, linke Hälfte), so dass bei Befestigung des Kegel- stumpfes 9, der gegen die untere Hälfte der Glühlampe drückt, diese in die der jeweiligen Lampengrösse angepassten, richtigen Lage kommt.
Durch Entfernung des Kegelstumpfes 9, die durch den Bajonett- bzw. Schraubenverschluss auch während des Betriebes erfolgen kann, wird die mehr indirekte Beleuchtung in eine überwiegend direkte verändert. Durch Färbung der Reflektoren sind Beleuchtungen in einheitlichen Farben oder durch verschiedenfarbige Ringe Farbenkombinationen zu erzielen.
Soll bei hochhängenden Beleuchtungseinrichtungen eine Sicht auf den Glühfaden durch die untere Öffnung des Kegelstumpfes 9 vermieden werden, so wird die Glühlampe an ihrem Scheitel insoweit mit einer Abdeckung 6 aus lichtdurchlässiger Substanz von der Farbe des Reflektors versehen, dass nur der Glühfaden dem Anblick entzogen wird. Soll unbefugtes Entfernen der Glühlampe verhindert werden, so wird ein mit dem Kegelstumpf oder dem oberen Reflektor M bzw. der Fassung fest verbundener, z. B. aus Stahl bestehender Draht 14 (bei der Ausführung nach Fig. 1, linke Hälfte, nach Montage des Kegelstumpfes 13) um die Fassung oder den Ringnippel gelegt und mit einer Plombe oder sonstwie gesichert. Ohne Zerstörung der Plombe oder des Drahtes 14 ist die Glühlampe dann nicht aus der Fassung zu entfernen.
Bei Befestigung des Reflektorteiles 4, 5, 8 an dem Fassungsreflektor 13 (Fig. 1 und 2, links) genügt es, alle Verbindungen 10, 11 zwischen dem oberen und unteren Reflektorteil und 9 zu sichern, um unbefugtes Entfernen der Glühlampe zu verhindern. Das gleiche ist der Fall bei Montage des oberen Reflektorteiles an der Fassung.
Die Befestigung sämtlicher Reflektoren kann durch den Gebraucher der Lampe, also durch
Selbstmontage erfolgen.
Bei der Ausführung Fig. 3 und 4 ist die Glühlampe 15 durch einen Reflektor 16 umgeben, dessen freier Rundteil schalenförmig ausgestaltet und nach innen gebogen ist. Die Fassung ist von einem kegelstumpfförmigen Teil 17 umgeben, um zu starkes Reflektieren nach vorn zu mildern und die Strahlen mehr zur Aufhellung der von der Lampe weiter entfernten Teile zu verwenden.
Der kleinste Durchmesser dieses Kegels 17 ist grösser als derjenige des Glühlampenfassungsringes, so dass die von rückwärts eintretende Luft längs der Fassung und der Glühlampe streicht, um wieder ins Freie zu gelangen.
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Während die dem Glühdrahte naheliegenden Teile aus weniger gut reflektierenden Materialien hergestellt oder mit lichtdämpfenden Mitteln (Aufrauhung, dunklere Farbstoffe) versehen sind, werden die schwächer bestrahlten aus sehr gut reflektierenden Mitteln respektive polierten Flächen oder in helleren Farben angefertigt.
Um den Anblick des Glühfadens zu verhindern, wird auf die Glühlampe 15 mittels eines mehr- armigen, federnden Klemmhalters 18 ein kappenförmiger Lichtverteiler 19 gestülpt, mit dem ein etwas davon entfernter Rotationskörper 20 durch Drähte 21 verbunden ist. Die Kappe 19 weist in der Mitte vorteilhaft eine Öffnung 22 auf, so dass sie einen Ring bildet und in der Mitte Lichtstrahlen von der Lichtquelle zum Rotationskörper 20 gelangen lässt. Der Ring 19 verhindert die von der Licht- quelle nach vorn gerichteten Strahlen direkt ins Freie zu gelangen. Die vorderen Strahlen treffen auf den Reflektorrand, so dass keine direkten Strahlen nach ausserhalb des Reflektors gelangen können.
Die hintere Fläche des Rotationskörpers 20 reflektiert die durch eine allfällige Kappenöffnung von 19 direkt auf sie treffenden Strahlen in den hinteren Reflektorteil, während die vordere Fläche des Körpers 20 das vom Reflektor 16 zurückgeworfene Licht zurückwirft, um in der Leuchtscheibe keinen zu dunklen Mittelpunkt zu erhalten.
Fig. 4 zeigt eine Ausführung, bei der statt der vorbeschriebenen Kappe mit Klemmhalter eine aus lichtdurchlässigem Material verfertigte kleine Scheibe 23 aufgesetzt wird, deren Durchmesser bzw. Form so bemessen ist, dass nur der Glühdraht dem Auge entzogen ist ; die Farbe und die Helligkeit dieser kleinen Abblendung wird derjenigen des Reflektors angepasst.
Fig. 5,6 und 7 zeigen eine Soffitte für leuchtende Streifen, wie Einfassungen, Leuchtbuchstaben,
Reklame usw.
Der hier gezeichnete Beleuchtungskörper hat einen länglichen, im Querschnitt trapezförmigen Reflektor 24 mit wenig vorstehenden Rändern 25 und mehrfach muldenförmig unterteiltem Boden.
Auf dem Grunde jeder Mulde befindet sich eine Fassung 26 für je eine Lampe 27, auf die ein schalenartig geformter Lichtverteilungskörper 28 aus Leichtmetall abnehmbar aufgesetzt ist. Der Lichtverteilungskörper 28 überdeckt den Glühdraht der Lampe 27, so dass dieser von aussen nicht sichtbar ist.
Die Innenwände des Reflektors werfen einen Teil der Lichtstrahlen auf die Aussenseite des Lichtverteilers 28 und hellen diesen auf. Die Ränder 25 verhindern eine seitliche Ausstrahlung und können gleichzeitig zur Befestigung von gläsernen Abdeckstreifen verwendet werden.
Zwischen Fassung und Reflektorboden sind schmale ringförmige Öffnungen gelassen, um ein Ansteigen der von unten eintretenden Luft, welche durch Öffnungen unterhalb der Ränder 25 abzieht, zu ermöglichen.
Die Anzahl der Lampen wird natürlich dem jeweiligen Bedarf respektive der Länge des Kastens angepasst ; auch können komplette einzelne Lichtelemente hergestellt werden, die ein Zusammenstellen in verschiedenen Formen ermöglichen.
Durch Farbennuancierungen der Reflektorstellen mit stärkerer oder schwächerer Bestrahlung werden Ungleichheiten ausgeglichen ; der Lichtverteiler 28 kann durch Auftragung lichtdurchlässiger Mittel, wie z. B. Farbe auf den Scheitelpunkt der Glühlampe, den Glühdraht dem Anblick von aussen entziehen. Die Farbe wird in Übereinstimmung mit der des Reflektors gebracht.
Der Beleuchtungskörper kann zu Buchstaben oder Ornamenten geformt und mit Steckerstiften versehen sein, die ein leichtes Auswechseln desselben ermöglichen.
Fig. 8 und 9 zeigen eine Strassenleuchte.
Am unteren Rand eines tiefstrahlenden Reflektors 29 ist ein bei 30 an dessen Rand gelagerter, aufklappbarer Reflektorteil an einem Traggestell 31 mit ringförmigem Mittelteil 32 angebracht.
Das Traggestell trägt zwei schaufelförmige, mit den Längsseiten zur Längsrichtung der Strasse gleichlaufende Reflektoren 33, die an ihrem inneren Teil an der Glühlampe 34 anliegen und diese unten herum im Halbkreise umfassen. In jedem Reflektor verhindert eine Blende 35, dass der Glühdraht von der Strasse aus sichtbar wird. Der Boden unter der Lampe erhält vom Reflektor 29 ausgestrahltes Licht.
Die Metallteile umgeben die Glühlampe derartig, dass sie gegen Beschädigungen durch Steinwürfe, Schrotschüsse od. dgl. geschützt ist.
Die gleiche Konstruktion, jedoch mit zwei nebeneinander angeordneten Lampen, von denen die eine blau gefärbt ist, hat den Zweck, dass bei normalem Betriebe durch Einschalten beider Lampen eine Beleuchtung in etwas bläulichem Lichte entsteht ; bei Luftangriffen leuchten allein die blauen Lampen ; bei der vorangeführten Konstruktion wird nur die Strasse selbst erhellt.
Bei allen dargestellten Ausführungsformen wird die durch die Lichtstrahlen der Glühlampe erzeugte, an dessen Glaskörper abgegebene Wärme nicht nur durch Metallteile, welche die Oberfläche der Lampe weit übertreffen, aufgenommen und durch Kantenwirkungen (Fig. 1 und 9) abgegeben, sondern durch die Konstruktion wird auch die Entstehung eines Luftstromes begünstigt, der um die Glühlampe bzw. Fassung selbst streicht und damit die Wärmeabfuhr beschleunigt.
Dementsprechend wird die Innentemperatur der Glühlampe erniedrigt und damit deren Lebensdauer verlängert.