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Lampengehäuse, insbesondere für StraßenWeuchtung Eine besondere Gefahrenursache
bildet die im Verkehr durch starke Lichtquellen jeder Art hervorgerufene Blendung,
die besonders bei nassem Asphaltpflaster durch Spiegelung in der Fahrbahn noch erheblich
gesteigert wird.
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Dabei ist die Vermeidung der Blendung eine Forderung, die in vielen
Fällen eine Selbstverständlichkeit geworden ist. Man braucht nur z. B. an die Bühnenbeleuchtung
der Theater zu denken, die den Zuschauerraum vollkommen abblendet und das Licht
nur auf die Szenerie konzentriert, sowie die Bestrebungen, z. B. blendungsfreie
Autoscheinwerfer zu schaffen.
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Diese grundsätzliche Anwendung blendungsfreier Beleuchtungsmittel
ist in neuerer Zeit auch für andere Zwecke, z. B.. Schaufensterbeleüchtung, richtungweisend
und maßgebend geworden.
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Was aus rein technischen und Zweckmäßigkeitsgründen für die vorerwähnten
Beleuchtungszwecke möglich ist, sollte auch für die Straßenbeleuchtung, bei der
die Blendung eben eine Gefahr bedeutet, erreicht werden können. Für die Abend- und
Nachtzeit sowie für die Jahreszeiten, in denen man auf künstliche Beleuchtung angewiesen
ist, sucht man auch die bestehenden Beleuchtungsmittel diesen Forderungen anzupassen.
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'Soweit elektrische Straßenbeleuchtung benutzt wird, rückt man sie
dadurch möglichst aus dem Sehfeld, daß man sie sehr hoch anbringt, wodurch viel
Licht verlorengeht, oder die Lichtquellen mit Opalglasringen oder Mattscheiben umgibt,
die Licht absorbieren, ohne den gewollten Zweck der Abblendung zu erreichen.
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Ebenso sieht es mit der Gasbeleuchtung aus, die zwar durch die Beschaffenheit
ihrer Lichtquelle, nämlich dadurch, daß sie körperliche Flächen zur Ausstrahlung
benutzt, an sich schon blendungsfreier wirkt, die man aber auch, um den Zweck zu
erreichen, jede Blendung auszuschalten, mit besonderen Glocken ausstattet, mit Spezialreflektoren
versieht, einerseits um das Licht auf die zu- beleuchtende Fläche zu konzentrieren,
andererseits aber um abzublenden.
Auch die sogenannten Tief- oder
Breitstrahlerlampen gehen von denselben Absichten aus, und es ist mit ihnen auch
für manchen Zweck recht Gutes erreicht worden; eine blendungsfr#i.e-Straßenbeleuchtung
ist aber auch mit dksen nicht zu schaffen.
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Ein fast ebenso wichtiger Umstand wid'##dfp" Blendungsfreiheit der
Straßenbeleuchtung ist die Gleichmäßigkeit der Lichtverteilung.
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je nach der Stärke der verwendeten Lichtquelle und der Entfernung
der einzelnen Lichtpunkte voneinander wechseln helle Lichtpunkte mit dunkleren oder
Schattenbildung ab.
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Auch nach dieser Richtung sind vielerlei Konstruktionen für die beiden
Lichtarten Gas und Elektrizität geschaffen worden, ohne daß eine einwandfreie Lösung
bekanntgeworden wäre.
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Die Aufgabe, eine blendungsfreie Beleuchtung mit möglichst günstiger
Lichtverteilung zu schaffen, soll nun die in der folgenden Beschreibung näher gekennzeichnete
Erfindung erfüllen.
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Dabei soll von der Konzentration auf einen zentralen Lichtpunkt, wie
bei der Elektrizität, oder der in einem Rund angeordneten Anhäufung kleinerer Lichtpunkte,
wie bei Gas, Ab-
stand genommen werden, obwohl auch diese Anordnung verwendbar
ist. Die Lichtpunkte sollen vielmehr vorteilhaft in einer oder mehreren Längsreihen
angeordnet sein, um ihrem Zwecke, langgestreckte Flächen zu beleuchten, besser genügen
zu können. Die Form ist den für Theaterzwecke verwendeten Rampen- oder Kulissenbeleuchtungen
angenähert, im Gegensatz zu diesen, die die Szenerie mit möglichster Schärfe ohne
Rücksicht auf Blendung zu beleuchten haben, sind aber bei der vorliegenden Konstruktion
die Lichtquellen selbst von allen Seiten gegen unmittelbare Sicht verdeckt. Danach
ergibt sich folgende Ausgestaltung des Lampengehäuses: Ein lyrenähnliches Gestell
trägt einen Lampenkörper, der den laniggestreckten Beleuchtungsapparat enthält;
in dem unteren Teil des Körpers liegen, von außen durch das Lampengehäuse verdeckt,
die Beleuchtungsmittel, z. B. bei Elektrizität Lampen in Soffittenform, seien es
normale Metalldrahtlampen oder Quecksilber- oder Natriumdampflampen. Bei Gas können
Brenner für Stadtdruck oder Preßgasbrenner verwendet werden. DieBeleuchtungsmittelwerfenihrLicht
auf Seitenreflektoren und auf Dachreflektoren, von denen das Licht auf die Straßenfläche
verteilt wird, ohne daß die Lichtquelle den Passanten sichtbar ist.
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Um auch unter dem Lichtträger selbst eine genügende Beleuchtungsstärke
zu erzielen, ist der metallene Lampenkörper nach unten offen, aber durch matte Glasscheiben
oder Holophangläser abgeschlossen, so daß auch hier die Lichtquelle abgeblendet
ist.
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Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich also um ein Lampengehäuse'
für eine halbindirekte Beleuchtungvon Straßen, die gleichmäßig und blendungsfrei
leuchtet und somit dem Ziele, eine der Tageslichtwirkung möglichst ähnliche zu erreichen,
weitgehend angenähert ist. Das Erfinderische liegt also allein in der Anordnung
und Ausbildung der an sich bekannten, im Anspruch aufgeführten einzelnen Bauteile
von Lampengehäusen.
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Abb. i zeigt eine solche Straßenlampe mit dem erfindungsgemäßen Gehäuse
in der Ansicht von vorn.
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In der Abb. i ist a eine elektrische Soffittenlampe irgendwelcher
Art, b normale Glühlampen oder Gasglühlichtbrenner, c ist der First des im
Längsschnitt gezeigten kastenartigen Lampengehäuses, d ist der lyrenförmige Lampenträger
oder die Lampenaufhängung, e ist das Oberteil des Lampenmastes.
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In der Abb. 2 ist ein Querschnitt durch den Lampenkörper mit dem Lampengehäuse
dargestellt. f ist der Träger, an dem die in Abb. i unter a und
b angegebenen Beleuchtungsmittel angebracht sind. g sind die Seitenwände
des metallenen Lampengehäuses. A sind die auf den Innenseiten der Seitenwände
angebrachten Reflektoren, die auch dadurch ersetzt sein können, daß der Lampenkörper
innen weiß emailliert ist. i ist der Dachreflektor, der das Licht auf die zu beleuchtende
Fläche ausstrahlt und der auch so, wie k zeigt, ausgebildet werden kann.
1 ist die Verglasung im Oberteil der Lampe, die z. B. aus durchsichtigem
oder Holophanglas bestehen kann. m ist die- Verglasung im Boden des Lampenkörpers.
n ist der Lichtmast, auf dem die Lampe mittels des lyrenförmigen Trägers
d in Abb. i befestigt wird.
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Ist die Lampe über der Straßenmitte an einer Überspannung angebracht,
so wird der lyrenförmige Lampenträger als Aufhängebügel ausgestaltet.