AT148984B - Verfahren zur Darstellung aromatischer Verbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung aromatischer Verbindungen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung aromatischer Verbindungen. 



   Es ist bekannt, aus Quecksilberdiphenyl und Natrium gewonnenes Natriumphenyl mit Verbindungen umzusetzen, die reaktionsfähige Gruppen oder Atome enthalten (Beilsteins Handbuch   der organischen Chemie, IV. Auflage, Band5, S. 197 ; B. 50 [1917] 262 ff. ). Abgesehen davon, dass die   meisten dieser Umsetzungen nicht eindeutig und nur mit mässigen Ausbeuten verlaufen, ist insbesondere das Quecksilberdiphenyl ein Ausgangsmaterial, welches seiner schweren   Zugänglichkeit   wegen eine technische Anwendung dieser Umsetzungen nicht ohne weiteres zulässt. 



   Es wurde nun gefunden, dass mit Vorteil die durch Umsetzung von Natrium mit aromatischen
Chlorverbindungen, welche ausser Chlor keine gegen Natrium ersetzbare Substituenten enthalten, in Gegenwart von indifferenten organischen Lösungsmitteln bei 400 nicht übersteigenden Temperaturen erhältlichen Natriumaryle unmittelbar in dem Zustand, wie sie gewonnen werden, also ohne Abscheidung derselben zu den verschiedensten Umsetzungen mit reaktionsfähigen Stoffen verwendet werden können und in glatter Reaktion zu guten, häufig fast quantitativen Ausbeuten führen. Als zu derartigen Umsetzungen geeignete reaktionsfähige Stoffe kommen z. B. Halogenide, aromatische Säurenitrile, anorganische oder organische Säureanhydride in Betracht.

   Das vorliegende Verfahren schafft so einen neuen technisch einfachen Weg zur Darstellung von bekannten Verbindungen, der den oberwähnten bekannten Verfahren infolge der Einheitlichkeit, mit der die Reaktion verläuft, und hinsichtlich der Ausbeuten erheblich überlegen ist. 



   Beispiel 1 : 23 g Natrium in   250 cm3   Benzol werden mit   56   Chlorbenzol versetzt ; unter Rühren und Abschluss von Luftfeuchtigkeit wird die Temperatur zwischen   150 und 300 gehalten.   



  Sobald die Reaktion beendet ist, wird so lange Kohlensäure eingeleitet, bis die alkalische Reaktion (Tüpfelprobe gegen Phenolphthaleinpapier) verschwunden ist, das Reaktionsgemisch sodann in Wasser gegossen und die sich bildenden Schichten voneinander getrennt. Beim Ansäuern des wässerigen Anteils mit Salzsäure fallen 56 g Benzoesäure kristallin aus ; F =   119-120 .   



   Beispiel 2   zig   Natrium in 125 cm3 Benzol werden, wie in Beispiel 1 beschrieben, mit 28 g Chlorbenzol umgesetzt. Sobald die Reaktion beendet ist, lässt man unter starker Kühlung 33 g   2-Chlor-l-diäthylaminoäthan   einlaufen. Wenn alles zugegeben ist, wird noch eine halbe Stunde zum Sieden erhitzt, dann in Wasser gegossen und getrennt. Der   benzolische   Anteil wird mit Ätzkali getrocknet, filtriert und das Benzol abdestilliert. Der   Rückstand   wird dann im Vakuum destilliert, wobei das Diäthylphenäthylamin unter einem Druck von 2 mm bei   88-90  übergeht   ; Ausbeute 26 g. 



   Beispiel 3 :   11'5 g   Natrium in 120 cm3 Benzol werden, wie in Beispiel 1, mit 31 g p-Chlortoluol zur Reaktion gebracht. Sobald diese beendet ist, wird so lange Kohlensäure eingeleitet, bis die alkalische Reaktion verschwunden ist. Bei der Aufarbeitung gemäss Beispiel 1 erhält man 30 g p-Toluylsäure vom F = 177 . 



   In gleicher Weise kann auch m-Toluylsäure hergestellt werden. 



   Beispiel 4 :   11'5   g Natrium in 120   cm3   Benzol werden, wie in Beispiel   1,   mit 30 g Chlorbenzol zur Reaktion gebracht ; sodann werden unter Kühlung 21 g Benzonitril zugetropft. Wenn die Reaktion beendet ist, wird bei Zimmertemperatur noch eine Stunde nachgerührt, dann in Wasser gegossen und der benzolische Anteil abgetrennt. Der nach dem Abdestillieren des Benzols hinterbleibende Rückstand wird einige Zeit mit verdünnter Salzsäure gekocht, abgekühlt und mit Äther ausgezogen. Beim Abdestillieren des Äthers hinterbleiben 25 g Benzophenon vom F =   47 .   

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 EMI2.1 
 Reaktion gebracht und dann 28 g Nitrobenzol mit 30 em3 Benzol verdünnt eintropfen gelassen. Die sehr heftige Reaktion wird durch starke Kühlung gemässigt.

   Nach Beendigung der Reaktion wird noch zwei Stunden nachgerührt, in Wasser gegossen, die sich bildenden Schichten getrennt, der wässerige Anteil mit verdünnter Salzsäure kongosauer gestellt und ausgeäthert. Nach dem Abdestillieren des Äthers hinterbleiben 22 g Phenol. 



   Beispiel 7 :   11#5 g Natrium,   30 g Chlorbenzol, 120 cm3 Benzol werden, wie in Beispiel   l.   zur Reaktion gebracht und dann bis zum Verschwinden der phenolphthalein-alkalischen Reaktion trockene schweflige Säure eingeleitet. Die Aufarbeitung nach Beispiel 1 ergibt 24 g Benzolsulfinsäure. 



   Beispiel 8 : In   ll'a     g   Natrium und 120   e   Benzol wird unter Rühren eine Lösung von 39 g N.   N-Dimethyl-4-ehloranilin inBenzol eintropfen gelassen. Sobald die Umsetzung beendet ist, leitet man   langsam Kohlensäure ein und erhält durch Kühlung die Temperatur auf   20-30 .   Nach 6-7 Stunden ist die Reaktion beendet. Man giesst hierauf in Wasser, trennt die Benzolschicht ab und macht den wässerigen Anteil mit Essigsäure sauer. Die hiebei ausfallende 4-Dimethylaminobenzoesäure wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet ; Ausbeute   35 g.   
 EMI2.2 
 wie in Beispiel 1 umgesetzt. Dann wird stark gekühlt und 25   g   Essigsäureanhydrid eintropfen gelassen.

   Nach Beendigung der sehr lebhaften Reaktion wird in Wasser gegossen und aus dem benzolischen Anteil durch Destillation des entstandenen Acetophenon abgeschieden ; Ausbeute   20 g.   



   Beispiel 10 :   11'5 g   Natrium in 120   e   Benzol werden mit 30 g Chlorbenzol wie in Beispiel 1 umgesetzt und sodann unter Kühlung 26 g Phenylisocyanat eintropfen gelassen. Das Reaktionsgemisch wird in Wasser eingetragen, die Benzolschicht abgetrennt und getrocknet. Nach dem Abdestillieren des Benzols hinterbleiben 38 g Benzanilid.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung aromatischer Verbindungen durch Umsetzung von Arylnatriumverbindungen mit reaktionsfähigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man die durch Umsetzung von Natrium mit aromatischen Chlorverbindungen, welche ausser Chlor keine gegen Natrium ersetzbaren Substituenten enthalten, in Gegenwart indifferenter organischer Lösungsmittel bei Temperaturen unter 400 erhältlichen Arylnatriumverbindungen, ohne diese abzuscheiden, mit reaktionsfähigen Stoffen, ausgenommen aliphatische Säurenitrile, umsetzt.
AT148984D 1928-09-21 1932-04-14 Verfahren zur Darstellung aromatischer Verbindungen. AT148984B (de)

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